users lounge

Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#68 Alternativen zu Microsoft Exchange

Sinnvoll, überbewertet oder echte Option?

08.05.2026 56 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir beleuchten die Rolle von Exchange und prüfen, wann Alternativen sinnvoll sind. Dabei betrachten wir Abhängigkeiten, Kosten und strategische Überlegungen, vergleichen Optionen und ordnen ein, warum Exchange für viele Unternehmen weiterhin die praktikabelste Lösung bleibt.

Wir sprechen über die Rolle von Exchange als zentrale Groupware und hinterfragen, ob und wann Alternativen sinnvoll sind. Dabei durchleuchten wir wie Abhängigkeiten, Kostenstrukturen und strategischen Überlegungen, die Unternehmen dazu bewegen, sich mit anderen Lösungen auseinanderzusetzen. Wir analysieren verschiedene Alternativen, ihre Stärken und Schwächen sowie die Herausforderungen bei einem möglichen Wechsel. Abschließend ordnen wir ein, warum Exchange trotz aller Diskussionen für viele Unternehmen weiterhin die praktikabelste Lösung bleibt und welche Faktoren bei einer fundierten Entscheidung berücksichtigt werden müssen.

Soundbites
  • Exchange ist mehr als nur E-Mail
  • IMAP ist nur eine Insellösung
  • Preise steigen, Abhängigkeit wächst

Transkript

René
00:00:56
Dann, Michael, heute begrüße ich, herzlich willkommen zur aktuellen Folge der users lounge. Ja, moin, Michael.
Michael
00:01:04
Grüß dich, René.
René
00:01:05
Hi, Servus. Hi. Ja, wir haben uns heute mal wieder... Michael hat es vorhin so ausgedrückt. Wann haben wir eigentlich das letzte Mal M365 Bashing gemacht? So sind wir auch dementsprechend ein bisschen bei dem Thema gelandet. Allerdings nicht im Sinne von Bashing, sondern einfach mal um Möglichkeiten zu zeigen. Und zwar geht es heute wirklich einmal um Exchange. Ja. Welche Alternativen, welche Möglichkeiten es da gibt. Warum das überhaupt ein Thema ist. Wir wollen jetzt gar nicht auf die politische Lage ein, sondern einfach grundsätzlich. Ja, also ich glaube, die Frage oder es gibt eigentlich mehrere Fragen. Zum einen ist es ja, brauche ich wirklich ein Exchange? Das ist die erste Frage, die man sich stellen muss. Also oder geht es einfacher, weil hinten raus, klar, da steckt natürlich noch ein bisschen was hinter. Ja, und irgendwo steckt da ja auch immer der Preis mit drin. Gerade jetzt Preiserhöhungen und so, die ja jetzt wieder anstehen. Auch da kommt diese Frage ja immer wieder. Gibt es ja nicht irgendwie was anderes.
Michael
00:02:17
Genau. Oder halt auch, wie gesagt, ganz kurz in dem Kontext der digitalen Unabhängigkeit. Wir sehen es jetzt gerade wieder zum Zeitpunkt, wo wir Podcast aufzeichnen, ist jetzt gerade so, dass das Thema mit Hannover und den Schulen durch die Medien läuft, dass da eben wieder der Exit aus Microsoft 365 rausgeht. Und Exchange ist halt ein wesentlicher Bestandteil oder einer der Haupt- oder der wichtigen Bestandteile in so einem 365-Paket drin. Und da haben halt inzwischen auch echt viele das Gefühl, wie tief hänge ich denn jetzt oder wie tief bin ich abhängig von Microsoft und will ich diese Abhängigkeit und tut mir diese Abhängigkeit gut? Weg von der politischen Lage. Die Diskussion führen wir heute nicht. Wir führen auch keine Diskussion über Drittländer und sonst irgendeinen Kram, sondern wir gucken uns mal rein die Fakten an und gucken uns an, was technisch so die Sache drin ist. Und ich glaube, da sind trotzdem viele mit dabei, die sagen, jetzt haben wir doch echt viel bei Microsoft und wollen wir das? Und ist das so, wie das im Moment läuft, dass wir was haben wollen?
René
00:03:19
Richtig. Ja, und wie du sagst, das ist ja auch kein rein politisches Thema. Das ist ja auch einfach, will man sich wirklich von einer viermal quasi so abhängig machen, wenn die irgendwann mal aus welchen Gründen auch immer abschließen oder keine Ahnung was, dann steht man ziemlich blank da. Ob Betriebssystem, ob alle Online-Services und so weiter. Das kann ein Problem darstellen. Und ja, wenn du, wenn du halt wirklich da drin bist und mit all deinen Sachen drin bist, also wie gesagt, Betriebssystem, dann hast du dein E-Mail, Kalender, Teams, also den Chat, die Videotelefonie, Dateien, Identitäten. Du hast eigentlich alles dort abgelegt. Also alles, was eigentlich dein Unternehmen betrifft, was IT dann betrifft. Und das ist dann auch miteinander natürlich kombiniert, was es dann aber auch dementsprechend schwierig macht.
Michael
00:04:13
Ja, wobei ich ja schon noch sehe, ich sag mal, du kannst für alles, da mal reinzugehen, du kannst dir für alles irgendwie ein bisschen Alternativen nehmen. Du hast ein Teams. Ja, okay, lass uns, werf mal ein paar Namen raus, lass uns einen Jitsi-Server oder lass uns Zoom nehmen für Videocalls. Du hast einen Planner, lass uns das eher noch bei Slack oder so was machen. Das heißt, du kannst für alles irgendwie die Alternativen bauen und du kannst dir auch so für SharePoints oder kannst dir Wikisysteme holen, für OneDrive, hast du was für den Nextcloud oder irgend so was. Also viele sind ja gerade an dieser digitalen Strategie dran und überlegen, wie sie das reinkriegen in die ganze Sache. Aber der Kern von Exchange, sprich das E-Mail-Thema, dass du wirklich den E-Mail-Versand hast in die Organisation deiner E-Mails, das ist immer noch so, ich nenne es mal so, das ist so das letzte Pünktchen, wo viele Unternehmen an der Stelle noch scheitern und überlegen, was wäre denn eine Alternative und wo will ich denn hin? Und das ist so das Thema, glaube ich, wo wir mal rausgehen können, weil das ist alles in einem haben, ist Stärke und Schwäche halt eben gleichzeitig.
René
00:05:24
Richtig. Also ja, da wollte ich nämlich auch kurz drauf ein. Du hast ja gerade gesagt, es gibt für viele Dinge Alternativen. Ja, muss man auch ein bisschen aufpassen, dass nicht alles Insellösungen werden.
Michael
00:05:38
Ja, das wäre auch Hölle.
René
00:05:39
Heute gehen wir natürlich eher aufs Exchange drauf ein, deswegen auch das Thema. Bevor wir jetzt wirklich über Alternativen sprechen, die es da möglicherweise gibt, müssen wir, glaube ich, einmal noch mal genau klären. Was ist der Exchange eigentlich? Was macht es? Und die meisten, ja, du hast es eigentlich gerade gesagt, es ist für E-Mails da. Das ist der Kern des Ganzen.
Michael
00:05:58
Ich wollte es gerade sagen. Für mich ist Exchange mein Mail-Server, auch wenn da auch, und das sehe ich vielleicht, sehe ich vielleicht da zu global oder zu allgemein. Wenn ich natürlich Mail sage, dann schließt das natürlich bei mir ein. Kalender, Kontakte, meine E-Mail-Delegation, also alles das, was im Kontext einer E-Mail gebraucht wird, ist für mich quasi Exchange als E-Mail-Server. Aber klär uns auf, vielleicht liege ich da auch.
