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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#70 Automation ohne Kontrollverlust

n8n, Power Automate, KI-Agenten & die Wahrheit über moderne Workflows

05.06.2026 73 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir sprechen über Automatisierung in Unternehmen, insbesondere im Kontext von KI und Low-Code/No-Code-Lösungen. Es geht darum, wie Automatisierung Prozesse effizienter macht, systemische Schwächen aufdeckt und Risiken minimiert. Außerdem sind die Chancen und Risiken der Automatisierung in Unternehmen zentrale Themen.

Wir sprechen über moderne Automatisierung im Unternehmensumfeld und warum dieses Thema aktuell weit mehr ist als nur ein weiterer Digitalisierungstrend. Wir zeigen, wie Unternehmen ihre bestehenden Systeme, Prozesse und Datenquellen miteinander verknüpfen können, um wiederkehrende Aufgaben effizienter, transparenter und zuverlässiger abzubilden. Dabei erklären wir den Unterschied zwischen klassischen Workflows, Automatisierungen und KI-gestützten Prozessen und beleuchten anhand praxisnaher Beispiele aus Vertrieb, IT-Service, Security und Business Intelligence, welche Potenziale sich daraus ergeben. Gleichzeitig gehen wir auf typische Fehler, Sicherheitsrisiken, Governance-Anforderungen und die Herausforderungen bei der Einführung von Automatisierungslösungen ein. Außerdem vergleichen wir bekannte Plattformen wie n8n, Power Automate, Make und Zapier und diskutieren, warum Unternehmen Automatisierung nicht als Selbstzweck betrachten sollten, sondern als strategisches Werkzeug zur Prozessoptimierung und Zukunftssicherung.

Key Topics
  • Automatisierung als Werkzeug zur Prozessoptimierung
  • Risiken bei unüberlegter Automatisierung
  • Kombination von KI und Automatisierung für bessere Entscheidungen Sicherheitsrisiken bei KI und Automatisierung
  • Best Practices für den Einstieg in die Automatisierung
  • Wichtige Sicherheitsmaßnahmen und Monitoring
  • Lizenzierung und Systemintegration bei Microsoft
  • Zukunftstrends und strategische Überlegungen



Transkript

Michael
00:00:56
Moin René, grüß dich.
René
00:00:58
Moin Michael. Ich schaue in müde Augen.
Michael
00:01:03
Nein, nein, nein. Es ist zwar wieder ein Freitag, aber du schaust eigentlich in lächelnde Augen, weil die Sonne scheint, es ist cooles Wetter draußen. Wir hatten gestern einen Firmenlauf, es könnte passieren, dass ich da vom Laufen noch etwas müde erscheine. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Aber wie geht es dir denn?
René
00:01:23
Was soll ich sagen? Wie du gerade gesagt hast, es ist Freitag.
Michael
00:01:26
Es ist Freitag.
René
00:01:28
Wieder eine Woche hinter sich gebracht.
Michael
00:01:32
Wobei ich glaube, dass ein Freitag in der Selbstständigkeit sich anders anfühlt als ein Freitag im Angestelltenverhältnis. Aber das kommt ganz auf die Position und gerade darauf an. Es hat alle seine Vor- und Nachteile und alles sein Thema, was los ist. Apropos Thema. Über was möchtest du heute mit mir reden?
René
00:01:49
Wir haben ja beim letzten Mal über KI gesprochen. Ich glaube, dass wir gerade, weil wir über KI gesprochen haben, wir haben es ja immer wieder so ein bisschen angedeutet. KI ist ja nicht automatisch KI, sondern ganz vieles davon ist eine Automation. Also genau eigentlich nicht das, was man sich so unter KI vorstellt, mit einer echten Intelligenz oder Ähnlichem dahinter, sondern einfach eine Automation. Und dementsprechend wollen wir heute schon mal wirklich auf das Thema Automation eingehen und da halt über verschiedene Punkte einfach. Klar, man kann immer sagen, Automation im Sinne der Digitalisierung ist toll, aber da wollen wir halt ein bisschen genauer eingehen.
Michael
00:02:36
Sehr cool. Sehr cool. Das ist ein gutes Thema. Lass uns das reingreifen, weil Automation passt schon so richtig. Ich meine, so vor einem Jahr oder was hat noch jeder so gefragt, was ist JGPT und was ist eine KI oder wie kann ich? Und heute merke ich immer mehr so diese Wünsche, das gar nicht mehr grob nach was ist eine KI oder wie nennt sich, sondern es geht immer tiefer rein. Es wird halt gefragt, wie automatisiere ich Prozesse, wie kann ich mit einem KI-Agenten oder wie baue ich mir einen KI-Agenten? Oder allein die Sache, dass inzwischen nicht mehr gefragt wird, was ist ein KI-Agent, sondern einfach konkret gefragt wird, wie was gebaut wird. Und was natürlich auch gemacht wird ist, und das kommen wir in den Griff, wie verbinde ich Systeme miteinander? Weil wir haben ja jetzt ganz schön viel Wissen überall, kommen wir gleich näher zu, wie verbinde ich meine Systeme und wie spare ich Zeit? Ich glaube, das sind so diese Punkte, die mich gerade bei meinen Kunden und auch so in meinem Kosmos so rumtreiben und das hast du halt eben vor einem Jahr oder was noch nicht gehabt.
René
00:03:36
Ja, das ist so und genau darüber wollen wir heute halt einmal sprechen und dann halt nicht so, wie wir es bisher gemacht haben, also wir haben das Thema ja schon ein paar Mal angesprochen, aber dann nicht so ganz oberflächlich, sondern wirklich, dass wir auf bestimmte Themen eingehen, wie funktioniert halt wirklich eigentlich eine moderne Automation? Verschiebt mir jetzt eine Datei von A nach B, so möchte ich es mal nennen. Welche Plattformen gibt es auch, um da einfach mal ein bisschen genauer reinzugehen? Welche Risiken haben wir dabei auch? Das darf man halt auch nicht vergessen. Jede Möglichkeit bringt natürlich auch gewisse Risiken mit und vor allem, wann wird es halt auch wirklich brandgefährlich? Also, dass wir nicht einfach nur blind losschießen, da kommen wir einmal drauf und ja, wenn man es halt so ein bisschen mit Buzzwords ausschmücken möchte, warum automatisieren viele Unternehmen halt eigentlich nur Chaos? Das sind so die Punkte, glaube ich, die sollten wir auf jeden Fall besprechen, damit man da so ein bisschen sauber in die ganze Thematik reinkommt.
Michael
00:04:48
Lass uns kurz damit starten, dass wir sagen, warum spricht eigentlich jeder über Automatisierung? Ich glaube, wir erleben da halt gerade einen Wandel. Vor einigen Jahren war das Thema, wir müssen digitalisieren, dann kamen wir müssen in die Cloud, dann kamen wir brauchen KI und jetzt hast du halt als nächsten logischen Schritt, dass viele Unternehmen merken, wir haben viele Systeme als nächsten Step, wir haben viele Systeme, wir haben viele Software, wir haben viele Dinge, wo wir Informationen liegen haben, aber die reden gar nicht richtig miteinander. Also, wie verzahnt ist, um es akut zu machen, wie verzahnt ist die KI mit meinem Dokumentenmanagementsystem oder meinem Outlookkalender oder was immer ich habe. Und ich glaube, das ist so der Input und das ist so das Ding, warum aktuell gerade viele so über Automatisierung reden.
René
00:05:43
Also wir werden nachher in den Beispielen werden wir sowieso noch mal genauer drauf eingehen, aber es ist ja so, also viele Unternehmen haben ja Microsoft 365, also wir werden keine Episode drumherum kommen, ohne es einmal zu nennen.
Michael
00:05:56
Einmal müssen wir es sagen, ja.
René
00:05:59
Du hast halt das Microsoft 365 als Datenplattform und das haben viele halt. Dann hast du ein ERP, du hast ein CRM, du hast ein Ticketsystem, je nachdem was du für ein Unternehmen bist. Sharepoint, klar, ist immer noch M365 Teams, also da, wo deine Daten irgendwo verteilt sind. Du hast deine E-Mail-Postfächer, im Optimalfall nutzt du schon eine BI-Lösung, ob von Microsoft oder von jemand anders. Und genau das ist das halt. In der Microsoft-Welt mag das ja alles noch sein, dass die miteinander sprechen, aber das hast du gerade, wenn es verschiedene Anbieter sind, oftmals kommunizieren die Sachen nicht miteinander. Und genau da kommt eben die Automation ins Spiel. Deswegen ist es da wirklich interessant.
Michael
00:06:48
Und das Spannende ist, dass es halt in der letzten Zeit wirklich so geworden ist, dass umgekehrt, früher war es eher so ein Enterprise-Thema. Große Firmen haben sich Programmierer hingesetzt, sie hatten Entwicklungsteams, die haben sich irgendwelche Schrittstellen programmiert oder haben irgendwas gemacht, um Daten fliegen zu lassen, um Sachen auszutauschen. Heute ist es relativ easy. Viele Plattformen sind offener geworden. Es gibt AP-Schnittstellen, es gibt Systeme, die miteinander sprechen. Also die Möglichkeiten der Vernetzung ist viel einfacher geworden und es ist auf einem viel niedrigeren Level, wie wir es noch vor Jahren kannten, wo wir große Entwicklungsteams haben mussten, für genau ein Einsatzzweck und für genau ein Problem und eine Lösung.
René
00:07:33
Absolut. Gleichzeitig macht es das aber auch so gefährlich. Das muss man auch dazu sagen.
Michael
00:07:40
Weil die Verlockung groß ist, genau.
