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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#53 Microsoft Copilot

Welche Lizenz passt wirklich zu Deinem Unternehmen?

10.10.2025 67 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir sprechen über Microsoft Copilot, Lizenzierungsfragen und die Herausforderungen rund um KI, Datenschutz und thematisieren auch die neusten Entwicklungen zu Windows 10. Dabei geht es um die Frage, wie Unternehmen durch klare Regeln, Updates und gezielte Lizenzmodelle das Beste aus KI-Lösungen herausholen können.

Wir sprechen über aktuelle Entwicklungen im IT-Sektor – mit besonderem Fokus auf Microsoft Copilot und die damit verbundenen Lizenzierungsfragen. Wir beleuchten Sicherheitsaspekte und die neusten Entwicklungen zu Windows 10.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Copilot-Versionen, ihre Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen sowie Chancen und Risiken im KI-Markt. Wir diskutieren die Kosten-Nutzen-Analyse von KI-Lösungen, die Bedeutung einer granularen Lizenzierung und warum klare Regeln und Sensibilisierung im Umgang mit KI-Systemen so wichtig sind.

Takeaways
  • Copilot gibt es in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Funktionen.
  • Windows 10-Updates wurden um ein Jahr verlängert, was für Nutzer wichtig ist.
  • Microsoft hat kritische Sicherheitslücken geschlossen, was die Sicherheit erhöht.
  • Die Lizenzierung von Copilot ist komplex und erfordert eine Grundlizenz.
  • Es ist wichtig, Copilot zu deaktivieren, wenn es nicht genutzt werden soll.
  • Die Nutzung von KI erfordert ein Bewusstsein für Datenschutz und Sicherheitsrichtlinien.
  • Copilot für Sicherheit ist nicht die alleinige Lösung für Sicherheitsprobleme.
  • Die Lizenzierung von Microsoft-Produkten kann zu Verwirrung führen.
  • Power-Plattform Copilot bietet Automatisierungsmöglichkeiten.
  • Die Kosten für Copilot betragen circa 30 Euro pro Monat pro Nutzer.
  • Die Lizenzierung von Copilot muss klar kommuniziert werden.
  • Es gibt viele Varianten und Optionen bei Microsoft-Lizenzen.
  • Kunden erwarten abgestufte Lizenzmodelle.
  • Die Integration von Microsoft-Produkten schafft Abhängigkeiten.
  • Die Kosten für KI-Lösungen müssen im Verhältnis zum Nutzen stehen.
  • Granulare Lizenzierung ermöglicht Anpassungen an Unternehmensbedürfnisse.
  • Regelungen im Umgang mit KI sind notwendig, um Wildwuchs zu vermeiden.
  • Mitarbeiter sollten im Umgang mit KI sensibilisiert werden.
  • Die Nutzung von KI kann erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse bringen.
  • Die Diskussion über Lizenzkosten muss auch die Personalkosten berücksichtigen.

Transkript

Michael
00:00:56
Lass podcasten. Moin, René, ich grüße dich, hi.
René
00:01:01
Ja, moin, Michael. Du hörst dich so motiviert an, was ist da los?
Michael
00:01:06
Na ja, was heißt motiviert? Ich komme gerade aus einer relativ interessanten Audit-Bekleidung, was ich den ganzen Tag hatte. Zeichnen auf, um 14.30 Uhr starten wir jetzt die Aufnahme. Das heißt, ich bin seit heute Morgen um 8 Uhr in einem sehr interessanten Audit drin gewesen. Von daher habe ich noch ein wenig Elan.
René
00:01:31
Ich will ja nichts sagen, ich war im gleichen Audit.
Michael
00:01:37
Ich glaube, wir beide sind sehr froh, dass wir sagen konnten, wir haben jetzt wichtige Termine. Also auch da, normalerweise gehen Kundentermine und Kundenaudits vor und alles gut. Aber das ist jetzt auch echt so, dass wir es alleine lassen können. Und das war echt so spontan und so reingecrasht in unseren Termin, dass wir es alarmmäßig betreut haben und wir durften das jetzt in aller Seelenruhe auch in gute Hände so verlassen, dass wir da nicht mehr gebraucht werden. Aber ja, genau.
René
00:02:01
Ja, und es kann nur noch bergauf gehen. Also nicht, dass das Audit schlecht gelaufen ist, sondern puh, viel, viel, ja, Audits halt. Sehr kleinlich, sehr, sehr ins Detail. Aber deswegen umso schöner, dass wir jetzt hier zusammengefunden haben und jetzt miteinander einfach ein bisschen quatschen können.
Michael
00:02:22
Über angenehme Themen reden können. Lass uns über angenehme Themen reden. Wie war deine letzte Wurzelbehandlung?
René
00:02:32
Ich glaube, den Vergleich, den verliert das Audit dann doch nicht. Oh Mann, komm auf, ernsthaft. Ja, heute sprechen wir über Copilot und die entsprechende Lizenzierung. Du hattest das Thema ja selber reingebracht, einfach weil da ja viele Unklarheiten bestehen. Microsoft hat ja auch zwischendurch einfach seine Lizenzstrategie geändert und so und da ist doch einiges nicht ganz klar, wie jetzt wirklich lizenziert wird, worauf man zu achten hat und so weiter. Und das wird heute unser Hauptthema sein.
Michael
00:03:10
Ist für mich ein absolutes Wunschthema. Deswegen habe ich mir das genommen und habe dich dazu rausgepickt, weil ich glaube, am Ende ist hoffentlich jedem klar von dem Podcast, Copilot ist nicht Copilot, sondern Copilot gibt es in ganz verschiedenen Versionen. Die unterschiedlichen Dinge können unterschiedlich viel Geld kosten und man auf unterschiedliche Dinge achten muss an dieser Stelle. Nicht ein Copilot ist ein Copilot.
René
00:03:33
Nein, absolut nicht. Aber genau, da kommen wir gleich zu. Vorab würde ich es gerne wieder so machen, wie wir es eine ganze Zeit lang gehabt haben. Wir haben jetzt in den letzten Episoden nicht mehr ganz so viel, aber würden nochmal wirklich auf die sicherheitskritischen Dinge gucken, die jetzt in den letzten Wochen so angefallen sind. Allen voran eine Sache und das ist jetzt nichts Kritisches, sondern ob ich es positiv finde, ist mal dahingestellt. Windows 10 verlängert sich um ein Jahr. Okay. Der Verbraucherschutz der EU hat durchgesetzt, dass Windows 10 Updates tatsächlich um ein Jahr verlängert werden. Microsoft hatte zwischendurch mal so eine Zwischenlösung angeboten, also sprich, dass man alle seine Daten ins OneDrive sichert. In der Regel ist es dann ja logischerweise so, dass der kostenlose Speicher von OneDrive nicht ausreicht. Also musste man dafür zahlen. 30 Euro waren es, glaube ich. Und dann konnte man halt ein Jahr die Updates weiterbekommen. Auch da hat sich die EU dann jetzt durchgesetzt und jetzt ist es halt so, dass es komplett kostenfrei ist für ein weiteres Jahr. Es wird weiterhin Sicherheitsupdates geben und so weiter. Das ist das Positive daran. Das Negative muss ich aber direkt dazu sagen. Allen müsste klar sein oder alle sollten dabei bedenken, wartet nicht wieder so lange wie in diesem Jahr. Weil das Problem ist einfach, da sehen wir jetzt, Bestellung von PCs, von Computern ist jetzt extrem schwierig. Lieferzeiten 4 bis 6 Wochen, eher 8 bis 10. Weil jetzt alle auf den letzten Drücker ankamen und dann doch wechseln wollten. Das sollte man im nächsten Jahr wirklich jetzt im Hinterkopf behalten. Wenn man jetzt geplant hatte zu wechseln, bitte jetzt wechseln. Es ist ja nicht so, dass wir jetzt durch ein halbes Jahr irgendwie total schlechte Hardware haben, sondern einfach, wir kommen nicht in die Situation, dass wir nachher zu spät dran sind und dann auch das Datum quasi verpasst.
Michael
00:05:38
Lieber jetzt auf Lieferzeit gehen und safe bestellen, dass die Hardware noch kommt und dass die halt wie im Haus ist. Und was man halt auch fairerweise dazu sagen muss, ich weiß jetzt nicht wie dir es geht, aber mir geht das so, ich bin schon im Jahresendsport drin irgendwie. Ich weiß nicht, ich war letzte Woche noch mal kurz im Urlaub. Es geht jetzt so mit Jahresendsport-Rallye los. Wir zeichnen auf 30. September. Heißt, wir haben im Prinzip Oktober. Rechne noch mal die zwei Wochen im Dezember weg, wo nicht mehr viel geht. Da bleibt nicht mehr viel vom Jahr. Also das ist jetzt wirklich schon so, wo man sagt, aufpassen, sammeln, organisieren. Was muss dieses Jahr noch dringend passiert werden? Was muss ich schon vorausschauend organisieren? Was brauche ich im kommenden Jahr? Was brauche ich in den Monaten? Weil gerade Aufträge, Dinge, die getan werden müssen, Zertifizierungen, die noch anstehen bei Kunden. Das sind alles so Dinge, bis Jahresende, bis Jahresende. Und da muss man, wenn man sagt, wir wollen bis Jahresende fertig sein, dann guckt jetzt mal auf den Tacho. Wir haben, wenn ihr es hört, Oktober. Und Jahresende ist nicht der 31. Dezember, sondern Jahresende ist immer so um den 15., 16., 12. Dezember. Danach rettet man keine Welt mehr. Dann geht alles so in den Wintershutdown rein. Und was man bis dahin nicht gerettet hat, schafft man auch bis zum 31. Dezember nicht mehr. Das ist so ein Thema.