René
00:06:28
Ja, also Exchange ist mittlerweile ja eben nicht mehr nur E-Mail. Es ist ja so ein richtiges Groupware-System. Also das ist ja generell M365 ist ja auch Groupware. Das bedeutet, wenn es eine Groupware ist, integriert es verschiedene Dienste miteinander oder auch Funktionen, die eben nicht nur ein Mail-Server sind. E-Mail ist ganz klar der Kern. Daher kommt Exchange. Das wird es auch im Kern immer weiter bleiben. Aber was es eben dazu macht, ist eben Kalender, Kontakte. Du hast eine Ressourcenplanung mit drin. Du kannst delegieren, du kannst automatisieren. Klar hat sich auch durch den Copilot dann so ein bisschen in diese Richtung entwickelt. Das heißt, du hast ganz, ganz viele Dinge, die da miteinander verzahnt werden. Klar, wenn man es jetzt noch mal global ausbreitet auf M365, dann streut es diese Information auch in die anderen Anwendungen, die da da sind. Aber wenn wir es jetzt einfach nur an sich sehen, dann sind da schon viele Funktionen drin. Und du hast gerade gesagt, ein Planner oder sonst irgendwas. All das kannst du in der Aufgabenverwaltung von Exchange auch machen. Also ja, es gibt halt ganz, ganz viele Dinge da drin, die eben mehr als nur noch E-Mail sind.
Michael
00:07:45
Und das ist, glaube ich, das, das ist, glaube ich, das, was so den Unterschied ausmacht, wenn man sagt, Exchange ist Mail, ist gleich neue E-Mail, E-Mail schreiben, raus damit. Das wird, glaube ich, dem Begriff Exchange im Kontext nicht gerecht. Weil ich sage jetzt einfach mal, da kommt eine E-Mail an oder es kommt eine Terminplanung an und du siehst oben schon, welche Ressource belegt ist, welche Terminplanung frei ist. Also diese Integration der Tätigkeiten, die du hast, weil du eine E-Mail bekommst, eine Termineinladung, dass du die hast, dass du einfach draufgehen kannst, wer hat denn wann Zeit? All diese Sachen. Das ist halt einfach, wie du eben gesagt hast, das ist halt Groupware. Und das gehört halt in den Kontext Mail mit rein. Aber das ist halt was, was ich woanders da eben nicht kriege. An dieser Stelle kommen wir gleich zu. Deswegen, das ist so das, was Exchange wirklich als Exchange ausmacht. Und nebenbei, glaube ich, ist es, sind geteilte Postfächer ein riesen Benefit über den ganzen Ding, die Synchronisation über Themen hinaus. Das ist halt einfach eine wichtige Sache.
René
00:08:51
Ja, und man muss dann ja auch noch hinten raussehen. Du hast gerade gesagt, geteilte Postfächer, das sind ja auch so Dinge. Jetzt könnte man ja auch sagen, warum nutze ich nicht einfach, keine Ahnung, Strato oder wie auch immer, meine Postfächer da, bind die ein, alle können drauf gucken, fertig. Ja, das hat aber immer auch Synchronisationsthemen. Und wie gesagt, diese ganzen Funktionen außenrum sind nicht da. Man muss natürlich immer für sich selber entscheiden, was brauche ich? Was brauche ich nicht? Wichtig ist dann dabei, den Datenschutz einzuhalten und so weiter. Was man dann auch sagen, ja, wobei mittlerweile haben die ganzen Betriebssysteme auch eigene Mail-Anwendungen, womit du dich dann eben in Postfächern anmelden kannst. Aber es ist halt diese Zusammenarbeit, die dahinter dann eben fehlt. Da kann mir, also es kann mich gerne jemand hier berichtigen, keine Ahnung, auf Social Media oder wo auch immer. Es wird mir keiner ein Tool geben können, womit ich mit Strato-Mails oder mit irgendeinem Hoster, Strato ist jetzt Platzhalter, aber wo ich mit reinen Mail-Adressen dort das Gleiche abbilden kann wie in einem Exchange oder in einem richtigen Mail-Server. Das ist nicht möglich.
Michael
00:10:05
Und du sprichst von iMap-Servern, die als Alternative da gegenüberstehen, wo jeder dann immer sagt, wozu brauchst du Exchange, mach doch iMap. Und das ist so die Sache, wo wir mal ganz kurz reingehen, dass eben nach dem Klassiker, nimm doch iMap, ist doch nur E-Mail. Das crasht halt eben in 90 Prozent der Fälle, weil wenn du von einem Exchange rüberkommst und du hast diese Tools oder diese Annehmlichkeiten oder diese Groupware in der Benutzung drinne, das ist nicht einfach nur so nice to have und schön, dass das mal geht. Das tut weh, wenn das nicht mehr da ist. Und so viele Kleinigkeiten, wie das einfach sind, Kalender vernünftig freigeben, mit E-Mails zusammenarbeiten, durchgehende Synchronisation von Postfächern, das startet schon bei Ich hab's am Handy, ich hab's am Tablet, ich hab's am Notebook, ich hab's an meinem stationären PC und parallel habe ich drei geteilte Postfächer obendrauf und ich muss Freigaben auf Postfächer verwalten und sowas. Auch in kleinen Firmen macht das, versucht das mal mit iMap. Das ist eine andere Hausnummer. Es ist zwar alles auch nur E-Mail, aber ich hab das halt eben nicht so in der Funktionalität und im Einsatz, wie ich es über den Exchange laufen lassen kann.
René
00:11:17
Michael, jetzt mal eine Frage. Wir haben das Thema vorher natürlich kurz abgestimmt. Die kommt mir aber jetzt gerade in den Sinn. Ist es datenschutztechnisch überhaupt gedeckt, wenn ich quasi normale Postfächer als freigegebene Postfächer oder geteilte Postfächer nutze? Weil es steht ja keine Person dahinter. Ich habe keine richtige Personenverwaltung oder Benutzerverwaltung, weil ich ja einfach dieses Postfach eins zu eins woanders mit den gleichen Benutzerdaten und sowas einspiele.
Michael
00:11:49
Also grundsätzlich solltest du in deinem Unternehmen und die wenigsten haben es und die noch wenigeren können es kontrollieren, solltest du in deinem Unternehmen wenigstens die organisatorische Maßnahme treffen, dass du die private Nutzung von E-Mails verbietest und ausschließt. Das heißt, in dem Moment hättest du ein Firmenpostfach und das Firmeninteresse würde der persönlichen Sache überwiegen. Das ist aber alles nicht so einfach und das muss kontrollierbar sein. Du findest dann doch was drin, je nachdem. Also die Beratung geht immerhin nur für Systemdienste, Systempostfächer. Und vor allen Dingen bleibt jetzt mal bei mir, dass wir nicht als irgendwelche Pseudonamen durch die Gegend machen. Ich habe meine Michael-E-Mail-Adresse, die kann ich mir nicht von zwei Mitarbeitern noch lesen lassen, dass die irgendwelche Sachen bearbeiten. Wir haben eine Datenschutz-App, da läuft das rein. Das ist ein geteiltes Postfach. Das können meine Mitarbeiter sehen. Aber Datenschutz-Anfragen über die Michael-App werden für mich im Unternehmen tödlich mit organisatorischen Sachen. Wer schickt rein, wer schickt raus, wer organisiert, wer hat Zugriff? Wie sind Urlaube geregelt? Also alles das trennt, geht zu Systempostfächern, um es mal runterzumachen. Alles, was in die Firma systematisch reingeht, sollte ich mal, wo mehr wie einer mit beschäftigt ist, sollte ich über ein Systempostfach abbilden. Das kann ich vernünftig teilen. Und für persönliche E-Mails sage ich jetzt einfach mal oder kleinere Abstimmung kann ich, kann ich gerne private Postfächer nehmen, weil du ja auch, kurzer Schwank rüber, du willst ja auch, wenn du mit mehreren Leuten in so einem Postfach hast, einen Einkauf mit zwei Personen und beide Personen haben es mit persönlichen Postfächern. Wie willst du denn wissen, wer welche Bestellung wie ausgelöst hat? An welcher Lieferant, welchen Mitarbeiter geschrieben hat für irgendwelche Sachen? Das kriegst du ja nur hin, wenn du sich gegenseitig die Postfächer teilen. Aber viel cooler wäre es doch, du hättest ein Einkauf-Ad-E-Mail-Adresse, wo beide darauf zugreifen können, dass sie von einem Stamm arbeiten und aus einem Ding rausgehen. Also es gibt wichtige Ansätze, mit vernünftig geteilten Systempostfächern zu arbeiten. Ist Unternehmensphilosophie. Du merkst bei vielen, die versuchen es, aber das Schlimmste, was du halt machen kannst, und da auch hinzureden, das sind irgendwelche E-Mail-Weiterleitungen. Du hast eine Einkauf-Ad-E-Mail-Adresse, damit es von draußen groß aussieht. Und du machst intern gleich eine Weiterleitung und sagst, alle Einkauf-Ad gehen an den Michael-Ad weiter und an Michael und an den René-Ad weiter. Und dann doppelst du E-Mails und dann machst du noch mehr durcheinander, wie alles wert ist.