René
00:07:42
Absolut. Dadurch, dass du mittlerweile und das hast du ja in sehr, sehr vielen Bereichen, das ist ja nicht nur in der Automation so, du hast in vielen Bereichen Low-Code, No-Code, sagt man so. Du brauchst halt nicht wirklich mehr Programmierwissen, du hast ein Baukastensystem, das du einfach anwenden kannst. Und genau darum ist es halt so gefährlich, weil mittlerweile viele Menschen Prozesse automatisieren, ohne wirklich über Dinge wie Sicherheit, Architektur, Governance oder auch ganz niedrigschwellig schon Berichtigungskonzepte darüber nachdenken und einfach sagen, komm, jetzt geht es los. Aber genau das macht es halt gefährlich. Ja, das ist richtig. Und was man, ich hatte es gerade gesagt, viele denken halt bei Automation sowas wie, da wird automatisch eine Mail verschickt. Ja, nee, das ist es halt nicht. Also eigentlich ist es ja viel größer. Also da kommen wir gleich in den Beispielen nochmal drauf zu. Kannst du gleich vielleicht noch kurz einwerfen, was du da sofort so als erstes im Kopf hast. Aber Automation bedeutet heute eigentlich, Systeme treffen gemeinsam Entscheidungen. Das ist ja das Ding. Ich habe nichts davon, wenn Systeme mir die Daten zusammenwerfen. Es muss ja etwas daraus resultieren. Das soll mir ja möglichst Entscheidungen leicht machen, wenn nicht ja abnehmen.
Michael
00:09:09
Genau, also was für mich das Große ist, wenn ich über was will ich automatisieren denke, dann erwarte ich von einer Automatisierung, dass ich ein Ergebnis vorgefiltert bekomme und dass mir jemand die Arbeit des Großen abnimmt und zeigt mir eine Summary, zeigt mir eine Zusammenfassung, zeigt mir ein komprimiertes, eine komprimierte Datenhaltung und zeigt mir ein Ergebnis auf Basis dessen ich dann Entscheidungen treffen kann. Und da ist das egal, ob das jetzt für mich in einem Prozess drin ist, in einem Datensatz drin ist, in einer Kommunikation ist, ein E-Mail-Verlauf mit 25 E-Mails erwarte ich, wenn jemand automatisiert, eben nicht, dass automatisch eine Antwort geschickt wird oder sonst irgendwas, sondern ich erwarte, dass mir ein System sagt, pass mal auf, darum geht es in der Mail, die Beteiligten, das Wichtigste an der Sache ist das und das, ich an deiner Stelle würde, hast du mal hier geguckt, hast du mal da geguckt, ansonsten also ich erwarte eine fundierte Datenlanke, auf dessen ich Entscheidungen treffen kann. Und das greift halt, wie gesagt, Prozesse, Daten, Kommunikation und teilweise sogar halt auch in Sicherheitsmechanismen ein. Und das ist halt so das Thema, da ist halt Automatisation wirklich eine wichtige Sache oder kann sehr nützlich sein.
René
00:10:27
Ja und nehmen wir mal ein ganz simples Beispiel, also wenn wir jetzt so wirklich einen typischen Prozess nehmen, ein Angebot wird erstellt, wie läuft das denn oder wie lief es damals, damals, hört sich jetzt schlimm an, aber wie lief so ein normaler Prozess denn ab?
Michael
00:10:44
Oder wie läuft es vielleicht heute sogar noch in vielen Unternehmen ab? Also wir sprechen zwar jetzt von früher und von Kram, vor Automation, so. Vor der Idee etwas automatisch zu machen, ja und es gibt auch durchaus, also das kann auch durchaus sein, dass das so noch gelebt wird in einigen Unternehmen und dann wäre das mal so der Denkanstoß, sich zu überlegen, kann ich was tun, kann ich was nicht tun oder möchte ich es bewusst so lassen. Sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen. Nur weil du von früher gesprochen hast, das ist nicht wirklich früher, das ist gestern beziehungsweise heute.
René
00:11:19
Das ist auch heute noch eine typische Sache, also von daher, das sollte jetzt keine Wertung sein, ich verstehe das, wenn man da noch nicht reingestartet ist, dementsprechend alles gut. So, also, wenn man jetzt ein Angebot erstellt hat, dann war der typische Prozess ja, das Angebot wird erstellt, es wird verschickt vom Backoffice oder vom Vertrieb, so dann wird irgendwann dieses Follow-up vergessen, weil es keine Erinnerung daran gibt, es läuft halt so vor sich hin und im schlechtesten Fall, weil man nicht mehr hinterhergegangen ist, der Kunde meldet sich halt nie wieder. Das ist ein typisches Ding und ich wette, dass diese Situation werden auch viele kennen. Wenn wir jetzt eine gute Automation da drauf haben, dann können wir es so gestalten, dass wir halt das Angebot erstellen, daraus wird automatisch eine Aufgabe angelegt, nach drei Tagen werde ich dann erinnert, das ist noch ziemlich simpel, so dann, nach sieben Tagen eskaliert das Ganze, wenn ich dann nicht hinterhergegangen bin oder nichts passiert ist halt, ich könnte daraus direkt einen CRM-Eintrag generieren lassen, um es abverfolgen zu können, könnte meine Dashboards aktualisieren, also sprich meine Übersichten, damit ich halt dementsprechend auch darauf gezielt hingewiesen werde und könnte noch die Aktivitäten dokumentieren, also alles, was dann eben an Korrespondenz und sowas passiert ist. Und das ist halt, da könnte man halt wirklich in diesem Vertriebsprozess oder Backoffice-Prozess könnte man halt wirklich so eine Struktur einziehen, das würde einen deutlich nach vorne bringen, gerade weil man die Erinnerung hat, weil man die Einträge hat, weil man weiß, also abverfolgen kann, was ist da gelaufen, was eben auch nicht.
Michael
00:13:06
Ja, aber auch nur, also auch da nochmal bei deinem Thema zu machen, das kannst du theoretisch doch alles zu Fuß machen, also du kannst ja theoretisch, wenn du das Angebot rausgeschickt hast, dann machst du den Kalender-Eintrag, nach drei Tagen Wiedervorlage, dann machst du nach sieben Tagen eine Wiedervorlage, dann erzeugst du schon mal in deinem CRM-System einen Eintrag, Angebot wurde verschickt, Abendwiedervorlage wurde geplant für, also das kannst du alles auch händisch machen, das Problem ist nur, welcher Aufwand steht dahinter? Da hat keiner Bock und Zeit für. Und dann wird es halt einfach nicht gemacht und das ist so eine Sache, wo ich schwenke mal rüber, das ist so das Ding, wo ich sage, wenn du sowas einfach automatisierst und so ein Kram machst, dann siehst du halt Chaos schneller, weil du dann halt einfach, wenn du so eine Automatisierung in dem ganzen Ding dran hast, dann siehst du halt auch schneller, wie passen deine Prozesse und das, was ich mir überlegt habe, überhaupt sinnvoll und einfach und macht da Sinn oder habe ich eine Automatisierung da drin, die einfach nur zeigt, dass die Prozesse schneller werden und dadurch wesentlich einfacher und transparenter zeigen, dass sie halt einfach nicht optimal gelebt werden. Wenn du bei deinem Beispiel bleibst, vielleicht ein bisschen komplizierter ausgedrückt, wenn du aber bei deinem Beispiel mit deinem Vertriebsprozess bleibst, dann ist die Überlegung, was brauche ich denn in meinem Betriebsprozess überhaupt und was will ich überhaupt, weil ich muss das meinem System sagen, dass ich den Prozess entsprechend anlegen kann und in dem Moment, wo ich mir das anlege und mache mir diese Steps in meine Prozesskette rein, muss ich mir bewusst werden, was will ich, was brauche ich und komme dann sehr schnell an einen Punkt, wo ich erkenne, macht das Sinn oder macht das keinen Sinn, was ich haben will.
René
00:14:50
Ja, Michael, also das mit der Automatisierung, also dass man da auch das Chaos eher aufdeckt und dass man da vielleicht überhaupt erstmal sieht, dass es Chaos gibt. Viele sind sich denn nicht bewusst, weil sie diesen Prozess für sich ja irgendwann mal als gut betrachtet haben. Also ich finde, Automation macht Chaos schneller oder offensichtlicher. Das ist einer der wichtigsten Sätze eigentlich an der Stelle, weil viele Unternehmen sagen ja, okay, wir starten jetzt mal und automatisieren jetzt halt, aber die Prozesse sind nie sauber gewesen, also sauber definiert, sage ich mal. Also du brauchst ja irgendwo einen Ablauf, wo dir klar ist, dass es so ablaufen soll und das haben viele Unternehmen nicht, weil es so ein schleichender Prozess war.
Michael
00:15:36
Ja genau, und dann wird es halt super transparent, also du hast einen schlechten Prozess, du hast vielleicht doppelte Datenhaltung, du legst es hier und da ab, du hast falsche Zuständigkeiten, die Verantwortlichkeiten sind nicht richtig klar, du hast Abläufe und wenn du das plötzlich automatisierst, dann macht das auf einmal Gazon und du hast Spaß in der Bude, um es mal salopp auszudrücken. Das heißt, so eine Automatisierung sensibilisiert dich sehr stark darüber, dir darüber Gedanken zu machen, wie dein Prozess denn jetzt wirklich ist und was du wirklich brauchst.
René
00:16:07
Ja, das sehen wir halt häufig. Nehmen wir mal ein Beispiel, so ein Unternehmen hat eine klare Angebotsstruktur, also die hätten den Prozess jetzt wirklich ausgearbeitet, dann ist es halt so, plötzlich wird halt automatisiert, Erinnerungen, Aufgaben, Eskalation, Serieneinträge, das, was ich gerade schon mal gesagt hatte, aber was halt niemand weiß, ist halt, wann gilt das Angebot als offen? Allein da musst du ja schon, das sind so Dinge, die musst du für dich halt auch festgelegt haben. Wann ist es verloren, hast du eine Zeitspanne hinter, sagst du, okay, ich gehe so lange hinterher, bis der Kunde sagt, ich will es nicht, wer ist überhaupt zuständig dafür, dass man da hinterher geht, dass man, egal was, also damit das Angebot irgendwie aktuell bleibt, ich sag mal, das einfachste Wort dafür ist so Angebotshygiene, keine Altlasten, alles sauber dokumentiert, so und was passiert bei Urlaub? Zum Beispiel, im schlechtesten Fall hat jemand Urlaub, eine andere Person ist noch krank, auch da muss der Prozess halt einfach klar sein und dadurch, also wenn das dann nicht klar ist, also die ersten Dinge sind vielleicht schon festgelegt, da ist klar, so läuft das ab und die letzten vier Punkte, also sprich, wann das Angebot offen ist und was weiß ich was, die sind halt nicht definiert und da merkt man halt, da entsteht teilweise nachher mehr Chaos, als es vorher da war, weil diese Fragen nie geklärt waren an der Stelle.
