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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#77 Wann ist IT wirklich modern?

...und wann einfach nur neu?

11.09.2026 57 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir sprechen darüber, wann IT wirklich modern ist und wann lediglich alte Technik durch neue ersetzt wird. Wir diskutieren, warum neue Hardware, Cloud-Dienste, Microsoft 365, KI oder Automatisierung allein noch keine moderne IT ausmachen und weshalb stattdessen der konkrete Nutzen für das Unternehmen entscheidend ist. 

Neue Hardware, Cloud, Microsoft 365, KI und Automatisierung – reicht das schon aus, um die eigene IT als modern zu bezeichnen?

Wir gehen der Frage nach, was moderne IT tatsächlich ausmacht und warum „neu“ und „modern“ zwei völlig unterschiedliche Dinge sein können. Denn wer lediglich alte Technik durch neue ersetzt, arbeitet danach möglicherweise genauso wie zuvor. Wirkliche Modernisierung beginnt dort, wo Technologie Prozesse verbessert, Systeme sinnvoll miteinander verbindet und einen konkreten Mehrwert für das Unternehmen schafft.

Dabei sprechen wir unter anderem über Cloud und On-Premises, den Einsatz von KI, Automatisierung, standardisierte Prozesse und die Frage, warum nicht jeder aktuelle Technologietrend automatisch die richtige Lösung für jedes Unternehmen ist. Auch die Mitarbeiter spielen eine entscheidende Rolle: Moderne Technologie bringt wenig, wenn Arbeitsweisen unverändert bleiben oder neue Möglichkeiten im Alltag gar nicht genutzt werden.

Am Ende steht eine einfache Unterscheidung: Neue IT erkennt man am Kaufdatum – moderne IT daran, was sie im Unternehmen verändert.


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Transkript

René
00:00:56
Michael, guten Tag. Schönen guten Tag in die Runde.
Michael
00:00:59
Grüß dich, René. Hi. Hallo in die Runde. Servus.
René
00:01:03
Ja, schön wieder, dass wir hier zusammen in der users lounge sind.
Michael
00:01:06
Dein Urlaub ist vorbei. So schnell geht die Zeit.
René
00:01:09
Das ist nicht so schön. Aber aber ist es schön, dass wir miteinander sprechen können.
Michael
00:01:13
Dann wollte ich gerade sagen, das ist doch viel schöner wie Urlaub. René, was haben wir für ein Thema? Schieß los.
René
00:01:25
Ja, heute geht es mal einmal um oder geht es um die Frage Wann ist IT wirklich modern und wann einfach nur neu?
Michael
00:01:36
Ja, klingt sau interessant. Da gehen wir mal rein.
René
00:01:39
Ist nicht das Gleiche. Definitiv nicht.
Michael
00:01:43
Ich habe mir einen neuen 386er gekauft. Bin ich jetzt modern?
René
00:01:48
Genau.
Michael
00:01:49
Gut.
René
00:01:51
Ja, also ich denke, als Aufhänger können wir hier erst mal sagen, neue Technologien macht eine IT halt nicht automatisch neu oder doch neu schon, aber modern nicht. Also modern. Und das haben wir ja schon ein paar Mal herausgestellt, wird IT ja eigentlich immer nur, wenn es zum Unternehmen passt und zum anderen Abläufe verbessert werden, es beherrschbar und halt wirklich tatsächlich Mehrwert mit sich bringt. Das ist, denke ich, schon mal der größte Aufhänger, den man hat an der Stelle. Und ich glaube, die zentrale Frage, die wir jetzt wirklich uns in dieser Episode immer wieder stellen oder wo es sich eigentlich drum schlängelt, ist halt wirklich, woran erkennen wir eigentlich, ob ein Unternehmen seine IT wirklich modernisiert hat oder eben nur alte Technik durch neue ersetzt hat?
Michael
00:02:41
Ja, das ist ein interessantes Thema. Wir können auch so einen kleinen Schwenk machen. Ist man aus der Securitycom, gibt es immer so den schönen Spruch mit Stand der Technik, dass wir noch mal ganz kurz einen Schwenk rüber machen. Was ist denn jetzt hier Stand der Technik? Das ist nämlich dann auch nicht immer unbedingt das Neueste oder das Modernste. Aber da kommen wir wahrscheinlich im Laufe der Episode und im Laufe der nächsten Stunde garantiert auch noch zu. Perfekt. Lassen Sie einsteigen.
René
00:03:09
Jo, ja, dann erste Frage vorweg. Michael, wann ist IT wirklich modern und wann einfach nur neu?
Michael
00:03:16
Ja, also das ist echt sau schwer zu differenzieren an dieser Stelle, wenn du mit solcher provokanten Sache reingehst, weil ich sag mal, es neu ist. Wie fange ich an, wie will ich, wie erkläre ich es dir? Also modern, würde ich jetzt mal behaupten, ist ich habe moderne Systeme. Ich gehe in neue Technologien rein. René, ja, wann ist etwas neu, wann ist etwas modern? Würde ich jetzt grob in die Sache sagen, wenn ich meine IT modernisieren will, gucke ich, was es für neue Technologien, für neue Hardware, für neue Systeme auf dem Markt gibt. Ist das was für mich? Bringt mich das ein Stück weiter und nach vorne? Und wenn ich sage, ich will meine IT erneuern, dann ersetzt sich vorhandenes einfach gegen was Neues. Ich habe irgendeinen Notebook, irgendeinen Server, der der abgelaufen ist oder der technologisch, der technologisch so ist, dass er eben nicht mehr schnell genug ist, dass er zu langsam ist, dass er die Kapazitätsgrenze erreicht hat, etc., pp. Und dann ersetzt sich einfach das System gegen ein neues System. Dann würde ich sagen, habe ich meine IT erneuert und nicht modernisiert.
René
00:04:27
Ja, also ich glaube, das Erste, was man sich wirklich, das hast du aber gerade auch schon gesagt, das Erste, was man sich natürlich fragen soll, was versteht man eigentlich so unter moderner IT? Ja, also das sind ja immer diese Buzzwords, die man dann hört. Cloud, ist es vielleicht sogar neue Hardware? Microsoft 365, KI, Automation, Zero Trust. So Sachen, über die wir jetzt die letzten Male immer mal wieder gesprochen haben. Ist das moderne IT? Sagen wir mal so, wir könnten jetzt auch eine provokante Gegenfrage stellen. Und zwar kann ein Unternehmen technisch auf dem aktuellsten Stand sein und trotzdem völlig altmodisch arbeiten.
Michael
00:05:06
Ja, ich glaube, mit dieser Frage arbeitest du das Ergebnis ganz gut raus, weil die Antwort auf diese Frage wäre für mich ein eindeutiges Ja.
René
00:05:15
Ja, für mich auch.
Michael
00:05:18
Also du kannst sicher, wie ich das ja eben auch schon gesagt habe, du kannst halt eben diese alten Kamellen und diese alten Strukturen, die du permanent hast und die Sachen, die du seit Jahren hast, permanent erneuern und du wirst nicht einen Zentimeter modernisieren an dieser Stelle, weil du Verhandlungen immer wieder dich technisch auf den neuesten Stand bringst. Ja, neue Server, neue Geräte. Aber du hast null Innovationen drin und bleibst in deinem altmodischen Sachen drin. Und folgedessen hast du null Modernisierung in deinem Unternehmen.
René
00:05:50
Ja, und du könntest sie jetzt oder wir könnten auch genauso die Frage in die Gegenrichtung stellen. Kann IT mit fünf oder zehn Jahren alter Hardware oder mit alten Komponenten trotzdem modern sein? Ist ja eigentlich die gleiche. Also nur jetzt mal von hinten durchs Auge genau andersrum gestellt die Frage. Ich denke, nein, ich will da gar nicht zu viel zu sagen. Lass uns das im Verlauf jetzt ein bisschen rausarbeiten. Also ich glaube, du hast es gerade mit dem neuen Laptop. Das ist ja eigentlich ein guter Einstieg genau da rein. Wenn man jetzt wirklich neu und modern gegenüberstellt, ja, neu ist halt wirklich ein Ersetzen, aber es ändert sich dadurch eigentlich nichts, außer dass die Basis eine andere ist. Also sprich zum Beispiel die Hardware ändert sich. Aber wie ich damit arbeite, bleibt ja identisch.
