#55 Wenn IT zum Bottleneck wird
Wie fehlende Skalierung und Ressourcen die Produktivität bremsen
07.11.2025 60 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wir sprechen über alternde IT-Systeme, Cloud-Migration und die Bedeutung von Planung und Standardisierung. Außerdem geht es um die Psychologie hinter IT-Entscheidungen und warum moderne Hardware entscheidend ist, um Engpässe und Risiken im Unternehmensalltag zu vermeiden.
Wir sprechen über die Herausforderungen und Lösungen rund um IT und Datenschutz. Wir beleuchten, wie schleichend IT-Systeme altern, warum Planung und Standardisierung so entscheidend sind und welche Stolpersteine bei der Cloud-Migration auftreten können.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Psychologie hinter IT-Entscheidungen und zeigen, warum aktuelle Hardware ein Schlüssel ist, um Engpässe und Leistungsprobleme zu vermeiden.
Takeaways
Takeaways
- IT altert schleichend, was oft nicht sofort erkennbar ist.
- RAM ist eine wichtige Ressource, die nie zu viel sein kann.
- Die Hardware muss den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.
- Transparenz in der IT-Planung ist entscheidend für den Erfolg.
- Bottlenecks können sowohl technischer als auch organisatorischer Natur sein.
- Cloud-Migration erfordert sorgfältige Planung und Vorbereitung.
- Standardisierung in der IT vereinfacht die Verwaltung und erhöht die Effizienz.
- Die Psychologie der IT-Entscheidungen beeinflusst die Investitionen in Technologie.
- Regelmäßige Überprüfung der IT-Systeme ist notwendig, um Leistungseinbußen zu vermeiden.
- IT sollte immer ein Stück schneller sein als die Anforderungen des Unternehmens.
Transkript
So, nicht lang drumrum, weiter geht's, nächste Episode. Moin, Michael.
Moin, René, wir haben einen Lauf, ja.
Ja, du, hilft ja nichts. IT geht auch immer weiter, machen wir auch. Ja, Michael, du hast das nächste Thema gewählt, hau raus.
Ja, immer wieder das gleiche Thema, technisch-organisatorische Maßnahmen, es holt uns irgendwie immer wieder ein. Wir haben im letzten Podcast über das Thema IT-Dokumentation gesprochen, waren wir eher organisatorisch unterwegs, und da haben wir uns überlegt, was so das nächste Thema, was ich logisch anschließen würde, also machen wir was Technisches. Und wenn wir technisch machen, hab ich mir gedacht, wir sprechen heute mal über das Thema, wenn IT zum Flaschenhals wird.
Also, was muss ich beachten bei IT? Bremst ältere IT mein Unternehmen aus? Also, was ist, wenn die IT selbst das Bottleneck im Unternehmen wird?
Ich denke, das kann ganz lustig werden, da kriegen wir bestimmt eine Stunde mit gequatscht, alte, neue, moderne IT, wie man was findet. Und ich hoffe, es kommt für jeden was dabei.
Ich denke, für jeden IT-Administrator, jeden ITler, der wird schon mal erlebt haben, dass es so ist.
Ja, und dem werfen wir jetzt vielleicht so ein paar Argumente hin, wenn die nächste Bedarfsmeldung geschrieben werden muss, weil irgendwas gebraucht wird. Sagen kann, hier Chef, pass auf, hör dir mal den Podcast an, und dann hast du spätestens dann einen Grund, mir die Bestellung freizugeben.
Ja, das Spannende bei IT ist ja auch, dass im Gegensatz zu anderen Dingen oder zu vielen anderen Dingen einfach die IT altert ja nicht sichtbar. Der Server sieht immer gleich aus, ist so, wie er ist.
Gut, ich hätte jetzt gesagt, das Alter eines Servers erkennst du am Lüfter.
Ja, okay, da hast du recht. Aber jetzt so grundsätzlich, also selbst wenn er jetzt auch keinen Staub ansetzt oder sonst irgendwas, gibt es ja viele Dinge, da laufen ja Dienste drauf. Der Server läuft halt an sich, und darauf läuft ja ein Betriebssystem, darunter die Dienste, die laufen, die User können sich anmelden.
Also es ist nichts, was man jetzt so offensichtlich nach vorne hin sehen würde, dass es halt so gar nicht läuft. Aber irgendwann merkt man halt, ja okay, es wird ein bisschen träger, das System, es wird langsamer, Updates brauchen immer länger. Also es gibt immer so ein paar Dinge, daran kann man dann das Alter irgendwann dann doch mal erkennen.
Ja, aber es ist schleichend, das ist das Typische an der Nummer.
Es ist halt einfach schleichend, und meistens ist es halt auch, das kommt halt darauf an, wer es zuerst entdeckt und wer es dann erst merkt. Und in der Regel sind es die, ich muss mich wieder vorsichtig ausdrücken, sind es die ITler und die, die regelmäßig mit den Systemen arbeiten, die auf einmal merken, ja, es ist jetzt echt ein bisschen langsamer von der ganzen Sache.
Das Schlimme dabei ist, dann ist es meist aber noch nicht schlimm genug, erst wenn der Geschäftsführer merkt, es wird langsamer.
Da wollte ich gerade hin. Ja, und dann geht er zum Chef und sagt, pass mal auf, der Server könnte ein bisschen schneller sein. Und dann sagt der Chef, wieso das denn?
Wir haben ja erst vor sechs Jahren einen neuen Server gekauft, wie kann der denn schon wieder langsamer sein? Der macht ja nichts, außer da stehen, wie du so schön gesagt hast. Und ja, das ist halt so das Thema, und da muss man halt einfach aufpassen, es geht halt nicht von jetzt auf gleich mal nicht.
Jetzt sind wir beim Servercrash, Podcast letzte Woche, IT-Dokumentation, Notfallkonzept etc. pp. Auch eine effektive und wirksame Maßnahme, mal neue IT zu bekommen, aber sicherlich nicht die angenehmste.
Aber ja, so IT altert halt schleichend, ohne dass man es direkt jetzt merkt, das ist so kein 0 und 1, sondern es wird halt irgendwann glücklich.
Genau. Ja, und es ist ja auch, viele Unternehmen unterschätzen das auch hinten raus. Es ist ja so, dass wenn wir jetzt, also Anforderungen ändern sich so schnell.
Also das ist heutzutage sowieso ganz schnell, aber ist so. Also wir haben uns jetzt meinetwegen einen Server gekauft, der war 2018, halt völlig ausreichend. Da sind aber in der Zwischenzeit einfach nochmal die gleiche Menge an Daten draufgekommen.
Ich habe mehr User, ich habe mehr Schnittstellen, Security ist ja dann auch immer ein Thema. Also die Anforderungen verändern sich halt stark. Und das ist halt immer ein Thema.
Ja, weil es halt einfach nicht statisch ist. Nehmen wir nur mal das KI-Thema mit rein oder nehmen wir mal Prozessoren-Technik rein. Die IT, die ich im Unternehmen einsetze, wird halt immer aufwendiger und frisst halt auch immer mehr Ressourcen.
Ein blödes Beispiel zu bringen, ein Word in der 3.65 aktuellsten Version braucht mehr Speicher, wie ein Word 5.0 auf der 6.2-Ebene oder irgendein Word, was sich damals in Windows 3.11 ablaufen lassen. Alles Word, alles Textverarbeitung, aber die machen inzwischen wesentlich mehr Funktion. Und durch die UIs und durch die Oberflächen sind die halt wesentlich speicherintensiver und haben wesentlich höhere Anforderungen an Ressourcen.
Und dadurch bremst oder altert halt ein PC halt zusätzlich. Dadurch, dass es halt immer höhere Anforderungen hat. Also ich will immer mehr mit der Möhre machen und sie soll immer mehr können oder sie muss immer mehr können bei gleichbleibenden Programmen, weil die Programme halt eben nach vorne gehen.
Ja, das ist so. Wir hatten ja schon mal darüber gesprochen. Nur ganz kurz einmal dahin.
Das ist noch gar nicht so lange her. Da haben wir, glaube ich, über was? Keine Ahnung.
Ich weiß nicht mehr, was das Thema der Episode war. Auf jeden Fall, da haben wir ja auch schon mal darüber gesprochen, ob Systeme wirklich alt werden oder ob es nur softwareseitig ist. Nee, das System an sich wird natürlich alt, verschleißtechnisch.
Aber oftmals liegt das auch nur daran, dass das Betriebssystem sich weiterentwickelt, die Software sich weiterentwickelt. Dadurch ist der gefühlte Wert auch dann der neue echte Wert. Klar, es kann mal nur die Software sein.
Aber irgendwann ist halt die Software im Zusammenspiel mit der Hardware, da hat man halt keine Wahl mehr.