Michael
00:17:40
Genau, das ist das Thema und man hat es halt immer irgendwie, hat es sich durchgewuselt, so gut und so schlecht, aber du hast halt in einem automatischen Prozess logischerweise, weil du willst es ja nicht raushaben, hast du diese menschliche Komponente nicht mehr drin, ein automatisierter Prozess, hat einen Start und einen Stopp, hat ein paar Gabelungen und trifft einfach für dich logische Dinge, wenn, dann und oder, ganz einfach und da ist halt keiner mehr dazwischen, der das menschlich vielleicht nicht ganz so macht, wie du es machst und wenn du halt irgendeinen Prozess nimmst und du baust dir da eine Kette dran, die nicht vorher sauber abgestimmt und nicht transparent ist und die nicht vorher vernünftig war, dann siehst du halt, dass die Kette crasht. Wenn auf einmal irgendjemand 50 E-Mails kriegt, der möge jetzt bitte mal ein Angebot durcheskaliert, mit ihm aber vorher nie darüber gesprochen wurde und das vorher nur mündlich gemacht wurde und nie die Thematik drin war und es mal der und mal der gemacht hat und dann plötzlich 150 Erinnerungs-E-Mails zugenudelt wird, weil es jetzt automatisiert ist, dann crasht das System, wenn es vorher nicht sauber geklärt worden ist. Das deckt aber, für mich ist das was Tolles, finde ich, weil das deckt halt einfach, wir kommen zurück zum Anfang von dem Block, es deckt halt einfach systematische Schwächen, systematische Optimierungsmöglichkeiten in einem Unternehmen auf, weil du dir einfach, wenn du was automatisierst, dir Step für Step Gedanken machen musst, was mache ich, ich erstelle ein Angebot, wann schicke ich das raus, womit schicke ich das raus, mit welcher E-Mail geht es nach draußen, wann ist das, wo lege ich es parallel ab, was wird im System angelegt, wenn ich den Prozess einmal für mich sauber durchbeschrieben habe, dann ist eine Automatisierung super easy dahinter und schafft für mich die Transparenz, dass es auch wirklich funktioniert. Aber das ist halt einfach manchmal ein steiniger Weg, um es mal vorsichtig auszudrücken.
René
00:19:34
Ja, also gerade in Unternehmen, die vielleicht für sich so eine Prozessdefinierung oder Definition noch nie gemacht haben, also für die ist das halt Neuland.
Michael
00:19:45
Aber René, lass uns kurz dabeibleiben. Für alles, was wiederkehrend ist, lohnt sich das? Weil wenn ich einmal, wir sind aber jetzt, wir könnten jetzt fast abschweifen ins Qualitätsmanagement und ins sonst irgendwas rein, das ist klassisches Prozessmanagement im Unternehmen und das ist klassisches Standardisieren von Prozessen, damit jeder weiß, wie es gemacht wird, jeder hat einen nachvollziehbaren Prozess, der ist bekannt, der ist öffentlich und der funktioniert. Und den kann ich jederzeit nehmen und kann in eine Automatisierung rein drücken oder reinbringen, in ein Frame reinbringen und es funktioniert trotzdem, weil es einfach klar ist. Das heißt, das schafft einfach Transparenz in einem Unternehmen und hilft dir, standardisierte Dinge wiederzufinden. Dann hast du halt einfach bei einer Automatisierung nicht mehr das Problem, dass du nicht mehr weißt, wer jetzt an welcher Stelle, wo eine E-Mail nach dem Versand hingelegt hat, weil es einfach über eine Automatisierung geregelt ist und es wird immer da liegen. Der Automatisierung ist es egal, was für Verbindlichkeiten oder Empfindlichkeiten oder sonst irgendwas, die wird das einfach immer in den gleichen Ordner legen. Die wird immer ein gleich strukturiertes Ticket anlegen, da wird immer das Gleiche drin sein, da werden immer die Pflichtangaben, die ich brauche, da wird keiner irgendwann mal vergessen noch irgendwie ein Datum oder so, das wird immer stumpf gleich sein und das ist das Schöne, wenn ich es einmal standardisiert habe und mir einmal über sowas Gedanken mache, dann habe ich einen super Benefit hintendran.
René
00:21:09
Ja, also da merkt man auch, wenn man uns jetzt so ein bisschen länger verfolgt, dass wir auch immer wieder an der gleichen Stelle landen. Prozesse definieren, optimieren, saubere Prozesse vor allem, die sind extrem wichtig. Das ist so. So, ich würde jetzt gerne mal ein typisches Beispiel nehmen. Nehmen wir mal ein IT-Systemhaus. Ich komme nun mal aus einem IT-Systemhaus. Ja, und da kommt ein kritisches Ticket rein. Das ist eigentlich wirklich etwas, da kann man sich das recht einfach dann, ja, kann man recht einfach erkennen, was gemeint ist. Ich sage mal, so eine Angebotserstellung, okay, ist eine Sache, sie ist auch irgendwann kritisch, weil vielleicht ein großes Angebot, kann aber auch ein kleines sein, ist eben nicht immer kritisch. Aber, wenn du ein IT-Systemhaus bist und du arbeitest mit einem Ticketsystem, dann kommt jetzt meinetwegen ein kritisches Ticket rein. Der Vorteil einer Automation ist, dass sie beispielsweise am Text im Ticket erkennen kann, also bestimmte Schlüsselwörter einfach erkennt und sagen kann, okay, da steckt jetzt eine gewisse Priorität hinter. Also SLA's können darüber definiert werden. Ich sage mal so, Drucker steht, okay, ist jetzt nicht das super Dringende. Auf der anderen Seite, Server steht, ja, dann sollten wir vielleicht sehr aktiv sein. Also da werden dann die Prioritäten gesetzt. Dann könnten noch extra Teamsbenachrichtigungen oder welchen Kanal auch immer man verwendet, könnten dann ausgelöst werden. Dann können die Techniker sogar anhand von Skills, wenn man sie mal hinterlegt hat, können die gewählt werden und entsprechend das Ticket erhalten, dass dann auch die richtige Person für diesen Support quasi genommen wird. Dann wird der SLA-Timer gestartet, was ja auch wichtig ist, um es irgendwann dann auch mal nachweisen zu können. Ich bin meinen SLA's, meinen Pflichten nachgekommen und der Kunde wird automatisch informiert. Also sprich, das Ticket wurde angelegt, wurde dem und dem zugewiesen, wir kümmern uns. Das ist die erste Nachricht, die der Kunde ja auf jeden Fall schon mal braucht.
Michael
00:23:21
Juchu, das hat mir einer gemerkt. Jetzt bist du aber genau an dem spannenden Punkt, den ich eben schon rum angeschnitten habe, wo ich eben schon gesagt habe, jetzt reagierst du nicht nur schneller, sondern dadurch, dass du ein standardisiertes Ticket hast, dass du einen Ablauf hast, dass du dein Flowgramm hast, bist du auch plötzlich wesentlich sauberer in der Dokumentation drin. Weil einfach jeder weiß, was gefordert ist, was in einem Ticket reingehört, was da für Vorgabefelder drin sind, welches Teams betrifft, also du bist wesentlich schneller und wesentlich sauberer in deiner Dokumentation, wenn du sowas automatisch jetzt rauslöschst. Es ist halt nicht mehr ja, es wird wohl mal irgendeiner sich wohl mal ein Ticket angucken, wird mal gucken, ob es kritisch ist oder nicht, sondern nein, du definierst harte Fakten, du sagst, das sind die Passwörter, mit denen reagierst du auf oder liebe KI, analysiere das und dann läuft das Ding automatisiert durch mit allen Pflichtfeldern, die auszufüllen sind. Das ist halt der Benefit bei standardisierten, automatisierten Prozessen.
René
00:24:21
Noch spannender wird es ja eigentlich im Security-Bereich. Also Security ist ja sowieso ein heikles Thema oder ein sensibles Thema. Ja, und da könntest du halt zum Beispiel, wenn ein Benutzer auf eine Phishing-Mail klickt, könntest du automatisiert sagen, okay, der Benutzer wird isoliert, Tokens werden zurückgesetzt. Also das sind so diese, ich sag mal gerade im Bereich M365 und so, dass sich niemand von außen dann Zugriff verschaffen kann. Du kannst eine Passwortänderung erzwingen, du kannst eine Defender-Warnung erzeugen, du kannst Tickets daraus generieren und jetzt kommt das Spannende, du könntest sogar eine Awareness-Schulung auslösen. Aber so muss man es ja sehen. Also was kann dir besseres passieren, als dass rein systemisch der Ablauf genau so ist?
Michael
00:25:13
Ja, das ist richtig. Und du merkst halt an dieser Stelle, es ist tricky, sich Gedanken zu machen, was kann ich automatisieren? Welche Flows brauche ich in den Sachen? Aber das macht auch ganz klar klar, was du da gerade beschreibst. Das ist nicht eben nicht nur auf Effizienz, das war eben das eben Thema, sondern hier auch richtig in eine Sicherheitsarchitektur wirksam werden kann, weil du nämlich genau automatisierst. Wahrscheinlich wesentlich schneller, wie es jeder Admin machen würde, nachdem der Mitarbeiter immer einen Anruf gemacht hat. Der Admin muss es ja auch erst mal mitkriegen. Genau, deswegen sage ich, einen Anruf gekriegt hat, wenn das einer wirklich gesagt hat, ich bin es gewesen. Und das läuft halt automatisch durch, wenn es halt sauber hinterlegt ist, als Automatisierung.