Michael
00:06:43
Ja, wobei das Laptop Thema ist ein schönes Thema, wo wir ein Stückchen differenzieren können. Wobei du ja durchaus durch eine Erneuerung auch in eine Modernisierung reinkommen kannst, indem du jetzt wahrscheinlich oder indem du jetzt ein Laptop nimmst, der dir Features bietet, die du einfach vorher nicht hast. Also ersetze ein 0815 Notebook durch ein 0815 Notebook. Dann hast du erneuert, aber nicht modernisiert. Ersetze ein 0815 Notebook gegen meinetwegen ein Notebook, wo ein Touchscreen drin ist oder wo auf einmal ein 5G Modul drin ist oder hier die neuen Microsoft Heiser Scheiß Notebooks, die Copilot integriert haben auf Chip Basis, die gewisse KI Features schon drin haben. Also dann bist du durchaus in der Modernisierung drin. Nur das sind halt so Überlegungen, die du dir machen musst beim Austausch von so einem Gerät. Ob du einfach sagst, ich erneuere, sprich einmal einfach zurück, gleiche Ausstattung, aktuelle Prozessortechnik fertig, gibt es mir. Oder ob du sagst, ich habe jetzt die Chance, an dieser Stelle ein Stück moderner zu werden und ein Stück mehr Features zu haben. Und dann glaube ich schon, dass du auch mit dem Notebook erneuern. Also modernisieren kannst.
René
00:07:57
Das stimmt, aber ich glaube, dass das Notebook selber nicht der ausschlaggebende Punkt an der Stelle ist, sondern also klar, du hast die Möglichkeit, aber es ist eher, dass du ja deine Arbeitsweise änderst. Das ist, glaube ich, eher die Modernisierung oder dein Prozess veränderst.
Michael
00:08:14
Ja, Hennerei, kannst du denn deine Arbeitsweise modernisieren, wenn du keine modernere Hardware hast?
René
00:08:22
Ist halt die Frage. Also das kommt natürlich immer darauf an, so wie du gerade gesagt hast. Okay, Co-Pilot ist auf Chip-Basis drin. Okay, kann ich aber auch nutzen, wenn ich den Chip nicht habe. Also das ist ja, man muss immer gucken, welches Thema das speziell ist. Ich gebe dir recht. Natürlich macht das dann Türen auch auf, dass es einem leichter fällt, diese Modernisierung zu gehen oder den Weg zu gehen. Aber die Hardware alleine würde ich jetzt nicht als ausschlaggebende Punkt nehmen, weil dazu gehört halt wirklich auch ein Prozess an. Genau, und Anpassung der Arbeitsweise.
Michael
00:08:55
Da bin ich wieder bei dir. Und das ist ja auch das, was wir so in den letzten Podcast so gemacht haben. Keine Lösung ohne Problem, weil in dem Moment, wo du was ja, der ideale Weg ist ja schon, der Mitarbeiter kommt und sagt hier, pass auf, ich brauche ein neues Notebook, weil das Feature, die Funktion, das kann der eben nicht. Ich kann so nicht mehr vernünftig effektiv arbeiten. Hol mich mal von dem alten Ding auf was Modernes, dass ich vernünftig arbeiten kann. Also das ist der eigentliche Weg, der viel bessere Weg ist. Du kommst von der Richtung auf die Sache drauf, anstatt dass du jetzt sagst, der Notebook hat jetzt ein paar neue, kann ich, ich kann jetzt auch einen kriegen mit Touch, wäre das jetzt für mich ein Grund, Prozesse zu ändern, sondern viel besser ist, wenn du sagst, ich brauche jetzt ein Touch Notebook, weil ich habe einen Prozess überlegt, der wesentlich effektiver im Unternehmen ist. Ich muss jetzt mit einem Stift auf dem Notebook schreiben können, weil ich dann einfach nichts mehr drucken muss oder etc. Das heißt, da kommt wieder das Problem, wo du eine Lösung für hast und dann kannst durch die Erneuerung auch eine Modernisierung geben. Bin ich vollkommen mit dabei. Ja, richtig.
René
00:09:58
Ja, da gibt es natürlich ganz viele, ganz viele weitere Beispiele. Ich glaube, Michael, wir müssen das Thema jedes Mal anschneiden. Microsoft 365 ist ja auch so ein Thema. Parader Beispiel, ich will da gar nicht zu tief drauf ein, aber nehmen wir mal jetzt SharePoint, wenn du SharePoint in Zukunft als Basis nehmen wollen würdest. Also ich glaube, wenn du es machst und du ziehst deine Daten um und würdest sagen, okay, ich arbeite ganz normal wie im Explorer, so wie vorher auch oder im Finder, wie auch immer, dann wirst du ganz schnell merken, dass das in SharePoint so nicht funktioniert. Das heißt, du musst da moderner werden, weil du ja einfach Einschränkungen sonst hast. Das heißt auch da, man muss sich halt klar überlegen, wo will ich hin? Was ist mein Ziel? Und einfach zu sagen, ich schiebe die Daten in die Cloud, ist dann vielleicht nicht der richtige Weg, um zu sagen, wir arbeiten jetzt moderner. Dann hast du es erneuert auf einer anderen Basis, aber es ist nicht modern geworden.
Michael
00:10:57
Da hast du recht. Ich habe da als Parader Beispiel immer nur, weil du 20 Jahre lang deine Dateien an die Mail gehangen hast, um sie zu versenden, ist das nicht den Weg, den du auch den nächsten 20 Jahren noch gehen solltest, sondern da wäre die Modernisierung. Du gewöhnst dir mal an, Daten irgendwo auf den SharePoint zu legen und einfach mit Freigabelinks entsprechend zu arbeiten, dass eben die E-Mail-Postfächer und erst recht die E-Mail-Archive nicht zugemüllt werden auf gut Deutsch mit zig E-Mails mit der gleichen Datei in unterschiedlichen Versionen und einem E-Mail-Pingpong. Und da wäre der Ansatz, moderner zu werden, eben wie gehe ich jetzt mit E-Mails und mit Anhängen rum?
René
00:11:42
Ja, zum Beispiel auch. Ja, genau. Wichtig, da möchte ich nur einen kurzen Einwand geben. Ja, es ist grundsätzlich besser oder was heißt besser? Also je nachdem, was man macht, macht es absolut Sinn, auch mit Freigaben zu arbeiten. Nur als kleinen Aufhänger bitte macht das nicht bei Rechnungen oder so was. Das sieht das Finanzamt nicht gerne, weil ja keine Kopie quasi angehangen ist, die eindeutig ist. Oder sagen wir mal mit Angeboten. Besser mit Angeboten als mit Rechnung kann man noch besser vergleichen, weil du ja dann die Möglichkeit hättest, diese Datei bei dir noch zu verändern. Sie ist ja nicht eindeutig, weil dahinter das ist ja wieder frei.
Michael
00:12:22
GOPT relevante Sachen ziehst du aus der entsprechenden Software raus. Das machst du richtig. Das machst du aber auch nicht mit Outlook. Also davon mal weg, abgesehen. Du schreibst keine Fragen.
René
00:12:32
Aber mir ging es jetzt nur darum, wenn du es verschickst. Also gut, machst du nicht mit. Du verschickst es ja schon per Mail oder meinetwegen aus der EAP heraus. Genau. Aber am Ende des Tages ging es mir halt nur darum, bei so relevanten Sachen mit Kopien, also angehangene Kopienarbeiten, nicht mit mit Freigabe links. Aber du hast recht. Im Kern hast du natürlich recht. So ja, weitere Beispiele. Ich meine KI, ich glaube, darüber brauchen wir jetzt nicht sprechen. Ich würde vielleicht noch das Beispiel Telefonanlage nehmen. Ja, eine Telefonanlage jetzt einfach von der Appliance, also sprich eine Hardware Telefonanlage einfach nur in die Cloud bringen. Aber mit den gleichen Funktionen, mit einem gleichen Umfang wie vorher auch.