Das ist der neue Wert. Du hast halt zwei Faktoren, die das Altern bestimmen. Einmal das Altern von der Hardware und einmal die höheren Anforderungen an die Software, was du ja auch als Alterungsprozess indirekt sehen kannst.
Und ja, und das sind halt eben so Dinge, wo es halt wirklich wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken darum zu machen und das auch zu erkennen. Weil du hast ja dann auch das Problem, wenn diese Performance einbußt, selbst das, wenn der Chef sagt, lass das mal eine Stunde oder eine Sekunde länger dauern, bis eine Anfrage beantwortet, bis mal so ein Programm aufgeht. Was will denn schon mit der einen Sekunde?
Das sind aber schnell ein paar Sekunden oben drauf.
Besser als ein paar tausend Euro.
Lieber eine Sekunde warten, als ein paar tausend Euro zu investieren. Aber du hast halt zwei Faktoren. Du hast halt diese Sekunde mehrfach am Tag.
Aus der Sekunde wird auch schnell mal mehr als eine Sekunde. Und du hast halt die Sekunde auch bei all deinen Mitarbeitern. Also sehr schnell skaliert sich die Sekunde in einem Unternehmen hoch auf mehrere Minuten, auf mehrere Stunden, weil es halt mehrere Personen betrifft und mehrere Systeme betrifft.
Und manche Systeme mehrfach am Tag ein- und ausgeschaltet werden. Also Office bleibt man bei Word, mehrfach ein- und ausgeschaltet wird. Also angewählt wird die Applikation, die Applikation abgeschaltet wird.
Und jeder Neustart ist halt wieder diese ein, zwei Sekunden, die es dann halt einfach länger dauert wegen der Performance einbußt. Und ruck, zuck reden wir halt einfach echt über Geld. Auch wenn man es so in einem Moment nicht macht.
Wenn der Chef sagt, naja, wenn ich eine Sekunde länger brauche, bis das bei mir startet, soll mir mal egal sein. Darum geht es nicht. Das ist halt eben, darüber muss man sich klar sein.
Und wenn der Chef die Einbußen merkt, also wenn der Chef schon kommt und sagt, pass mal auf, der Server ist langsam. Dann ist halt der Server wirklich langsam geworden. Ja, spätestens dann.
Spätestens dann. Dann wird man aber auch aktiv. Dann hat man aber ein gutes Argument, aktiv zu werden.
Ja, genau. Ja, ich würde sagen, wir nehmen mal jetzt einfach auseinander, woher kommen die Bottlenecks? Gibt ja immer ein paar mehr Punkte an der Stelle.
Ja, Michael, woher kommen sie? Also rein technisch könnte ich jetzt ein bisschen was sagen, aber fang du mal gerne an.
Ja, also für mich ist es ganz klar, dass die Bottlenecks schon anfangen bei der Anschaffung der Systeme. Also an dem Zeitpunkt, wo ich mir das System schon gekauft habe, habe ich ja schon das erste Bottleneck-Potenzial geschaffen, indem ich eben A, vielleicht aus Unwissenheit, oder B, aus Spargründen schon die aktuelle oder den aktuellen Kauf oder den Neukauf nicht mit entsprechenden Ressourcen und nicht mit entsprechenden Puffern und Sachen gekauft habe, um Reserven habe ich gesucht, nicht mit entsprechenden Reserven gekauft habe, sodass ich sage, das, was ich mir jetzt gekauft habe, ist mir im Moment ein bisschen zu groß, aber ich gehe mal davon aus, ich brauche das in ein, zwei Jahren. Das heißt, ich kaufe zu diesem Zeitpunkt, wo ich kaufe, quasi schon eine zu alte Technik beziehungsweise ein zu kleines System, wenn ich es genau für den Zweck kaufe, für den ich es jetzt brauche. Verstehst du, was ich meine?
Da geht es schon los. Das ist so.
Also ich kenne das auch, wenn wir mit Kunden sprechen über neue Systeme, dann rechnen wir natürlich auch schon, also wir gucken, wo ist der Horizont, was schätzt ihr denn so, eure grobe Planung in fünf Jahren, meinetwegen, und dann kalkulieren wir nochmal X drauf. Nie oversized, bevor wir uns jetzt falsch verstehen, weil das wäre verbranntes Geld, aber realistisch.
Nie all-in, genau, aber dann gehört bei so einer Bestellung oder bei so einer, nein, zu einer Bestellung gehört eine vernünftige Planung. Du musst, das kaufst du nicht mal eben schnell oder nicht mal nebenher und das entscheidest du auch nicht alleine, was gekauft wird, sondern das ist ein Zusammenspiel aus, ich sage jetzt mal die Personalabteilung, die Geschäftsleitung, Vertrieb, Struktur, wo wollen wir mit der klassischen, wo wollen sie in fünf Jahren mit dem Unternehmen stehen, was sind die Pläne, was haben wir vor, wie viele Personen wollen wir einstellen, was wollen wir vielleicht an Software-Systemen implementieren, wie aufwendig soll es sein, was wollen wir an Kunden gewinnen, was brauchen wir etc.
pp., das muss in aller Ruhe abgewogen werden und auf Basis dessen muss eine Entscheidung getroffen werden, was kaufen wir, weil Kaufvorräte, wir kommen nachher noch zu superskalierbaren Cloud-Systemen und machen das alles wieder weg, aber bei Server-Systemen an sich, Laufzeit, Auslegung, fünf Jahre hätte ich jetzt mal gesagt.
Fünf Jahre, eins, ungefähr drei und Server.
So, und wenn ich einen Server auf fünf Jahre auslege und ich sage, ich löse mich nach fünf Jahren von dem System, will ich mich ja nach fünf Jahren nicht erst davon lösen, obwohl ich mich davor ein Jahr lang nur drüber geärgert habe, der soll ja gerne bis zum Ende der fünf Jahre so sein, dass er zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Also muss ich mein Unternehmen oder den Serverkauf so auslegen mit, was brauche ich in den nächsten fünf Jahren. Und das muss ich tun.
Wenn ich das nicht tue, habe ich, glaube ich, schon das erste und das größte Bottleneck in mir selbst geschaffen.
Ja, absolut. Und man muss halt sehen, solche Dinge, die kommen ja einfach im Nachhinein. Also, wie du gerade gesagt hast, du kaufst dir das jetzt gerade auf Kante, so dass es jetzt gerade passt.
Alles, also wir haben es gerade ja Eingang schon gesagt, jedes Update, jede Kleinigkeit, die da irgendwie softwareseitig reinkommt, spielt da eine Rolle und es wird schlimmer.
Bestes Beispiel, ich meine, wir sind ja genau in der Phase drinnen. Bestes Beispiel, ich habe letztes Jahr gekauft oder irgendwas und habe auf Kante gekauft und jetzt komme ich und sage, Surf.com, installiert mir doch mal ein lokales LLM auf der ganzen Kiste drauf. Und dann geht das schon los.
Also, das sind so Punkte, kaufen und auswählen mit gesundem Menschenverstand und mit einem Stück Weitsicht. Nicht immer Vollgas, nicht immer ist das notwendig. Dann gehen auch Ressourcen verschwendet, ganz klar.
Aber man muss die Weitsicht haben und muss entsprechend einkaufen. Genau.
Ja, also nicht immer nur für einen bestimmten Zweck einkaufen, sondern wirklich da mal ein bisschen über den Tellerrand schauen, schon in der Planungsphase. Und es kommt ja auch dazu, oftmals hat man Probleme dadurch, dass man dann auch zu viele Tools nutzt, weil zu viele Sachen einfach gleichzeitig auf dem Server laufen, die alle entsprechend an der Performance ziehen. Agenten, Sicherheitsschichten, es gibt halt so viele Dinge.
Ja, und da einen Punkt rein. Ich glaube, den wirst du mir gleich bestätigen. Das war früher immer so eine Sache.
Wir haben gerade gesagt, Server schon mit gesundem Menschenverstand auswählen, kein Oversizing, aber RAM geht immer. RAM ist wie Hubraum. Ja, RAM geht immer.
Ganz egal was, RAM geht immer. Also ich habe noch nicht erlebt, dass irgendeiner zu mir gesagt hat, wir haben zu viel RAM gekauft.
Nee.
Das ist so eine Sache. Ganz klar, RAM geht immer. Sowohl beim Server als auch bei den Clients.
Also auch da wieder. Ja, also wir reden ja jetzt die ganze Zeit über Server und das ist nicht nur Server. Es sind auch Clients, die bremsen.
Und da ist immer, ich glaube, wenn wir so den Schwenk rüber machen, so mal die Sache, Performance ist jetzt nicht wirklich ein Luxus, weil gerade der Client-Gedanke, ich sehe so viel, auch so viele Kunden und so viel Geschäftsführende oder leitende Positionen im Unternehmen, die vielleicht in den Server noch Geld investieren und sagen, Server ist mir wichtig, da stehen unsere Firmen da, alles cool. Aber bitte, ja was, ein Notebook, ich habe daheim ein Notebook für 400 Euro oder für 300 Euro, damit kann ich alles machen. Ja, damit mache ich mein Word, meine Excel, mein Homebanking.