René
00:26:05
Ja, genau. Ja, ein riesiges Thema wird, also jetzt mal weg von Security, ein riesiges Thema wird auch Business Intelligence, also BI. Power BI, oder? Ja, das ist einer der Anbieter, aber der größte.
Michael
00:26:18
Power BI ist so dein Baby, ja.
René
00:26:21
Ja, auch. Ja. Nee, aber da zum Beispiel, wir haben ja schon mal über Power BI gesprochen und klar geht es darum zu sagen, okay, ich möchte meine Zahlen, meine Unternehmenswerte möchte ich einfach aufbereitet haben, damit ich anhand dessen Entscheidungen treffen kann. Power BI kann halt erkennen, okay, ich habe sinkende Margen, ich habe steigende Ticket Zeiten, wenn wir jetzt mal beim Systemhaus wieder sind, oder wir haben irgendwelche Kostenentwicklungen, die auffällig werden. So, das wäre jetzt der Teil, den Power BI mitbringt. Dann müsste ich mir diese Zahlen ja trotzdem nochmal genau anschauen und sagen, okay, da und da. So. Was ich aber automatisieren kann an der Stelle ist ja, ich kann mir Reports daraus erstellen lassen, ich kann mir Aufgaben generieren, ich kann S-Relationen generieren, also wo ich sage, okay, ich habe da so einen Punkt, wenn der überschritten wird, dann muss da eine Benachrichtigung an mich umgehend kommen, damit ich darauf reagieren kann, oder ich kann auch Management-Zusammenfassungen generieren. Das heißt, ich könnte sagen, okay, wenn diese Zahlen, also das, was ich vorhin gesagt hatte, oder gerade, dass jetzt zum Beispiel eine Kostenentwicklung komisch läuft, kann ich halt automatisieren, dass er mir gewisse Zahlen dann entsprechend ausspuckt, damit ich sofort nachvollziehen kann. Nicht, dass ich da noch groß mich komplett ins Thema einlesen muss, sondern er spuckt mir das schon so aus, dass ich aufgrund dessen eine Entscheidung sehr schnell treffen kann. Und nicht nur, weil ich da gerade proaktiv reingeguckt habe, sondern weil diese Automation genau diese Eskalation ausgelöst hat. Aber da bist du schon fast einen Schritt weiter.
Michael
00:28:06
Da bist du schon fast nicht mehr bei Workflows, sondern da bist du schon, wie steuere ich mein Unternehmen? Da gehen wir jetzt schon wieder noch einen Schritt weiter und sagen, wir gehen schon weg von Workflows, sondern das ist ja, was du gerade erzählt hast über ein Tool deiner Wahl, Möglichkeiten zu schaffen, wo du quasi in Echtzeit am Puls von deinem Unternehmen bist und in Echtzeit gucken kannst, wie tickt dein Unternehmen oder aber auch runtergebrochen, gehen wir mal jetzt weg von Geschäftsführungskram, wo du in deiner IT gucken kannst, in deiner IT-Abteilung, in deiner Compliance-Abteilung, wo ist mein aktueller Stand? Wo ist mein Status? Wie viele Dokumente sind im Review? Wie viele sind freigegeben? Wann muss das nächste geprüft werden? Wie viele sind aktuell? Wann ist das nächste Audit? Welche Kapitel sollten auditiert werden? IT-Abteilung, Updates, Bugfixes, letzte Reviews, Backup-Systeme, Einspielungen etc. Da baut sich gerade ein Board auf mit verschiedenen Anzeigen und Statusanzeigen, die dir einfach eine Möglichkeit geben, Abteilungen oder ganze Unternehmen so zu steuern, wie du es gerne hättest. Sicherlich sehr aufwendig, bis es läuft, aber auch das ist am Ende vom Tag, und wir kommen gleich noch dazu, wie man es vielleicht ein Stück noch schneller machen kann, das ist aber am Ende vom Tag, was einmal wehtut, bis es gemacht wurde und ab dem Moment, wo es halt sauber läuft, hilft es dir unwahrscheinlich.
René
00:29:39
Absolut. Ja, es ist ja auch einfach so, ja, das stimmt, das war jetzt, die Unternehmenszahlen, das war jetzt sehr in den Geschäftsführerbereich, aber am Ende des Tages, man sieht halt, Automation stoppt ja nicht irgendwann, das ist nicht einfach irgendwann zu Ende, man muss halt für sich einfach sich Gedanken machen, was würde mir jetzt wirklich helfen, und dann kann ich von, keine Ahnung, ob es dann Lagerarbeiten wären, also auch eine Lagerüberwachung, kennt man in dem Bereich sowieso, der Lagerbestand fällt unter Wert X, so gibt mir eine Automation aus, da wird eine Bestellung ausgelöst, meinetwegen. So, das ist so der einfachste Bereich. So, und dann kann man das natürlich Stück für Stück in jedem Unternehmensbereich ausweiten und da immer weiter machen, ja.
Michael
00:30:30
Aber du hast gerade einen Punkt angesprochen, aber nur, oder bitte mit Bedacht, und das, was man wirklich will, und nicht auf Teufel komm raus, Hauptsache alles.
René
00:30:40
Ja, nein, das ist Quatsch.
Michael
00:30:41
Ich wollte gerade sagen, was können wir hier jetzt noch wegautomatisieren, also da gibt es Grenzen und da gibt es technische und auch sinnvolle Grenzen. Also, ja. Ja, absolut.
René
00:30:51
Das ist so. Ja, also, man muss ja jetzt nochmal eine Stufe weitergehen. Wir haben jetzt gerade von reiner Automation, wir haben zwischendurch mal KI fallen lassen, aber von reiner Automation eigentlich gesprochen. Man kann jetzt natürlich nochmal einen ganzen Schritt weitergehen. Das, was ich gerade sagte, dieses, also eine Automation funktioniert ja eigentlich so, dass wir, es gibt immer einen Auslöser, wer hat x-es unterschritten, oder wenn das passiert, dann mach bitte das, so wie man logischerweise auch selber Entscheidungen treffen würde. Also, das ist wirklich immer, es gibt einen Auslöser, und daraus resultiert ein Ergebnis, oder eine Aktion, oder egal was. So, und dann ist es halt so, dieser Workflow ist ja recht starr. Das ist ja logisch, weil es muss ja immer ein bestimmtes Ereignis eintreffen, damit es weitergeht. Das ist recht starr. Das ist bei Standardaufgaben auch genau der richtige Weg, weil wenn ich zum Beispiel Daten im gleichen Format kriege, dann muss das keiner interpretieren. Die Daten sind so, wie sie sind, und sie sind immer so. Das heißt, er kann mit den Daten immer gleich arbeiten. In dem Augenblick, wo es flexibler wird, ist eine KI dann wieder hilfreich, weil die anfängt, die Daten zu interpretieren und entsprechend aufzuarbeiten, dass man sie wieder einlesen kann oder nutzen kann für Aktionen. Und wenn wir halt sehen, dann können die Systeme halt Inhalte wirklich interpretieren, wie ich gerade gesagt habe. Entscheidungen vorbereiten, Texte schreiben, priorisieren, kategorisieren, analysieren, priorisieren und kategorisieren, das hatten wir ja gerade schon so grob bei den Tickets, wo anhand des Tickettextes dann solche Sachen gemacht werden. Das sind einfach Dinge, da hat man dann auf einmal nochmal ganz andere Möglichkeiten.
Michael
00:32:49
Ich sage mal, diese Automatisierung, wo wir eben darüber gesprochen haben, jetzt legt man eine E-Mail nach DARP und macht mal das. Da haben wir ja eben schon gesagt, das gab es auch schon vor KI, das Thema. Das ist ja jetzt nichts Neues. Das hat aber jetzt nochmal eine explosive Kombination gekriegt oder nochmal einen Hype rausgekriegt durch die KI eben, weil so wie du es gesagt hast, du musst halt jetzt eben nicht mehr, lass mal bei dem IT-Ticket bleiben, ich glaube, das ist kein schlechtes Beispiel, du musst halt eben jetzt nicht mehr in deiner Automatisierung zehn Passwörter oder x Passwörter definieren, nach welchen du irgendwelche Einstufungen hast und irgendwelche Sachen vornimmst oder irgendwelche Entscheidungen triffst, wo du sagst, wenn Server, dann das, wenn Website, dann das, also dass du auf klassische Passwörter reagierst, sondern du kannst halt einfach diesen gesamten Text, der in dieser Anfrage steht, einmal durch die KI schütteln, die KI eine Bewertung und eine Analysierung von dem Text treffen lassen, sodass du quasi ohne Passwörter, allein durch die Interpretation von einer KI dann auf eine Priorisierung und auf eine Klassifizierung kommst von dem Ticket. Und das pusht das nochmal, das ist jetzt nur ein Beispiel, aber genau das gleiche ist ja auch bei Power BI, wie wir es eben gesagt haben, oder bei allen anderen Dingen auch, die du hast, das heißt die Kombination aus, ich habe mir mal einen Prozess standardisiert, ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich was beim Unternehmen gern hätte, kombiniert mit ich nutze jetzt die Leistung, die aktuell KI-Systeme bieten, um es eben nochmal zu pimpen und zu verfeinern, das macht das Ding halt richtig sahnig an der Stelle.
René
00:34:29
Ja, also beides zusammen ermöglicht auf jeden Fall extrem viele Möglichkeiten, Chancen, aber eben auch Risiken, das muss man auch klar sagen, jede Automation, also gerade eine Automation hat vielleicht noch ein geringeres Risiko, eine KI, wenn es um Interpretationen geht, dann kann das Risiko größer sein, am Ende des Tages alles, was man nicht manuell macht, sollte man wirklich so umfangreich testen, dass es auch wirklich sauber läuft, dass nur so am Rande, also man muss halt wirklich sehen, die Entscheidung muss eigentlich so getroffen werden, wie ich sie treffen würde.