Michael
00:13:18
Da fällt mir immer wieder der Kunde ein, der inzwischen auf einer Cloud Telefonanlage ist, wo immer noch im Management System eine Telefonliste hoch und heilig gelenkt wird. Regelmäßig aktualisiert und gepflegt wird, die die Mitarbeiter immer noch ausdrucken und auf den Schreibtisch legen, weil nur da die vernünftigen Telefonnummern drinstehen. Das ist seit Jahren die Running Nummer an der Stelle. Dann habe ich die Telefonanlage, wenn wir da wieder rübergehen in die Analogie rein, schiebe ich das Ding einfach eins zu eins stumpf in die Cloud. Habe ich erneuert? Kümmere ich mich darum, dass ich vielleicht ein paar Prozesse anpasse oder dass ich die Funktionen und die Features, die kommen und dann mal kurz kritisch über die Sache nachdenke zu Sachen. Dann komme ich in die Modernisierung rein. Ja, ja, richtig.
René
00:14:11
So, anstatt dass wir jetzt noch weiter auf spezielle Beispiele eingehen, machen wir es mal jetzt anders. Also muss moderne IT eigentlich überhaupt die neuesten Technologien einsetzen?
Michael
00:14:21
Ja, das ist das ist genau das ist das ist super genau der Punkt, wo wir auf diesen Stand der Technik reinwerfen. Und für mich ist die die Sache ist, um es salopp einfach zu sagen, du musst und solltest und darfst eigentlich auch gar nicht als Unternehmen dem neuesten heißen Scheiß hinterher rennen. Und der neueste heiße Scheiß ist auch nicht Stand der Technik, sondern Stand der Technik und das was was solide ist. Du brauchst ein stabiles, funktionierendes, grundsolides System, worauf du dich verlassen kannst. Und das ist in der Regel nicht der neueste Hot Shit, der durch die Gegend getrieben wird, sondern das sind bewährte Themen. Also hier ist hier ist der der Sechszylinder Dieselmotor vom Lanz Bulldog. Ja, nicht unbedingt ein Lanz Bulldog sein, aber der Sechszylinder Diesel doch dem hochdrehenden Einzylinder vorzuziehen, weil es einfach so ein grundsolides Thema ist. Das muss das darf nicht. Das muss nicht das Neueste sein. So sehe ich es zumindestens.
René
00:15:19
Das ist so. Also man spricht ja auch immer von State of the Art. Genau, wenn man diesen Begriff mal raushauen möchte. Und der bedeutet halt nicht, dass wir wirklich nur das Aktuellste oder dass wir das Aktuellste vom Markt nehmen, sondern natürlich recht aktuell, aber im Kern das Aktuellste, Stabilste. Also beides zusammentrifft. Das ist eigentlich das, was zusammenbringt. Und das ist State of the Art und nicht ja, wie du gerade sagst, der Hot Shit, der da gerade irgendwie am Markt gehypt wird und dann dürfen alle loslaufen. Nee, das ist es halt nicht.
Michael
00:15:56
Genau. Ja, so basic mäßig sage ich immer etabliert und in der Praxis erprobt. Das ist so das, was du ja genau auch geschrieben hast. Das ist, wie gesagt, das ist so der Dieselmoder, der einfach grundsolide. Er läuft halt einfach. Wir wissen, das Ding schafft, das Ding läuft ab dafür.
René
00:16:14
Ja, genau. Und wenn man jetzt nehmen wir jetzt mal einen Server. Also wenn ich da einen habe, der seit ich meine, okay, da habe ich vielleicht als Dienstleister noch mal eine andere Meinung zu. Aber trotzdem, also man könnte sich jetzt theoretisch auch die Frage stellen. Ich habe jetzt einen Server, der läuft jetzt halt wirklich seit fünf Jahren stabil. Der läuft einfach durch. Der ist ausreichend performant. Der ist sicher. Der ist und der unterstützt uns wirklich bei unseren Prozessen. Es läuft alles. Der ist wirtschaftlich und zuverlässig. Warum sollte man ihn tauschen? Richtig, so die Frage kann man sich stellen. Ich als Dienstleister sage natürlich, irgendwann musst du wirklich auf EUL-Daten achten und so weiter. Am Ende des Tages ist das aber wirklich so ein Kern. Server ist jetzt vielleicht nicht das Paradebeispiel für dieses Thema oder für diese Frage. Aber ich finde, das bringt es doch schon ganz gut auf den Punkt, dass man halt nicht immer in Aktionismus verfällt und immer einfach irgendwie was Neues macht, sondern dass man auch sagt, okay, es läuft und im Moment haben wir nicht vor, irgendwie was anders zu machen. Da müssen wir jetzt nicht was weiß ich was tun. Genau das, genau das.
Michael
00:17:19
Und wenn das Ding läuft und die Kiste grundsolide da ist, dann kannst du dir schon so ein paar, anstatt dieses stumpfe Austauschen und den ganzen Kram, dir schon mal in irgendeiner Art und Weise Gedanken über den ganzen Kram machen. Da kommt wieder, da kommt wieder das Thema. Wir hatten einen Podcast zum Thema Lebens Lifecycle, zum Thema Lebenszyklus, dass du einfach guckst. Ich habe zwar jetzt auf dem Server meinetwegen eine Lifecycle von sechs Jahren definiert. Wir sind jetzt bei fünfeinhalb. Ich müsste jetzt in eine Angebotsfindung oder in eine Angebotsphase reingehen. Aber lasst doch mal den ITler drüberfliegen. Der soll sich die Kiste mal angucken. Was sagt er dazu? Was waren die Ausfallraten? Was waren die vielleicht auch die betriebswirtschaftlichen Kosten in den letzten Jahren? Nehmen wir noch mal ein Jahr mit oder investieren wir in was Neues? Oder macht es vielleicht Sinn zu modernisieren? Aber das muss man sich halt eben angucken. Aber auf gar keinen Fall ist das Ding, wenn das seine Anforderungen erfüllt. Für mich veraltete Technologie. Genau.
René
00:18:16
Also es veraltet ja eigentlich nur, wenn die Hardware wirklich so schwach ist, dass ich irgendwann nicht mehr richtig arbeiten kann oder wenn es defekt ist oder ich meine Anforderungen daran ändere. Definitiv. Ja, deswegen. Also es ist ja, wie du gerade gesagt hast, also man könnte jetzt natürlich irgendwie so ein bisschen die Frage hochwerfen. Ist es nicht irgendwie sogar unmodern zu sagen, okay, ich tausche jetzt funktionierende Technologie halt nur deswegen, weil etwas Neues verfügbar ist. So weit würde ich jetzt vielleicht nicht gehen. Nee. Aber grundsätzlich die Frage finde ich nicht uninteressant. Weil also am Ende des Tages, es geht ja beim Modernisieren immer darum, dass du wirklich irgendwo deine Anforderungen halt berücksichtigst und dass du halt sagst Okay, das passt wirklich zu uns.
Michael
00:19:04
Genau.
René
00:19:05
Das ist nicht einfach verfügbar, sondern es passt zu uns. So und deswegen kann es, kann man das auch so ein bisschen so auffassen, dass es vielleicht unmodern ist, wenn ich anfange, meine Hardware einfach rauszuschmeißen, nur um das Rausschmeißen willen, um was Neues aufzustellen.
Michael
00:19:21
Es kann eine Betrachtung sein. Es muss aber nicht zwingend die Lösung sein. Genau. Also ich sag mal, du hast ja, du kannst, du musst halt gucken, was hast du für Investitionen geplant? Guck dir Nachhaltigkeit an. Auch das ist ein Thema, wie nachhaltig sind die Geräte? Auch da kann man immer mal so ein bisschen auf Ressourcen und Nachhaltigkeit gucken. Wirtschaftlichkeit ist sowieso ein Faktor. Und was du natürlich auch immer wieder dabei hast. Never change a running system. Du packst die, du packst das Ding halt einfach an. Das heißt, du hast, wie man so schön sagt, immer noch so ein kleines Risiko beim Technologiewechsel oder bei einem Switch von einem auf einen anderen System. Und das sind halt alles so Faktoren, die du mit reinbringen musst oder mit reinbringen solltest, wenn du überlegst, was auszutauschen. Wenn wir hier auch gerade jetzt hier konkret beim Server Beispiel beitragen.