Was will denn mein Mitarbeiter im Unternehmen mehr haben? IT kostet ja nichts mehr. Bitte irgendwie 0815, das Einfachste rein, dass der Mitarbeiter damit arbeiten kann.
Und das ist halt eben so eine Sache, wo ich sage, boah Vorsicht, das würde ich nicht tun. Und da muss man als IT auch klar mit super tollen Argumenten mit dagegen halten, dass man einfach sagt, in vielen Berufen ist der PC einfach das Werkzeug, um das mitteleffektiv arbeiten zu können.
Ja, absolut. Ich meine, das, was du da verschenkst, das hast du ja an anderer Stelle. Oder?
Ohne Scheiß. Es ist so. Also ganz ehrlich, wir sprechen über KI-Systeme und was weiß ich was heutzutage, aber sagen, okay, die Hardware bei dir am Rechner, damit du überhaupt eine KI öffnen kannst, die ist mir egal.
Ja, es ist ja eigentlich eine sinnfrei geführte Diskussion dann an der Stelle, weil ich kann nicht über Effizienz auf der einen Seite sprechen, wenn ich nichts dafür tue, dass ich diese auch bereitstelle.
Genau, und wir müssen nicht über den Server auf einer Sekunde diskutieren, wenn wir den Mitarbeiter irgendeinen Computer und irgendein Ding dahin stellen, wo halt eben gar nichts. Und da rede ich auch ganz persönlich. Ja, rede ich auch davon, wenn die Hardware, die ich einem Mitarbeiter zur Verfügung stelle und das Werkzeug, was ich einem Mitarbeiter gebe, um damit zu arbeiten, die muss angemessen und geeignet sein.
Das Ding muss laufen, das Ding muss rennen und das Ding muss auch ganz weg von der Performance. Das muss auch so sein, dass es ansprechend ist und dem Mitarbeiter Spaß macht. Wenn ich da so eine riesengroße, alte Plastikbüchse habe, wo die Tastaturen hin und her klappern, wo die Tastatur beim Anschlag schon quietscht, der vielleicht noch ein CD-ROM-Laufwerk mit dabei hat, wo ich, wenn ich das auspacke oder mit mir rumtrage, einen Bandscheiben und einen Rückenvorfall kriege, das ist halt auch nicht mehr Stand der Technik, nicht mehr das, was state of the art ist und zeigt in einem Unternehmen, je nachdem, in welche Richtung das auch ein bisschen bringt und viele Kunden und Mitarbeiter und Leute, die bei uns zuhören, sind halt auch im Außendienst und beim Kunden unterwegs.
Und das zeigt halt auch ein gewisses Bild von der Firma. Ganz persönliche Meinung, wo ich sage, dass es ist auch die Form und die Art von dem Gerät und nicht nur die Prozessorleistung, die das Gesamtbild macht, dass ein Mitarbeiter gerne und zufriedenstellend damit arbeitet.
Ja, man muss ja auch einfach sehen, wenn man das nicht stellt, also wenn du jemanden hast, der dann nicht gerne arbeitet, was entsteht daraus? Derjenige, wenn er trotzdem gerne im Unternehmen ist, ich meine, wenn es dann ein Gesamtpaket ist, okay, dann ist das Thema durch, dann kannst du auch ein tolles Gerät dahin stellen, dann ist es auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber am Ende des Tages, wenn du ein tolles Gerät, ein schlechtes Gerät hast, derjenige ist aber gerne bei dir im Unternehmen, dann wird er sich, wie du immer wieder sagst, er wird sich seinen Weg suchen.
Und dann hast du nämlich das Problem, haben wir schon drüber gesprochen, die Schatten-IT, er entsteht automatisch und dann hast du nämlich einfach das Problem, dass du, also das folgt ja aus den technischen Schwächen. Derjenige, wie du gesagt hast, hat zu Hause was, sagt, ey, damit kann ich aber arbeiten, anders als der Chef vielleicht dann nur im Internet. Der kann damit Gaming zu Hause machen, dann wird er damit erst Recht Office machen können.
Auch auf jeden Fall. Dann nutzt er das im Zweifel, und das ist halt ein Problem. Und dann haben wir halt schon doppelt ein Bottleneck, weil wir dann nicht einfach nur von der Performance sprechen, sondern dann ja schon wieder von Security und so weiter.
Also es sind viele Dinge. Dann haben wir ein richtiges Thema.
Also wenn wir in die Thematik reingehen, haben wir ein richtiges Thema. Aber Schatten-IT haben wir auch schon drüber gesprochen, wo ich einfach hin will, wo ich sage, ich wollte da auch nicht zu tief rein, brauchen wir uns falsch zu verstehen. Dann rennen wir wieder drei Stunden.
Was wichtig ist, ist das Bottleneck von einem Desktop oder von einem End-User, PC oder von einem Client ist auch da. Auch der Client muss angemessen laufen. Es ist ein Gesamtbild.
Es ist halt einfach ein Gesamtbild, was ich liefere, wo ich meinen Mitarbeiter was zur Verfügung stellen muss, dass er vernünftig arbeiten kann. Kann er das nicht, bilde ich an der Stelle auch einen Doppel-Bottleneck.
Absolut. Ja, und es sind ja auch nicht immer nur die großen Systeme. Wir haben jetzt von Servern gesprochen, von PCs oder von Notebooks, wie auch immer.
Aber am Ende des Tages können ja auch einfach kleine Sachen sein. Schnittstellen fehlen, die Datenbacken sind zu langsam. Keine Ahnung.
Es kann so vieles sein. Das müssen nicht immer die Geräte selbst sein. Das kann auch vieles außenrum sein.
Ja, das eine führt halt zum anderen. Wenn wir mal weitergehen. Wie kriegt man das Ganze in den Griff?
Also neu bauen? Einmal im Jahr komplett IT drehen. Und zwar machst du das.
Echt? Moment, Moment, Moment. Michael, den nehme ich mit.
Und zwar machst du nicht auf einen Schlag alles neu, sondern machst einen sechs Monate Rhythmus. Das heißt, ich sage mal im Q1 Server neu und Q3 Clients neu. Und das machst du immer schön im Wechsel.
Hast dann immer so ein halbes Jahr Versatz in der ganzen Sache drin und hast trotzdem alle zwölf Monate aktuelle Systeme.
Wann sind wir bei euch wieder dran?
Ja, nein. Also wir sind ja eben bei der Sache, wie du es in den Griff kriegst, ist weg von ich habe das Gefühl, er ist langsamer oder ich könnte oder Chef, pass mal auf, ich habe das Gefühl, der Server ist langsamer. Mach mal 30K für was Neues locker, sondern hin zu Fakten.
Messen, was wirklich langsamer wird und einfach aufzeigen können. Pass auf an dem Rechner. Es gibt ja Performance Test.
An dem Rechner war die Performance so state of the art, wäre jetzt die. Die Performance an dem System war letztes Jahr noch so. Dieses Jahr so.
Ich gehe davon aus, sie wird weiter sinken. Also lass uns reagieren. Wo ich hin will.
Messen, Fakten schaffen und Daten schaffen und eine Basis schaffen. KPIs.
KPIs, ganz klassisch. Absolut. Und wenn das dann gemacht ist, wenn man die Systeme quasi ausfindig gemacht hat, die wirklich die Bottlenecks darstellen, dann geht es über die Priorisierung.
Logischerweise, du hast gerade naja, ein bisschen lächerlich gesagt, aber meistens macht es keinen Sinn, Aktionismus zu verfallen und zu sagen, okay, komm, wir machen alles neu, sondern dann halt wirklich stückweise zu sagen, okay, jetzt macht gerade als erstes das Sinn, dann machen wir das, aber wirklich mit einem gesunden Menschenverstand bei dem Kernding anfangen und dann geht es halt weiter. Also man muss halt wirklich wissen, was kritisch ist und was wirklich als nächstes ausfallen kann.
Ich wollte gerade sagen, was kritisch ist und was am ältesten, also was kritischer ist in deinem Unternehmen und was ein Alter hat. Das heißt, wo ist das Risiko am höchsten, dass die Kiste morgen stirbt? Und wo ist das Risiko am nächsten, dass es so langsam ist, dass es meinen Geschäftsbetrieb beeinflusst und echt Kosten erzeugt?