René
00:06:54
Drei Monate sind nichts. Ja, also ich denke, dazu ist alles gesagt. Wir haben den Druck ein bisschen raus, dass wir jetzt nicht so ganz schnell sein müssen. Ich meine, am Ende des Tages, wir hätten jetzt auch nicht mehr viel Zeit gehabt. Der 14. ist nämlich nicht mehr so weit weg. Da wäre es ja soweit gewesen. Aber ja, jetzt halt ein Jahr. Also bitte jetzt so schnell wie möglich planen, damit man da nicht in die Situation kommt, dass man dann da doch auch dafür zu spät ist. Weil danach wird es keine Verlängerungen geben. Also da kann man sich sehr sicher sein. Da kann man einfach ausgehen, ja.
Michael
00:07:30
Ja, aber wenn wir bei Windows sind, dann sind wir bei Microsoft. Ich glaube, Microsoft zieht sich heute ziemlich gut durch. Microsoft hat eine kritische Lücke gehabt, wenn ich das richtig auf dem Radar gesehen habe, oder? Da war irgendwas im Entry. Die ist aber wohl geschlossen. Kannst du kurz was dazu erzählen? Was ich mitgekriegt habe, ist, es war eine Sprachstelle, wo du über einen Tenant hinweg quasi Administratoren-Zugriffe und Administratoren-Kennwörter durch die Gegend fliegen lassen konntest. Hast du da nähere Details für?
René
00:08:02
Ja, wie es genau funktioniert, kann ich dir nicht sagen. Aber es ist auf jeden Fall genauso, wie du gesagt hast. Es ist so, dass man sich über die Tenant-Grenzen hinweg administrativ bewegen konnte. Das heißt, man konnte sich in anderen Tenants quasi als Administrator ausgeben, konnte dann MFA und Conditional Access umgehen und sich somit quasi kompletten Zugriff auf den Tenant verschaffen. Es ist jetzt nicht, dass wir jetzt dieses Problem so weit verbreitet haben, dass da extrem viele Tenants betroffen waren. Aber am Ende des Tages, die Sicherheitslücke war da und wurde jetzt Gott sei Dank geschlossen. Das ist immer auch so ein bisschen das Risiko in so einer Mandantengeschichte, also wenn man wirklich so eine Mandantentrennung hat auf einer Plattform. Allerdings ist ja das Gleiche, wie wir immer sagen. Microsoft hat ein großes Team dahinter. Wenn denen bekannt ist, dass es da ein Problem gibt, dann reagieren die auch schnell. Ja, haben sie an dieser Stelle ja auch gemacht.
Michael
00:09:05
Okay, super. Also der Bug ist zu, Lücke ist geschlossen. Update, Bugfix ist raus. Und das ist wohl auch im September diesen Jahres noch zugegangen. Also wenn alles gut läuft, sind die Patches raus und installiert.
René
00:09:22
Also die Sicherheitslücke ist ja schon geschlossen.
Michael
00:09:26
Genau, das meine ich damit.
René
00:09:28
Da gab es ein Update, das wurde automatisch ausgerollt. Ist ja auch nur im M365 das Problem. Also dementsprechend ist es eh zu. Also da hat keiner Sorgen zu haben jetzt noch. Von daher passt das alles. Viele Dinge, man muss halt sagen, also gerade beim Entry ID mittlerweile bei Microsoft, da hängt ja schon einiges dran. Unser Thema heute Copilot ist auf jeden Fall sehr abhängig davon, was Identitäten angeht und so. Also von daher. Aber das ist damit auf jeden Fall jetzt gelöst. Sehr schön. Dann was Positives. Microsoft und Cloudflare haben sich zusammengetan. Es gab so ein Phishing-Netzwerk namens Raccoon O365. Und die haben halt über Telegram gefälschte Microsoft Login-Seiten erstellt beziehungsweise darüber auch ausgerollt. Und dieses Netzwerk wurde halt eben von beiden gemeinsam, also von Microsoft und Cloudflare gemeinsam identifiziert und entsprechend abgeschaltet. Das ist auch was Positives. Also man sieht halt, das sind ja alles keine Kleinigkeiten mehr, aber es ist breit gefächert, es werden viele Dinge dann trotzdem angegangen und es wird auch gelöst. Also das ist halt genau der Vorteil von so großen Anbietern. Da haben die wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten, wenn sie ein großes Team dahinter haben. Jo, dann ist es eigentlich...
Michael
00:11:01
Bleiben wir bei Microsoft, gell?
René
00:11:03
Wir bleiben immer bei Microsoft heute irgendwie.
Michael
00:11:06
Wir nehmen mal kurz Cloudflare mit dazu.
René
00:11:11
Genau, das haben wir ja gerade gemacht. Genau, und was noch ist, Microsoft hat im letzten Patch-Day über 80 Sicherheitslücken adressiert, darunter acht kritische und zwei Zero-Day-Lücken. Und die waren auch schon öffentlich bekannt. Office-Updates wurden veröffentlicht und so weiter und so fort. Also da gab es einiges, was diesen Monat passiert ist, hat Microsoft halt eben entsprechend alles ausgerollt und dementsprechend geschlossen. Also auch da sicherheitstechnisch ein Stück vorangekommen. Ich meine, klar, wo sich was schließt, öffnet sich was Neues, aber man ist hinterher, dass die bekannten Sicherheitslücken eben nicht offen bleiben. Ja, okay. Und damit wären wir eigentlich schon dabei. Wir haben ja jetzt über die ganzen Microsoft-Themen gesprochen, die jetzt wirklich so anlagen, also aktuelle Dinge. Und jetzt kommen wir eigentlich wirklich zu, ja, das ist ja eigentlich das aktuellste Produkt, würde ich jetzt mal behaupten. Also das zukunftsweisendste Produkt neben Power-Plattformen und so weiter. Aber KI ist ja einfach das Thema und der Copilot ist bei Microsoft eben genau dieser Part. Und da würde ich gerne jetzt den Schwenk rüber machen, Michael. Du hast das Thema aufgemacht, öffne die Büchse.
Michael
00:12:38
Ja, ich habe halt das Thema, nicht nur ich, sondern ich merke es halt auch in der Betreuung und bei Kundenanfragen. Du kriegst halt KI nicht mehr weg. Also KI, darüber müssen wir uns klar sein, das ist wie das Internet, das ist jetzt nichts Neues und das wird auch nicht irgendwann wieder verschwinden, das ist gekommen und zu bleiben und das ist immer mehr ein Thema. Und sehr viele Kunden oder sehr viele Anfragen, die mich ja heilen, haben halt genau das Thema, die einfach sagen, boah, da gibt es doch was von Microsoft. Das ist doch bestimmt auch schon bei mir in Microsoft mit drin. Lass mal Copilot nutzen, das ist ja wesentlich günstiger oder das kostet ja nichts, weil es ist ja Microsoft und ich zahle ja eh schon für eine O365-Instanz, also bin ich doch viel günstiger wie bei einem JetGPT, um JetGPT stellvertretend für alle anderen Dinge jetzt einfach mal genannt, bin halt einfach da an der Stelle besser dran und viele setzen da halt blind, einfach Copilot ist Copilot und sagen, ja, das kostet nichts, da kann ich doch Gas geben. Und bei mir in der Beratung ist es halt immer so, dass ich dann die Bremse reinhaue und sage, nein, es gibt unterschiedliche Lizenzmodelle, es gibt unterschiedliche Ausprägungen von der ganzen Sache und dann kommt das Ganze in Stocken. Und das ist, finde ich, heute so das Thema, wo man mal drüber reden kann, wo du mal als ITler und als der, der die Sache hat, mal auf die Lizenzverträge aufweisen kannst, mal gucken kannst, was die Unterschiede sind, dass wir da ein bisschen mehr Klarheit reinkriegen, damit wir im Idealfall unseren Zuhörern und unseren nächsten Anfragen einfach hier den Podcast geben können und sagen, hör dir das an, dann weißt du, worum es geht und dann können wir weiterreden, weil das ist halt echt ein wichtiges Thema, oder? Du merkst, der klebt sich ja auch überall mit rein. Du kommst ja kaum noch drumrum, das Ding nicht zu benutzen, weil er sich so tief in das ganze System inzwischen einbindet. Das ist ja echt anstrengend.