René
00:20:07
Richtig. Ja, wenn wir jetzt mal auch. Ich glaube, ich habe es gerade schon mal angesprochen und das ist, glaube ich, ein Paradebeispiel für genau dieses Thema. Wenn wir von modern und neu oder im Gegensatz zu neu sprechen Cloud und On-Premise. Wenn du das so entgegensetzt, ist Cloud wirklich immer moderner als ein Server?
Michael
00:20:36
Der Running-Gag, ja. Also vorschnell würde ich jetzt einfach mal sagen, nee, auf gar keinen Fall, um es mal in die provokante Kiste reinzusetzen, weil es ja wahrscheinlich auch wieder auf den Use-Case drauf ankommt. Es kommt ja ganz klar wieder darauf an, was pusht mein Unternehmen nach vorne. Nur weil ich nur weil ich ein Server oder ich sag mal ein NAS oder ein Datenspeicher im Unternehmen ersetze durch die Cloud, bin ich auf gar keinen Fall moderner geworden im ersten Schritt. Ja, wenn ich das sonst vorher im Use-Case nicht drin habe. Hier sind wir wieder bei Problem und Lösung. Kommen Mitarbeiter und so? Habe ich das Problem, dass meine Daten nicht nur zentral liegen und nicht von überall drauf komme? Dann kann die Modernisierung klar bedeuten, Wechsel von einer On-Premise auf eine Cloud-Version. Aber dann habe ich einen definierten Grund dafür und da habe ich einen Modernisierungsgrund, will ich mich so ausdrücken. Einfach nur stumpf die Daten von von lokal in eine Cloud zu werfen, ist das ganze Ding nicht moderner gemacht, sondern einfach nur neu oder anders.
René
00:21:42
Genau. Ja, wenn wir einfach nur auf die Vorteile mal gehen. Cloud hat ja so Vorteile Skalierbarkeit, ortsunabhängiges Arbeiten. Klar, das kannst du irgendwie auch immer ein bisschen darstellen, aber natürlich nicht ganz in dem gleichen Umfang. Geringere, also geringerer Aufwand, was so die Infrastruktur angeht, weil du hast ja alles in der IaaS-Umgebung oder in der Infrastruktur, in der Cloud. Dann Integration, schnellere Bereitstellung, weil du es ja wirklich schnell in den Rechenzentren buchen kannst und so weiter. Wenn du jetzt die Gegenargumente nimmst, dann hast du zum Beispiel die Abhängigkeit, laufende Kosten, Datenschutz, wo du auf jeden Fall mehr selber zu tun hast. Ja, dann Internetabhängigkeit ist, denke ich, auch klar. Und nicht jede Anwendung ist wirklich passend oder kann gut in der Cloud arbeiten.
Michael
00:22:31
Ja, und was ich halt auch, du bist eben gesagt, hast du eben als Vorteil, sagt die Integration und die schnellere Bereitstellung. Auch das, je nachdem, wie komplex das Unternehmen ist und je nachdem, wie komplex deine IT-Infrastruktur und deine IT ist, hast du eine Cloud auch nicht innerhalb von fünf Minuten am Rennen, vielleicht am Rennen oder gebucht schon, aber bis du Laufwerke drin hast, hast die rechten Rollen vergeben, hat die Mitarbeiter vielleicht über eine Sync-Software mit reingeholt, hast dies, hast das, hast jenes getan. Das ist halt auch Aufwand. Also auch in einer Cloud steckt durchaus Arbeit, bis die so läuft, wie sie laufen soll. Also eine Integration ist da durchaus auch ein Faktor. Und wenn du eine bestehende On-Prem-Lösung hast, ist das nicht unbedingt ein Vorteil für die Cloud.
René
00:23:23
Ja, stimmt. Ja, wie gesagt, also das sind jetzt so die Punkte, die kamen mir so als erstes in den Sinn. Ja, klar. Wenn du jetzt, du könntest jetzt auch eine Gegenfrage stellen. Also kann eine bewusst gewählte On-Prem-Lösung, also wenn du wirklich bei dir im Haus dir Gedanken gemacht hast und die dann wirklich so zusammenstellst und in Betrieb nimmst, kann sie moderner sein als eine schlecht geplante Cloud-Lösung? Auch das auf jeden Fall. Und da bin ich auch zu 100 Prozent von überzeugt. Also die Frage ist ja nicht. Und das glaube ich ist meist so. Also du hast es gerade eingangs gesagt, dieses Cloud oder On-Prem, wenn du einfach nur hochschiebst, dann ist es neu, aber nicht modern. So, und wenn wir jetzt in diesen modernen Aspekt reingehen, dann ist die Frage ja eigentlich nicht Cloud oder On-Prem, sondern eher, welche Architektur steckt dahinter? Oder warum wurde es halt auch so gewählt? Also ich habe meine, so wie du gesagt hast, ich habe meine Probleme, habe damit eine Lösung gefunden und dann, das ist das, was es modern macht.
Michael
00:24:27
Was mich in meinem Unternehmen nach vorne bringt, was mein Problem löst.
René
00:24:30
Genau, ja, das heißt ja eigentlich, wenn wir das jetzt im Umkehrschluss sehen, alles, was wir jetzt gerade gesagt haben, glaube ich, bringt es ja eigentlich immer wieder auf den Punkt. Dieses moderne IT oder modernes Arbeiten beginnt ja eigentlich gar nicht mit der Technik. Auf gar keinen Fall. Das endet mit der Technik. Genau, die Technik ist wieder der Wegbereiter dazu.
Michael
00:24:52
Genau, ja, ja, das eine bedingt das andere. Also erst mal hast du das Problem, dann hast du die Optionen, die du hast, die, ich nenne es mal die modernen Optionen oder das, was es jetzt Neues auf dem Markt gibt oder wie auch immer du das, also das, was du kaufen kannst, was du vorher noch nicht hattest. Ja, ich sage mal moderne Clients, 365, eine gescheite Firewall. Du hast eben von Cloud-Telefonie und von KI gesprochen. Was ich ein super Ding finde mit Modernisierung, was für mich ein absoluter, im Vergleich den letzten Jahren, da wirst du mir auch zustimmen, was ein absoluter Point ist für Unternehmen und auch für IT-Dienstleister, sind halt einfach Managed Services, dass ich ganz, ganz viel als Unternehmen eben über ein Managed Service modernisiert an meiner IT, die an meiner IT-Dienstleister auslagern kann und bin halt einfach den schmerzlos und ich weiß, es kümmert sich einer an der Sache. Das, finde ich, sind ganz, ganz gute Beispiele und ganz, ganz gute Themen, wo man sagt, ich gehe in was Moderneres oder ich modernisiere mein Unternehmen durch den Einsatz von solchen Technologien.
René
00:25:57
Richtig. Ja, Michael, aber dann kommen wir ja eigentlich, also wenn wir jetzt wirklich von der Technik nicht, also gerade nicht so ganz bei der Technik sind, ist es ja auch am Ende des Tages, das sind ja auch Dinge, über die wir jetzt die letzte Zeit immer wieder mal stolpern oder immer wieder auch mal gesprochen haben. Es geht ja noch viel weiter darüber hinaus über die Technologien. Also wenn wir jetzt mal alleine Verantwortlichkeiten sehen. Also das steht ja, also für mich sind das ja Punkte mit, die zur Modernisierung gehören, dass du weißt, wer ist denn verantwortlich? Unsere Prozesse sind dokumentiert, dass sie wirklich auch transparent sind. Warum sind sie so und so weiter? Dann auch so eine Datenstruktur. Deswegen hatte ich Microsoft 365 vorhin angesprochen. Auch die sollte ja durchdacht sein. Dann es wäre gut.
Michael
00:26:47
Es wäre ganz gut, wenn du hinter drei, wenn du in der Microsoft 365 eine grobe Struktur hättest. Ja, ja, ein Ordner muss reichen, eine Dokumentenbibliothek.