Und wenn ich dann halt das habe und da bin ich ein großer Freund von und das ist echt sau wichtig, finde ich, und sau schwer ist, ich muss, wenn ich die, wenn ich anpacke zu drehen, also wenn ich anfasse zu drehen, ist eine super tolle Chance zu standardisieren. Ich habe in so vielen Unternehmen und das sind so Klassiker, ich meine, da können wir jetzt echt in drei Stunden verlaufen, so viel Klassiker. Ein Klassiker ist, in dem Moment, wo ich anfange, das zu drehen und sich zu standardisieren, kaufe ich noch Desktop-PCs oder stelle ich um auf Dockingstation, Monitore, mobiles Arbeiten, feste Arbeitsplätze etc.
Hey, du weißt, wo ich hin will. Also in dem Moment, wo ich anfange, neu zu kaufen, mache ich mir Gedanken, wie standardisiere ich ein Unternehmen? Habe ich nur noch einen Typ Notebooks von einem Hersteller, sodass ich sehr einfach Konfigurationen vornehmen kann, Systeme spiegeln kann, Sachen rumkopieren soll.
Einige ich mich auf eine Größe, kriegen meine Notebooks jetzt alle die Möglichkeit, dass eine LTE-Karte mit, also 5G-Netz mit drin ist. Diese Konfiguration von der Sache finde ich einen super wichtigen Punkt zu standardisieren, dass ich weiß, was kaufe ich in Zukunft für Systeme und wie ziehe ich es einheitlich durch das Unternehmen durch.
Ja, also da gibt es halt ein Thema, was da genau reinspielt, Virtualisierung im Cloud. Das finde ich ist ein Riesending, weil genau das wird überall irgendwie genutzt. Auch wenn es manche gibt, die sagen, nein, ist nicht, doch in den meisten Fällen gibt es irgendeine Cloud.
Viele Umgebungen sind halt hybrid geworden, aber irgendwie die Konzepte gibt es halt dahinter noch nicht. Selbst wenn jemand sagt, ich brauche keinen Server, er nutzt aber in der Regel irgendwo einen Speicher. Und der ist in der Regel schon irgendwie mit der Cloud verbunden, aber keiner, also wenig.
Keiner ist gelogen. Viele haben ja mit Cloud, wie du schon gesagt hast, haben ja irgendwann mal mit irgendwann mal mit irgendeiner Cloud angefangen und haben gesagt, ich kann den Server jetzt nicht abschalten. Es ist ja noch ziemlich aktuell, noch läuft die Kiste, ist ja alles gut.
Aber dann muss ich mir halt einfach Gedanken machen, wenn ich jetzt das End of Life von meinem Server erreicht habe, ich habe Performance Einbußen, ich habe das, da muss ich halt einfach auch da wieder standardisieren, die Entscheidung treffen, kaufe ich nochmal Hardware im Sinne von einem Server, was ich mir in einen Serverraum ins Unternehmen stelle, dessen Serverraum ich abschließen muss, muss mich um die IT-Sicherheit kümmern, muss eine USV hinten dran haben, muss Zusehen mit Rauchmelder, Brandmelder, Alarmüberwachung, all diese tollen Dinge, die ich dann gerne hätte für meinen sicheren Serverraum oder treffe ich die Entscheidung, gar keinen Serverraum mehr und ich gehe in eine Cloud-Infrastruktur komplett rein.
So, da muss ich trotzdem mal aufzeigen. Ja. So, da können wir nämlich auch ein Problem kriegen, weil auch das sieht man leider öfter mal, dass der Server, den ich vorher on-prem hatte, dass der eins zu eins so in die Cloud gehoben wird.
Auch schlecht. Denkbar schlecht, weil alle Altlasten tatsächlich drin sind und du hast dann da Tänzen und ja, da hast du eigentlich gar nichts mit gewonnen, du hast einfach nur den gleichen Müll Shit in, shit out.
in der Cloud. Aber es klingt moderner, du bist in der Cloud.
Ich habe einen Cloud-Laden.
Genau, also bei der Sache sind wir wieder beim Standardisieren, Entscheidung treffen, was passiert und da auch gerne mal, gerne mal aufräumen und Ordnung schaffen und an der Stelle das aufräumen durch Standards.
Ja, absolut. Genau. Ja, was ich spannend finde, es ist ja auch so, dass der Bottleneck auch oftmals organisatorischer ist.
Nicht im Sinne, dass man keine Richtlinien hat oder so, sondern dass man, keiner fühlt sich mehr so verantwortlich für die Systeme, die schon immer irgendwie so dahin liefen.
Ja, aber keiner will das übernehmen. Ja, aber wenn, was willst du denn übernehmen, wenn das System läuft? Das läuft ja.
Genau, ja, ja.
Das ist ja genau der Punkt.
Aber das ist halt, ja, es ist halt oft ein Problem. Also dieses, dass keiner sich da wirklich verantwortlich fühlt und dann eben diesen Schritt dann einleitet.
Ich glaube, was da überhaupt, was bei vielen überhaupt fehlt, ist, wir haben eben gesagt, wir gehen davon aus, Planung, wenn ich ein neues PC-System kaufe, plane ich das auf fünf Jahre. Das heißt, was überhaupt, was bei vielen Unternehmen fehlt, ist, dass ich von Anfang an, wenn ich ein System einschalte oder gehe live in einem Unternehmen, ich mir über das System schon Gedanken mache. Wann gucke ich, also nicht, wann gucke ich mir das nächste Mal das Ding an, nach Thema Updates etc.
pp. Das mache ich fortlaufend. Aber wann ist das geplante End of Life bei mir im Unternehmen für das Gerät?
Das heißt, ich sage, ich kaufe mir jetzt einen Switch oder ich kaufe mir einen Server und ich plane den Server auf fünf Jahre. Und wenn ich mir den Server jetzt, wir sind im Jahr 2025, wenn ich mir den Server jetzt kaufe und sage, ich plane mir den auf fünf Jahre, dann lege ich mir den spätestens in 2029 mal auf Wiedervorlage. Wie ist denn die Performance?
Wie sieht denn die ganze Sache aus? Was ist denn Stand der Technik? Muss ich nächstes Jahr einen neuen beschaffen?
Muss ich wieder in eine neue Auswahl reingehen? Was mache ich denn damit? Das heißt, ich lege im Prinzip schon ein Enddatum für das Gerät fest, wenn ich es anschaue, habe das in irgendwelchen Monitoring-Systemen drin und kümmere mich dann darum, sodass ich das System einfach nicht vergesse.
So würde ich es zumindest von der Praxis her machen.
Ist auch absolut richtig. Es ist ja auch so, also man kann sich natürlich dieses EOL oder geplante EOL-Datum, das kann man sich natürlich schon weglegen. Das ist auch wichtig.
Das kann man immer so lange halten, solange sich meine Anforderungen nicht verändern. Wenn sich irgendwas grob ändern würde, dann muss man natürlich zwischenzeitlich schon gucken, ob das noch alles so passt. Aber ja, du hast recht.
Wir machen das ja auch. Ich meine dafür, wie nennt man das beim Kunden? Also wir machen es als IT-Dienstleister.
Wir haben PLM, Product Lifecycle Management. Das heißt, an der Stelle uns wird vom System ausgegeben, hey, das System beim Kunden ist x Jahre alt, da müsstet ihr mal anfragen. Was weiß ich, weil die Garantie ausläuft.
Irgendwas kann es ja sein oder die Lizenz läuft ab und dann melden wir uns. So ähnlich muss es ein Unternehmen für sich selbst eben auch machen, wo es einfach sagt, okay, ich gehe jetzt wirklich davon aus, alle Rechner werden alle drei Jahre getauscht. Benutzer XY hat seinen Rechner vor zwei Jahren bekommen.
Ich kümmere mich in einem halben Jahr, weil bei dem Rechner braucht man nicht so lange. Dann kümmere ich mich darum, dass wir mal gucken, welches Modell gerade das passende ist, damit wir wieder in der Standardisierung bleiben und berücksichtigen das sofort, weil wenn das Modell, was wir bisher genutzt haben, EOL geht, dann kann ich mich schon mal nach dem nächsten Modell umsuchen, was ich dann oder umgucken, was ich dann die nächsten Jahre durchziehe. Aber das ist wichtig.
Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, das Verständnis dafür zu haben, dass ein Produkt ausläuft und ersetzt wird und das wird ersetzt und es wird ausgemustert, weil es sauber aus dem Unternehmen geplant ist. Das Verständnis muss da sein. Du hast eben so schön gesagt, wenn ich den Notebook auf drei Jahre geplant habe, gucke ich nach zwei Jahren nach einem neuen.
Genau das ist der Fall. Er ist dann halt einfach reif. Die Kiste ist drei Jahre.
Ich habe drei Jahre festgelegt. Ich merke, die Kiste wird ein bisschen langsamer. Dann geht er halt den Weg alles irdisch und dann wird er halt ausgesondert.
Und dann kann es eben nicht sein, wenn ich dann sage als IT-Ler, ich brauche jetzt das Budget oder ich muss jetzt fünf neue Notebooks bestellen. Ja, wieso sind sie kaputt? Nein, sie sind nicht kaputt.