Michael
00:35:13
Das ist Arbeit, bis du das Ding gepromptet hast, bis du es da hast, aber du kriegst ja, wir bleiben immer wieder bei dem Ticket, ich finde, das ist ein gutes Ding, wenn du jemanden hast, der den Inhalt analysiert schon, vorweg analysiert, erkennt er vielleicht sogar schon über eine Wissensdatenbank, die ihr habt oder was im Hintergrund läuft, welche Probleme es vielleicht sein könnten, also welche Ursache das ist, vielleicht auch schon eine Lösung, die vorgeschlagen werden kann, du kannst das passende Team, also alles das, was du eben oben klar erzählt hast, alles das kann eine KI vorselektieren und wichtig ist hier, dass ich dir auch nochmal sage, vorselektieren, weil genau das, was du eben gesagt hast, aus der Chance hast du eben auch Risiko, Risiko und Chancen, und du musst halt auch klar werden, welche dieser Entscheidungen oder welche dieser Themen, die du jetzt von der Automatisierung oder von der KI-unterstützten Automatisierung durchlaufen lässt, an welchem Punkt hast du einen menschlichen Stoppschritt drin, an welchem Punkt sagst du, bis hierhin erlaube ich dir, mir was vorzukauen, für mich was vorzuselektieren und wann entscheide ich. Und das ist eine super wichtige, sensible Sache an dem Ding ist, auf alle Fälle ist der letzte Punkt der menschliche Punkt, also spätestens am Ende der Kette muss wieder einer stehen, der das durch, der das für sich selbst oder der das als Mensch kontrolliert, aber ich glaube auch zwischendrin oder, also so ganz automatisiert durchweg, je nachdem, was du für einen Prozess hast.
René
00:36:50
Ich wollte gerade sagen, also ich glaube, das kannst du gar nicht so pauschal festmachen, es gibt einen kritischen Bereich im Unternehmen sicherlich, wo mehr menschliches Eingreifen oder mehr menschliche Entscheidungen notwendig sind, so ein Ticket zum Beispiel, wie du gerade gesagt hast, ich glaube, das kann man schon gut über eine KI-Automation laufen lassen, ist halt immer, man lernt ja das System auch an, wenn man dann merkt, okay, das passt da nicht, okay, dann ist mal die Dringlichkeit einmal nicht richtig angepasst, dann passt man das halt entsprechend an, also nicht von Hand, sondern man lernt dann die KI wieder an, die richtige Entscheidung zu treffen. Bei Unternehmensentscheidungen, da tue ich mich schwer, würde ich jetzt nicht voll automatisieren, leite die Insolvenz in Fall XY einfach rein.
Michael
00:37:42
Schließe Abteilung, wenn Umsatz unter und kündige alle Mitarbeiter und stelle neue Mitarbeiter automatisiert ein, wenn Umsatz über, in Abteilung, das würde ich halt jetzt nicht, ich würde das Arbeitsamt und Indeed nicht an die KI anbinden und an die Automatisierung.
René
00:38:01
Lieber nicht. Nein, lieber nicht. Gut, jetzt haben wir viel über die Beispiele gesprochen oder viel darüber, wie es grundsätzlich laufen kann. Ein bisschen genauer, als wir es zuletzt immer getan haben. Jetzt würde ich aber trotzdem gerne noch mal einmal kurz auf die Plattform eingehen, also, dass man zumindest mal so ein bisschen die Narben gehört hat, die gerade, glaube ich, mit so die Grüßen am Markt sind, die man, wenn man sich damit beschäftigt, wahrscheinlich auch schon mal an der einen oder anderen Stelle gehört hat. Da kommen wir momentan, glaube ich, überhaupt nicht an der N8N vorbei. Es ist einfach so, also, die sind, was das angeht, extrem bekannt und der Vorteil bei der Plattform ist halt wirklich, die wachsen auch extrem schnell.
Michael
00:38:51
Ja, weil sie halt auch extrem flexibel sind und vor allem halt auch, sind wir wieder bei dem Thema, da kommen wir sofort, glaube ich, nicht mehr dran vorbei. Die sind halt auch super drin in dem KI-Bereich mit dabei. Also, wer hat das Unternehmen schon bewusst wahrgenommen im VKI, ja, vergesst es. Und deswegen, ja.
René
00:39:11
Ja, und was die auf jeden Fall sehr, sehr gut, was da halt auch ein Mehrwert ist, ist halt, die sind Open Source, selbst hostbar und, ja, da haben halt extrem viele, viele Möglichkeiten auch. Da kommen wir gleich im Gegenzug auch bei den Risiken nochmal drauf, aber am Ende des Tages, man kann damit sehr viele APIs anbinden, also wirklich die Verbindung zwischen verschiedenen Systemen herstellen. Du kannst die KI integrieren, du kannst Datenbanken anbinden, du kannst Agenten damit bauen, also sprich einen digitalen Assistenten. Du kannst, also du kannst eigentlich so ziemlich alles damit machen, was du manuell machen würdest, wenn du es denn gut machst. Das bleibt natürlich Voraussetzung.
Michael
00:40:01
Ja, und das ist halt, da kommen halt Begehrlichkeiten und dann wächst das Risiko, dass du halt einfach die Kontrolle über den ganzen verlierst und nicht mehr bewusst mit der Sache einsetzt. Viele setzen das Ding mittlerweile irgendwo auf irgendeinem Server ein, also die holen sich irgendeinen Account, irgendeine Instanz, ohne sich da großartig viele Gedanken zu machen, haben keine vernünftige Segmentierung dabei, haben kein Monitoring drauf, haben kein Rechtekonzept drin, von einer Härtung oder Locking oder Secret Management oder Security Management will ich gar nicht reden, weil das ist, wie soll ich das ausdrücken, das ist wie KI auch oder wie ein LLM auch, das ist so eine kleine Einstiegsdroge. Du fängst ganz harmlos an, ich lege mir mal einen Account an und dann vielleicht hast du, je nachdem, was du für ein, ich mein, bleib beim KI Beispiel, ich bin, ja, ach, da lass mal einen kostenlosen Account anlegen und dann fängst du an, die ersten Spielereien da mitzumachen und plötzlich merkst du, oh, da geht auch einiges und plötzlich fliegen auf einmal Daten, die da nicht reingehören oder plötzlich hast du dich in einer Abhängigkeit, Abhängigkeit nicht, aber plötzlich bist du in so einem Thema drin, wo du regelmäßig mit dem Ding arbeitest, wo du einfach nicht mehr darauf verzichten willst, ohne dass du dir vorher oder vernünftig Gedanken über das Thema Datenschutz und Informationssicherheit und das Berechtigungskonzept und all dem Völlefanz gemacht hast und das ist halt bei solchen Plattformen eben auch der Fall. Das sind halt auch, das können niederschwellige Einstiegsdrohungen sein, wo man vorsichtig sein muss, dass man von vornherein sich bewusst ist, was reingeht, was man will damit und wenn man erkennt, dass das Volumen größer wird von dem, was man da nutzt, dass man zeitnah vernünftig gegensteuert und reagiert und das ganze Ding wieder in eine vernünftige Bahn lenkt.
René
00:41:51
Also rein technisch gesehen, warum ist es ein Risiko? Du hast gerade ja natürlich schon ein paar Punkte genannt, aber wenn wir mal sehen, also wir haben ja an der Stelle nicht ein reines Risiko auf diesem System, wo die Automation läuft, sondern es ist ja so, dadurch dass wir Systeme miteinander koppeln, Schnittstellen schaffen, heißt es auch meine API-Keys liegen irgendwo da, meine Datenbankzugänge sind da, Microsoft Tokens am besten noch, weil ich meine M365-Umgebung mit angebunden habe oder Aktionen dadurch auslöse, dann muss ich den Token ja dahinter hinterlegen, dann meine Kundendaten laufen darüber in irgendeiner Form und am besten hast du da noch Automation irgendwie mit Adminrechten laufen, wenn sich also jetzt jemand Zugriff auf diesen Rechner verschafft.
Michael
00:42:43
Genau das ist Fluch und Segen gleichzeitig. Auf der einen Seite machst du jedes System für sich zu, machst du jedes System sicher, machst für dich deine Silos, wo du sagst, da liegen meine Informationen safe an dieser Stelle, dann stellst du irgendwann fest, boah, es wäre schon schön, die könnten miteinander reden, dann suchst du dir eine Plattform, die das kann und dann verbindest du diese ganzen Dinge mit APIs oder mit was auch immer, Zugriffsrechten und Vernetzten, den ganzen Grabungspauschal auszudrücken und dann musst du dir halt eben bewusst sein, dass die zentrale Stelle, wo die Vernetzungen alle zusammenlaufen, dass das deine, dass das im Prinzip jetzt dein größter Painpoint ist, weil wenn an dieser Stelle was crasht und irgendeiner auf diese Stelle drauf kommt, hat der halt eben Zugriff auf alle anderen Systeme auch, der kann halt durchschießen an dieser Stelle und das muss man halt, das muss einem bewusst sein. Ja, das ist halt das Risiko, was dranhängt. Man muss es wissen, man muss es behandeln, man muss damit umgehen können und man kann dann auch vielleicht eine Entscheidung treffen, was hänge ich an so eine Automatisierung oder an so eine Software dran und was lasse ich bewusst aus der Software draußen. Das ist eine super wichtige Nummer, ja, und dann auch da aber auch schon weiter ins Granulare, dann kommst du ja auch schon wieder, es sind ja irgendwie immer im gleichen Thema drin, dann bist du schon wieder bei rechten Rollen, bist bei Benutzerzugriffen, mit welchem Zugriff gebe ich dem, dem gebe ich bestimmt nicht einmal Server alles, einmal nicht zehn Doppelpunkte oder sowas, sondern ich werde ihm schon Ordner geben, wo er Zugriff drauf hat, welche Rollen, mit welchen Rechten geht er wo drauf, hat er Lese- und hat er Schreibrechte. Ich meine jeder, jeder, der seiner KI schon mal Schreibrechte in der Software gegeben hat und hat der KI gesagt, mach mal, wird mir jetzt nachvollziehen, wenn er sagt, das ist meistens eine saudumme Idee, das kann gut gehen, die kann aber auch irgendwas sich daraus denken oder kann den Bestandstext vorher sich nicht raus, nicht runterziehen und den verarbeiten, sondern das komplette Dokument einfach aus ihrem Gedächtnis neu erstellen und dann ist halt einfach das weg, was du die letzten zwei Stunden gemacht hast, weil die KI es halt einfach mal überbügelt hat. Also an der Stelle muss man sich einfach bewusst werden, dass solche Dinge auch Risiken bergen.