René
00:26:58
Ja, ja, ja. Deswegen spielen ja ganz viele Sachen noch mit rein. Berechtigung, dann Mitarbeiter, die nicht so richtig miteinander arbeiten, weil sie vielleicht die Technologie nicht kennen. Also ich sage mal Zusammenarbeit in Teams oder in Lass es noch in Excel-Tabellen sein. Ist ja egal. Dieses Zusammenarbeiten, wenn sie es nicht richtig kennen oder verstehen, arbeiten sie aneinander vorbei. Am besten haben sie doch die gleiche Datei, aber in drei verschiedenen Versionen und an fünf Orten liegen. Das kann ja immer sein. Und und diese, ich sage mal, spontan Entscheidung. Auch darüber haben wir ja so ein bisschen gesprochen. Nicht dieses, dass ich auch mal faktenbasiert bin, dass ich ein bisschen Zahlenwerk habe, dass ich weiß, worauf ich mich berufe, sondern dass es immer so aus dem Bauch raus ist. Ja, brauchen wir neu.
Michael
00:27:42
Ja, brauchen wir neu. Ja, ja, das sind alles gute Punkte, die du dir ansprichst. Und die glaube ich auch ganz gut zeigen, dass wir, wenn wir über das Moderne und über das Neue reden und wie wir eben schon gesagt haben, wenn du modernisieren willst, löse ein Problem, also habe ein Problem, damit du es lösen kannst. Entsprechend durch neue Technologien oder den Einsatz anderer Technologien oder Technologien, die für deine Unternehmen neu sind. Vielleicht auf dem Markt schon seit zig Jahren bestehen, aber du eben in deinem Unternehmen noch nicht drin hattest. Und das bedingt halt all das, was du gerade gesagt hast, auch mit dabei. Das ist halt der Schwanz und der Rattenschwanz, den man damit berücksichtigen muss, weil das Schlimmste, was du haben kannst, ist Shit in, Shit out. Das heißt, wenn du vorher was schlecht hast, dann hast du es durch neues System nicht unbedingt besser, sondern anders, aber nicht besser, sondern dass, wenn es vorher schlecht war, kommt es hinten niemals besser, wenn du strukturell dir nicht darüber auch Gedanken machst und es dann vernünftig anpackst. Absolut, genau. Schlechter Prozess ist vollkommen egal, wie alt der Notebook ist. Ein schlechter Prozess ist ein schlechter Prozess. Das kannst du mit dem alten Notebook haben, kannst du mit dem neuen Notebook haben, mit dem alten Server, mit dem neuen Server, mit dem alten ERP, mit dem neuen ERP. Schlechter Prozess ist schlechter Prozess.
René
00:28:52
Ja, ja, deswegen also grundsätzlich dann kann man, also ich würde sagen, zusammenfassend kann man dann ja sagen, dass moderne IT halt nicht wirklich nur eine Technologiefrage ist, sondern auch Organisation, organisatorisch ist, da gehört vieles mit rein.
Michael
00:29:11
Ja, ja, also vielleicht nehme ich dein Resümee schon raus, aber eine moderne IT bedeutet nicht, dass ich die neueste Technik drin habe, sondern eine moderne IT bedeutet, dass ich eben die Systeme, die sich auf dem Markt befinden, für mein Unternehmen bestmöglich nutzen kann, um nach vorne zu bringen.
René
00:29:27
Ja, was ich dabei immer amüsant finde, und das ist, jetzt gerade haben wir es wieder gesagt, Technologie und Organisation. Jetzt kommen wir mal in den Datenschutzbereich. Also deswegen schneide ich nur ganz kurz an. Jeder, der sich mit Datenschutz befasst, stolpert immer über TOMS, technische und organisatorische Maßnahmen. Man merkt halt jetzt auch, wenn wir drüber sprechen, warum das so ist, also warum das immer wieder ein Faktor wird. Und das ist halt nicht nur im Datenschutz so, da wird es zwar, also da bekommt man es als Begriff so mit, aber wenn man sieht, eigentlich ist das etwas, das man auf alles ummünzen muss. Und da gibt es das halt an jeder Stelle. Vollkommen korrekt. Ja, dann jetzt könnte man einfach mal sagen, muss moderne IT automatisiert sein? Muss sie das? Was denkst du?
Michael
00:30:28
Du kannst mit, nee, du kannst mit moderner IT einen gewissen Grad an Automatisierung erreichen. Das ist dabei nicht das, was du gerade gesagt hast.
René
00:30:45
Nein, ist nicht das, was ich gesagt habe. Nein, also am Ende des Tages, wenn ich das jetzt kurz runterbrechen würde, für mich muss moderne IT automatisiert sein. Nein, muss sie nicht. Am Ende des Tages, wenn ich, ich sage mal, ich ändere meine Software. Ich habe vorher eine Software gehabt, die war halt, keine Ahnung, ich finde, Marketing ist da vielleicht ein gutes Beispiel. Ich habe vorher meine Sachen da erstellt. War ein schönes Bild. Okay, so jetzt nehme ich mir ein anderes Tool. Das hilft mir dabei, ein deutlich hochwertigeres Endresultat zu erzeugen. Dann ist das eine Modernisierung. Sie muss aber nicht zwangsläufig automatisiert sein. Also für mich ist es ein Fortschritt im Ergebnis, aber es ist nicht automatisiert. Das alleine bringt eigentlich für mich so ziemlich auf den Punkt. Also es muss irgendwas verändern und mich nach vorne bringen. Es bringt natürlich nichts, jetzt von dem guten Produkt, also von der neuen Lösung auf die alte Lösung zu gehen und dann zu sagen, wir haben auch modernisiert, weil es vielleicht zehn Sekunden weniger dauert. Könnte man auch so darstellen, aber dann würde man ja am Ergebnis quasi zurückschrauben. Also am Ende des Tages bringt mich nach vorne und da muss es nicht zwangsläufig eine Automation sein oder eine Automatisierung. Das ist der Optimalfall, dass es damit reinspielt, dass ich da nicht so viel mit zutun habe. Aber wenn es nicht so ist, kann es trotzdem eine Modernisierung sein.
Michael
00:32:14
Genau das. Wir haben heute auch modernisiert. Wir haben OBS abgeschafft. Hör auf, das auch noch zu erzählen.
René
00:32:23
Ich hatte noch irgendwann auf Werbekooperationen mit OBS gewartet. Da hättest du doch direkt eingeschlagen. Nein, aber ja, auch das ist etwas. Wir brauchen jetzt nicht mehr fünf Minuten oder zehn Minuten, um unsere Podcasts zu starten, sondern nur noch zwei. Wenn überhaupt. Genau. Ja, ein wichtiger Punkt, den ich in der Modernisierung sehe und ich denke, da wirst du mir direkt recht geben, wenn wir also es gibt sehr, sehr viele moderne Lösungen für sich selbst gesehen. Und ich glaube, das ist etwas. Jede Lösung kann modern sein, wie ich sie einsetze, muss aber nicht zwingend so sein.
Michael
00:33:09
Genau. Also jede Lösung für sich kann modern sein. Aber in Kombination für mein Unternehmen absolut kontraproduktiv. Das ist so die Sache, die ich bringe. Du musst das ganz einheitlich sehen. Das ist halt leider nicht so einfach, sondern man muss da halt Schmalz reinstecken. Treue Hörer unseres Podcasts haben in den letzten anderthalb Jahren sehr viele Sachen mitgekriegt von uns, wie man das ganz einheitlich betrachtet und darüber geht. Es macht halt keinen Sinn. Es macht halt nullen Sinn. Ich glaube, wir haben das letzten oder vorletzten Podcast auch erst wieder besprochen. Es macht halt null Sinn, Inseln zu bilden beziehungsweise irgendein Problem an einer kleinen Stelle zu lösen, sondern manchmal muss man halt einfach einen Schritt zurücktreten, muss sich das mal im Großen und Ganzen angucken, muss überlegen Ich habe da jetzt ein Problem. Aber warum habe ich das Problem? Was ist die Quelle des Problems? Und wie löse ich das nachhaltig, ohne woanders ein Problem aufzumachen? Getreu dem Motto Wenn das meine Lösung ist, hätte ich gern mein Problem zurück. Wenn du da am Ende stehst, dann ist er wieder.