Sie nähern sich aber EOL. Wir merken, sie sind langsamer. Wir tauschen die aus, dass die Performance groß wird.
Ja, solange sie nicht kaputt sind, werden sie bei uns nicht ausgetauscht. Falscher Ansatz. Das Verständnis muss halt einfach da sein und das muss in die Köpfe rein, dass die Dinger Werkzeug.
Es verschleißt mit der Zeit und es muss halt, wenn ich nicht will, dass es zu Ausfällen kommt, wenn ich das Risiko mit Ausfall, Garantiekosten irgendwann nach drei Jahren, zwei, drei Jahren ist auch Garantie weg. Also all diese Punkte. Ich muss das berücksichtigen und dann ist es in der Regel für das Unternehmen wesentlich effizienter, die Dinge geplant auszutauschen, in einem vernünftigen Tonus, kontrolliert zu reagieren als zu warten, bis die sterben und die Performance so in den Keller geht, dass halt eben Qualitäts- und Performance-Einbußen im Unternehmen da sind.
Ja, da gibt es ja auch zwei Punkte, die man einfach sehen muss. Auf der einen Seite klar, das Sterben, wenn du halt wirklich wartest, bis es komplett vorbei ist, dann hast du natürlich absolut verloren. Aber es ist ja auch einfach, du hast es vorhin schon gesagt, dieses, ich habe das Gerät und es wird immer langsamer, immer langsamer, dann ist es ja nachher wirklich eine Bremse für mich.
Und normalerweise sollte IT ja wirklich die Basis sein für neue Projekte, dass du einfach was angehen kannst, was du vorher nicht angehen konntest, damit du dranbleiben kannst an dem Thema, wo du gerade...
Ja, ich meine, genau darüber reden wir ja hier. IT altert still und wenn du es merkst, ist es zu spät. Normalerweise ist der Ideal, meine Vorstellung ist, mein Computer sagt immer zu mir, Alter, komm, gib mir mehr.
Also der Computer wartet immer auf mich und sagt, rein mit Input, rein mit Informationen, rein mit Aufgaben. Ich stehe hier und ich bin nicht voll ausgelastet. Und in dem Moment, wo ich halt was reingebe und dem Computer eine Aufgabe gebe und ich muss ellenlang auf Ergebnisse warten und mein Computer hängt meiner Arbeitsgeschwindigkeit hinterher, dann müssen im Unternehmen alle Glocken angehen, weil dann ist das Bottleneck ein echt kritisches Thema in der Sache.
Bestes Beispiel, wenn jetzt die Leute, sagen wir mal, es kommen jetzt, ich habe eine Serie von Notebooks. Davon habe ich sechs, sieben Geräte. Und die Leute bekommen jetzt am Patch-Day von Microsoft, Apple egal, würden jetzt ihre Updates bekommen und sitzen morgens alle da.
Das Ding startet, Stunde.
Sechs Mann, sechs Stunden, ist quasi ein Manntag, der da verloren geht.
Aber das ist das, was ich meine. Und dann kannst du ja, und du musst ja nicht davon ausgehen, dass Patch-Day jetzt einmal ist. Patch-Day ist ja immer wieder.
So, das heißt, jedes Mal sechs Stunden. Wie lange dauert das, bis ich die Geräte abgezahlt habe? Nicht so lange.
So muss man das ja gegenrechnen. Und von daher, ja, es liegt, ja, eigentlich dieses ganze Thema liegt selten an den Personen selber, weil sie die Entscheidung dafür nicht treffen können, sondern es liegt meist an den Systemen, die sie gestellt bekommen und nachher an der Person oder den Personen, die die Entscheidung treffen, ey, wir machen ja nichts. Das ist für mich ein großer Teil davon.
Ja, aber wir sind wieder bei dem Thema, das hatten wir auch letzte Woche schon, Transparenz schaffen. Transparenz schafft Klarheit. Wir haben letzte Woche über Dokumentation, über IT-Systeme gesprochen, Inventarisierung, bewusst werden, was wo liegt.
Und das, was wir heute besprechen, das zahlt aber ganz exakt auf das Thema ein. Wenn ich weiß, was ich für einen Server habe, wenn ich es identifiziert habe, dann mache ich mir Gedanken, wo steht er denn aktuell mit seinem Lifecycle? Wie performant ist er denn noch?
Welche virtuellen Maschinen laufen denn auf meinem Server? Wie sieht denn die CPU-Auslastung aus? Um es mal ganz platt zu sagen, ächzt er schon oder ruht er sich noch aus?
Um dann ganz klar zu definieren, wann ist für das Ding End-of-Life-Cycle, wann definiere ich für mich, für mein Unternehmen, wann brauche ich das neu? Und so wie es für die Server geht, gilt es natürlich auch für Switcher. Habe ich noch einen uralten Switch, der vielleicht noch nicht einmal managt ist, wird es vielleicht höchste Zeit?
Was sind aktuelle Sicherheitsvorgaben? Was sind Sicherheitsrichtlinien? Was, wenn ich das vereinheitliche, steige ich auf ein anderes, komplett auf ein anderes Managed-Switch-System um?
Nutze ich noch eine andere Firewall? Also das sind alles Themen, die ich mir in so einem Lifecycle angucken muss, um halt eben das nicht zum Bottleneck zu machen. Auch eine Firewall.
Reden wir über Bottlenecks? Haben wir eine Firewall? Haben wir Internet-Verbindung?
Ist das noch alles performant? Stand der Technik, Stand der Zeit und es läuft. Zehn Jahre alte Firewall, die kann noch so gut gepatcht sein.
Wahrscheinlich wird die langsamer sein von der Hardware und von dem, was Durchsatz ist, als rede ich mit einer aktuellen.
Ja, also fassen wir das mal zusammen, was du gerade ausgeführt hast. Altern Systeme, altert das Unternehmen mit.
Ja, das ist ganz gut.
Das ist einfach so. Ja, aber man beschneidet sich ja an Möglichkeiten. So, und das ist ja das Problem, glaube ich, dahinter einfach.
Ich könnte jetzt auch sagen, ja, ist doch cool. Kannst du einen Kaffee holen? Kannst du nochmal einen Kaffee trinken gehen?
Ja, aber das will ja das Unternehmen an sich nicht. Das Unternehmen will ja weiterkommen und ich hoffe, die Mitarbeiter dann entsprechend auch mit. Aber ich beschneide sie ja und das Unternehmen selbst an dieser Möglichkeit.
Und das ist ja das Problem. Also da, ja.
Ja, auch da kommt wieder das Thema, mach immer mal ein bisschen. Mach es frühzeitig und kontrolliert. Und wenn du es frühzeitig und kontrolliert machst und siehst zu, dass du deine Performance immer auf einem hohen Level hast, dann hast du halt nicht nach fünf Jahren, oh Chef, wir haben jetzt vor fünf Jahren so viel Geld ausgegeben, wir haben vor fünf Jahren drei Server gekauft und 100 Clients.
Das müssen wir jetzt wieder machen. Sondern in dem Moment, wo du es einfach kontrolliert machen kannst, kannst du auch wirtschaftlich gesehen Budgets vernünftig planen, kannst das richtig organisieren. Und ja, mein Gott, dann wird vielleicht da auch mal von einem Mitarbeiter ein Notebook dabei sein, was du jetzt rauswirfst und austauscht, obwohl vielleicht der Mitarbeiter mit dem Use Case auf dem Notebook wäre vielleicht noch mal ein Jahr länger mit klar gekommen.
Aber das ist verschwindend gering. Und das ist zu vernachlässigen im Kontext mit dem Geld, was du ausgibst und das, was du dir sparst und was du an Mehrwert im Unternehmen hast, weil das einfach strukturiert war. Es ist halt so.
Also kann ich auch noch mal ein Beispiel erzählen, weil jetzt geht jetzt nicht um Clients oder um Server, sondern um den Switch. Hattest du gerade ja kurz auch angesprochen. Ich hatte letztes Mal schon mal vor meinem interessanten Termin erzählt, den habe ich nach wie vor im Kopf.
Das ist halt einfach.
Es ist wieder so ein besonderer Kunde mit einem bleibenden Eindruck. Auf jeden Fall ist es halt so. Auch da wollte man nicht in neue Switches investieren.
Und dann war so die Lösung für alle Probleme. Wenn du merken solltest, es fällt aus, dann gehen wir hin, ziehen Stromstecker und stecken wieder rein. Das ist die Lösung.
Das hat aus Kostengründen mag das vielleicht eine akzeptable Lösung sein. Das Problem ist aber, es gibt mehrere Probleme an der Stelle und es ist halt zum einen hatte ich ja, glaube ich, auch gesagt mit dem Access Point, der keine, also die haben keine Verbindung richtig liegt ins Netzwerk. Da ist es halt so, da muss man ja sehen, die Mitarbeiter, die da unterwegs sind, die sagen dann, aber bei uns funktioniert das WLAN nicht und ärgern sich total darüber.