René
00:14:29
Ja, man muss ihm schon sehr gezielt aus dem Weg gehen. Das bringt es eigentlich auf den Punkt, also ob es der administrative Zugang ist in so einem Portal von Microsoft, da ist der Copilot davor, also wird vor alles andere geschaltet und so. Ja, der ist schon sehr präsent. Man muss aber auch sagen, nicht ganz zu Unrecht. Also natürlich, man kann es auch übertreiben. Ja, ich finde es auch ein bisschen zu stark überall eingebunden. Aber an sich, es bieten sich sehr, sehr viele Möglichkeiten damit. Das können wir gleich nochmal im Detail besprechen. Ich würde gerne nochmal einmal auf die Situation zurück, was du gerade sagtest, dass Mitarbeiter, nicht Mitarbeiter, sondern Kunden auf dich zukommen und sagen, hey, Copilot ist doch schon da in meinem Teams. Und da ist es halt so, das Copilot, was da drin ist und nicht lizenziert wird, ist quasi wie ein kostenfreies Chat-GPT und die Daten werden zu Testzwecken verwendet. Es ist zwar überall da, in der eigenen Umgebung, also im eigenen Teams, in Windows meinetwegen, aber diese Daten werden klar zu Testzwecken verwendet. Kostet das Produkt nichts, ist man selbst das Produkt. Stichwort, so ist es an der Stelle auch. Das heißt, alles, was ich da reinschicke, wird auf jeden Fall so eins zu eins in dieses Datensammelsorium von Microsoft reingekippt beziehungsweise direkt an OpenAI weitergeleitet und ist dann entsprechend nicht mehr geheim.
Michael
00:16:07
Dem muss man ganz klar sein. Klassisch Trainingsdaten und das ist ja das, warum ich eben so gesagt habe. Es verzwickt sich so in die Systeme, weil es verleitet halt saumäßig einfach dazu, um den Knopf zu drücken. Aktiviere mal Copilot in Outlook. Aktiviere mal eben dies, aktiviere mal eben das. Und dann machst du halt eben, wie du eben gesagt hast, dann machst du halt eben eine Büchse auf, die du wahrscheinlich dich haben wolltest und erst recht in dein Unternehmen an der Stelle. Weil auch da müssen wir sagen, wir werden immer wieder so ein bisschen einen Schwenk drüber machen. Auch da ist ja inzwischen auch, wir haben die DSGVO, wir haben die KI-Verordnung. Das heißt, wir müssen uns als Unternehmen schon Gedanken machen, was passiert denn mit Daten in einer KI? Wie verarbeitet eine KI Daten? Welche KI will ich einsetzen? Ist die KI in Ordnung? Trainingsdaten ja, nein. Risikobewertung, Datenschutzbetrachtung etc. Und da ist halt eben das Blödste, was du halt einmal machen kannst, wenn du halt so viele Verlockungen hast, dass du irgendwann einer Verlockung nachgibst und einfach oben irgendwas aktivierst, was am Ende nicht fein ist für dein Unternehmen. Und das ist so das Thema, was ich sehe.
René
00:17:16
Das ist so. Also ich meine, wenn etwas extrem präsent ist, ja, und du hast ja auch nicht nur User, die wirklich versiert sind und so. Das ist es halt vor allem. Wenn jemand zum Beispiel mal Chat-GPT gehört hat und fängt da an reinzutippen und so und ist sich den Gefahren nicht bewusst, ist es natürlich schlecht, wenn man dann nicht da wirklich entgegen geht. Es muss eins klar sein. Also Copilot besteht oder erscheint in den Umgebungen nur dann, wenn man es nicht deaktiviert. Das ist ja der erste große Punkt. Also wenn man es nicht nutzen möchte, also weder in der kostenfreien noch in der kostenpflichtigen Variante, dann deaktiviert es doch bitte. Das ist gerade im Microsoft 365 Umfeld möglich. Man kann es da deaktivieren. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Also auch bis jetzt.
Michael
00:18:11
Ja, die Frage der Deaktivierung, mache ich das im 365 Tenant, weil wenn ich es in dem Outlook selbst deaktiviere, bleibt nach wie vor oben das Copilot-Fältchen drin, was immer dich anwinkt und sagt, aktiviere mich doch. Also du kriegst das halt deaktiviert, aber du hast immer präsent, oben deswegen sage ich, der verbohrt sich so rein.
René
00:18:32
Der bleibt, aber es wird nichts davon genutzt. Also wenn du da drauf klickst, wird keine Funktion aufgerufen, weil das es deaktiviert. Das ist so, du hast recht, also ganz weg kriegt man es nicht, gerade weil Apps ja für sich selbst stehen. Also wenn man die Desktop-Varianten installiert, dann steht es da halt drin und man kann es halt auch nicht ändern, aber man kann die Funktion dahinter deaktivieren. Und wenn wir jetzt von dem Copilot in Excel, Word, Outlook, was weiß ich was sprechen, der lässt sich zentral über das Admin-Center vom M365 deaktivieren oder über die PowerShell, wie man es halt lieber machen möchte. Das geht schon. Wenn wir von diesem Copilot, der im Windows integriert ist, wenn wir davon sprechen, dann lässt sich auch dieser deaktivieren und zwar über eine Gruppenrichtlinie oder über die Intune-Richtlinien. Da geht es halt auch, also dann könnte man den eben aus dem Windows deaktivieren. Und was noch, das ist dann der dritte Punkt, wenn man den Edge-Browser, ich meine, was erzähle ich hier, der benutzt kein Schwein, aber wenn man ihn benutzen möchte, dann lässt sich auch das deaktivieren über die Edge-Richtlinien, also auch eben per Gruppenrichtlinie oder per Intune und dann hat man eben die Möglichkeit, dann zumindest die Funktion dahinter zu deaktivieren.
Michael
00:19:59
Ja, aber weißt du, was ich kritisch finde? Und das merke ich jetzt gerade wieder so ganz bewusst, während wir hier drüber reden. Wir reden halt von Copilot. Sind wir bei anderen Modellen, reden wir von einem Business, von einem Pro, wir reden von einem Basic, wir reden von einem Standard, wir reden von irgendwas. Bei Microsoft heißt das eben Copilot. Und du kannst, wenn du als Kunde oder als End-User oder als Benutzer ganz schwer differenzieren, was für ein Copilot hängt denn jetzt da dahinter. Wenn das ganz klar wäre, wenn da oben steht, aktiviere Copilot Basic, dann hast du schon mal mehr einen Trigger, dass du sagst, oder Copilot Free, das ist beim Chachipiti ja auch in so einer kostenlosen Version. Wie gesagt, wenn ich Chachipiti sage, meine ich auch Cloud und andere Systeme. Das ist jetzt nur symbolisch für ein anderes System. Da siehst du es oder da erkennst du es. Dann hast du eher schon mal so ein Gefühl dafür, dass wenn da Free steht, vielleicht eine uncoole Kiste. Oder was ist denn jetzt Free? Also wahrscheinlich nicht Daten-Free, sondern nur Dollars-Free. Und das fehlt mir halt bei Copilot in der Betrachtung und in der klaren Signalisierung. Was schalte ich denn jetzt hier scharf? Womit arbeite ich hier denn jetzt wirklich?
René
00:21:09
Ja, das ist so. Also es gibt da keine spezielle Kennzeichnung dazu, wenn man jetzt die Pro-Variante oder so hat. Aber worin unterscheidet es sich? Eingangs, als das begonnen hat, gab es nur genau eine Variante. Und das war Copilot. Fertig. Dann hat Microsoft sich überlegt, wir machen das mal anders. Wir setzen Copilot auf jedes einzelne Produkt. Man kann es so granular buchen, also auf Word, Excel und Outlook, glaube ich, war es dann in einem Paket. Und dann gab es das für weitere Anwendungen auch separat. Auch davon hat sich Microsoft dann jetzt letzten Endes wieder verabschiedet und ist dazu übergegangen, genau drei Lizenztypen, nee, es stimmt nicht, sogar vier Lizenztypen davon zu erstellen. Und die gebräuchlichste davon ist sicherlich Microsoft 365 Copilot. Die Sache ist die, du kannst nicht Copilot als eigenes Produkt erwerben. Das geht schlichtweg nicht. Du musst eine Basisvariante haben und eine Grundlizenz haben und das ist entweder, wenn wir in der Business Schiene sind, ist es entweder die Business Standard oder die Business Premium. Und wenn wir im Enterprise Bereich sind, ist es die E3 oder die E5. Das ist die Grundlizenz. Erst dann kann ich Copilot überhaupt buchen, weil Copilot ein Add-on zu meiner bestehenden Lizenz ist. Kostet circa 30 Euro pro Monat pro User.