René
00:34:16
Genau das ist ja, aber ist genau so. Deswegen also ich will da gar nicht viel weiter darauf ein. Aber auch das ist halt ein Punkt. Insellösungen sind nicht modern. Sie sind alle für sich modern, aber nicht fürs Unternehmen als Ganzes gesehen. Dementsprechend da bitte auch darauf achten, dass man das in seiner Berücksichtigung mit ja mit betrachtet. Und ja, auch da ich kann es nur immer wieder anbieten oder ich kann es nur empfehlen. Also ich kann uns natürlich empfehlen, zum einen auf der anderen Seite. Wenn ihr aber jemanden an der Hand habt, lasst ihn auch mal von außen draufschauen. Auch das kann oft helfen, weil wenn man sich wenn man jetzt zehn Jahre mit seinen Lösungen arbeitet, dann hat man vielleicht den großen, ganzen Blick gerade nicht mehr. Da kann so ein externer Blick auch mal helfen.
Michael
00:35:07
Wenn man heute noch überzeugt von Lotus Notes ist, sollte man sich mal einholen. Ja, weiter so.
René
00:35:18
Ja, ja, dann. Ist jetzt haben wir gerade darüber gesprochen, alte Hardware. Kann sie modern sein? Kann denn auch unsichere IT modern sein?
Michael
00:35:31
Naja, ich drehe den Satz wieder rum und sag kann denn auch moderne IT unsicher sein? Und da sage ich ganz klar Ja. Also nur weil ich etwas Modernes eingeführt habe oder etwas Neues drin habe, heißt es noch lange nicht, dass ich, dass die Security gewahrt wird und das Ding jetzt der heilige Grad und das Allheilmittel ist. Sondern auch da muss ich entsprechend Vorkehrungen treffen, dass ich Ruhe habe. Es gibt heute noch Software Systeme. Weißt du, das ist, glaube ich, jetzt ein Viertel oder ein halbes Jahr her, wo ich wieder eine Software gesehen habe, wo es noch keinen MFA Login gab. Ja, zum Beispiel gibt es zum Teil immer noch. Jo, ja, es gibt heute noch Software Systeme oder Software Service Systeme. Da kriege ich überhaupt kein vernünftiges Backup Konzept dahinter. Die können überhaupt nicht aufzeigen, wie sowas passiert. Es gibt heute noch Software Buden. Oder Dinge, wo ich einfach kein vernünftiges Konzept dahinter kriege. Ja, und dann sind die zwar sicherlich modern im Sinne von, aber auf gar keinen Fall sicher im Sinne der aktuellen Security und auch nicht sicher in meinen Augen im Sinne von Arbeit, die nach Stand der Technik. Richtig.
René
00:36:49
Ja, also ich bei sowas auch. Man muss also, wenn man das mal so ein bisschen berücksichtigt, dieses. Es kann unsicher sein, auch wenn es modern ist. Ich finde, auch wir beide zu Anfang unserer Zusammenarbeit haben wir auch den einen oder anderen Punkt gehabt, wo wir uns nicht ganz einig waren. Also das hat aber einfach damit zu tun gehabt. Klar, wenn du es rein aus der technischen Brille siehst, dann gibt es natürlich Lösungen, die dich ganz schnell mit tollen Dingen ausstatten. Und andersrum hast du den Datenschutz, der sagt, mach das mal bitte nicht. Das ist nicht so ganz zulässig. Das kann man lieber nicht machen, ja. Ja, genau. Und das sind halt so Sachen. Also Security ist genau das Gleiche. Also deswegen, ich sehe das gerade so ein bisschen als Parallele. Security ist das Gleiche. Security kann moderne Arbeitsweisen gleichzeitig ermöglichen, aber auch erschweren. Und so ist das im Datenschutz auch. Aber man muss natürlich immer so die passende Balance finden, damit es für alle Seiten passt. Also jetzt nicht bloß sagen Okay, ich will moderne IT und dann ist Security erst mal egal. Nee, dann muss man vielleicht auch mal einen Schritt zurück machen. Genau. Deswegen. Und ja, genau, Michael, wir hatten das eine Mal auch die eine Frage nach Sicherheit oder Usability. Gehört für dich Benutzerfreundlichkeit auch wirklich in eine moderne IT? Also macht es das automatisch?
Michael
00:38:20
Es macht IT nicht automatisch modern, aber in einer modernen Infrastruktur und modernen System erwarte ich ein angemessenes User Interface. Also ich anders ausgedrückt, die Software an sich könnte von ihren Features noch so modern sein, wie sie es sein mag. Kämen Sie bei mir Windows 95 Look, würde ich sagen, es hat ein Akzeptanzproblem.
René
00:38:49
Ja, ja, also Software. Und das finde ich auch. Also Software muss intuitiv sein. Dann wird sie auch angenommen und dann ist es angenehm für alle, damit zu arbeiten. Ja, ich würde es jetzt nicht pauschalisieren, aber ich halte es auch für einen wichtigen Punkt, um das wirklich im Unternehmen vernünftig einsetzen zu können. Grundsätzlich würde ich aber nicht sagen, dass es jetzt zwangsläufig ist. Nein, es gibt auch Software, die so umfangreich ist, dass sie vielleicht nicht sofort mit Usability um sich wirft. Dafür muss man die Software dann erst mal kennenlernen. Aber am Ende des Tages bin ich dabei. Es sollte gedanklich zumindest erkennbar sein, dass sich da jemand Gedanken macht. Ja, ja, also Microsoft. Ja. Also ja, von Microsoft kriegen wir auch kein Werbeangebot.
Michael
00:39:51
Nein, das ist jetzt nur beispielhaft. Ich würde das jetzt als Gattungsbegriff sehen.
René
00:39:56
Ja, gut. So, wenn wir dann weitergehen, wir würden jetzt mal sagen, okay, jetzt gerade sind wir natürlich viel auf Lösungen eingegangen, viel auf Hardware oder was heißt viel, aber auch auf Hardware und so. Jetzt könnte man natürlich sagen, okay, der Mitarbeiter ist auch Teil der modernen IT. Ja, ich persönlich finde das ein bisschen schwierig, die Aussage. Aber du darfst erst mal antworten, dann komme ich gleich nochmal dazu.
Michael
00:40:26
Also ein Mitarbeiter ist für mich ganz klar ein Teil davon, weil er ja am Ende die IT, also sowohl als Hardware als auch Software, dient und mit interagiert. Also ist er für mich definitiv ein Zahnrad, der zum Erfolg oder Misserfolg von Modernisierung beiträgt im Unternehmen. Das bedingt aber, dass ich den Mitarbeiter vernünftig onboarde in Systeme und den auf dem Weg mitnehme. Ja, wenn ich das nämlich nicht mache, versagt das ganze Konstrukt.
René
00:41:05
Ja, ich meine, du hast es jetzt gerade noch so ein bisschen versucht zu retten. Ja, nee, versucht zu retten ist gar nicht richtig, aber du hast nachher doch die Sätze getroffen, die ich quasi jetzt auch gesagt hätte. Also wie gesagt, für mich ist der Mitarbeiter nicht zwingend Teil der modernen IT, weil am Ende des Tages musst du halt, es ist egal, ob die Software modern ist oder nicht. Wenn die Mitarbeiter sich abgeholt fühlen, werden sie sie nutzen. Also wenn sie sie verstehen und damit arbeiten können, dann werden sie sie auch vernünftig nutzen. Das ist aber Aufgabe des Unternehmens, dann zu sagen Okay, ich sorge dafür, dass alles so verständlich und nutzbar ist, wie ich es brauche. Und deswegen, also da würde ich jetzt nicht zwingend auf die IT schieben, sondern eher das wieder in den organisatorischen Teil.
Michael
00:41:53
Modernes Unternehmen, wir modernisieren das Unternehmen und dann ist der Mitarbeiter ein Teil davon.
René
00:41:59
Ja, ja, wie gesagt, wenn man ihn mitnimmt, vernünftig mitnimmt. Aber das sehe ich halt organisatorisch und nicht techniklastig. Genau. Und ja, also es sind ganz, ganz viele Dinge. Du kannst halt, nimm doch mal negativ Beispiele, wenn du die halt nimmst. Und das sehe ich immer noch in Unternehmen. Ich glaube, du wirst es genauso kennen. Es gibt Teams, aber es werden immer noch interne Mails geschickt. Es gibt SharePoint und ich benutze immer noch Netzlaufwerke. Ja, ich habe ein DMS. Es wird immer noch Papier ausgedruckt und irgendwo bereitgestellt oder ich habe Papierordner irgendwo noch stehen. Ich habe ein CAM. Trotzdem gibt es immer noch diese Excel-Listen, die gepflegt werden. Und genauso habe ich eine KI. Aber ich habe halt gar keine Regeln oder Schulungen, irgendwas dafür, dass es vernünftig genutzt wird. Also es sind alles so Dinge. Ja, ich kann das dahinwerfen. Ich kann sagen, okay, hier viel Spaß. Aber es nutzt keiner, weil er dann nicht mitgenommen wird.