Irgendwann werden sie die IT in diesem Bereich nicht mehr nutzen, weil sie einfach sagen, funktioniert ja eh nicht. Und das einfach nur, weil ich nicht bereit war, 500, 600, 700 Euro, je nachdem welchen Switch ich brauche, einmal zu investieren.
Ich hätte jetzt gesagt, acht Euro für eine Zeitschaltuhr, der einmal in der Nacht und stattdessen noch kontrolliert vom Switch. Sorry, es ist Freitag, es ist spät.
Ja, ja, ja. Aber das ist halt dann immer so, das führt ja eigentlich zu dem Gleichen. Also zum einen habe ich nicht die Möglichkeit, wirklich mit meiner IT so zu arbeiten, wie ich kann.
Und auf der anderen Seite schaffe ich halt eine Unzufriedenheit. Und das ist ja etwas, was eigentlich, das sollte dann wiederum die Frustration im Unternehmen selbst nach oben treiben, um zu sagen, ey, das kann doch nicht sein, dass wir jetzt irgendwann mal was gemacht haben und jetzt kümmern wir uns nicht mehr drum.
Also ganz egal, welches Unternehmen, ich überlege jetzt auch gerade, ob ich irgendwelche Ausnahmen machen kann, aber ich glaube, nein, es ist jedes Unternehmen. IT ist kein Luxus. IT muss laufen.
Genauso wie der Außendienstler, ich versuche es mal mit dem Auto zu vergleichen, genauso wie der Außendienstler nicht mit einem untermotorisierten Trabant durch Deutschland fahren will, um irgendwelche Verträge zu machen, um Sachen zu verkaufen, um zu Kunden zu gelangen. Also auch da brauche ich ein angemessenes Fortbewegungsmittel. Das ist Mittel zum Zweck.
Auch bei der IT, die IT ist Werkzeug und Werkzeug kostet Geld. Werkzeug muss qualitativ hochwertig sein und Werkzeug darf niemals die Arbeit im Unternehmen einschränken. Und ich muss, zu keinem Zeitpunkt darf ich Rücksicht nehmen müssen und muss so, dass ich weniger arbeite, wie ich eigentlich könnte, weil mein Werkzeug nicht das liefert, was ich brauche, um vernünftig arbeiten zu können.
IT muss immer ein Stück schneller und ein Stück weiter sein, wie das Unternehmen es braucht, um immer performant zu sein. Das ist das Problem und das ist so super wichtig und das muss, manchmal habe ich das Gefühl, in Köpfe von Entscheidern rein.
Absolut. Also das, ja, aber das ist ja das gleiche Thema wie immer. Also eigentlich reitet es sich ja genau an das an, was wir ganz zu Anfang gesagt haben.
Solange die Entscheider selber das Problem nicht haben, ist es noch nicht so wild. Ja, genau. In dem, ich kann's, ich muss auch ehrlich sein, ich kann das ja ein Stück weit verstehen.
Natürlich. Man muss ja auch irgendwie die Finanzen zusammenhalten. Ich kann das ja nachvollziehen, warum der Gedanke da ist und warum man dann sagt, ach komm ey, das ist die Minute am Tag.
Ja.
Ja, du hast es ja schon gesagt, man summiert es ja irgendwann da mal auf und dann wird man merken, oh, ah, okay, hätte sich eigentlich doppelt lohnen. Aber das ist halt etwas, ich kann das absolut verstehen, dass das an verschiedenen Stellen auch anders aufgefasst wird. Ich meine, auch Geschäftsführung, die im Büro sitzt, du hast vorhin gesagt, mit WordExcept und Outlook und so arbeitet.
So, dann habe ich aber eine Person, die, keine Ahnung, am besten im Labor arbeitet. So, die muss da, was weiß ich, für Messungen machen und braucht übelst Performance. Die kann ich aber nicht liefern.
Aber eigentlich ist die IT ja in Ordnung, mein Word läuft. Ja, ja. Deswegen ist die Auffassung eine andere.
Klassiker sind CAD Workstation. Was haben wir Diskussionen mit CAD Workstation geführt? Da gehören halt einfach andere Rechner hin.
Und am Ende vom Tag sind es, wenn je nachdem, das sind halt, dann bewegen wir uns halt einfach bei so einer CAD Workstation. Wir bewegen uns halt einfach, so blöd wie es klingt, in der Gaming Session drinnen mit Grafikkarten, Prozessoren und Kram, was du gesehen hast. Wenn du dann sagst, Chef, ich habe eine Bedarfsmeldung für einen PC CAD Workstation und es ist Leistungsparameter und Kosten und da steht am Ende noch irgendwie Gaming oder was drauf, weil es halt unter dem Hersteller oder dem Ding geführt ist.
Dafür ist halt Diskussion oder die Diskussion, braucht ein Mitarbeiter, das sind echt meine Lieblingsthemen, braucht ein Mitarbeiter ein 4K Monitor, braucht ein Mitarbeiter einen zweiten Monitor? Reicht nicht das? Warum braucht der im CAD jetzt auf einmal größere Monitore mit anderen Lichtverhältnissen, Kontrastverhältnissen kalibriert am Ende?
Das sind alles Themen und das sind alles Sachen, die mein Unternehmen, wenn ich es nicht richtig angehe und kein Verständnis dafür hat, wird das mein Unternehmen ausbremsen, indem ich das Bottleneck an der IT-Hardware habe. Das wird kommen. Die Mitarbeiter müssen gescheit arbeiten können.
Und du hast es vorhin gesagt mit dem Zyklus. Also ich glaube, der Satz, der es gut zusammenbringt, ist halt einfach, eine Erneuerung ist kein Projekt. Das schließt man nicht ab.
Das muss einfach ein laufender Prozess sein, der auch klar ist, wo man sich immer im Klaren ist. Also hat ja mit den EUL-Daten oder geplanten EUL-Daten, internen EUL-Daten zu tun. Es muss aber ein fester Bestandteil des Betriebs sein, dass man einfach sagt, okay, das gehört dazu.
Da brauchen wir uns nicht drüber unterhalten.
Das ist so. Genau, und wenn wir nicht drüber uns unterhalten und wenn wir sagen, das gehört dazu, gehört es meiner Meinung nach auf der Management-Ebene in die Jahresbudgetplanung rein. Und da gehört es halt auch einfach hin, weil du es konzentriert machen kannst.
Dieses Jahr haben wir vor, die Clients zu ersetzen. Dieses Jahr gibt es neue Monitore. Dieses Jahr ist das fällig.
Dieses Jahr brauchen wir den Server neu. Dieses Jahr kümmern wir uns um die Switche. Dieses Jahr kümmern wir uns um das.
Wenn ich das sauber in der Budgetplanung drin habe und habe das einmal auch in Richtung IT, Budget sauber planen, sagen, was man gerne möchte, transparent aufzeigen, mal mit Messungen darlegen, wie langsam Systeme geworden sind. Wenn ich das alles als Grundlage drin habe und habe das Budget einmal im Unternehmen durch die Geschäftsleitung und durch die Entscheider freigegeben und ich habe es, dann muss ich auch nachher unterjährig nicht mehr darüber diskutieren, wenn ich eine Bestellung auslöse, weil ich irgendwas kaufen will. Weil dann mache ich nichts anderes, wie ich benutze mein geplantes Budget, was ich freigegeben bekommen habe.
Dann sitze ich nicht wegen jedem Computer mit einer Bedarfsanmeldung. Beim Chef muss mich für irgendwas oder beim Entscheider muss mich für irgendwas rechtfertigen, sondern es ist klar, es wurde einmal sauber besprochen und festgehalten. Das finde ich halt wichtig.
Ja, also das ist auf jeden Fall, macht viele Prozesse einfacher, schlanker, schneller halt vor allem. Also was man sich ja auch, wenn man jetzt so eine Modernisierung, so möchte ich sie mal nennen, oder wenn man jetzt wirklich das Bottleneck schließen möchte, stellt sich ja auch immer die Frage, bauen wir neu? Also kaufen wir komplett neu oder sehen wir zu, dass wir aufrüsten?
Auch das, ja.
Ja, ich glaube, das liegt am ITler und an dem, was er sich zutraut und was er sich sagt, können wir machen. Es gehört schon ein Stück weit Selbstbewusstsein, Mut will ich es nicht nennen, aber es gehört halt Selbstbewusstsein und Überzeugung von seinen Fähigkeiten, von seinen Sachen dazu, wenn er sagt, pass mal auf, auf den Server können wir nochmal aufrüsten. Wir knallen da nochmal mehr RAM rein, mehr RAM ist immer gut und knallen nochmal den Prozessor nach oben und createn nochmal ein paar Platten ab und machen da nochmal was rein.