René
00:14:14
Das ist auf jeden Fall so. Also auch da, ich werfe es nur wieder rein, Datenminimierung. Bitte nichts doppeln, nicht irgendwie verteilen. Vor allem, wenn dann beide parallel an den gleichen Sachen arbeiten. Am besten noch beide parallel irgendwie eine Mail rausschicken. Und in beiden Mails steht was anderes drin. Das ist schon mal Chaos. Auf der anderen Seite, wenn du jetzt... Deswegen hatte ich gerade so speziell auch nach Datenschutz gefragt. Es ist ja ein Thema, wenn man Daten auf Servern zum Beispiel bearbeitet, löscht. Keine Ahnung, es muss ja nachvollziehbar sein, wer das ist. Das wäre es ja in der Form dann nicht. Wenn ich mir jetzt einfach ein iMap-Postfach auf allen Geräten einrichte und irgendeiner löscht jetzt Mails, du kannst nicht nachvollziehen, wer es war.
Michael
00:14:59
Ja, das passt halt auch nicht. Also das macht dich nicht glücklich. Das iMap bringt dich in eine Sache rein, die du im Unternehmen nicht haben willst. Abgesehen davon, dass du im Unternehmen ab einer gewissen Größe du sowieso nicht mehr mit iMap und Mapping vernünftig klarkommst.
René
00:15:15
Gut, sag mir, ob das datenschutztechnisch gedeckt ist oder nicht. Was? iMap? Ja, wenn du jetzt ein freigebendes Postfach als iMap nutzt. Wie gesagt, wenn du nicht nachvollziehen kannst, wer Änderungen durchgeführt hat oder gelöscht hat oder sonst was. Ist datenschutztechnisch möglich zu nutzen?
Michael
00:15:30
Änderungen sind im Datenschutz erst mal sekundär. Alles andere kommt darauf an.
René
00:15:34
Ja gut, wenn jetzt einer wichtige Mails löscht, lässt sich ja nicht nachvollziehen.
Michael
00:15:40
Wichtige Mails ist egal, weil die sind ja in deinem Rechtssicherungsarchiv drin. Können jederzeit wieder aufgerufen werden. Und die Nachvollziehbarkeit brauchst du schon an dieser Sache. Aber auch, wir sind Datenschutz. Wir sind nur dann, wenn personenbezogene Daten drin sind. Also löscht einer irgendeine Bestellung weg oder was? Ist mir das vom Datenschutz relativ? Informationssicherheit? Ja, Informationssicherheit brauchst du es auf jeden Fall. Bist in der CIA drin und dann musst du auf jeden Fall die Nachvollziehbarkeit haben von dem ganzen Grabe. Musst wissen, was wer wo gemacht hat. Okay, gut.
René
00:16:11
Also datenschutztechnisch wäre es machbar. Informationssicherheit? Nein. Da muss man dann vielleicht auch alleine so eine rechtliche Entscheidung treffen.
Michael
00:16:21
Ja, genau.
René
00:16:22
Gut, jetzt waren wir aber schon zu tief drin an der Stelle. Aber ich finde, also da war es jetzt für mich interessant, das mal einfach so in den Raum geworfen zu haben. Ja, wenn wir jetzt mal, du hast ja gerade gesagt, wenn man einfach reinschaut, was da alles drin ist. Also Nachteile von IMAP will ich noch mal kurz zusammenfassen. Wir haben keine freien Kalender. Also du kannst nicht unabhängig von Postfächern Kalender nutzen. Kalenderfunktionalität ist sowieso bei vielen eingeschränkt. Das gibt es manchmal, aber sehr, sehr selten. Ich sag mal, Google macht sowas ja, da ist auch der Kalender dahinter und so weiter. Wenn du jetzt so einen freien Hoster hast, der keine Services dahinter hat, ja, dann hast du das nicht. So, was du auch nicht kannst, ist delegieren, weil IMAP zum Beispiel nicht als Groupware, also nicht als Team-Tool funktioniert. Dementsprechend kannst du keine Sachen hin und her schieben, außer, wie du gesagt hast, E-Mail-Weiterleitung oder Ähnliches. Und du hast halt wirklich keine zentrale Struktur, weil jedes Postfach für sich steht. Das heißt, da kannst du halt nicht irgendwie das eine mit dem anderen verbinden und sagen, okay, wenn das jetzt passiert, dann markieren wir das oder keine Ahnung was. Es geht schlichtweg nicht.
Michael
00:17:39
Ja, bringt uns zu dem Punkt, wenn wir jetzt erzählen, wie toll Exchange ist. Und wie wir doch sagen...
René
00:17:49
Ich wollte nicht sagen, dass Exchange jetzt so toll ist.
Michael
00:17:50
Mir geht es einfach nur darum, erst mal festzulegen, warum ein Mail-Server oder Groupware wichtig ist. Wie toll im Funktionsumfang ein Exchange ist und im Gegenzug IMAP doch eher so semi ist, bleibt die Frage, warum diskutieren wir jetzt über dieses Thema und warum suchen sich immer mehr Unternehmen und Alternativen aus dem Microsoft Exchange raus? Und ich glaube, nenn du einen Abhängigkeitsgrund, ich nenne einen und dann gucken wir mal, wie weit wir kommen, weil das ist ja im Moment echt das Thema überhaupt. Oder wir merken zumindestens, dass für viele das eben ein Thema ist.
René
00:18:32
Politik. Also das ist, glaube ich, das vorherrschende Thema bei den meisten, dass es jetzt gerade so wieder hochschwappt. Die unsichere politische Lage, wo man dann eher gerne unabhängig wäre. Das, glaube ich, ist schon ein vorherrschendes Thema. Gibt aber auch noch mehr als das.
Michael
00:18:48
Ja, ich werfe mal die Kosten rein. Wenn du dich in der Microsoft-Bubble befindest und du kriegst Microsoft Exchange, das aktuelles kleinste Paket, Plan 1 oder irgendwas, kriegst du irgendwie für ein Fünfer oder für ein Sechser im Monat oder irgendwas. Da musst du aber regelmäßig gucken, für was du es kriegst. Weil Microsoft durchaus eine Preisstrategie hat, die sagt, gib ihr, hey, ich hab dich, krieg ich dich, hab ich dich? Und dann ganz langsam und sanft regelmäßig die Preise anzieht, sodass du quasi in dieser Sache gefangen bist, in diesem goldenen Käfig. Und du schön brav immer dich kurz über die Preiserhöhung ärgern darfst. Du gehst das aber am Ende dann mit. Und für viele ist halt jetzt irgendwann der Punkt gekommen, wo sie sagen, will ich das, brauche ich das? Mache ich diese Preisspirale an dieser Stelle mit und bringe mich dann in den nächsten Punkt rein halt eben durch die Abhängigkeit, die ich habe von so einem Anbieter. Was du im Prinzip... Ich glaube auch, dass jeder, der irgendwie in Clouds unterwegs ist und Software as a Service bezieht, wird merken, dass die alle irgendwo ihre Preise anziehen und dass du dich überall an solchen Stellen ein bisschen fesselst und ein bisschen einengst. Aber Microsoft ist halt einfach da nochmal speziell, weil ich will es mal so ausdrücken, Microsoft jetzt auch nicht bei jedem als das sympathischste Unternehmen empfunden wird. Wenn du irgendwie so eine coole Software, Software as a Service von einem coolen Unternehmen hast, du hast richtig Spaß am Arbeiten, dann wird es richtig cool. Dann sagst du, kommt regelmäßig ein Feature Update. Dann sagst du schon mal eher, ja komm her, ihr habt es verdient. Jetzt kriegt ihr mal einen Euro mehr im Monat. Ich habe auch einen Mehrwert dabei. Der wird bei Microsoft so nicht immer sehr gesehen. Und Microsoft an sich wird, da habe ich es zumindest in meiner Bubble drinnen, nicht unbedingt als sympathisches Unternehmen gefeiert, wo man sagt, ja, jetzt lass sie doch mal einen Euro mehr kriegen. Sie haben es schon verdient und die Leistungen sind besser geworden. Also da ist Geld ganz klar eine Nummer und die Abhängigkeit.