Michael
00:22:53
Und das unterscheidet sich aber essenziell von der kostenlosen Version oder von der Free Version, die du eben oben bei irgendwo einschalten kannst oder die du auch in der Browser Engine als Suchfunktion nutzen kannst. Also abgesehen von den KI-Tools, die ja in den Software-Systemen drin sind mit schreib mir mal meine E-Mail neu oder was oder mach mir mal ein PowerPoint, was toll aussieht, hast du ja immer auch noch so einen reinen Chatbot, nenne ich es jetzt einfach mal. Und da gibt es ja auch die Möglichkeit, selbst wenn du in einem Standard-Premium oder in einer E-Lizenz drin bist, kannst du ja auch ohne die 30 Dollars zu bezahlen ein Chatbot nutzen. Nur der ist es halt eben nicht, der dich absichert und der dir den Standard und das Premium und das Business gibt, was dir dein eigentlicher M365-Account gibt, sondern die setzen ja da ein minderwertigen, kostenlosen Copilot obendrauf, dass du überhaupt das nutzen kannst. Nur der entspricht ja nicht den Maßgaben und den Vorgaben, die du sonst in einer Business-Version von M365 drin hast. Willst du gleichziehen vom Datenstandard, Region, keine Trainingsdaten, Separierung etc. musst du, das wie du es gesagt hast, zu deiner Lizenz eine kostenpflichtige Copilot-Version dazu buchen. Und das ist der Knackpunkt, was den wenigsten bewusst ist. Die sagen, ich zahle für eine M365-Lizenz, ich zahle jetzt einfach mal, ich habe eine E3-Lizenz, die kostet mich jeden Monat schon Dollars, da oben ist ein Copilot-Knopf, da drücke ich drauf, dann funktioniert es, der wird schon sicher sein, ich bin ja in einer Business-Lizenz drin oder in einer E-Lizenz. Das finde ich super wichtig.
René
00:24:38
Ja, deswegen ist es aber auch umso wichtiger, dass quasi Copilot deaktiviert wird im Tenant, wenn man es nicht nutzen möchte. Also nicht kostenpflichtig nutzen möchte. Das ist halt extrem wichtig. Im Unternehmensumfeld muss das ganz klar so sein, man deaktiviert das, wenn es nicht genutzt werden soll. Also wenn es nicht gebucht werden soll.
Michael
00:25:00
Und das ist halt sehr wichtig. An alle IT-Admins dieser Welt, die in dem M365-Tenant unterwegs sind, deaktiviert die Möglichkeit, wenn ihr euch nicht bewusst für die kostenpflichtige Version entschieden habt. Um halt einfach so ein Gulasch vorzubeugen.
René
00:25:17
Ja. Und ansonsten ruft an. Ja. Jetzt mal zurück. Die Variante, die ich gerade genannt hatte, also Microsoft 365 Copilot als Add-on, da ist es so, es ist halt die Integration, wovon wir schon gesprochen hatten in Word, Excel, Outlook, Teams, KI-Hilfen, also sprich Textentwürfe, dieses zusammenfassende Outlook von Nachrichten und so. Also das, was man wirklich als Button scannt, das bekommt man dann eben in einer gesicherten Umgebung. Dann nächste Variante, die es gibt, ist Copilot für Sicherheit, also der Security Copilot. Da ist es so, die Grundinfrastruktur ist immer noch genauso. Also wie bei der Standardgeschichte. Es ist nur so, dass wir dann zusätzlich ein höheres Level an Security haben. Also die Anforderungen, die dahinter liegen, sind halt höher und das könnte auch dazu führen, dass wir noch zusätzliche Lizenzen brauchen, also nicht einfach nur der Copilot Security, sondern dann könnten noch Lizenzen anfallen wie Defender, wie Entra Pro, also Entra in den entsprechend größeren Varianten, Azure, keine Ahnung. Das, was man halt so braucht, die Lizenzen braucht man dann auch noch an Top. Das heißt, ich habe mir meine Grundversion gekauft, meine Microsoft 365 Lizenz, hole mir ein Copilot für Security und brauche dann noch die entsprechenden Security Lizenzen dazu. Also es zieht ein bisschen was mit sich. Da ist es so, die Kosten dafür liegen auf jeden Fall höher als bei dem standardmäßigen. Es ist nicht so, dass wir jetzt, da können wir jetzt keinen festen Preis nennen, weil das kalkuliert sich ja daraus, was man alles so braucht, wie ich gerade gesagt habe mit dem Defender und so, ist halt nutzungsbasiert teilweise. Also das ist eben auch noch ein Unterschied. Man kauft sich nicht einfach eine Lizenz, sondern es ist teils so wie, ich weiß nicht, kennst du die Abrechnung von SQL Server? Nein. Wenn du dir eine Datenbank im Azure holst, dann musst du nachher je Einsatzzeit und genutzte Gigabyte quasi abrechnen. So ähnlich ist hier auch zu sehen. Das heißt, es ist nutzungsbasiert. Also es werden wirklich deine Live-Daten genommen, wie viel davon zum Einsatz kam und das sind eben nochmal Kosten, die on top kommen. Vorteil dabei ist halt, man hat die zusätzlichen Sicherheitsfeatures, Threat Hunting, man hat noch ein besseres Reporting und Incidence Response. Also es gibt da so ein paar Vorteile, die sich daraus bieten. Wichtig ist dabei aber auch, jeder, der jetzt denkt, dann habe ich mehr Sicherheit. Bitte nur buchen, wenn ihr wirklich auch Security versiert seid. Also Sicherheitsteams, Compliance-Abteilungen, vor allem auch nur in größeren Unternehmen, wo die Risikoanalyse in der Form überhaupt notwendig ist.
Michael
00:28:25
Der Security Copilot ersetzt nicht die Informationssicherheit und nicht das Betrachten.
René
00:28:32
Davon sind wir weit weg.
Michael
00:28:33
Nein, das wäre aber kurz zwischen den Bogen vom Anfang, das wäre relativ einfach, heute Morgen gewesen, hätten wir gesagt, wir setzen Copilot Security ein. Vielen Dank, auf Wiedersehen.
René
00:28:49
So, dann dritte Variante vom Copilot ist GitHub. GitHub Copilot. Die Lizenz kommt auch über GitHub, nicht über Microsoft selbst. Hat eigentlich wirklich den Fokus auf Entwicklung. Also ist wirklich für Entwickler gedacht. Ist eine separate Berechnung, Preis pro Nutzer. Also da wirklich herkömmlich. Ist auch kein Add-on zu einer bestehenden Lizenz, sondern das ist wirklich eine für sich stehende Lizenz. Vorteil dabei ist halt, warum überhaupt ein Copilot das Coding wird teilweise übernommen beziehungsweise kann darüber erleichtert werden. Vorschläge werden gemacht, automatisierte Hilfe auch beim entwickeln. Gerade für Teams, die da nicht extrem in der Entwicklung stecken, ist es denke ich sehr, sehr hilfreich, wenn da jemand ist, der mal hier und da sagen kann, hier mach mal. Das ist schon mal ganz gut. Wie eigentlich schon angedeutet, richtet sich halt wirklich hauptsächlich an Entwickler, DevOps und Engineering Teams. Und dann haben wir noch die letzte Copilot Variante und das ist Power Plattform. Also über die Power Plattform hatten wir hier und da schon mal gesprochen. Power Apps, Power Automate. Das ist die Basis dazu. Power Apps und Power Automate sind wirklich meine Grundlizenzen, die ich brauche. Habe ich die nicht, kann ich die Power Plattform Copilot nicht kaufen. Ist aber auch logisch, was will ich damit, wenn ich die ganze Plattform nicht habe. Also wenn das lizenziert ist, kann man eben diesen Copilot oben draufsetzen. Auch da, es gibt keinen festen Preis an der Stelle, weil es variiert halt je nachdem, was man eben einsetzt, was man braucht, wie wir es gerade schon mal ähnlich hatten. Wozu ist das ganze Ding Low Code, No Code? Denke ich klar, Baukastensysteme sind ja sehr ohne Coding und sowas gesehen. Automatisierung sind sicherlich ein Thema und Chatbot ähnliche Assistenzen. Also jetzt kein Chatbot vollumfänglich, aber man hat halt schon Möglichkeiten, Dinge damit zu automatisieren, eher wie eine Wissensdatenbank, nicht wie ein Chatbot, der freispricht. Er macht auch Workflow-Vorschläge. Das heißt, wenn ich Daten reinkriege, kann er schon vorschlagen, da müssen die Daten so hin, da würden sie Sinn machen und so weiter. Das geht schon. Richtet sich hauptsächlich an Teams, die wirklich, was sowas angeht, in den Power Plattformen unterwegs sind. Also wenn man wirklich eigene Anwendungen so ein bisschen machen möchte oder erstellen möchte, also gerade aufs eigene Unternehmen gesehen oder eben auch Automatisierungsprojekte. Dafür bietet es sich hauptsächlich an.
Michael
00:31:42
Was mich jetzt interessieren würde, wenn wir über alle von diesen vier Modellen reden, die du gerade gesprochen hast. Es gibt ja unterschiedliche Arten. Also ich kenne es bei anderen Software-as-a-Service-Dingern, da kannst du einen Dienst dazu buchen, da geht es pauschal über alle User drüber. Das heißt, du hast irgendwie 50 User im Unternehmen und du sagst, ich hätte jetzt gerne Copilot und dann musst du Copilot für 50 User kaufen oder kannst du ganz dediziert sagen, ich kaufe, also kannst du die Lizenzen kaufen und sagen, ich brauche fünf Copilot-Lizenzen und kann die fünf Copilot-Lizenzen dedizierten Usern zuweisen oder kannst du solche Lizenzen nur pauschal über deinen Tenant kaufen, also entweder alle oder keiner?