Das musst du halt können und du musst halt auch berücksichtigen, die Komponenten, wie du lässt, bleiben halt die alten. Also Ausfall, Risiko, Mainboard stirbt, Netzteil stirbt. Opa hat immer gesagt, neu ist getreu.
Das ist halt so eine Sache, der Nächste sagt, wenn es schon mal gut eingefahren ist, ist es gut eingefahren, das neue Gerät kann genauso gut ausfallen und sterben. Das sind halt einfach Dinge, die man entscheiden muss, wo man sich klar sein muss, mache ich es oder mache ich es nicht.
Das ist auch so. Ich glaube, wir hatten, gerade hatte ich es noch, ist aber nicht schlimm. Also grundsätzlich, ich glaube, es ist immer beides Abwägungssache.
Also man muss immer gucken, wenn, doch, genau, jetzt weiß ich auch wieder, was ich hatte. Und zwar, wir hatten vorhin darüber gesprochen, dass sich, also dass das Unternehmen sich, nein, nicht vorhin, das haben wir in den letzten Episoden. Das Unternehmen muss sich ja im Klaren sein, wohin wollen wir.
So und wenn wir das haben, dann ist das ja ein wichtiger Punkt. Ich meine, wenn man, ich sage mal, ein Server geht jetzt EOL, geplant EOL, fünf Jahre sind jetzt fast um. Wir sind jetzt in der Planung.
So und wir sollten jetzt merken, okay, nächstes Jahr brauchen wir eine neue Software, die ist meinetwegen cloudbasiert. Wir brauchen den Server aber gar nicht mehr in der Größe, wie wir ihn jetzt geplant hätten oder wie wir ihn jetzt kaufen würden für Stand heute. Dann hätte ich ja durchaus die Möglichkeit zu sagen, okay, ich sehe jetzt zu, dass ich den Server noch ein Jahr über die Zeit rette, durch Aufrüstung zum Beispiel und würde dann im Anschluss einen neuen Server haben.
Dafür ist es extrem wichtig, diese Abwägung zu machen, damit man, habe ich vorhin schon gesagt, kein Geld verbrennt, aber dennoch keine Sorgen haben muss, dass da irgendwie was nicht läuft. Und ich denke, dass das ist schon gut, wenn man jetzt natürlich irgendwie merken sollte, okay, läuft gar nicht mehr. Jetzt kommen wir an eine Stelle, brauchen wir gar nicht drüber reden.
Ich wollte gerade sagen, dann trifft man die Entscheidung. Ein harter Schnitt und weg. Ja, und das ist halt so die Sache, da zögern halt noch viele dran.
Wann läuft es noch? Wann mache ich es neu? Wann decke ich es ab?
Und für mich ist das eine klare Sache, neue Sachen planen. Neue Sachen geben immer einen Performance-Sprung in der Regel durch. Und an der Sache geht halt kein Weg dran vorbei.
Du musst halt zwischendurch halt auch mal was Neues machen. Aber immer wieder geplant. Geplant ist immer besser, wie Server stirbt, Server nicht mehr da.
Was machen wir denn jetzt? Klassisch Thema letzte Woche IT Notfallmanagement.
Ja, ja, ist ja auch so. Ich meine, am Ende des Tages, du kannst es ja, du kannst machen, was du willst. Wenn der Grundaufbau nicht passt, dann wirst du auch nicht aufrüsten können.
Das ist ein Haus, was total marode ist und dann fängst du da an, irgendwie die Wände zu streichen. Das wäre echt spannend. So, was ich auch spannend finde, ist ja, wie viel Psychologie irgendwo auch dahinter steckt.
Am Ende des Tages, wie viele Admins haben das System halt selbst gebaut und wollen diese natürlich so gerne, so lange wie möglich. Kannst du auch den Server kriegen?
Wir können doch den Server jetzt nicht wegwerfen. Das war das Ding. Da habe ich 20 Jahre investiert.
Wie ich meine Ausbildung angefangen habe, haben wir den Server selbst gebaut und seitdem pflege ich den und mache Abgeld. Du willst doch den Server jetzt nicht. Ja, nein.
Also ich glaube, ich weiß nicht, ob es das noch gibt, aber ich glaube, jeder, der professionell unterwegs ist, hat irgendwann den Punkt und muss sich eingestehen, das tauschen wir jetzt mal aus und das Ding hat ein Ende erreicht. Also da nichts Persönliches an irgendwelche Systeme hängen oder so. Das ist Schwachsinn, ja.
Aber gibt es halt.
Ja, ja.
Wobei ich glaube, es wird weniger, aber durchaus auch schon gesehen. Wo er einfach gesagt hat, ja, ich habe hier jetzt eine coole Umgebung aufgebaut und ich will sie einfach.
Ich habe sie so toll gemacht, ich weiß heute noch nicht, wie ich es damals gemacht habe. Genau, weil ich habe keine, weil ich habe keine Dokumentation gemacht vor 20 Jahren. Aber ich finde, es läuft so super gut und tut mir einen Gefallen, jeden Monat gut bezahlen und wenn ich in Urlaub gehe, lasst mich ja in Ruhe, die Kiste läuft schon.
Das ist ein Konstrukt, nein, genau. Das ist halt eben nicht so die Sache.
So, was ich aktuell, was heißt aktuell? Generell sehe ich das halt oft. Das hatte ich vorhin ja schon gesagt, dieses 1 zu 1 in die Cloud umziehen.
Das bringt ja noch mehr Probleme mit sich. Also es ist nicht einfach so, dass ich Altlasten mitnehme. Es ist ja auch so, dass wenn ich 1 zu 1 umziehe und das Ganze nicht auch dynamisch und so weiter umstelle.
Dann bin ich ja immer noch starr in meinem System. Es liegt nur woanders, aber es ist immer noch starr, genau so, wie es war. Wenn du das also heute immer noch so machst, also dann umziehst und du hast meinetwegen zu viele Server gehabt, du hast zu viele was weiß ich was.
Dann hast du die logischerweise in dem Cloud-System auch noch drin. So, genau das.
Das ist das Thema.
Du hast halt auch das Thema mit der Cloud, gerade der Switch von lokale Server im Unternehmen auf alles weg und alles in die Cloud. Das ist halt ein Brett, was du bohrst. Das ist halt, wenn da einer rein will in die ganze Sache, das Brett musst du bohren.
Ich sage für jeden, fang an damit, wichtig und dann auch gerne ein Jahr, bevor der Server lokal EOL hat. Dann kannst du es nämlich absolut kontrolliert und gescheit machen, weil du hast doch noch andere Möglichkeiten und andere Zugänge. Früher hast du deine Mitarbeiter mit einem VPN auf deinen Server intern gelassen, dass die vernünftig arbeiten können.
Jetzt können sie arbeiten, wo sie wollen, müssen aber andere Zugänge haben, dass sie entsprechend auf die Cloud-Server draufkommen. Das heißt, es ändert sich in der Architektur, in der IT-Dokumentation auch sehr viel. Das muss man vernünftig machen.
Das ist. Meiner Meinung nach ein richtiger und ein guter Weg. Erst recht, wenn man in die Skalierung reingehen will.
Da kann man nämlich sehr schnell einfach sagen, hier passt mal auf. Ich habe mir eben überlegt, wir brauchen dann mal mehr Performance. Wir brauchen dann mal mehr Kerne.
Wir brauchen dann mal doch mehr Arbeitsspeicher. Mach mal rein. Das geht bei den Hyperscalern und das geht in so einer Cloud-Farm sehr, sehr gut.
Das ist der Riesenvorteil von so einer Sache. Das heißt, da werde ich mir bei der Cloud sehr, sehr wenig Gedanken machen über einen LUL, sondern das kann ich super toll beeinflussen. Aber die Entscheidung muss ich halt treffen wollen.
Ja, ja, es ist ja auch absolut, wenn wir jetzt skalieren wollen und gehen deswegen in die Cloud und nehmen jetzt das System so wie es ist mit, mit so vielen Servern, mit was weiß ich, dann haben wir das Problem, also dann normalerweise ist eine Cloud im Großen und Ganzen mittlerweile günstiger. Man kann es günstiger darstellen. Das Problem ist, wenn wir die Skalierung nicht richtig nutzen können, weil wir unsere Systeme nicht gut vorbereitet haben, weil dann kommt nämlich dieser sogenannte Cloud-Multiplikator und dadurch werden meine Ressourcen, die ich dann eben buchen muss, viel teurer, weil ich kaufe mir ja nicht den RAM einmalig.
Ich kaufe ihn ja über Jahre, über Jahre. So genauso mit dem Prozessor, genauso mit Speicher, mit was weiß ich was. Das sind halt Dinge, die muss man ganz klar vorher mal klar haben, weil sonst die Cloud wird immer größer und nötig und sie wird viel, viel teurer.