René
00:20:51
Microsoft hat da image-technisch sicherlich anders zu kämpfen wie, ich sage mal Slack oder keine Ahnung, diese coolen, neuen, modernen Unternehmen. Das ist auch alles okay. Man muss aber sagen und da will ich einfach fair bleiben. Microsoft hat extrem viele Funktionen und entwickelt sich auch weiter. Also wenn andere Unternehmen um die Ecke kamen, ich meine, okay, das kann jetzt eine blöde Strategie sein. Wenn die dann um die Ecke kamen und hatten irgendwie eine Software, die das und das dargestellt hat, Microsoft hat das nachgebaut beziehungsweise hat sich daran orientiert und das auch eben umgesetzt. Also von daher, ich will auch fair bleiben. Ja, die machen auch eine Menge. Aber die Preissteigerungen kommen nicht durch die Features. Die Preissteigerungen sind einfach da. So und das ist auch nicht, es ist jetzt gerade Öl oder so irgendwas, was jetzt gerade Auslöser ist oder Energie zwingend. Klar, kommt jetzt vielleicht gerade aktuell. Aber es ist ja generell, wenn man so guckt, die sogenannten Preisharmonisierung, die da jedes Jahr mindestens einmal anstehen. Jetzt die Preiserhöhung auch quasi im Juni, Juli außerordentlich. Ursprünglich war es immer April, Oktober. Jetzt ist es sogar mitten im Jahr. Ja, also schwierig. Deswegen ist der Preis sicherlich ein ganz großer Faktor auch für die, die sagen Okay, Politik, ob es jetzt in Amiland liegt oder wo auch immer, ist mir ehrlich gesagt egal. Okay, aber spätestens den Preis können alle greifen. Was aber nicht heißt, dass alle sagen Ja, okay, das ist mir nicht wert. Bevor wir uns falsch verstehen.
Michael
00:22:33
Nee, genau. Ja, es fühlt es fühlt sich halt auch. Also wenn man so durch die Preispolitik guckt, durch dieses Feature durchguckt. Es fühlen sich halt auch einfach einfach viele erschlagen von diesem ganzen Thema. Ja, und und was man aber auch, was man aber auch fairerweise dazusagen muss Du kriegst das ja schon in dem echt in dem kleinsten Plan ist das ja schon mit drin. Und viele, viele Unternehmen ganz kurz einen Schwank rüber. Viele Unternehmen haben halt auch noch Teams im Einsatz. Und das hängt ja dann an der Stelle auch schon ein Stück weit mit einer ganzen Nummer dran. Korrigiere mich bitte, wenn da sich mit der Preispolitik was geändert hat, sodass viele sagen Ich brauche eine Kommunikationstour wie Teams sowieso an dieser Stelle. Dann kann ich auch gleichzeitig meinen E-Mail damit noch abcovern und habe quasi zwei Produkte zu einem zu einem Kurs.
René
00:23:20
Ja, jein. Wer jetzt mittlerweile Teams oder also wer vorher keine Lizenzen hatte und jetzt einsteigt, da ist Teams nicht mehr an eine Business Lizenz gekoppelt. Okay, das liegt aber daran, dass irgendwann mal angefragt wurde. Seitens EU war es glaube ich, dass das ja nicht sein kann, dass man das miteinander koppelt, sondern dass Teams ein eigenständiges Produkt sein muss. Daraufhin hat Microsoft gesagt Ist cool, machen wir für euch. Wir nehmen das raus. Das Produkt wird drei Euro günstiger. Wenn du aber jetzt Teams kaufst, kostet fünf. So, wenn du vorher aber Lizenzen hattest, also vor diesem Das war jetzt vor zwei oder drei Jahren. Wenn du davor noch schon eine Lizenz hattest, wo Teams noch daran gekoppelt war, dann bekommst du es auch weiterhin. Okay, also das muss man schon sagen. Aber ja, manchmal schießen wir uns auch einfach ins eigene Knie. So dumm muss man erst mal sein. Hätte man auch darauf kommen können, dass es nicht preisneutral oder kostenneutral sein wird, wenn man das Produkt dann als separates nimmt. Ja, aber egal. Also Kosten sind also ein Punkt. Den nächsten Punkt, der sich da aus meiner Sicht absolut mit anschließt und das hattest du ja gerade gesagt, dass diese Vendor Login, also wo du dich wirklich an einen Anbieter verkaufst, so ungefähr. Ja, hatten wir aber Eingang schon sehr ausführlich drüber gesprochen. Aber es ist sicherlich auch ein großer Punkt. Hast du noch einen Punkt?
Michael
00:24:51
Ne, ich glaube, wir sind ziemlich durch. Wir haben das Datenthema kurz angeschnitten. Wir haben das Komplexitätsthema ganz kurz mit angeschnitten. Ich würde sagen, wir werden mit diesen Punkten durch, die an dieser Stelle wirklich die Idee vorantreiben, mal zu gucken, was es für Alternativen gibt, was uns nahtlos darüber bringt, wo wir sagen, hast du Alternativen, gibt es Alternativen? Haben wir irgendwas, was wir alternativ empfehlen können? Weil auch das jetzt schon, Teaser vorweg, Alternativen haben wir nicht im Einsatz aus oben genannten Gründen. Und lass uns mal kurz über ein paar Alternativen reden. Lassen wir mal so ein paar Sachen aufmachen. Du hast eben schon über Strado gesprochen. Aber lass uns mal.
René
00:25:34
Das sehe ich jetzt mal nicht als Alternative. Wirklich mal, wo wir wirklich einmal drüber sprechen, aus welchem Blickwinkel kann man erst mal da rangehen? Michael, du bist ein totaler Apple-Fan. Ich selber nutze mittlerweile auch macOS. Aber man könnte sich jetzt die Frage stellen, hat Apple da nicht irgendwas?
Michael
00:25:52
Naja. Ja, nein, vielleicht. Apple hat den Business-Manager neu aufgerollt. Die hatten vorher verschiedene Sektionen, haben den Business-Manager neu sortiert. Und es soll wohl im Apple-Business-Manager jetzt eine bessere Option geben, E-Mails zu verwalten, zu administrieren und zu organisieren. Ganz ehrlich, so tief habe ich mich mit dem Ding noch nicht auseinandergesetzt. Das ist, glaube ich, jetzt vor einer Woche oder anderthalb Wochen released worden. Aber alles, was ich da sehe, ist, es bietet keine wirkliche Alternative zum Exchange. Es ist kein Apple-Exchange. Also es kommt jetzt nicht. Also auch da wieder jeder, der tiefer und weiter tief drin ist und kann mich korrigieren, möge sich bitte melden. Aber was ich jetzt bei Apple sehe, es ist kein Apple-Exchange, also kein 100%-Bondon zum Microsoft-Exchange.
René
00:26:45
Also ich hatte ja gerade schon gesagt, man muss natürlich erst mal abwägen, was brauche ich tatsächlich? Also es kann auch eine Alternative für das eine oder andere Unternehmen sein. Aber das ist halt stark davon abhängig, was ich wirklich selber brauche oder möchte. Was ist halt Stand heute? Nicht ist es halt wirklich so ein richtiges, absolutes Team-Tool, also eine Groupware, so wie wir es oben oder vorhin genannt haben, wo wirklich alle Dinge miteinander verzahnt sind. Apple kann vieles, was die iCloud angeht. Da kann man auch vieles miteinander verbinden und teilen und so weiter. Das geht schon. Das ist auch sehr angenehm. Das muss ich auch sagen. Aber es sind natürlich nicht alle Funktionen dabei.