René
00:45:06
Ja.
Michael
00:45:07
Ja.
René
00:45:08
Ja, ich glaube prominenteste Alternative.
Michael
00:45:11
Dein Lieblingsspielzeug, dein Lieblingsspielzeug ist Power Automate von Microsoft, weil es halt einfach in der Microsoft-Umgebung unglaublich stark ist.
René
00:45:23
Ja, das ist so. Also vor allem, klar M365 als Ganzes, aber da spielt natürlich eine ganze Menge mit rein, wenn man halt Teams, SharePoint, Outlook, Power BI, Dynamics, Entra, aber du kannst halt, es ist ja nun mal eine Bubble, klar, die sind alle miteinander tief integriert, das funktioniert ganz gut. Ich sag mal, da kannst du natürlich auch andere Systeme anbinden, aber es ist extrem stark in der Microsoft-Welt.
Michael
00:45:54
Genau, du bist, es ist ein Stück mehr, dass du in diesem Microsoft Kosmos bist und du hast halt, abgesehen von dem Microsoft-Kosmos, das ist bei mir so das Persönliche, vielleicht kannst du es auch gleich korrigieren, aber ich finde halt auch, dass Microsoft Wege gefunden hat, die Lizenzierung so zu gestalten, dass keiner mehr so richtig durchblickt und dass es ganz schnell komplex werden kann, erst recht, wenn du zusätzliche Tools mit dabei haben willst. Also wir sind weit weg von Kauf mal Paket SML oder sowas oder Kauf mal das, sondern je nachdem, wie du es hast, ist halt die Lizenzierung in dem Microsoft-Kosmos schnell sehr komplex, meiner Meinung nach.
René
00:46:41
Es ist auch so, weil du, das Problem ist ja, du kaufst ja ja, man könnte jetzt einfach ein Tool dazukaufen, Power Automate Pro oder was weiß ich oder Premium, egal, das Problem an der Stelle ist, du brauchst dann, um den Sicherheitsfaktor dann entsprechend zu erhöhen, müsstest du also für alle anderen Lizenzen, um die Features nutzen zu können, auch nochmal entweder die Lizenz nach oben ziehen oder du kaufst eine Zusatzlizenz. Also es bringt schon einiges mit sich, was Lizenzierung angeht. Hast du absolut recht. So, über Microsoft haben wir schon so aufgesprochen, das lassen wir jetzt mal weg. Wir sind damit durch. Seid ihr in der Microsoft-Welt, kann Power Automate sehr interessant sein, kann auch eine Menge, aber gibt halt auch Alternativen.
Michael
00:47:26
Ja, aber auch, sorry, jetzt gehen wir nochmal ganz kurz. Wir schimpfen immer oder wir gucken das Ganze kritisch, aber auf der anderen Seite, bleibst du halt in deinem Kosmos. Wir haben eben drüber gesprochen, du gibst API-Zugriffe auf unterschiedliche Systeme, du gehst drüber und machst Drittsystem nochmal auf. Wenn du in deiner Microsoft-Bubble bist, ist das durchaus eine Option, eben in der Microsoft-Bubble zu bleiben. Du bewegst dich ja dann.
René
00:47:53
Wenn du da drin bleibst, wenn du andere Systeme anbindest, hast du ja wiederum Auslost dazwischen.
Michael
00:48:00
Solange du aber in diesen Systemen bleibst, hast du ein relativ sicheres Habitat an dieser Stelle und erst recht in Kombination mit Copilot. Also das muss man fairerweise schon dazu sagen. Wenn man sich dem Teufel verschreiben möchte, einem muss das sowieso, also wenn du in dieser Welt sowieso drin bist und du willst in dieser Welt bleiben und du willst ausschließlich in dieser Welt agieren, ist das mit Sicherheit eine sichere Option im Sinne des, also nicht schlechter oder nicht sicherer oder nicht unsicherer wie gesamt Microsoft 365. Andere Thematik, aber du gibst zumindest nicht irgendwelchen Drittanbietern Zugriff auf dein Outlook oder auf dein Teams oder auf dein 365. Weil du eben innerhalb der Bubble bleibst. Ja, gut.
René
00:48:48
Das war Microsoft. Ja, die nächsten zwei sind Make und Zapier, die sind glaube ich auch noch bekannt, gerade wenn es um Marketing und KMU halt ist, also Marketing im KMU-Bereich. Kennt man, kann auch was, ob man die da braucht neben den anderen, ist mal dahingestellt.
Michael
00:49:12
Ist halt das, was ich eben gesagt habe, ist auch so ein typisches Einstiegsding, was für einen Einstieg unglaublich einfach ist, aber du sehr schnell Themen hast, wie ich es eben gesagt habe, Compliance, Datenschutz, Cloud-Abhängigkeit, also alles diese Sachen sind halt ganz schnell ein Thema bei solchen Systemen, wo man sich halt bewusst drüber sein muss.
René
00:49:32
So, und um das Ganze abzurunden, auch wenn es eigentlich nicht ganz unsere Zielgruppe ist, ich will es aber zumindest genannt haben, das ist dann UI Path, genau. Ja, die gehen aber wirklich stärker in Richtung Enterprise, RPA und Prozessrobotik. Also, es ist auch eine richtige Prozessautomatisierung, aber geht komplett in den Enterprise-Bereich. Deswegen, also eigentlich für uns hier gerade nicht so ein Thema, deswegen gehe ich da auch gar nicht weiter drauf ein.
Michael
00:49:59
Okay, lass uns nochmal kurz über die Sicherheitsrisiken reden, dass wir da nochmal ganz kurz drüber sprechen. Wir haben jetzt immer so ein paar Sachen mal so angeschnitten, aber das ist, glaube ich, ein wichtiger Teil, weil wir haben jetzt auch schon fast wieder das Stündchen voll. Diese Sicherheitsrisiken in dieser Automatisierung sind super wichtig, dass man sich die eben anguckt und dass man sich denen bewusst wird. Ja, das finde ich, ist nochmal wichtig rauszuarbeiten, ja.
René
00:50:28
Ja, ist auf jeden Fall ein massives Thema. Das darf man einfach nicht unterschätzen. Also Security ist logischerweise sowieso überall ein Thema, aber wenn wir jetzt mal schauen, also du hast ja sowieso in deinem Netzwerk, meinetwegen, gewisse Sicherheitsbereiche, die du schützen musst. So, das machst du auch mit vielen Funktionen, aber man muss halt jetzt sehen, wir schaffen eigentlich neue Angriffsziele und davon nicht zu wenig. Das darf man einfach nicht vergessen. Also plötzlich gibt's ja dann, vorher hat man das so gar nicht gehabt, API-Verbindungen, um wirklich die Systeme miteinander zu koppeln. Du hast die Service-Accounts, die dahinter liegen. Du hast die OAuth-Tokens, also sprich zum Beispiel für Microsoft 365 und so, die da auch logischerweise genutzt werden. Du hast Automations- Server, du hast KI-Schnittstellen, du hast Drittanbieter-Integration. Da gehen wir gleich nochmal genauer drauf ein. Und alles davon, jede Verbindung, und gehen wir mal nicht davon aus, dass wir alles einmal haben. Jede Verbindung ist ein potenzielles Risiko, ganz klar.
Michael
00:51:43
Ja, ich finde halt gerade API sollte man sehr bewusst, API-Schnittstellen sollte man sehr bewusst und vorsichtig wählen, man sollte mit API-Keys sehr sinnvoll umgehen und sollte die nicht im Klartext einfach irgendwo hinspeichern, weil API ist ein Excel-Rein. Es gibt ein Excel, es ist ein Excel, es liegt auf Public und auf dem Public-Laufwerk liegt ein Excel-Fall, das nennt sich Security und dann hast du halt eben unten zwei Seiten. Eine Seite hast du Passwörter und unten legst du eine neue Seite an, die nennst du eben APIs und genau da gehören sie hin. Genau da, richtig. Da musst du halt eben saumäßig aufpassen, das finde ich ist, also bei APIs ist es eine super sensible Sache.
René
00:52:40
Ja, sicher, also das ist der direkte Zugang zu meinem System, das muss man ja sagen. Ja, wenn da jemand reinkommt, dann hast du aber auch wirklich das ist direkt ins Herz, das ist nicht irgendwie, der hat das System mal angekratzt, nee, da ist er drin.
Michael
00:52:57
Das ist keine Kleinigkeit. Und direkt danach sind ja die OAuth-Tokens. Damit umgehst du am Ende Multifaktor-Identifizierung. Du richtest für jeden User, machst du MFA, weil du willst, dass ein MFA geht und dann stellst du fest, dass deine Software, die du anbinden willst, mit MFA nicht funzt, dass du denen was geben musst, dass er an dem Ding vorbeigeht und dann machst du genau einmal Abkürzung über den ganzen Weg drüber und hebelst im Prinzip die MFA-Anmeldung aus. Sicherlich nur für diese Software, aber nur für den Ding, aber auch die das ist der dritte Reiter.
René
00:53:31
Aber was heißt denn nur für die Software? Wenn meine Software auf einmal M365 ist, ist es so.