René
00:32:22
Also das ist beim Copilot tatsächlich nicht so. Es ist auf den User runterbezogen. Aber gut, dass du es gerade gesagt hast, weil wir ja gerade darüber gesprochen hatten, dass man eine E3, eine E5 Business Standard oder Business Premium braucht für den Standard Copilot. Wichtig ist bei der Lizenzierung von Microsoft und das betrifft nicht den Copilot, die höchste Lizenz gilt. Das heißt, kaufe ich mir eine E5 Lizenz und setze die im Unternehmen ein und schalte damit Sicherheitsfeatures frei, dann muss ich diese Lizenz für alle anschaffen, weil ich keine Möglichkeit habe, die oder nein, ist nicht wichtig, die Features kann ich schon für andere Benutzer deaktivieren. Das Problem wird nachher das Auditing durch Microsoft. Sollten die kommen und eine Audit fahren, ist es extrem schwer nachzuweisen, dass man das auch wirklich so umgesetzt hat und auch zu argumentieren, weil Microsoft würde sagen, ja, aber es macht ja Sinn, dass du es überall nutzt und du sagst, nee, brauche ich aber nicht. Dann kannst du trotzdem durchs Raster fallen und hast dann die Kosten an der Backe. Da immer die höchste Lizenz ist ausschlaggebend, beim Copilot ist es tatsächlich nicht so.
Michael
00:33:37
Ich kenne es von Confluence, die haben Robo im Einsatz zum Beispiel und da ist halt einfach so Buchs rein oder lass es draußen. Da kannst du eben nicht bei zehn Usern drei Robo-Lizenzen erwerben, sondern du sagst, ich will das mit dazu haben und dann kostet das pauschal komplett über die gesamte User-Anzahl. Also da gibt es nur alle oder keiner. Deswegen war das jetzt so meine Frage.
René
00:33:56
Warum hast du das gerade gesagt? Wenn Microsoft das jetzt gehört hat, kommt das als nächstes.
Michael
00:34:00
Ja, war eine tolle Idee.
René
00:34:06
Habt ihr einen Vertrag gemacht oder so?
Michael
00:34:08
Kriegst du was ab? Nein, wir leben, Microsoft und ich, wir leben Entscheidungen aktuell, aber das ist ein anderes Thema.
René
00:34:18
Ja, nein. Also es ist eine zusätzliche Lizenz und die kann auf den User runter gebucht werden.
Michael
00:34:27
Dann kann ich die, da kann ich die floaten. Das heißt, ich könnte die Lizenz auch heute Lieschen Müller und morgen der Erna Schneider zuweisen und übermorgen im Günder über den dreifachen. Ich würde keiner machen, glaube ich, in der Praxis. Das wäre zu kompliziert und zu aufwendig. Also du müsstest ja dann immer in den Talent reingehen, musst es rumschmeißen und dann weiß ja keiner mehr, was mit Archivdaten mit Sachen passiert. Also ich glaube, es ist eine theoretische Möglichkeit, die aber in der Praxis keine Anwendung findet.
René
00:34:57
Genau, also es ist möglich. Es ist ja genauso wie die M 365 normal, die Standard oder Premium oder Lizenz. Da ist es ja auch so, man kann sie verschieben. Das Problem ist aber nur, da hast du das Problem nicht. Aber ich glaube, schwierig wird es ja alleine schon in der Handhabung, weil du jetzt mal abgesehen davon, dass du die Lizenz dann ja nur übers andere Portal verschieben kannst, aber wenn du jetzt einfach mal schaust, du hast einen Benutzer, der nutzt jetzt Copilot in der kostenpflichtigen Variante und im nächsten Moment nimmst du ihm die Lizenz weg. Am besten hast du vorher Copilot nicht fürs Unternehmen deaktiviert und der prügelt da schön weiter Daten rein. Da hast du natürlich total verloren. Also in der Praxis ist es nicht so, man sollte, wenn dann sich einen internen Zeit, also erst mal den Copilot deaktivieren in der kostenfreien Variante und sich einen internen Zeitpunkt setzen, wo man sagt, okay, jetzt geht die Lizenz über zum nächsten, zum Beispiel aus Testzweck oder was weiß ich. Aber dann das muss klar kommuniziert sein und klar sein.
Michael
00:35:56
Also was wichtig ist, es ist eine Lizenz, die im Tenant erworben wird und auf den User ausgerollt und zurückgezogen werden kann. Jedoch ist ein Floating im Sinne von, wir kaufen eine Lizenz und jeden Tag darf ein anderer mal mit Copilot spielen. Nichts, was in der Praxis sinnvoll ist. Da würde ich die Finger davon lassen. Absolut nicht. Es dreht sich aber alles bei all diesen Dingen und alles, was du mir jetzt gerade wieder erzählt hast, dreht sich halt immer wieder, warum gibt es nicht einfach da so eine Sache und so ein Thema, dass sie das abgrasen. Ich meine, so eine Pro Version. Hast du irgendwie einen Free? Hast du mehr als ein Ding, ein Free, ein Standard und ein Pro? Irgend so was. Das wäre so einfach, weil wir haben jetzt da oben, wir haben eben über vier Möglichkeiten gesprochen. Die fünfte Möglichkeit, du nutzt das Freie innerhalb der Pro Lizenz. Das nächste, es ist so viel Varianten-Kram da, oder?
René
00:36:49
Ja, das ist so. Also Microsoft hat ja sowieso eine riesen Vielfalt an Lizenzen. Das macht es ja sowieso nicht so leicht. Aber dafür gibt es ja Gründe. Microsoft muss mehr Interessen halt wirklich bedienen. Denn da gibt es mehr Interessen und Rahmenbedingungen einfach, die erfüllt werden müssen. Das heißt, wir haben ja zum einen unterschiedliche Kundengruppen. Du hast ja zum einen KMU, die ja eher so auf dieser Business Variante, also auf den Business Lizenzen unterwegs sind. Und du hast Großkonzerne, Enterprise-Bereich. Du hast ja die E3, E5, hatten wir ja gerade schon drüber gesprochen. Das heißt, auch da sind die Anforderungen ja einfach unterschiedlich. Und nicht jeder braucht zum Beispiel die Sicherheitsfeatures, wo wir drüber gesprochen hatten, oder die Power-Plattformen oder, oder, oder. Und genau da unterscheidet sich das halt ein bisschen. Es gibt ja auch technische Voraussetzungen, wenn zum Beispiel ältere Dienste oder On-Prem, wenn es das halt noch gibt. Der eine hat das noch zum Einsatz und nutzt jetzt nur, oder will jetzt nur ein Part im Netz nutzen. Dann hast du ein bisschen das Problem. Deswegen zieht sich das da auch so auseinander. Auch die Lizenzierung. Weil wenn du jemanden hast, der M365 Security buchen will, wozu das Ganze? Weil das kann er ja eh nicht auf seine Infrastruktur runterziehen. Dann monetär, ja, brauchen wir, glaube ich, gar nicht drüber sprechen, ist definitiv auch so. Wie soll ich sagen? Es wird immer von einer Motivation gesprochen. Kunden werden eben motiviert, in höhere Lizenzkategorien zu wechseln. Ich weiß nicht, ob es Motivation ist, ist mal dahingestellt. Kann jeder für sich selber irgendwie bewerten oder beurteilen. So, dann, ja, Compliance ist sicherlich auch ein Thema, weil auch da, diese Features sind halt eben nur in den größeren Plänen oder in den höheren Plänen enthalten, damit sich Microsoft halt einfach sicherstellen kann, dass Anforderungen wie Datenaufbewahrung, Zugriffsschutz oder erweiterte Audit-Logs, das hatte ich ja gerade gesagt, das Reporting und sowas, dass das eben erfüllt ist. Das hast du eben nur in den größeren Varianten. Und, was der fünfte Punkt einfach da an der Stelle ist, Marktentwicklung und Konkurrenz. Also Microsoft muss da einfach flexibel sein, weil andere Anbieter auch flexibel, also ähnlich flexibel sind. Du hast es ja eigentlich gesagt, nur in noch gröberen Umfang. Du hast ja gesagt, eine Free-Variante, eine Pro-Variante und eine Enterprise-Variante meinetwegen. Kunden erwarten genau das, dieses Abgestufte, dass man sich genau das Perfekte rauspicken kann. Das ist auch einfach so eine Marketing-Geschichte, die dahinter steckt mit und gerade auch der Konkurrenz gegenüber. Ich meine, sind wir mal ehrlich, wenn Microsoft nicht diese Integrationen hätte in alle Systeme, also in alle ihre einzelnen Anwendungen, die dahinter stecken, was würde dich denn dazu treiben, dann dahin zu gehen und nicht direkt bei OpenAI zu bleiben? Und jetzt gibst du sogar noch ein Zehner mehr aus als bei OpenAI.