Michael
00:27:28
Genau. Und dann noch mal ganz kurz ein Deep Dive. Thema Apple, Thema iCloud. Apple bietet jetzt seit x Jahren dieses Privately Relay an, dass du Daten in der iCloud verschlüsseln kannst. Das betrifft nicht E-Mail, Kalender und Kontakte, weil du ja iCloud auf verschiedenen Endgeräten ausspielen kannst und auch auf verschiedenen Endgeräten synchronisieren kannst und auch gerne per App von anderen Geräten raus synchronisieren kannst. Das heißt, die Dinger können nicht Ende zu Ende verschlüsselt sein, sondern die sind einfach nicht Ende zu Ende. Da gibt es ein Support Paper von von Apple auf der Apple Webseite. Da kann man ganz klar sehen, was verschlüsselt ist, wenn Private Relay an ist und was nicht verschlüsselt ist. Jeder, der einen Deep Dive machen will, gucke sich bitte das an. Aber Mail, Kalender, Kontakte zählen nicht zu einer Ende-Ende Verschlüsselung, wenn Private Relay an ist. Das vielleicht noch mal ganz kurz hin. Ansonsten macht Apple schon ziemlich viel gut, ziemlich viel richtig. Du hast ein E-Mail-Client drin, hast Kalender, hast Kontakte, das passt. Aber eben nicht unter der Prämisse und unter dem Ansatz, den wir eben oben mit Exchange erklärt haben, sondern ähnelt ähnlich, würde ich jetzt einfach mal behaupten. Ich gehe jetzt einfach mal salopp in die Sache, ähnelt sehr stark doch ein IMAP.
René
00:28:52
Ja, ja, mit erweiterten Funktionen, aber ja, das ist so. Wenn wir jetzt mal wirklich davon sprechen, dass wir jetzt eine echte Alternative haben könnten. Ja, die gibt es tatsächlich oder muss man auch für sich entscheiden. Aber es wäre eine Alternative, die tatsächlich sehr nah dran ist. Okay, das ist Google, hatte ich ja gerade schon mal genannt. Google hat mit seinem Google Workspace, die sind wirklich nah dran. Das heißt, Vorteile dabei ist halt, die sind wir also auch wirklich Collaboration Tools, also alles das, was du in der Groupware bei Microsoft hast, bist du schon sehr nah bei Google auch dran. Was Google anders macht, ist, dass die sehr viel Cloud First machen beziehungsweise generell nur als Cloud Anwendung anbieten. Das heißt, sowas wie bei Microsoft, wo du dir ein Outlook installierst oder keine Ahnung was, darauf setzt Google nicht. Google sagt, macht alles bei uns im Browser oder sehr, sehr viel bei uns im Browser und setzt das dadurch um. Das ist alles gut. Kann man, wenn man, wenn das die eigene Philosophie ist, ist das möglich. Vorteil dabei ist natürlich, dass ich gar nicht vom Betriebssystem abhängig bin. Ich kann es mit jedem Betriebssystem nutzen. Nachteile dabei ist auf jeden Fall, das ist halt anders. Daran muss man sich ganz klar gewöhnen.
Michael
00:30:13
Also bin ich ganz raus aus dem Google Thema. Also irgendwie greift nicht das. Also ich habe hier und da mal ein paar Kontaktpunkte, dass ich, dass ich Anfragen habe und mir das mal ganz kurz angucke, dass es geht, aber dass ich da ein Deep Dive drin habe, dass ich mit dem Ding gearbeitet hätte, intensiv und kann es bewerten. Ich behaupte, die Welt geht irgendwie an mir vorbei. Die Google Welt.
René
00:30:36
Ja, deswegen, also das ist auch, wie gesagt, es sieht halt wirklich anders aus. Da muss man sich sehr umgewöhnen und nehmen wir mal an, ich würde jetzt Google Workspace nutzen und möchte meine Mails auf dem Rechner jetzt ganz normal darstellen. Ja, dann nutze ich hinten raus wieder entweder Mail bei Apple oder Mail bei Microsoft oder ich hole mir wieder ein Outlook, was dann eben die Mails von da aufruft. Kann man machen, muss man nicht so. Deswegen also, wenn man sehr viel im Browser arbeitet oder die nativen Apps nutzen möchte, klar, dann ist das alles möglich. Was da sicherlich ein Thema ist, Google Datenschutz ist immer das gleiche. Also bei Google diskutiert man automatisch immer mit über den Datenschutz und es ist nicht so granular steuerbar oder konfigurierbar, wie es eben auch bei Microsoft ist. Wenn man sich mal die Admin Center im Microsoft 365 anguckt und wie viele Punkte und in wie viele Bereiche das reingeht, muss man sagen, da sind sie schon echt stark drin. Das hat Google an der Stelle so nicht.
Michael
00:31:40
Ja, und wenn wir, wir waren eben in der Preisdiskussion und ich habe mal kurz die Webseite von Google Workspace aufgemacht. Die starten dann einfach bei 6,80 Euro. Also du bist auf einem einem mindestens vergleichbaren Preis Niveau zu Microsoft.
René
00:31:56
Richtig.
Michael
00:31:56
Also so, dass du, dass du am Ende finanziell nichts sparst. Es eher eine Philosophie Frage ist, nutze ich A oder nutze ich B?
René
00:32:05
Genau. Und dann musst du. Ich finde, das ist dann auch ein Punkt, wenn du zum Beispiel in den Google Workspace reingehst und wir würden jetzt mal über das Exchange hinaus gucken, weil wir entscheiden uns da an der Stelle ja nicht nur für einen kleinen Bereich oder gegen einen kleinen Bereich von einem Anbieter, sondern dann schon über einen großen Bereich. Dadurch, dass man dann Google nutzt, hat man natürlich auch keine Docx Formate oder was weiß ich was, sondern eben die Google eigenen Datei Formate, sage ich mal. Wenn man jetzt sehr viele Kontakte nutzt, mit denen man auch vielleicht zusammen an Daten arbeitet in irgendeiner Form, dann kann das ein Nachteil sein, weil der andere vielleicht trotzdem bei Microsoft ist. Also auch das. Ich weiß, wir sprechen heute hauptsächlich über Exchange. Ich finde aber an der Stelle gehört zumindest mal einmal gesagt, dass man da nicht nur auf einen Punkt gucken muss, sondern dann auch über das, was man da austauschen mag. Weil wir sprechen ja nicht über den Mail Server, sondern über die Groupware. Genau. Und da gehört das klar dazu. Ja, nächste Alternative ist aber wirklich ein ganz klassischer Ansatz. Open Exchange ist kein unbekannter, ist sehr flexibel und modular aufbaubar, ist aber nicht so weit verbreitet zum einen. Und es ist halt keine schicke Software, also sie sieht wirklich ein bisschen altbacken aus. Das muss man fairerweise sagen. Funktioniert, ist aber auch keine Groupware, also beschränkt sich sehr auf die E-Mail Funktion. Aber trotzdem auch was freigegebene Postfächer und so was angeht, das klappt schon. Das muss man sagen, das geht. Dann hätten wir noch IceWarp. Das ist vielleicht eine interessante Geschichte für KMU. Vorteil, den du da hast, ist, das ist all in one, ist relativ schlank gehalten. Es ist aber nicht so breit aufgestellt wie Microsoft oder wie Google. Und die Integrationen sind nicht so gegeben. Aber auch das hatten wir. Jetzt habe ich es mehrfach gesagt, man muss halt immer darauf gucken, was man braucht, was man möchte. Wenn das wirklich sich nur auf die Mailgeschichten konzentriert, dann wäre das definitiv auch eine Option. Und was auf jeden Fall, was ich also dann sind wir eigentlich mit den echten namentlichen Alternativen durch.