Michael
00:42:54
Weil du dann nämlich nicht das Unternehmen modernisierst, sondern nur erneuerst. Da gehe ich jetzt richtig provokant in die ganze Sache rein, weil du musst eben, bleib bei Teams oder bleib bei SharePoint und Netzlaufwerken. Wenn du das einfach nur austauschst, hatten wir eben weiter oben, hilft es ja nicht. Aber erklärst du den Mitarbeitern, wie es funktioniert, gibst ihm die neuen Möglichkeiten mit an die Hand, hast du eine Chance, moderner im Unternehmen zu werden. Und auch da, schön, dass du Teams angesprochen hast. Aber auch bei diesen Sachen musst du immer gucken, ob die Modernisierung auch für dein Unternehmen und zu seinem Unternehmen passt oder ob du mit dieser Modernisierung das Unternehmen nicht, ja, ich will es jetzt mal vorsichtig ausdrücken, nicht überforderst oder dem nicht Werkzeuge in die Hand gibst, die du eigentlich nicht willst. Wenn ich sehe, richtig, ich bin bei dir, Geburtstagseinladung, kurze Absprechung, kleine Chats per E-Mail hin und her, ist Mist. Braucht kein Mensch. Dafür gibt es einen Teams Channel. Aber umgekehrt muss allerdings auch nicht alles in den Teams Channel rein. Wenn du in einem Unternehmen bist, wo es 10, 15 Teams Channels gibt und alle Chats laufen irgendwas und es macht alle zwei Sekunden, dann kriegst du nachher auch in die Disziplin nicht mehr rein. Was ist jetzt wirklich zu tun? Was muss ich jetzt wirklich machen? Da hast du, wenn du, wenn du ein E-Mail Eingang hast, so blöd und so gemein, wie es klingen mag und du arbeitest auf dem System, hast du schon eine bessere Übersichtlichkeit. Ideal wäre ein Ticketsystem, aber ein anderes Thema. Aber wo ich hin will, ist, du musst, egal was du machst, und da sind wir wieder beim Mitarbeiter. Du musst den Mitarbeiter abholen und musst ihm erklären, was er jetzt damit machen kann und was er damit machen soll. Vielleicht auch mal was runterschreiben. Art der Kommunikation. Wir schreiben wichtige Themen, Firmenrelevant, GOBT-Relevanz, Bitte per Mail, kurze Chatnachrichten, interne Absprachen. Das, was nicht für das Projekt wichtig ist, in den Teams Channel rein und alles, was Projektarbeit ist, halt eben in einen Kanban-Board rein oder immer was, Pläner, irgend sowas. Aber du musst halt mit so neuen Dingen. Es macht keinen Sinn, das einfach dahin zu stellen, den Mitarbeiter zu sagen, mach mal, weil dann gibt es Wildwuchs. Ja, das meine ich ja, genau.
René
00:45:08
Musst du mitnehmen, musst du schulen, musst du, wie auch immer man das darstellt, aber am Ende des Tages muss man sich drum kümmern, dass alle das nutzbar haben.
Michael
00:45:17
Ja, und so nutzbar haben, wie es das Unternehmen im Mindset hat. Ja, das muss ins Blut übergehen.
René
00:45:24
Ganz klar.
Michael
00:45:25
Genau. Und das muss so sein, wie es das Unternehmen haben will. Wenn das Unternehmen haben will, dass Outlook abgeschafft wird und nur noch E-Mail-Kommunikation nach außen geht und intern alles über Teams Channels passiert, so what, have fun, alles gut. Aber die Wege müssen klar sein und die Nutzungen und die Nutzungsgrenzen müssen sauber definiert sein. Richtig.
René
00:45:44
Michael, KI hatte ich vorhin oben schon angesprochen, deswegen aber noch gar nicht so ausführlich, weil das ist jetzt etwas, sollten wir auch noch mal kurz darauf eingehen. Jetzt könnte man ja natürlich sagen Okay, KI ist jetzt neu. Das brauchen wir. Wir wollen damit unbedingt starten. Jetzt wäre ja die Frage, macht der Einsatz von KI ein Unternehmen halt wirklich modern? Ja, stelle ich mal zur Diskussion zwischen uns beiden.
Michael
00:46:11
Den Ball spiele ich dir zurück. Es kommt halt, es kommt darauf an. Es kommt halt wieder, wir sind wieder bei dem Thema. Welches Problem will ich lösen? Und ist KI meine Lösung dafür, was mich in meinem Unternehmen nach vorne bringt? Wenn ich mit KI, sag mal spöttisch, wenn ich mit KI fünf Vertriebler-Excel-Listen und irgendwelche Zahlen mal zusammenwerfe, damit ich nicht mehr zehn Stunden bei einer Analyse sitze, sondern vielleicht nur noch zwei Stunden, bis ich es gepromptet habe, dann ist das nicht wirklich moderner im Unternehmen, sondern da ist eher das Problem oder die Lösung von meinem Problem ein anderes, weil ich ein ganz anderes Problem habe. Also KI kann eine Lösung und eine Modernisierung im Unternehmen sein. Das kommt aber auf den Einsatzzweck an. Aber was ich auch sehe ist, KI ist sau verführerisch, uneffiziente und unmoderne Strukturen und Prozesse im Unternehmen zu kaschieren.
René
00:47:19
Und zu verstärken.
Michael
00:47:21
Danach dann zu verstärken, ja.
René
00:47:23
Weil wenn damit immer weitergearbeitet wird mit diesen Strukturen, dann wird es eher noch viel schlimmer. Ja, ja, das ist so. Ja, also so wie du gerade gesagt hast, nehmen wir mal an, ich würde jetzt wirklich sagen, okay, ihr kriegt jetzt Co-Pilot, was weiß ich, egal, nehmen wir mal Co-Pilot, weil das wahrscheinlich am ehesten so kommen würde.
Michael
00:47:42
Nehmen wir Co-Pilot als Gattungsbegriff, dann sind wir wieder auf der sicheren Seite.
René
00:47:46
Ja, mir ging es jetzt nur darum, ich denke, jeder, der einen M365 im Einsatz hat, wird als erstes Co-Pilot in Betracht ziehen als so eine Insellösung, dann wieder von OpenAI so oder von Claude oder wie auch immer, egal. So auf jeden Fall. Jetzt könntest du natürlich sagen, okay, hier hast du eine Co-Pilot Lizenz. Fertig. Ja, viel Spaß. Dann ist es weder neu noch modern, muss man dann sagen.
Michael
00:48:13
Maximal neu, maximal neu, ja.
René
00:48:17
Ja, genau. Aber es ist kein Ersatz für irgendwas, sondern es ist einfach nur da hast du. Und wenn man jetzt mal sehen würde, wie könnte man es modern gestalten an der Stelle? Ja, also wenn man jetzt alleine diese Prozesse, also die möglichen neuen Prozesse oder angepassten Prozesse nehmen würde, wo suchen Mitarbeiter Informationen, wo stehen gewisse Informationen, wo werden Texte und Dokumente erstellt? Das sind halt so viele Dinge, die man dann da wieder nehmen kann, um es zu modernisieren. Also da könnte man auf jeden Fall damit arbeiten. Aber genau das ist halt der Unterschied. Nimmst du sie mit und zeigst ihnen das? Wir werden sie den Mehrwert daraus ziehen. Machst du es nicht, fällt das natürlich hinten rüber. Das heißt, jetzt könnte man natürlich und die Antwort kennen wir ja jetzt schon. Die provokante Frage, die sich daraus eigentlich ergibt, ist halt wirklich, ist ein Unternehmen, das bewusst keine KI einsetzt, möglicherweise moderner als eins, was jetzt auch Fachhochschulen sein führt.