Michael
00:40:13
Aber meinst du, das bleibt so? Jetzt, wo du da so erzählst, wo wir darüber reden, fällt mir gerade so mal der Internet Explorer ein. Gab es da nicht auch mal was bei Windows 95, Windows 98, Internet Explorer voreingestellt, ein Riesentrara und ein Riesenkadets? Gibt es nicht aktuell auch die Diskussion bei Apple, dass Google die voreingestellte Suchengine ist? Also Microsoft bohrt sich an dieser Stelle so tief in die Systeme rein und die preisen ihr Kopeile dermaßen stark an und die machen sich dermaßen präsent in der ganzen Sache breit, um Kunden zu erhaschen. Ich würde es mit damals, war Internet Explorer, der voreingestellt war, wo es damals auch eine Modsklage und ein Modstrara gab, wobei es eben nicht okay war, weil wenn du eine faire Wahl hast zu dem ganzen System und das wird kommen, also ich glaube, dass das immer mehr kommen wird, weil der Kunde halt auch gucken will, kann ich Chachipiti nutzen, kann ich Claude nutzen? Warum muss ich zwingend erforderlich auf ein Copilot gehen?
René
00:41:22
Ja, ich weiß nicht. Ich stehe dem Thema sehr zwiegespalten gegenüber, muss ich ganz ehrlich sagen. Das Thema gab es ja damals auch bei Apple mit dem Safari, dass das das voreingestellte Browser ist und so. Ich finde das ein bisschen schwierig. Also klar, es muss eine Offenheit geben. Hast du aber ja, weil du ja installieren kannst, was du willst. Nur weil es vorher drauf ist, heißt es nicht, dass du es nutzen musst. Aber damit fängt es ja eigentlich an. Ich weiß, was du meinst. Es ist so präsent, dass du eigentlich nicht mehr drumherum kommst. Irgendwann wird die Situation kommen, dass du wahrscheinlich den Anbieter zumindest austauschen kannst. Aber Copilot gehört halt zu Microsoft. Und das ist, als wenn ich sagen würde, okay, aber warum soll denn der Explorer da drin sein? Ich will lieber den Explorer von Apple haben. Warum wird der mir nicht angeboten? Ich meine, es ist ein Microsoft-System. Und wenn Microsoft Microsoft-Produkte darin einbettet, dann ist das so. Wo ich das genauso sehe, ist, wenn z.B. ein Apple sagt, mein voreingestellter Suchanbieter ist Google. Das verstehe ich. Das ist ja kein Angebot von Apple selbst, sondern die haben ja eine Partnerschaft mit jemand anders eingegangen, um gemeinsam Geld damit zu verdienen. Das finde ich schwieriger. Microsoft macht das für sich selbst. Das ist ja am Ende des Tages Apple Intelligence. Warum kann ich da nicht was weiß ich was wählen? Ist ja das Gleiche in Grün. Ich glaube auch, dass irgendwann die Diskussion aufkommt. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber ich stehe der sehr Zwiegespalten gegenüber.
Michael
00:43:03
Ich auch. Weil ich einfach sage, willst du es richtig machen, du kommst, wie du eben schon gesagt hast, jetzt schon fast nicht an Copilot vorbei und lasst Microsoft noch ein halbes Jahr weiterspielen mit Updates und Kram und Planner und Teams und Videoaufzeichnung und Transkripte und KI hier und AI da. Du kommst eigentlich nicht um das System vorbei. Willst du es aber richtig machen, das heißt, du willst schon mal gucken, dass keine Trainingsdaten verwendet werden, dass das Ganze mal auf Servern arbeitet, wo du auch mit einverstanden bist, dass du im Ansatz einen Datenschutzbeauftragten glücklich machst, du eine Basis hast für eine KI, etc. Kommst du nicht darum, eine Lizenz zu kaufen, sprich die 30 Dollar oder die 30 Euro jeden Monat obendrauf zu drücken.
René
00:44:01
Du deaktivierst das.
Michael
00:44:02
Das meine ich ja gerade. Und über das Deaktivieren hast du eben selbst gesagt, kommst du immer mehr dran vorbei. Es wird immer präsenter gesagt, es wird immer da gemacht. Willst du es richtig machen, musst du die Dollars ausgeben. Und das ist so eine Sache, wo ich sage, ja, ist ein Konzept von Microsoft, aber wer es cool findet, das Coolfinden an der Sache hält sich bei mir in Grenzen.
René
00:44:27
Das wollte ich damit nicht sagen. Ich bin kein Befürworter von diesen Sachen. Mir geht es einfach nur darum, die Diskussion ist so einseitig geführt. Es muss offen sein. Aber das ist doch deren System. Und wenn mir das nicht gefällt, kauf das nicht.
Michael
00:44:41
Ja, natürlich ist es deren System. Du kannst es auch jederzeit ausschalten. Nur wie gesagt, der Knopf und die Möglichkeit, dass du es ausschalten kannst, der wird immer versteckter. Und die Leistungseinbußen und der Faktor, wenn du es benutzen willst, oder wenn du es nicht benutzen willst, hast du Leistungseinbußen und Funktionseinbußen. Das kriegst du jetzt schon, das wird immer extremer. Ich finde es einfach uncool, Apple geht einen anderen Weg. Apple geht mit der AI einen anderen Weg. Die hängen da offensiv an Chachipiti dran. Die haben aber entsprechende Felder im System, die so anonymisieren und so rausdrücken, dass die Daten eben nicht für Trainingszwecke mit Realdaten geeignet sind. Die gehen einen anderen Datenschutzansatz, einen anderen Security-Ansatz auf. Oder du kannst deinen Copilot direkt mit einem Pro-Account verbinden, mit deiner Apple Intelligence. Die gehen einen leicht anderen Weg. Jeder Hersteller ist Hersteller. Jeder kann tun und lassen, was er will. Aber ich will es auch nicht einseitig sehen. Und ich will auch nicht sagen, dass Microsoft da Mist macht oder versucht Geld zu drücken.
René
00:45:55
Doch, da brauchen wir uns nichts vormachen.
Michael
00:46:00
Wenn ich es richtig machen will, das ist ja das, was wir eingangs gesagt haben, wenn ich Copilot ganz oder gar nicht. Heißt, wenn ich Copilot bei Microsoft einsetze, muss ich mir bewusst sein, es kostet jeden Monat für jeden User nochmal 30 Euro, für den ich es aktiviere. Das ist so eine Sache, wo ich sage, da muss man sich bewusst sein, das muss man wollen. Das meine ich damit. Das ist auf jeden Fall so.
René
00:46:29
Du hast ja vorhin von dem Internet Explorer Beispiel gesprochen. Mir geht es einfach nur darum, dass da jetzt Copilot steht, finde ich völlig in Ordnung. Weil ich glaube, dass du keine Möglichkeit hast, also nicht in der Menge, nervt mich auch. Auch das steht außer Frage. Aber du könntest jetzt einfach nicht im System sagen, ich hätte jetzt gerne einen anderen Anbieter. Weil der andere Anbieter wird gar nicht so integriert werden können. Das machen die natürlich nur mit dem eigenen.
Michael
00:46:56
Deswegen ja auch die Kooperation so eng mit OpenAI. Der kostet ja auch Geld. Also ein Chat GPT oder ein Blog, die kosten ja auch Kohle. Das ist schon alles in Ordnung. Nur man muss sich bewusst sein, dass der Einsatz von KI im Unternehmensumfeld Geld kostet. Und dann muss man sich einfach überlegen, über eine Richtlinie, über interne Compliance, welchen Weg gehe ich? Wähle ich den Weg mit, ich setze auf das Fährt-Copilot, nutze die Integration oder gehe ich auf eine Drittanbieter-KI, die an einigen Stellen vielleicht Abstriche hat in der Funktion oder in der Integration von Microsoft Office, aber vielleicht günstiger ist oder mir vielleicht ein wenig mehr Spielraum und Möglichkeiten bietet.
René
00:47:50
Ja, stimmt. Wie gesagt, für mich ist die ganze Diskussion einfach nur, das ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn du in deinem eigenen System etwas darstellst, dann finde ich, ist okay. Aber wie du schon sagst, es muss halt noch Möglichkeiten geben, das irgendwie zu entfernen oder anders darzustellen, damit ich halt nicht so da reingedrängt werde.
Michael
00:48:16
Ja, wir machen ja auch immer mal wieder das Nähkästchen auf. Also ich sage dir ganz ehrlich, in meinem Tenet ist deaktiviert, was zu deaktivieren geht an dem Copilot. Ich will ihn einfach nicht. Also ich will ihn einfach nicht haben. Ich habe Copilot, JCPT und Claude im Einsatz. Ich bin mir da bewusst, ich habe entsprechend die Tarife gewählt. Das ist alles cool. Ich weiß, wie ich mit Daten umgehe. Ich will Copilot einfach nicht noch als drittes Jet oder als drittes KI-Tool bei mir im Unternehmen. Ich will es einfach nicht haben. Und ich habe permanent, da ist da oben mein Knöpfchen leuchtet, ich habe permanent die Frage, ich gehe in den Tenet-Admin rein, der heißt jetzt Copilot, ja, also da ist wieder was gemacht. Es ist saumäßig müßig, das einfach bewusst nicht haben zu wollen und sich permanent dagegen zu wehren. Das ist so.