Michael
00:34:40
Ich hätte, ich würde noch zwei in den Raum werfen. Bitte, wenn ich gerade Namen in den Raum reinwerfen. Ich habe Kunden, die tatsächlich Tobit, Team David ist das, da noch laufen lassen. Ja, ich wollte gerade, ich wollte es nur sagen. Dann ist das kommt gleich nach Lotus 1, 2, 3 oder nach dem Lotus Notes Dominos, wenn ihr wollt, kann ich noch zwei Sätze gleich mal dazu verlieren. Ja, das ist das noch was, was wohl auch zumindest theoretisch funktionieren sollte oder was im Einsatz ist und was. Aber ich glaube, das haben wir noch nicht tiefer beleuchtet. Aber das könnte auch was sein. Das ist Communio. Das könnte vielleicht auch noch was Richtiges werden. Das müsste man sich auch im Einsatz angucken, weil das auch eine Gruppe ist. Das fände ich von all den, was wir aktuell genannt haben, am interessantesten, glaube ich. Aber gerne deine Meinung noch zu den beiden Ideen, die ich habe.
René
00:35:33
Ja gut, Communio kann man auf jeden Fall. Kann man sich anschauen, ist empfinde ich aber ähnlich einordnen. Stand jetzt wie wie so ein Eiswurm. Aber da kann man auf jeden Fall sicherlich drauf gucken. Also zu Tobit David. Ja, ja, ich vor 20 Jahren bin ich in der IT gestartet. Da war Tobit David tatsächlich ein Name. Aber nicht wegen seinem tollen Mail-Server, sondern weil Fax halt mit drin war. Dafür haben es alle genommen, weil damals brauchtest du sonst ein Exchange und Ferrari zum Beispiel Ferrari Fax. Und das war in Kombination sehr teuer. Und dementsprechend sind viele auf Tobit gegangen. Dann irgendwann hat sich Tobit dazu entschieden, zu sagen Okay, wir sind echt ein cooles Unternehmen und hat dann Chayns veröffentlicht. Chayns war eine andere Software, die war dafür da, die eigenen Website mit Social Media auftreten zu verbinden und dann die Inhalte halt quasi darzustellen. So ab da waren die gefühlt das total junge, moderne, hippe Unternehmen. Und der Maze Server hat sich nie wirklich weiterentwickelt. Das ist Stand jetzt immer noch mein Stand auch. Also die Software funktioniert. Also bevor wir uns jetzt falsch verstehen, aber Entwicklung. Den habe ich nie großartig gesehen. Das war zu Anfang noch so, aber das endete irgendwann. Ja, sei es drum. So zurück zu den Lösungen. Also eine Sache, wenn wir jetzt gerade Namen genannt haben, eine Sache würde ich auf jeden Fall nicht empfehlen. Und zwar sind das Bastellösungen.
Michael
00:37:09
Ja, danke. Das ist, denke ich, klar, das ist aber in jedem Bereich ähnlich. Auf gar keinen Fall. Ich habe irgendwo noch ein Pie rumfliegen. Lass mal irgendeinen Mail Server mit irgendwas bauen und lass mal irgendeine Kalenderlösung oder irgendein Kontaktsystem oder was auf irgendwas laufen. Immer wieder wir reden hier von von von geschäftlicher Kommunikation. Wir reden von Betriebssicherheit im Unternehmen. Das ist Werkzeug. Das ist tägliches Doing. Wir reden hier nicht vom Privatanwender, der sagt, ey Mann, ich brauche meine E-Mail nicht, geht mir doch egal. Sondern wir reden hier wirklich um essentielle Dinge, die ein Unternehmen braucht, um zu funktionieren. Und wo ich, das muss, das muss rennen. Das hat Mail oder Groupware hier, das hat den Anspruch einer Nullfehler Toleranz. Das Ding muss rennen. Und da muss ich das nehmen, wo ich sage, da mache ich mein Business mit und das läuft. Da kann ich nicht anfangen zu basteln. Auf gar keinen Fall. Richtig.
René
00:38:09
Wenn wir jetzt mal einfach zu dem Punkt gehen, was ist denn, wenn wir wechseln wollen, würden? Was passiert da eigentlich? Also was ist zu tun und was ist halt zu berücksichtigen? Glaube ich, an der Stelle ist es halt schon wichtig für so eine Entscheidung auch, das ist auch was, was das Kunden meistens dann auch sehr, sehr schwer macht, von Microsoft wegzugehen, weil es eben nicht trivial ist, wie bei einem Mail-Postfach, wo ich den Inhalt nehme, rüberschiebe, fertig. Nee, da gehört halt mehr dazu.
Michael
00:38:35
Genau. Und du gibst halt, wenn wir im Unternehmenskontext sind, du gibst halt nicht einfach in deinem Outlook oder in deiner Mail-Software andere Zugangsdaten zu dem neuen Postfach ein und die Sache ist erledigt. So einfach ist es halt nicht, weil im Hintergrund ganz, ganz viel gemacht werden muss und organisiert werden muss. Und weil halt einfach Dinge anders da gehen, sehr wahrscheinlich anders da gehen, wie sie vorher in der Gruppe von Microsoft gegangen sind. Und dann hast du halt so Themen. Wo liegt denn auf einmal jetzt mein Kalender? Warum kann ich auf das freigegebene Postfach nicht zugreifen? Wie mache ich meinen Abwesenheitsagenten rein? Warum habe ich jetzt irgendeine andere Software hier drin? Also ich kann mich dran erinnern, aber mal kurz das Nähkästchen auf. Wir haben Outlook abgesägt bei unserem Unternehmen vor einem halben Jahr und sind auf einen anderen Mail-Client gegangen. Auch über Exchange anbindbar, alles cool. Wir sind auf einen anderen Mail-Client gegangen. Wie komplex das am Ende dann doch war, bis wir alle wieder im Boot hatten, weil Outlook eben aussieht, wie Outlook aussieht und Outlook benutzt wird, wie Outlook eben benutzt wird. Und wenn man Mitarbeiter hat, die in der vorigen Unternehmen und der vorigen Unternehmen mit 25 Jahren mit Outlook gearbeitet haben. Da hat sich das Design geändert. Ein neuer Outlook ist vor zwei, drei Jahren gekommen. Aber wenn ich da ein anderes System, eine andere Software, ein anderes Frontend, einen anderen Mail-Client einsetze, das kann zu Diskussionen führen, vorsichtig ausgedrückt. Und da muss man die Mitarbeiter abholen. Und stellt euch das nicht so trivial vor.
René
00:40:10
Und man muss sich auch die Zeit geben, um sich daran zu gewöhnen.
Michael
00:40:13
Genau, das geht, das funktioniert bei uns. Alles cool. Irgendwie drei Monate, wo so ein bisschen Überlegung war, wie machen wir das? Farbeinstellung, Look and Feeling, ganzen Kram. Auch das ist viel Thema. Es funktioniert alles, aber es ist nicht mal eben Ersetze alt gegen neu und es läuft sofort weiter.
René
00:40:33
Ja, und genau das ist es halt. Also die Migration ist aufwendig. Im schlechtesten Fall gehen aus irgendeinem Grund auch Daten verloren, weil die Schnittstellen dann vielleicht auch nicht genau so sind, dass sie die Daten alle importieren können. Prozesse ändern sich, wie du gerade gesagt hast. Das sind halt alles so Punkte. Ja, und meistens ist es die Gewohnheit. Das muss man wirklich sagen. Also wir haben auch Umstellungen bei Kunden gehabt, die bisher ein Tobi David genutzt haben, jetzt zu Microsoft gegangen sind.
Michael
00:41:03
Da habe ich dich schön getriggert mit, ja.
René
00:41:05
Nee, nee, ist aber tatsächlich noch gar nicht so lange her. Aber die sind zu Microsoft gewechselt und haben es da auch gehabt. Also das ist jetzt nicht irgendwie wir gehen von Microsoft weg und woanders ist es schlimmer, sondern du kommst auch von einer anderen Software und nutzt plötzlich Microsoft und ist für dich neu. Das ist genau das Gleiche. Deswegen also dieses, was ist zu beachten beim Wechsel? Das ist jetzt nicht auf eine Software runtergebrochen, sondern es ist eigentlich egal, in welche Richtung man geht, von wo man kommt. Diese Umgewöhnung ist immer ein Thema. Ja, und Migration sicherlich auch. Ja, wenn wir dann gerade darüber gesprochen haben, was ist zu beachten? Ich glaube, es gibt auch oder vorhin haben wir auch über die verschiedenen Möglichkeiten gesprochen oder Alternativen. Entscheidungslogik. Ich hatte ja schon gesagt, man muss halt ganz oft darauf achten, was braucht man eigentlich, wenn wir jetzt mal so von drei. Ich würde sagen, jetzt wirklich die drei wichtigsten Fragen, die man sich so stellen sollte, ist halt wirklich, wie wichtig ist mir Integration? Also das wirklich in alle Richtungen spielt. Wie viel Knowhow im IT-Bereich habe ich im Unternehmen oder brauche ich dafür? Also wie komplex ist das Ganze auch, damit ich es betreuen kann oder betreuen lassen muss?