Und dann, wenn du vorher das noch machst, am besten hast du vorher zwar die Planung insofern gemacht, dass du geguckt hast, dass du abgesprochen hast, wie, also dass du in die Cloud wechseln möchtest und würdest dann zwei Angebote nebeneinander legen und sagen, okay, das kostet in der Cloud, das kostet auf dem Server on-prem. Wie sieht denn wohl die Entscheidung aus? So, das ist ja klar.
Also irgendwann muss ich ja einen Server amortisieren, damit ich in die Cloud gehe. Also das muss ich ja gegenrechnen. Und wenn es das nicht tut, warum sollte man den Weg, also jetzt mal unabhängig von der Flexibilität, warum sollte man den Weg, mal angenommen, ich werde Geschäftsführer und da kommt jemand und sagt, ja hier, wie sieht es denn aus?
Warum soll ich das Geld jetzt ausgeben? Es wird ja nur viel teurer. Es läuft ja aktuell auch bei uns im Haus.
Warum in Zukunft nicht? So, hat man wenig Argumente. Also man muss es schon verbessern, das System.
Ja, aber dadurch hast du ja die Riesenchance, Thema bottlenecks, wenn du an der Stelle angreifst und du sagst, ich gehe in die Cloud und ich wechsle auf Software as a Service im Cloud Hosting und gehe von einem lokalen Server weg, wo ein lokaler Server eben EOL ist und er grückt jetzt und das wird halt echt langsam. Dann hast du ja die Riesenchance an der Stelle vernünftig aufzuräumen und über eine skalierbare Cloud Plattform dir einen echten Performance Gewinn reinzuholen und da wirklich was zu bewegen. Ja, aber das machst du eben nicht, indem du einfach den Server, den du lokal hast, hochkopierst in die Cloud.
Und du machst es auch nicht, wenn du eine 10Mbit-Leitung von der Telekom hast, also von einem Telefondienstanbieter. Du machst sowas halt auch nur, wenn du eine vernünftige Cloud, eine vernünftige Glasfaseranbindung hast, hast eine vernünftige Leitung da liegen. Dann musst du dir, darfst du dir auch mal Gedanken machen für eine Backup-Leitung, wenn die eine Leitung ausfällt, dass du eine zweite Leitung hast.
Alles das sind dann Themen, die du dir auch angucken musst. Eine super Sache. Das sind dann Luxusprobleme.
Das sind Luxusprobleme, aber auch das sind dann halt vielleicht auch andere Bottlenecks, die du aufmachst, die du dir angucken musst.
Ja, definitiv. Also das ist auf jeden Fall so. Wie gesagt, mir ging es einfach nur darum, dass man, man muss halt wirklich alle Punkte auch in so einem Fall berücksichtigen.
Wenn das richtig geplant ist, dann kommst du ja, du kannst dann Monitoring und so weiter. Also gerade wenn du in die Cloud wechselst, das sind ja so Dinge, die musst du ja dann oben draufsetzen. Auch das muss berücksichtigt werden.
Wobei ich denke, Monitoring sollte auch schon auf lokalen Servern da sein. Aber das sind halt Dinge, also wenn man vorher lange mit einem alten Server rumgekrückt hat, weil man das Geld nicht investieren wollte, dann wird Monitoring wahrscheinlich beim Wechsel in die Cloud nochmal ein Thema sein. Ja, da auch bestimmte andere Dinge, also auch, wir haben ja jetzt ganz viel nur von System gesprochen.
Man kann das natürlich in alle Richtungen sehen. Also es gibt viele Bottlenecks. Ich will jetzt gar nicht, da würden wir wahrscheinlich noch mal eine Stunde dranhängen.
Ich will jetzt nicht übertreiben. Man kann auch gewisse Prozesse, Automatisierung und sowas alles mit da reinnehmen. Auch das kann ein Bottleneck sein, wenn der Prozess schlecht läuft.
Da haben wir, glaube ich, auch schon mal drüber gesprochen, über Prozesse. Aber es kann auch eine Automatisierung sein. Es kann auch, keine Ahnung, da gibt es so viele Themen.
Die Systeme waren jetzt, glaube ich, schon.
Ich wollte es gerade sagen, da kommen wir wieder in die Organisatorisch rein. Thema heute ist ja, wir gehen mal in die Hardware.
Die Systeme, die es da noch so gibt, ob wir jetzt wirklich ein Automatisierungstool haben, was dann im Hintergrund läuft und für mich dann da assistiert oder da wirklich arbeitet. Das sind auch mal andere Themen, können aber auch als Bottleneck gelten. Wollte ich nur erwähnt haben.
Wir sind jetzt aber in der Hardware geblieben. Deswegen würde ich sagen, Michael, auch wenn wir heute die volle Stunde nicht geschafft haben.
Naja, fünf Minuten.
Stimmt, das haben wir beim letzten Mal knappe vier Minuten.
Ich würde sagen, alles gut. Und von daher, für uns ist wichtig, neben der organisatorischen Sache, die zum Bottleneck für das Unternehmen werden kann, ist Hardware halt auch ein Thema. Guckt, dass ihr aktuelle Hardware habt.
Macht euch Gedanken über EOL von Hardware. Macht euch Gedanken, wie lang ihr Hardware im Unternehmen einsetzen wollt. Plant Neuanschaffung.
Versucht oder nicht versucht, sondern standardisiert. Switcht gerne auch mal, überlegt mal. Also heutzutage, ich weiß nicht, ich glaube, wir hatten vor einem Jahr oder irgendwann schon mal die Frage an dich.
Wir verkaufen ja auch Hardware. Was ist denn der Anteil Notebook an Desktop-PCs? Desktop wird, ist das noch?
Und wenn Desktop, und ich schließe gleich die Frage an, wenn Desktop, sind es noch die klassischen Tower oder sind es die Mini-PCs, die oben auf dem Schreibtisch stehen? Genau, ich wollte gerade sagen, also Desktop-PCs, Tower ist viel, viel weniger. Tower mit vier, fünf ein Viertel Zoll einschüben.
Ja, also es wird viel weniger. Das ist eigentlich immer nur der Grund, die nutzt man in der Regel nur, wenn man die entsprechenden Schnittstellen braucht. Momentan würde ich den Anteil wahrscheinlich irgendwo so bei 30 Prozent rechnen.
Mikro-PCs sind wir wahrscheinlich auch eher so bei 25, 30 Prozent und der Rest sind Notebooks. Und da ist die Tendenz steigend, weil eben das mobile Arbeiten immer mehr Teil in den Fokus.
Das sind halt einfach auch so Sachen, um bottlenecks wegzukriegen, aktuelle Technik rein. Gerne mal nicht nur die Basic-Ausstattung, sondern mal muss nicht der High-Performance sein, aber mindestens mal so in die Business-Liga reingehen, dass man was Vernünftiges hat von der Grundausstattung aus, dass man Ruhe hat im Karton, dass die Performance angemessen ist. Das sind so die wichtigen Dinge, die wir geben wollten.
Also Technik kann ein sehr großes Bottleneck werden, wenn man nicht aufpasst. Und viele kleine Verzögerungen in Systemen drinnen, die langsam werden bei vielen Mitarbeitern, skaliert halt sehr schnell in wirklichen Geldfaktoren in den Case hoch.
Ja, man merkt halt, wie schnell sich Technik auch entwickelt. Wenn man da zu weit zurückhängt, wird man sich, also dann stellt man sich selber am Bein. Das muss man auch sagen.
Unternehmen, die dann entsprechende Tools nutzen oder sonst was, die werden einen gewissen Vorsprung erreichen können und dementsprechend, also ich, haben wir heute aber glaube ich deutlich gemacht, wir empfehlen auf jeden Fall aktuelle Hardware und so, dass es wirklich läuft. Die Mitarbeiter müssen nicht an die Decke springen und sagen, krass, ich kann jetzt hier was weiß ich was spielen, sondern einfach cool, ich kann damit arbeiten, das funktioniert so, wie es sein soll.
Ja, das ist mehr muss es nicht sein, aber das muss es, aber das sollte es, das sollte, das sollte es können. Gut, okay, würde ich sagen, sag zu, haben wir doch noch fast die 60 Minuten geklappt. Sag zu, ich wünsche allen ein, wir sind dann Freitag für alle, die uns zeitnah hören, schönes Wochenende, ansonsten alle eine tolle Woche.
Wir hören uns in zwei Wochen wieder, ganz regulär. Bis dahin eine gute Zeit und macht's gut.
Ja, von mir auch. Vielen Dank in die Runde, vielen Dank Michael. Ja, wir hören uns in 14 Tagen wieder, bis dahin gerne auf allen Plattformen, auf allen Social Media Kanälen reinhören, klicken, weiterteilen, was weiß ich.
Daumen hoch, bis dahin.
Macht was Schönes draus und tschüss, tschau.
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