René
00:49:19
So, jetzt habe ich ein bisschen Faden verloren, weil wir sind so weit vom Thema jetzt dann abgekommen.
Michael
00:49:29
Es ging um Kosten. Ich glaube, so weit weg sind wir gar nicht. Es ging um Kosten und es ging darum, dass wir nochmal klar machen wollten, dass eben die Lizenzen auf die User gelockt sind und dass du halt eben auch Lizenzen mixen kannst, glaube ich. Weil das ist ja auch nochmal so ein Ding. Das resultiert ja dann daraus, dass du sagen kannst, ich habe ein Unternehmen mit 200 Mann, davon sitzen 150 im Office und 20 Entwickler drin. Dass ich eben sagen kann, ich hätte halt gerne 20 Lizenzen für die Leute im Office, die es wirklich richtig machen, die die KI-Richtlinie gelesen haben, die die Schulung haben, die es brauchen, die es wirklich brauchen im Unternehmen. Und ich habe auf den Entwicklern eben eine andere Lizenz drauf, eine GitHub-Lizenz, etc., weil die halt Dinge machen, die da tiefer gehen. Und wenn ich auch noch haben will, der IT-Admin hat den Compliance-Gramm drauf und vielleicht noch irgendeiner in der Analytik drin und in der internen Revision hat noch die Power BI-Funktion obendrauf. Das heißt, ich kann das separieren. Also ich muss mich nicht für eine Lizenz für das Unternehmen entscheiden.
René
00:50:34
Genau, das ist halt einer der Vorteile. Die Sache dabei ist ja auch, dass du nicht für alle Copilot-Lizenzen brauchst, du nicht überall eine Basis-Lizenz. Das hatten wir ja auch gerade. Das ist halt auch so ein bisschen der Vorteil, weil du, wenn du jetzt, ich sage mal, du hast diese 150 Office-User, das hattest du ja gerade gesagt, wenn du die jetzt mal als Grundlage nimmst, die brauchen dann auf jeden Fall entweder die Business Standard, Business Premium, E3 oder E5 als Basis und dann kommt das Add-on Copilot drauf. Bei den anderen ist das nicht überall so.
Michael
00:51:15
Ich breche dich kurz dazwischen. Das bedeutet die Business Basic, also diese Standard-Ding. Wir nehmen ja Teams, wir nehmen mal Teams, wir nehmen ein Hosted Exchange bei Microsoft 365 und nutzen Word und Excel Online, also die 6-Euro-Lizenz oder was. Auf die kannst du das Copilot-Add-on nicht buchen. Ist das korrekt? Nein, das ist ja die Business Basic, darauf geht es nicht.
René
00:51:37
Es ist korrekt, dass es nicht geht? Es ist korrekt, dass es nicht geht. Also auf der Business Basic kannst du es nicht buchen. Wie gesagt, also Business Standard und Business Premium sind ja quasi vergleichbar mit der E3, E5. Nur, dass die E3, E5 eben die Enterprise Features dazu haben und eben höher, also in einer größeren Stückmenge lizenziert werden können. Die kannst du nutzen. Ansonsten, alles darunter geht nicht. Das ist deine Basis. Das heißt, das ist deine Basis. Das heißt, wenn du dann den Copilot für diese 150 User haben möchtest, musst du auch die Basis erstmal gebucht haben.
Michael
00:52:25
150 mal Mindeststandard.
René
00:52:30
Ich meine aber ganz ehrlich, wenn du 150 mal Copilot buchst, dann kommt es auch da nicht mehr drauf an. Ich meine, man muss ja auch ehrlich sein. Was bringt mir die Copilot-Lizenz in dem Umfang, wenn ich die Apps auf meinem Rechner nicht habe? Da muss man ja auch ehrlich sein. Es geht ja um die Integration genau da rein. Das macht nur Sinn, wenn du die Lizenz dann auch hast. Deswegen, das kann ich nachvollziehen. Wir hatten ja dann drüber gesprochen bei den Security Copilot. Da ist es ja so, du brauchst ja genau das Gleiche, wie gerade eben auch schon besprochen. Du brauchst auch die Business Standard Premium E3, E5 und würdest dann eben nochmal deinen Security draufsetzen. Bei der Entwicklergeschichte ist es eben nicht so. Es ist halt die Frage, worüber du entwickelst. Theoretisch macht es schon Sinn, dann ja trotzdem die Power-Plattform oder so unten runter zu haben. Musst du aber ja nicht. Das heißt, das kannst du trotzdem separat buchen, also pro User. Beim Security ist ganz wichtig, einfach nochmal zu berücksichtigen, welche Features will ich denn wirklich haben? Brauche ich jetzt Defender oder was weiß ich was? Dann muss ich natürlich das auch noch als Basis zusätzlich buchen. Das hört sich jetzt wieder so super kompliziert an. Rundum kann man aber dazu sagen, wir haben es jetzt glaube ich hinten raus dann doch ein bisschen komplizierter gemacht als war. Nein, also wichtig ist halt, man kann es sehr granular buchen. Es ist aber nicht jetzt mittlerweile mehr auf jede App runtergebrochen, sondern eher auf so ein Rollensystem, so möchte ich es mal nennen, wo man einfach sagt, okay, du bist jetzt dafür zuständig, du bist dafür zuständig, du bist ein Durchschnitts-User, ohne das jetzt abwerten zu meinen, sondern du nutzt eine Office-Anwendung, der andere macht Security. Danach richtet sich mittlerweile eben eher die Dezensierung, aber es geht nicht mehr auf die einzelne App herunter, so möchte ich es mal sagen. Deswegen also alles in allem ist es wieder etwas einfacher geworden.
Michael
00:54:48
Okay, das ist ja schon mal was. Also das ist ja dann schon mal ein Anfang, dass man dann schon mal da sauber aufteilen kann.
René
00:54:59
Also wichtig ist auch, egal was man meint, die typischen Fragen sind ja immer so, ich habe doch schon eine E5, das ist die größte Lizenz, die ich kriegen kann, muss ich echt jetzt noch Copilot buchen? Ja, musst du. Das ist halt extrem wichtig. Klar, es gibt manchmal noch diese Promotion-Aktionen oder so, das ist jetzt im Moment so, das wird irgendwann enden, denke ich. Aber jetzt, um das ein bisschen voranzubringen, gibt es durchaus schon Bundles, wo eben beides gekoppelt ist, aber auch nur für einen begrenzten Zeitraum.
Michael
00:55:36
Gucken wir mal, ob es Blackweek-Angebote gibt bei Microsoft. Auf die Copilot-Lizenz 75% kriegst, oder irgendwas für ein Jahr oder so.
René
00:55:50
Ja, wobei auch da, muss man ja sehen, es gibt ja durchaus schon hier und da Angebote, wenn du diese Lizenz für ein Jahr kaufst, hat Microsoft ja hier und da wirklich Aktionen, wo sich das anbietet. Muss man halt einfach mal einen Blick behalten, wenn man sagt, okay, ich ziehe das für mich in Betracht.
Michael
00:56:10
Wobei, wir haben uns so verloren im Thema, wobei, ich mache noch mal weiter, wobei ich es im Moment echt auch schwer finden würde, bei dem, was aktuell in dem KI-Segment läuft und was funktioniert, Copilot als Jahreslizenz zu kaufen. Weil ich nicht weiß, was in einem halben Jahr oder in einem Dreivierteljahr oder irgendetwas läuft. Ja, da bin ich nicht ganz deiner Meinung. Ja, super. Ich habe das heute schon mal gehabt, dass Menschen nicht meiner Meinung waren. Alles in Ordnung.
René
00:56:47
Das ist der Bogen zum Beginn unseres Podcasts. Nein, bevor wir uns jetzt falsch verstehen, ist es nicht so, dass ich nicht deiner Meinung bin, sondern auch das sehe ich ein bisschen in Zwiegespalten. Weil, wenn du dich dafür entscheidest, Copilot zu nutzen, dann ist die Jahreslizenz... Ich meine ganz ehrlich, wer mit JetGPT angefangen hat, JetGPT ist ja nun mal die Basis für Copilot. Ich mache ja nicht viel falsch. Die Frage ist ja nur, brauche ich die Integration oder brauche ich sie nicht. Aber ich weiß, was ich jetzt schon habe und das habe ich in einem Jahr auch noch. Und das hat sich auch eher verbessert, als dass es so bleibt, wie es jetzt ist. Also von daher, so ein Riesenrisiko ist nicht. Und wenn du da ordentlich sparen kannst, klar, dann hau raus. Da denke ich schon, dann kann man das machen. Aber du hast recht, wäre es jetzt eine ganz andere KI, die jetzt nirgendwo integriert ist oder nicht etabliert ist, dann würde ich jetzt auch sagen, okay, schwierig, weil morgen macht eine neue Bude auf und die ist dreimal so gut. Mittlerweile tut sich da ja einfach super viel. Ja, stimmt schon.