Michael
00:53:41
Das ist der dritte Reiter, den ich unten anlegen würde in meiner Excel-Tabelle. Das ist
René
00:53:48
also, da hast du recht, was ich auf jeden Fall, das ist auch ein extremes Risiko oder kann ein extremes Risiko sein und das ist das, was ich vorhin meinte mit dem end-at-end, da kommen wir nochmal drauf zu, was es so flexibel macht, es gibt halt so viele Community-Nodes, das heißt die Verbindungen in andere Systeme sind schon vorgefertigt und ich kann sie mir nehmen und kann sie einfach anwenden. Das macht es einfach in der Nutzung, weil ich kann es mir einfach runterladen, einfügen, fertig, dann nutze ich es. Aber das Problem ist halt, und das ist genau das gleiche, wie jetzt die reine Nutzung an sich bei Automation, ohne dass ich Vorkenntnisse habe, keiner prüft den Code, keiner prüft, woher es eigentlich kommt, weil ich habe es gefunden, ich will es nutzen und keiner checkt es auch mal auf Sicherheitsbedenken hin. Also das, es ist ein riesiges Supply-Chain-Risiko.
Michael
00:54:49
Ja, da hast du recht. Und wenn wir jetzt noch an die Anbindung mit KI-Agenten reden, wir hatten es ja eben noch mal kurz gesagt, da waren wir noch gar nicht, dann geht halt die Party richtig los. Weil, wie gesagt, je nachdem, was du der KI erlaubst, Daten verschieben, Tickets schließen, ich habe eben schon gesagt, mal eben Dokumente bearbeiten, wo war denn das? Ich habe das jetzt in irgendeinem Podcast gehört, da hat die KI die Entscheidung getroffen, es wäre ganz gut, ich lösche den Server einfach mal, formatiere den neu und es war kein Backup mehr da oder irgend sowas, also verstehst du was ich meine? Du musst halt einfach wissen, was du solchen Sachen gibst, es ist Fluch und Segen gleichzeitig. Und es gibt halt gewisse Dinge, wo ich vorsichtig sein würde, zum Beispiel einen Benutzer anlegen oder E-Mails automatisiert versenden, mach mal, nein, also das sind halt einfach so Sachen, das muss geprüft werden und das klingt jetzt so banal und so lustig, wie es ist, aber wenn du das nicht sauber definierst, hast du immer die Option, also wenn du es nicht sauber verbietest, hast du immer die Option, dass es gegebenenfalls genutzt wird und du musst halt einfach gucken, dass das vernünftig im Unternehmen gewertschätzt wird, geprüft wird und betrachtet wird. Das darfst du im Unternehmen nicht unterschätzen und das machen halt viele massiv.
René
00:56:09
Ja und am Ende des Tages ist es auch immer eine Verantwortungsfrage. Ja. Das denke ich, darf man dabei auch nicht so ganz vergessen, also wer haftet eigentlich in dem Fall, dass ich meine KI oder meiner KI dann die Möglichkeit gegeben habe, sag ich mal, den Server zu löschen. Falsche Daten gelöscht, Kunden falsch informiert, also bei Mails und so, Berechtigungen vergeben, die da nicht hingehören.
Michael
00:56:37
Ja, wer ist dann schuld? Das kann ich dir sagen, also wenn du dann der KI sagst, was hast du denn da, du musst getan, würde die schon sagen, oh es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht. Und damit endet es, genau. Damit ist vielleicht die Schuldfrage klar, aber die Verantwortung auch, nämlich negiert, ist nicht bei diesem System, sondern die Verantwortung für den ganzen Kram, den wir gerade gesprochen haben, liegt immer im Unternehmen und man kann auf gar keinen Fall in der Automatisierung oder in der KI irgendeine Verantwortung legen, das ist ein kompletter Völlefanz, sondern es geht immer um das Unternehmen, was sich auf das eingelassen hat, das getan hat und das umgesetzt hat.
René
00:57:22
Das wäre ja, also das kann man sich auch eigentlich ganz leicht beantworten, wenn man sich einen Server holt, ich gebe falsche Befehle ein, dann ist ja nicht Microsoft schuld oder wer auch immer, sondern ist schon meine Schuld, also bei einer KI ist das das gleiche, wenn ich sie nicht richtig anlerne und sie macht Fehler aufgrund dessen, dann wird wohl kaum Microsoft, OpenAI oder Google sagen, das war unser Fehler.
Michael
00:57:49
Sorry, dass da Gemini in den Back geschossen hat, ich würde sagen, wir schicken jetzt mal zwei Techniker rum und das ist innerhalb von zwölf Stunden, genau. Danke fürs Lachen, das erklärt glaube ich alles. Und ich glaube, deswegen braucht halt Automatisierung, gescheite Governance Regeln, eine vernünftige Dokumentation, auch eine Freigabe. Vielleicht will nicht alles, was umsetzbar ist, auch wirklich umgesetzt werden von der Geschäftsleitung, dass sie sagt, halt an irgendeiner Stelle machen wir Stopp. Du brauchst ein Monitoring, du musst immer mal wieder kontrollieren, dass deine automatisierten Prozesse vernünftig laufen, du brauchst wahrscheinlich auch einen Audit Trail oder irgendwas, was wegläuft und du musst für dich intern Leute haben, die für die Automatisierung zumindest in der Umsetzung die Verantwortung haben. Nicht die rechtliche, logischerweise, aber in der Umsetzung die Verantwortung haben, dass die wissen, wie funktioniert das Ding, wie habe ich mir das ausgedacht und das ist mein Baby, da habe ich für den Hut auf und da stehe ich für gerade, dass die Funktion in Ordnung ist.
René
00:58:57
Gut, soviel dazu. Michael, wie sollten Unternehmen, also Michael, ich würde es zu Beginn beurteilen, wie Unternehmen, ja, können wir auch gemeinsam machen, also wie sollten Unternehmen eigentlich optimalerweise in so eine, ja, in dieses ganze Thema rein starten? Also ich glaube, das ist halt ein wichtiger Punkt, nicht einfach nur zu fragen, welche Plattformen nutzen wir jetzt, sondern erstmal welche Prozesse haben wir und welche davon eignen sich für eine Automation?
Michael
00:59:32
Ja, damit würde ich anfangen, also zuerst mal gucken, was ich für Prozesse habe und dann mal gucken, was eignet sich überhaupt automatisiert abgearbeitet zu werden. Und wenn ich das habe, dann wäre glaube ich der nächste Schritt, ich fange mal klein an, ich suche mir nicht den Größten, also ich fange jetzt nicht mit einem Personalprozess oder irgend sowas an, sondern ich suche mal was ganz Kleines und werde mit den Systemen mal warm und spiel mal und kriege Vertrauen in das, was ich geschaffen habe und in das, was funktioniert, um dann alles Weitere aufzubauen, oder?
René
01:00:14
Ja, absolut. Also das würde ich auch machen, niemals zu groß starten. Erstens wird man ein bisschen überfordert damit sein und zweitens wird man wahrscheinlich keine guten Ergebnisse erzielen. Also dementsprechend, bitte nicht sofort auf Autonomie setzen, also sprich, wie du gerade gesagt hast, dass der Prozess komplett ohne meinen Zutun läuft, sondern Stückchenweise. Fangt an, dass ihr, keine Ahnung, wenn wir jetzt wirklich von einfachen Dingen sprechen, eine Benachrichtigung ausspucken, ein Ticket routen, also wo dann gesagt wird, okay, das geht jetzt an den Techniker meinetwegen. Oder auch Follow-ups oder Reporting, solche Sachen, die kann man schon mal automatisieren, weil das dann recht einfach ist. Und dann wirklich Stück für Stück, ich kann mir auch theoretisch einen großen Prozess nehmen, wenn er gut ist und würde ihn aber in Häppchen teilen. Also das würde ich auch nicht für das erste Mal vorschlagen, aber um dann immer größer zu werden, dann kann man den Prozess in mehrere Teile teilen, wenn er sich dafür eignet und sagen, okay, ich nehme mir jetzt den ersten Teil, mach den, wenn das schon mal optimiert ist oder automatisiert ist, dann habe ich schon mal was gewonnen und die anderen Teile, die setze ich dann dahinter. Also das muss man wirklich für sich entscheiden, aber fang wirklich nicht an, einen Riesenprozess sofort zu nehmen und zu sagen, okay, und los geht's, bis nächste Woche hast du. Das wird nicht so sein.
Michael
01:01:34
Also da zählen kleine Erfolge. Und kleine Steps, einfach vorsichtig rangehen an die ganze Sache. Vorsichtig raden wäre bei mir der nächste Schritt. Ich würde es nicht gleich auf tausend Mitarbeiter ausrollen, sondern ich würde erst mal damit anfangen, die Rechte auf das ganze System und auf die Rechte und auf die Bearbeitungsrechte von dem ganzen System erst mal auf einen kleinen Nutzerkreis einzuschränken, diese erst mal prüfen, die gucken, dass es funktioniert, bevor es in die Skalierung reingeht. Das wäre so der nächste Schritt, den ich machen würde.
René
01:02:06
Richtig und ich würde generell auch schauen, dass ich, das ist nämlich der Sicherheitsaspekt dahinter. Wir haben schon mal über Zero Trust gesprochen. So würde ich es ähnlich hier auch machen. Das heißt, der eine Prozess kriegt keinen Zugriff auf den anderen, zum Beispiel. Es sei denn, es ist zwingend notwendig. Und die Berechtigung, also du hast gerade gesagt, dem Nutzerkreis auch die Berechtigung an sich, diesen Prozess verändern zu dürfen, wirklich tiefgreifende Eingriffe daran vorzunehmen. Also auch da immer minimalste Rechte vergeben und dann mit einem kleinen Nutzerkreis, wie du gerade gesagt hast, starten. Und dann kann man das natürlich ausrollen. Und daran anknüpfend würde ich auf jeden Fall und das deswegen auch erst mit einem kleinen Nutzerkreis anfangen. Monitoring extrem wichtig, weil ich befürchte, dass viele Unternehmen, wenn das erst mal läuft, so zwei, drei Tage, dann okay, es läuft. Und dann läuft das vor sich hin oder auch nicht. Und irgendwann wird es aber spät auffallen, dass es nicht läuft. Deswegen da immer einen Blick drauf haben.