Michael
00:42:28
Das ist eine ganz wichtige Nummer, weil auch kurz zurück das Ding braucht ja auch ein Mail-Server, eine Mail-Administration. Nenn es pauschal, wie du willst. Das braucht Wartung und Pflege. Neue E-Mail rein, alte E-Mail mal raus. Es muss was archiviert werden. Es müssen System-Postfächer angelegt werden. Es müssen Zugriffsrechte verteilt werden. Es muss mal eine Abwesenheit sein. Also du bist ja permanent in dem Ding drin. Das ist ja nicht kaufen, vergesst, sondern du bist ja, du lebst ja in dem Ding und du musst Einstellung vornehmen. Und wenn du jetzt auf ein System gehst, was für dich neu ist, auch das ist wieder vollkommen normal und vollkommen losgelöst von allen Systemen. Aber es ist halt einfach so, packe ich was Neues an, muss ich mir ein neues Knowhow ins Unternehmen holen, muss mir Wissen in die Rübe kloppen und muss das Ding beherrschbar haben. Und wenn ich das Ding nicht beherrschbar habe, ist das Risiko, dass was in die Hose geht, eben wesentlich höher. Und das muss mir klar sein. Also auf gar keinen Fall blind. Ich probiere mal irgendwas und dann gleich in eine Produktivkiste reingehen, sondern das Ding muss sicher funktionieren. Und da hat man halt leider Gott sei Dank. Das Thema, das wenn ich bei Microsoft Exchange, das ist halt am weitesten verbreitet. Und da kriege ich halt am ehesten auch mal Support aus dem Netz. Und alle anderen werden auch Supports haben. Die haben auch Supportfirmen drauf. Aber du bist halt einfach bei Microsoft an der größten Nummer dran und hast das größte, den größten Fundus an Wissen. Und die meisten kennen sich damit schon, wenn sie damit schon arbeiten. Weil von irgendwas komme ich ja. Und wir reden ja gerade von Alternativen von Microsoft. Das heißt, ich bin ja aktuell fiktiv bei dem System. Dann habe ich das Wissen schon drinne, was ich mir bei einem neuen System neu erarbeiten muss.
René
00:44:12
Ja, Support, wie man von Microsoft weggeht, wird man nicht kriegen von Microsoft.
Michael
00:44:18
Aber von den anderen wieder garantiert auch das wieder. Das ist vollkommen offen. Die werden sich genau darauf auslegen. Wir kommen ja auch gleich zum Fazit von der ganzen Sache. Die anderen, die haben auch schöne Töchter und du wirst garantiert da auch den Support kriegen, den du brauchst. Aber hier geht es halt einfach. Habe ich den Support im Haus? Will ich den ausgelagert haben? Und ich brauche im Unternehmen einen, der ein bisschen Ahnung von dem ganzen Ding hat oder einen, der mich regelmäßig betreut? Und das ist halt einfach ein Punkt, den ich in meiner Entscheidungslogik mit reinbringen muss, der mich aber auch gleichzeitig zu dem nächsten Punkt kriegt, nämlich das, was wir eben schon angeschnitten haben. Wie kritisch ist denn der Prozess? Und wenn der Prozess hoch geschäftskritisch ist, wie wir eben schon gesagt haben, also wenn Bestellungen reingehen und alle Kundenkommunikationen darüber laufen, dann ist wahrscheinlich die Kiste steht mal drei Tage eine doofe Idee. Und dann muss ich mal einfach überlegen, wie kritisch ist es und was bin ich bereit zu tun oder was bin ich bereit, als Risiko einzugehen, wenn ich eben auf den Switch gehe? Weil eins muss man fairerweise auch sagen, das werden wahrscheinlich die anderen auch, aber das können wir nicht so überlegen. Aber Ausfallzeiten beim Exchange Server oder beim Hosted Exchange von Microsoft sind doch nahezu null. Also die, dass da irgendwas mal wirklich ausgestiegen wäre, müsste ich jetzt länger überlegen.
René
00:45:37
Mir persönlich ist es jetzt länger her und dann auch nur mal, mal ein. Ja, ich weiß, da gibt's auch bei denen ist es wirklich kritisch. Aber das kann einem im eigenen Haus mit anderen Lösungen auch passieren. Aber bei Microsoft, ich würde sagen, ist über ein Jahr schon her und dann vielleicht mal ein, zwei Stunden und das war's.
Michael
00:45:58
Ja, lass uns zum Fazit kommen, René.
René
00:46:03
Ja, Michael, wenn wir ehrlich sind, wir haben jetzt natürlich ein Thema aufgemacht, aber man muss halt hinten raus auch sagen, die allerwenigsten suchen wirklich eine Alternative. Also ich, so würde ich es mal behaupten. Die meisten suchen keine Alternative zu Exchange.
Michael
00:46:23
Genau.
René
00:46:24
Sie suchen eher. Ja, wahrscheinlich ist der Kostenpunkt eher so das Thema oder vielleicht auch die politische Lage. Dafür werden Alternativen gesucht. Aber ich glaube, dass grundsätzlich zu Exchange, weil es ja kein schlechtes Produkt ist, nicht wirklich der Bedarf besteht. Sie würden gerne damit weiterarbeiten, wenn die anderen Punkte eben.
Michael
00:46:45
Wenn die anderen. Und ich glaube, genau das ist, ich glaube, das ist der Unterschied. Genau an dieser Stelle, wo man differenzieren muss. Ich bin jetzt auch versucht zu sagen, aber das ist vielleicht auch, weil ich mit Apple ziemlich unterwegs bin und das letzte Microsoft Produkt, was ich noch habe in der Exchange ist. Ich würde sagen, finde ich was Gleichwertiges von einem anderen Anbieter, der mir die Funktion bietet, auch gerne in dem Preis Rahmen, würde ich wahrscheinlich meinen Microsoft Hut nehmen. Aber das ist eine ganz individuelle Kiste, weil ich eben möchte, das ist das Letzte, was ich, das ist wirklich, das ist das Letzte, was ich noch von Microsoft im Einsatz habe. Word, Excel und den ganzen Kram schon alles weg. Ich habe kein SharePoint nicht mehr. Ich brauche kein One. Es ist da durchaus gelöst an der Sache. Ich bin aber auch ein kleines Unternehmen und ich habe auch bewusst Entscheidungen getroffen für diese Dinge. Ich habe aber auch aktuell bewusst die Entscheidung, lass uns gerne bei mir bleiben, bewusst die Entscheidung getroffen, bei Exchange zu bleiben, weil mir noch niemand und noch keiner eine adäquate, vernünftige Alternative liefern konnte. Und das muss sich jeder so mal fragen, was denn da der Sinn hinter der ganzen Sache ist. Und wenn ich das schon als kleiner Laden salopp sage, weil ich sage, das ist diese Groupware, ist halt einfach mehr wie nur eine E-Mail. Und ich möchte kein iMap mehr haben an dieser Stelle. Wie muss es dann erst mit einem KMU aussehen, was 30, 50, 100 Mitarbeiter plus hat? Die sind ja da noch viel eher an dieser Sache gebunden und brauchen noch viel solidere und stabilere Alternativen. Und das ist, glaube ich, das, was wichtig ist, dass viele salopp gerne sagen, Bob, wie gern würde ich mich von Microsoft lösen und wie gern würde ich da weg? Und ja, klar, komm her. Du kannst anstatt Outlook irgendeinen anderen Fund entnehmen. Du kannst dir über Open Office und den ganzen Kram in den Builds irgendwie Gedanken machen, kannst Brücken machen und kannst den Kram machen, was ich nicht mache. Aber Exchange, das brauchst du halt wirklich. Das ist eher wirklich so, wie du gesagt hast. Es ist eine Geldfrage oder es ist eher so ein Mindset, dass du da dran bist. Und am Ende ist es weniger das Produkt, sondern mehr das Umfeld vom Produkt, was dich dazu überlegen lässt, bleibe ich oder gehe ich raus oder mache ich mir Gedanken über eine Alternative?