Michael
00:49:16
Also das wird die Zeit bringen. Genau, aber die Antwort diskutieren wir in drei, vier Jahren, wie wir heute die Antwort anfangen zu diskutieren, ob ein On-Prem wieder moderner ist als eine Cloud.
René
00:49:35
Durchaus möglich. Ja, richtig. Ja, dann wann wird Modernisierung zum Selbstzweck? Also es gibt ja immer so diese typischen Aussagen. Ich meine, du hast das letzte Mal schon so kurz angeschnitten, wenn da jemand um die Ecke kommt. Nehmen wir mal so gewisse Aussagen, die da kommen könnten. Das macht man heute in der Cloud. Da müssen wir Cloud machen. Oder das ist heute Standard, wo dann der Begriff State of the Art fällt für etwas, was gerade komplett neu am Markt ist. Ja, oder wir müssen jetzt eine KI einsetzen.
Michael
00:50:09
Der Server ist schon fünf Jahre alt. Alle machen jetzt KI, wir müssen das auch. Ja, genau. Wir müssen auf den KI-Zug aufspringen. Ja, bevor er uns abhängt. Wir müssen jetzt müssen wir auf den KI-Zug aufsprechen, weil er ist schon voll in Fahrt. Wenn wir jetzt nicht aufspringen, werden wir abgehängt.
René
00:50:26
Sich damit beschäftigen, da gebe ich euch recht. Aber jetzt zwingend was einführen, wo man nicht noch gar nicht so genau weiß, was man damit will.
Michael
00:50:36
Du brauchst das Problem. Wir sind immer wieder beim, ja, da wäre die spöttische Frage, der Zug, der da fährt, wo du gerade aufspringen willst, weißt du, wo er hinfährt? Ist dir bewusst, wo der hinfährt? Kennst du das Ziel und willst du da sein? Wenn der Zug irgendwann ankommt, willst du dann da auch sein? Oder ist es nicht besser, einfach hier stehen zu bleiben und auf den nächsten Zug zu warten oder sich in Ruhe Gedanken zu machen, wie man sonst da hinkommt?
René
00:51:00
Ja, genau. Ja, und also Problemlösung ist immer das Gleiche. Da haben wir jetzt so oft drüber gesprochen. Kommen wir mal jetzt auf den Einstieg zurück, wenn wir jetzt über das ganze Thema gesprochen haben, damit wir es jetzt auch so ein bisschen gleich zusammenfassen. Lass uns mal versuchen, wirklich eine gewisse Definition dafür zu erstellen. Was macht eine IT wirklich modern?
Michael
00:51:26
Also ich würde sagen, sie ist zweckmäßig. Und löst Probleme. Das ist ja das, worüber wir jetzt die ganze Zeit gesagt haben.
René
00:51:39
Genau, die man sich dann nicht aufgrund dessen sucht, um es einzusetzen, sondern die sind schon da.
Michael
00:51:45
Hast erst das Problem. Ja, genau, ja, genau.
René
00:51:48
Ja, aber das dann Insellösung, würde ich auch auf jeden Fall sagen, also dass alles irgendwie miteinander kommuniziert, integriert ist in gewisser Anwendung und so weiter. Ja, das wäre so mein Punkt dazu.
Michael
00:52:03
Standardisiert finde ich noch, wäre noch so ein Thema, was mir jetzt so spontan einfällt, dass du einfach klar hast, dass du standardisierte Prozesse hast, dass du standardisierte Abläufe hast, dass deine Schnittstellen klar sind, dass es einfach dich im Unternehmen mit nach vorne bringt. Das wäre für mich noch was. Automatisierung?
René
00:52:22
Ja, natürlich nur da, wo es sinnvoll ist.
Michael
00:52:25
Wo es sinnvoll ist, genau, ja, genau. Ja, aber auch da, wir hatten eben das Thema Mensch und wir hatten ja eben auch kurz das mit den Mitarbeitern mitnehmen. Wenn du, glaube ich, Mitarbeitern erklärst, bei Automatisierung sinnvoll ist. Und sie mitnimmst bei dem Einsatz und ihnen zeigst, wie effektiv das sein kann. Dann hast du den Mitarbeiter auch abgeholt, dass er sagt, ja, das ist ja cool, lasst mal machen. Das heißt so diese Jobangst oder zu sagen, ja, pass auf, jetzt kommt die KI ins Unternehmen, jetzt fallen erst mal 80 Prozent der Jobs weg. Sicher nein, ja. Kommt aufs Unternehmen an. Kommt drauf an, ja. Aber erst mal pauschal, erst mal sehr unwahrscheinlich in sehr vielen Unternehmen. Und das sind halt auch so Sachen, wo ich sagen würde, da kann man Moderne oder das Moderne auch mit ableiten. Oder würde ich machen, ja.
René
00:53:23
Anpassungsfähigkeit. Also neue Anforderungen lassen sich halt erst mal umsetzen, ohne alles neu bauen zu müssen. Ja, ja, könnte, könnte für mich da auch noch mit rein spielen.
Michael
00:53:34
Ja, und wenn wir, wenn du sprichst von Anpassung, dann gehe ich dagegen und sage, es muss aber trotzdem beherrschbar sein. Ja, bitte, ja, das stimmt. Und, und, und, und es muss risikosteuert sein. Das sind so, wenn du in die Anpassung gehst und sagst Juhu, wir haben ein super dynamisches Ding, muss es am Ende aber trotzdem im Risiko betrachtet werden, vernünftig, und es muss beherrschbar bleiben.
René
00:54:05
Ja, ja, und ich glaube, Michael, dass das, was wir immer, was ja immer am Ende des Tages natürlich auch ein Faktor ist, wirtschaftlich muss es auch sein. Natürlich, Modernität ist ja kein Selbstzweck. Du machst es ja nicht, um modern zu sein, sondern willst ja vorankommen, damit du da wirtschaftlich noch besser dastehst oder weiter vorankommst.
Michael
00:54:23
Ich wollte gerade sagen, du modernisierst, um einen größeren oder höheren oder ein effizienteres Unternehmen zu haben mit einem höheren oder größeren wirtschaftlichen Erfolg. Du machst das nicht, weil es schön aussieht oder weil du Bock auf die Nummer hast, sondern du hast einen Zweck dahinter.
René
00:54:40
Ja, ja, Michael, dann würde ich es einmal komplett runterbrechen wollen, wenn wir jetzt zurück auf unsere ursprüngliche Frage kommen, wann ist IT wirklich modern und wann nur neu? Ich denke, da ist ziemlich klar, nur neu. Technik wurde ausgetauscht oder Technologie wurde ausgetauscht. Und bei modern, ja, das Unternehmen kann besser arbeiten, geht halt wirklich einen Schritt voran, kommt halt weiter einfach. Ja, und man könnte es jetzt noch mal ganz zugespitzt sagen, neue IT erkennt man am Kaufdatum, moderne IT daran, was sie im Unternehmen verändert.
Michael
00:55:17
Ja, ja, das ist, ich glaube, das ist gut zusammengefasst an der Stelle. Ja, ja, ja, passt. Das ist ein schöner Satz, den können wir auch zum Schluss nehmen.
René
00:55:25
Ich wollte gerade sagen, das wäre tatsächlich auch mein Wort zum Sonntag, weil sonst würden wir das Thema jetzt totreden. Ich glaube, der Kern ist klar geworden.
Michael
00:55:33
Wir sind doch noch knapp unter einer Stunde. Das passt ganz gut.
René
00:55:36
Ja, also ich komme auf eine Stunde zwei, klar, so nicht. Aber wozu unnötig in die Länge ziehen? Es ist Freitag. Alle wollen wahrscheinlich irgendwann jetzt gleich zu Hause auf Terrasse oder wie auch immer. Dementsprechend würde ich sagen, beschließen wir es damit. Ich bedanke mich bei dir. Vielen Dank wirklich für den Austausch heute wieder. Vielen Dank in die Runde fürs Zuhören. Und ja, von meiner Seite aus, wir hören uns in 14 Tagen wieder bis dahin.
Michael
00:56:05
Von meiner Seite auch. Danke. War cool, hat Spaß gemacht. Danke an alle, die zugehört haben. Habt eine gute Zeit. Grüße aus Wetzlar. Wir hören uns in zwei Wochen. Macht's gut. Tschüss.

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