Michael
01:03:17
Und nicht laufen ist noch das Bessere der Probleme. Falsch laufen ist das größere Problem. Ja, absolut. Nicht laufen wirst du relativ zeitnah erkennen mit einem klaren Ergebnis, dass du kein Output hast. Falsch laufen wird dir aber schleichend ein falsches Ergebnis liefern. Da brauchst du länger, bis du auf die Trichter kommst.
René
01:03:37
Vor allem das Monitoring wird es dir so nicht ausgeben.
Michael
01:03:40
Du musst wirklich gezielt reingucken. Das Monitoring ist extrem wichtig und die Kontrolle an dieser Stelle ist eine super wichtige Sache, die du brauchst einfach. Und auch da ist aber auch wieder, wenn du klein damit anfängst, also wir hatten ja eben gesagt, du hast kleine Steps, du hast einen kleinen Nutzerkreis, dann hast du auch ein kleines Monitoring. Du wächst halt auch mit dem Monitor an den Aufgaben und was dazukommt. Wenn du gleich einen Riesenprozess digitalisierst, also gleich dir so einen Riesenberg vornimmst, dann hast du auch gleich einen Riesenberg an Monitoring und dann kannst du dich auch durchaus erschlagen beziehungsweise es durchaus sehr komplex werden. Und wenn du klein anfängst, hast du auch eine Chance, dass auch dein Controlling und dein Monitoring wächst.
René
01:04:25
Okay, Michael. Wenn wir jetzt mal das ganze Thema so ein bisschen Revue passieren lassen, also gerade auch, wie so die Beschleunigung in den letzten Monaten und ich spreche jetzt gezielt wirklich von Monaten und nicht von Jahren. Wir stehen noch relativ, und das ist bei KI genauso, also viele meinen, wir sind schon extrem fortgeschritten, wir sind noch so ziemlich am Anfang, es wird immer mehr. Und gerade diese Kombination, wie wir vorhin festgestellt haben, KI, Automation mit APIs und Datenanalyse und Agentensystem, es wird Unternehmen extrem verändern.
Michael
01:05:05
Das ist so.
René
01:05:07
Und wie wir eingangs festgestellt haben, die Unternehmen sind zum Teil noch nicht so weit. Dass wir erst noch kommen.
Michael
01:05:16
Ja, aber ich glaube, zum Gefahren kommen wir gleich, aber erst mal, ich glaube, dass jedes Unternehmen, was jetzt noch nicht angefangen hat, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und sich noch nicht mit den Themen wie bei heute oder beim letzten Mal mit KI-Thema oder mit den davor sich da noch so gar nicht mit beschäftigt hat, das heißt Stand heute 0% hat, die müssen verdammt schnell verdammt viel aufholen. Weil, wie du schon gesagt hast, es wird Unternehmen und die Arbeitswelt komplett verändern. Ich glaube, dass wir zwei oder speziell, dass wir beide in der Branche unterwegs sind, die da schon ziemlich vorne mit dabei ist. Wir sind bei mir, wenn ich bei mir so in diese Radar-Bubble reingehe, wir fahren inzwischen interne Audits automatisiert mit KIs über Schnittstellen und über Systeme und solche Dinge. Also zumindest Dokumenten-Audits. Da ist so viel Drive schon drin, was Arbeitsweisen verändert und Arbeitsweisen macht. Und wer heute damit noch gar nicht arbeitet, der hängt immer mehr hinterher. Und wenn wir den Skalierungsfaktor gucken und gucken uns an, wie die Kurve, wie steil die Kurve wird, wenn der nicht langsam anfängt aufzuholen und sich mit dem Thema auseinander zu setzen und die Kurve weiter so stark ansteigt und es weiter so rasant geht, ist der in einem Jahr weg von dem Thema und schafft es gar nicht mehr.
René
01:06:54
Michael, wenn wir von der Kurve sprechen, also diesen abflachenden Punkt, auf den brauchen wir erst mal nicht warten. Nein, ganz im Gegenteil. Dafür kommt da noch zu viel und passiert noch so viel.
Michael
01:07:08
Jetzt ist natürlich die Gefahr, die Gefahr ist natürlich jetzt, dass Unternehmen blind auf irgendwelche Pferde hüpfen. Also die blind sagen, jetzt hat der Michael und der René, jetzt haben die zwei was erzählt, das letzte Mal von KI und jetzt irgendwas von Automatisierung. Hoho, Vollgas drauf auf das Ganze fährt und das ist halt auch ein Problem. Du darfst halt nicht auf solche Themen springen, nur weil es modern ist oder so, sondern du musst halt echt den Mehrwert in deinem Unternehmen erkennen und bei einigen Unternehmen ist es halt ein größerer Change-Prozess im Unternehmen, um auf solche Themen zu kommen und bei anderen ist es vielleicht auch schon eine ganz kleine Sache. Die sind schon ziemlich gut aufgestellt, die haben schon Qualitätsmanagementsysteme, die haben schon Prozesskulturen drin, die haben IT-Dokumentationen, um bei dir mal was reinzuspringen, die haben vielleicht eine komplette Datenschutz-Doku schon, das heißt, die wissen schon ziemlich genau, was sie tun und was sie machen und wissen schon, wo sie theoretisch automatisiert besser werden können und für die ist das wesentlich einfacher. Aber auch die sollten anfangen, aber auch da bitte noch mal nicht blind auf alles drauf, nur weil es ein neuer Hype ist, sondern bewusst rein in die ganze Marie und zwar mit Sinn und Verstand.
René
01:08:26
Und wenn ihr da vielleicht auch kein Know-how habt oder vielleicht auch keine, es gibt ja auch die Möglichkeit, dass man vielleicht auch keine Ressourcen dafür hat, sich damit zu beschäftigen, ist völlig in Ordnung, aber lasst euch beraten dann. Startet nicht einfach drauf los, holt euch jemanden, der euch da unterstützen kann. Sicherlich wird das, ich würde behaupten, es gibt kein Unternehmen, was kein Automationspotenzial hat, was einen nach vorne bringt, das wird es nicht geben, aber macht es nicht einfach blind, wie Michael gesagt hat, sondern lasst euch da wirklich irgendwie beraten, unterstützen, selbst wenn es nur um die Umsetzung geht oder nur um die Ideenfindung, also um das Potenzial zu erkennen, aber ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es kein einziges Unternehmen gibt, was von sich behaupten kann, es gibt nichts, was wir digitalisieren können beziehungsweise automatisieren können,
Michael
01:09:23
was uns nicht voranbringt. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass es kein Unternehmen mehr gibt, wo keine KI im Einsatz ist.
René
01:09:34
In irgendeiner Form wird es automatisch durch die Software kommen.
Michael
01:09:37
Durch die Software kommen oder irgendein Mitarbeiter hat irgendein Private Account angelegt, Hashtag Schatten Schatten KI und die Technik geht weiter, also das geht halt einfach nach vorne und Mitarbeiter saugen an Informationen und wollen das und gehen versuchen mitzukommen und es kann nur sinnvoll sein, wenn Unternehmen das vernünftig regeln und vernünftig als Kultur ins Unternehmen bringen, sonst werden sie überholt.
René
01:10:05
Ja und wenn man dann wirklich nochmal, also auch wenn man dann jetzt damit startet, wichtig ist auch, dass man jetzt nicht anfängt, möglichst viele unterschiedliche Tools einzusetzen, das wird euch nicht voranbringen.
Michael
01:10:19
Doch, du kannst es ja alle mit API verbinden. Man nimmt mal 20, 25 Tools einkaufen, 30 APIs und ab geht's. Nein. Ja, nein.
René
01:10:29
Ja, deswegen, also ihr werdet am ehesten vorankommen, wenn ihr eure Prozesse versteht, die Daten wirklich auch sauber strukturiert, damit sie verwendet werden können. Sicherheit ernst nimmt, also Sicherheit ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt an der Stelle. Ja und Automation halt dann eben kontrolliert einsetzen. Also nicht losschießen und gucken, was kommt, sondern wirklich mit Sinn und Verstand daran geht.
Michael
01:10:55
Sehr gut.
René
01:10:56
Michael.
Michael
01:10:56
Ich glaube, das waren schöne Abschlussworte.
René
01:10:59
Ich wollte gerade sagen, viel mehr habe ich jetzt tatsächlich auch nicht mehr.
Michael
01:11:03
Perfekt. Ja, wir haben die Stunde mal wieder glorreich gerissen. Von daher sage ich mal, das passt. Wenn ihr Fragen habt zu dem Thema, wie zu allen anderen Themen auch, sprecht uns an. Meldet euch gerne. Wir haben eine E-Mail-Adresse. Wir haben aber auch noch ein Telefon, wo kein KI-Agent drangeht, sondern wo ein Mensch noch drangeht und mit euch spricht. Lasst von euch hören. Meldet euch. Und ich würde sagen, René, wir hören uns in zwei Wochen wieder zum nächsten Thema. Genau. Und bis dahin allen eine gute Zeit. Grüße aus Wetzlar. Lasst es euch gut gehen. Bis dahin. Tschüss.
René
01:11:42
Ja, von mir auch. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst mal eine Bewertung da. Teilt unsere Inhalte. Schreibt uns auch gerne, wie Michael schon gesagt hat, wenn da irgendwie Fragen sein sollten. Meldet euch auch gerne mal, einfach um mitzuteilen, welche Automation ihr vielleicht auch schon nutzt, wo ihr selber vielleicht auch noch Potenziale seht, abgesehen von dem, worüber wir heute gesprochen haben oder die vielleicht im ersten Schritt schon erkennbar sind. Teilt euch einfach gerne mal mit, damit wir uns ein bisschen austauschen können. Wäre auf jeden Fall spannend. Und von mir auch vielen Dank in die Runde. Vielen Dank, Michael. Dann hören wir uns in 14 Tagen wieder. Bis dahin. Bis dahin. Tschüss. Ciao.

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