René
00:48:55
Ja, würde ich eins zu eins so unterschreiben. Von daher ja. Also ich denke auch, Microsoft ist schon gut in dem, was sie machen. Die Gründe dafür, dass da irgendwie Alternativen gesucht werden, sind eben andere, hast du ja gerade ausführlich dargestellt. Von daher. Ja. Und ich persönlich würde also einmal ergänzen noch, du hast gerade gesagt, ja, wenn das Unternehmen größer ist, wird es natürlich auch schwieriger mit Alternativen, mal eben aus dem Hut zaubert. Das ist korrekt. Gibt noch einen zweiten Faktor, der sehr entscheidend ist. Nicht nur, wie groß ich bin, sondern wie lange halte ich mich schon in der Microsoft-Welt auf. Umso schwieriger wird es, weil dann nutze ich wahrscheinlich schon wieder andere Tools, die es noch mal erschweren, ob es ein BI ist oder ein Automate oder irgendwas, was dahintersteht noch. Ja, das musst du auch erst mal woanders noch finden in der Suite. Und das macht es nur noch schwerer.
Michael
00:49:52
Und auch das noch mal ganz kurz. Es geht ja auch um Nachgelagerte. Also habe ich ein Noseband dahinter oder habe ich ein Hornet dahinter oder habe ich ein Mailstore? Also alles, was ich danach gelagert noch habe, auch das sind ja zum Großteil Produkte, die auf genau die Groupware von Microsoft abgestimmt sind und wo, wenn ich Alternativen suche, ich erst mal gucken muss oder gucken darf. Sind die kompatibel? Dazu funktionieren die? Oder brauche ich dafür auch noch Alternativen? Wenn ich klassisch bei irgendeinem Spam-Filter, den ich davor gelagert habe, je nachdem, von welcher Richtung du guckst, welches der Alternativen bietet mir das denn auch an, dass ich entsprechend so sicher vor- und nachgeschaltet noch irgendwelche Drittanbieter habe, die mir noch mal die Security nach oben schreiben oder die mir noch mal ein vernünftiges Mailarchiv liefern, was GOBD-konform vernünftig abgerufen und abgespeichert. Das sind alles Faktoren, die ich gucken muss. Also wenn wir über Microsoft Exchange reden, reden wir auf gar keinen Fall und das Fazit Ende auf gar keinen Fall nur von, wie schreiben wir denn Mails und mit welchem Programm transportieren wir die Mails, sondern es ist halt einfach wesentlich mehr zu beachten und zu gucken, wo ich mich bewege. Absolut.
René
00:51:13
Ja, und um es runterzubrechen, das muss man dann auch sagen. Einfach mal. Ist es mal so, wenn du wenig, also noch noch wenig Struktur hast, eine kleine Struktur und wenig IT, ja, dann lassen sich kleine Lösungen gut nutzen. Wenn du wachsend bist, dann ist sicherlich Microsoft sehr sinnvoll. Also ich würde behaupten, 90 Prozent der Unternehmen fahren eigentlich mit Microsoft aktuell sehr gut. Sobald man irgendwie dann mehr als das möchte, ob es dann Kontrolle ist oder keine Ahnung, individuellere Dinge. Ja, da muss man sich mit Alternativen beschäftigen. Wenn das wie bei dir eher eine ideelle Frage ist, grundsätzlich, wo man sich die Frage stellt, will ich das oder will ich das nicht? Und wenn ich das nicht will, dann gibt es vielleicht keine technischen Gründe. Aber ich habe meine Gründe dafür. Klar, dann wird man auch früher schon auf diese individuellen oder Alternativlösungen gehen. Das werden aber die allerwenigsten, weil sie sich, glaube ich, in der Form damit dann auch nicht beschäftigen wollen. Wie gesagt, der Preis ist ja meister Punkt.
Michael
00:52:18
Aber da noch ganz kurz rein. Aber ganz egal, in welcher Größe du bist, das Ideelle und das Ich will, muss ich aber den Kontext machen zum Risiko, zu der Betriebssicherheit und zu den Annehmlichkeiten, die ich habe, aus Idealismus. Wir hatten das Thema schon mal, dass wir gesagt haben, mach doch, mach doch Pi und leg dir da irgendein Open Source-Ding drauf und versuch mal irgendwas. Das aus Idealismus macht dich aber nicht prozesssicher. Du musst halt auch diesen ideellen Dingen, du brauchst halt faktengestützte Entscheidungen. Das ist der Grund, warum ich noch da bin, wo ich bin.
René
00:52:53
Michael, Entschuldigung, so war es nicht gemein. Nein, mir ging es einfach nur darum. Es gibt ja auch manchmal einfach, nehmen wir mal an, du würdest jetzt ideell einfach sagen, ich will nicht bei Microsoft sein. So, dann kann das ein Grund sein. Ich wollte nicht sagen, dass das bei dir so ist, sondern mir ging es einfach nur darum. Du hast für euch oder ihr habt für euch entschieden, wir wollen nicht mehr in der Microsoft-Blase sein. Die Gründe sind ja erst mal egal, aber das war eine individuelle Entscheidung für euch. So, und das habe ich jetzt mit ideell vielleicht ein bisschen dumm ausgedrückt. Aber eigentlich ist es halt eine Entscheidung, die vor euch getroffen war. Und sehr viele Unternehmen, wie ich gesagt habe, also ich denke, also ich würde es jetzt mal auf 90 Prozent aller Unternehmen schätzen, die werden sich diese Frage nicht stellen. Die werden sagen, ey, wir müssen schnell an den Start kommen. Da brauche ich das und das. Wenn es das und das hat, ist es cool. Ja, ich nehme es so. Und dann werden die mit Microsoft wahrscheinlich glücklich sein. Irgendwann wird dann die politische Kiste ausgepackt. Dann stellst du dir vielleicht mal einmal die Frage, sagst aber hinten raus, aber weißt du was, Chat, lass laufen. So wird es bei den meisten sein. Und das ist etwas, worauf ein Unternehmen wie Microsoft hinten raus dann auch baut und sagt Okay, ich kann die Preise annehmen.
Michael
00:54:03
Ja, ja, genau.
René
00:54:05
Ja. Ja, okay, so viel wäre es eigentlich von meiner Seite. Vielmehr habe ich da nichts zu sagen. Aber was mich interessieren würde, wenn ihr wirklich Alternativen vielleicht auch für euch gefunden habt, jetzt an die Zuhörer gerichtet. Wenn ihr Alternativen gefunden habt, wo ihr sagt, da fahren wir echt gut mit, die jetzt nicht individuell entwickelt sind, sondern wo ihr eins von der Stange, was ihr angepasst habt, auf euch oder dann lasst mal gerne davon hören in den Kommentaren oder sonst wo. Würde mich interessieren, ob es da neben den von uns genannten vielleicht wirklich noch sehr, sehr gute Produkte gibt, die wir irgendwann dann hier vielleicht auch nochmal ansprechen können.
Michael
00:54:43
Ja, das wäre richtig cool.
René
00:54:47
Ja, Michael, vielen Dank. Ich bedanke mich auch in die Runde. Ich habe eingeleitet, ich sage als erstes Tschüss. Dann hast du nämlich das letzte Wort. Ja, vielen Dank. Wir hören uns in 14 Tagen dann wieder und dann bis dahin eine gute Zeit. Wir hören uns.
Michael
00:55:03
Mir bleibt nichts weiter zu sagen. Schöne Zeit. Wir hören uns in zwei Wochen wieder. Grüße aus Wetzlar. Bis dahin. Tschüss.

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