Michael
00:57:55
Oder was vielleicht hier so der Key ist, bevor man alles im Rollout hat, ruhig mal mit drei, vier, fünf, sechs, acht Lizenzen in der Testgruppe mal anfangen mit dem Kram. Ob es wirklich den Mehrwert hat, den man haben will, bevor man dann nachher ins pauschale große Rollout geht. Also lieber da mal für einen Monat oder zwei die Monatslizenzen kaufen, bis man sich wirklich sicher ist, was man haben will und dass das das ist, was man sich erhofft und erträumt von dem ganzen System. Und wenn man dann sagt, jawohl, so ist es dann gerne ins All-in und ins Jahresprogramm. Eine bewusste Kaufentscheidung treffen, das ist, glaube ich, die Zusammenfassung.
René
00:58:30
Ja, und hinten raus, man sagt jetzt, 30 Euro sind richtig viel. Ja, vielleicht im Gegensatz zu OpenAI, aber du hast halt die Integration, hatten wir gerade schon darüber gesprochen, da will ich gar nicht darauf zurück. Aber wenn man mal genau nimmt, 30 Euro jetzt mal als Wert, wie viel Zeit ist das, die ein Mitarbeiter sparen muss, damit die 30 Euro wieder raus sind? Darf man halt nicht vergessen.
Michael
00:58:56
Das ist ja auch ein Thema, was man gucken muss. Das ist aber bei vielen Software-Themen so der Fall und bei vielen Lizenzkosten. Ich meine, wir hatten es da schon ein, zwei Mal im Podcast, dass wir über solche Sachen gesprochen haben. Und das ist halt hier genauso. 30 Euro wirkt erstmal viel Geld. Wir haben ja jetzt auch darüber gesprochen, 30 Euro im Monat nur in Anführungsstrichen für Copilot. Aber auf der anderen Seite, das ist ein Monat für 30 Euro. Denn heutzutage Mitarbeiter in der internen Berechnung, wir haben im Frühjahr immer gesagt, mal mindestens locker ein Fuffi die Stunde. Inzwischen können wir locker von 60 Euro die Stunde reden, was der Mitarbeiter da so ist. Der spart im Monat nur eine halbe Stunde, da ist die Kohle rein rechnerisch wieder draußen. Das ist halt eine andere Kostenstelle. Das eine ist Kostenstelle Personal, das andere ist Kostenstelle IT. Und darüber muss man sich einfach im Klaren werden. Und das muss man einfach mal transparent machen. Aber natürlich arbeitet eine 30-Euro-Lizenz von Microsoft, die macht sich am ersten Tag bezahlt. Oder am zweiten Tag. Das ist eine PowerPoint-Präsentation. Oder ein Word-Dokument, was zusammengefasst und gerappt wird. Das ist so schnell, sind die Kosten draußen, dass man das in eine positive Bilanz fährt. Das ist klar. Das Einzige, was fehlt, ist ITler. Das ist halt eine andere Kostenstelle. Und auf der einen Seite sagt der Chef, da gibt ITler schon wieder Geld für Mietsoftware aus. Das ist ja schon wieder monatliche Kosten. Das kaufen wir ja nicht einmal, sondern das kostet ja jetzt immer jeden Monat. Und auf der anderen Seite hast du einfach die Personalkosten, die dagegenstehen, beziehungsweise wo du dich gegen rechtfertigen musst. Und das muss man halt einfach sauber argumentieren. Und dann eine geile Basis haben, dass man das halt eben, wie man sagt, verkauft.
René
01:00:36
Und das schließt sich wieder an unser Thema der letzten Wochen oder vor zwei Wochen an. Fachkräftemangel. So. Das ist ja einfach so. Das eine ermöglicht das andere, dass man sich ein bisschen Zeit ersparen kann auf der einen Seite, damit man wieder Luft für was anderes hat. Möglichkeiten gibt es da auf jeden Fall genug. Ich wollte aber gar nicht zu tief in das Thema rein. Mir war es nur wichtig, weil man ganz oft irgendwie diese Kosten in den Vordergrund stellt. Aber diese Kosten, gerade bei einer KI, die mir sehr viel Arbeit abnehmen kann, das ist ein Witz. Also da muss man mal wirklich gucken, was spare ich über einen Monat an Zeit ein und wie viel wäre das denn monetär gesehen? Also da ist das System noch nicht teuer genug, wenn man es genauer nimmt.
Michael
01:01:20
Also du hast den Werbeverpackung.
René
01:01:23
Ja, es ist teuer genug. Nein, Microsoft, nein.
Michael
01:01:26
Nein, das ist toll. Ja, und das muss man einfach sehen. Und das spart halt auch die Pay-Version mehr und ist besser und ist sicherer und ist größerer Funktionsumfang wie das kostenlose Ding, was ich oben als Copilot im Bing-Browser vielleicht sehe, wenn ich mit, wenn ich mit, nicht mit Safari, sondern mit Edge unterwegs bin.
René
01:01:47
Ja, aber das sieht ja keiner. Ja, sorry, also der Edge hat leider irgendwie immer noch den Stempel des Internet-Explorers bei sich.
Michael
01:02:01
Ja. Für mich ist der Firefox noch schlimmer. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Da können wir einen neuen Podcast mit aufmachen mit Browser-Typen und Sicherheit im Surfen und Geschwindigkeiten. Irgendwann mal, vielleicht. Irgendwann mal, ja.
René
01:02:17
Aber das ist ja viel Geschmackssache, worauf wer auch Wert legt. So, also, die wichtigsten Sachen einmal zusammengefasst. Copilot ist Add-on, ist, denke ich, klar. Wir brauchen eine Basis-Lizenz, aber ansonsten ist es halt ein Add-on zur bestehenden Lizenz. Wer Copilot halt wirklich effizient nutzen will, der muss die Lizenz Sicherheit, Compliance, Identity, das muss alles irgendwie zusammen betrachtet werden. Dann guckt man ab welcher Größe oder welchem Use-Case welcher Lizenz-Mix wirklich sinnvoll ist. Hatten wir auch gerade grob drüber gesprochen. Man hatte halt die Möglichkeit, wirklich Lizenzen granular zuzuweisen und nicht für den ganzen Tenant auszurollen. Wenn man das nicht macht, logischerweise ja, dann wäre die Kostenstruktur natürlich schlecht, wenn man sie mal voll ausrollt.
Michael
01:03:16
Ich glaube, ja. Von mir noch den Tipp.
René
01:03:22
Doch, eine Sache habe ich noch. Wenn du nichts mehr hast, eine Sache habe ich doch noch.
Michael
01:03:28
Eine Sache hätte ich noch. Ich muss nur so leicht meinen Datenschutz und IT-Security-Herz durchlaufen lassen. Denkt bitte an eine vernünftige Regelung, was ihr für KI-Systeme im Unternehmen nutzt. Hashtag KI-Richtlinie. Und schult eure Mitarbeiter oder gebt euren Mitarbeitern so eine kleine Handreichung an die Hand, was Do's und Don'ts, was sie machen dürfen, was sie nicht machen dürfen. Ich rede jetzt nicht davon, irgendwelche KI-Manager auszubilden, sondern einfach das Thema KI zu sensibilisieren und ins Unternehmen reinzubringen und mit klaren Regelungen zu sagen, was gemacht wird. Weil, was wir in der Praxis sehen, ist, du regelst es nicht, hast du einen Wildwuchs, den du nachher ganz mühsam wieder einfangen musst. Und ich glaube, das Zitat ist aus Jurassic Park, die Natur findet ihren Weg. Wenn ich da nicht im Unternehmen eine KI freigebe und nicht eine KI einsetze, glaubt ja nicht, dass in eurem Unternehmen keine KI genutzt wird. Dann nutzen die das auf anderen Wegen. Das gibt es nicht. Das ist ganz schwer zu sagen als Geschäftsführung oder als IT-Leute, als Unternehmen, zu sagen, in unserem Unternehmen wird keine KI, sprich kein LLM eingesetzt im Leben. Die Mitarbeiter, genau. Das ist wie, wir nutzen keinen Übersetzer und überall ist der Google Translator im Browser auf.
René
01:04:49
Oder Cloud-Dienste.
Michael
01:04:52
Mir ist wichtig, regelt das. Regelt, was ihr nutzt. Regelt, welche Systeme ihr freigibt, welche ihr nicht freigibt und was mit den Systemen passieren soll. Da müssen nicht zwingend erforderlich personenbezogene Daten rein. Da muss ich keine Bewerberanalyse mitmachen. Da muss vielleicht der Vertrieb jetzt nicht zwingend erforderlich die letzten 50.000 Kundenlisten reinmachen und sich sie nach Postleitzahlen sortieren lassen oder solche Dinge alles schon überlegt. Aufpassen. Ein bewusster Umgang mit den Systemen und eine Regelung ist da das richtige. So, zu dir. Amen.
René
01:05:28
Gut, dann auch von mir nochmal. Schließt sich mehr ans Thema an. Bevor man wirklich ein großes Lizenz-Rollout plant, wirklich prüfen, erfüllt ihr die Voraussetzungen. Das ist extrem wichtig. Ihr braucht Basis-Lizenzen, die müssen passen. Wie ich gerade schon gesagt hatte, in bestimmten Bereichen, wenn wir sagen sollten, wir kaufen uns jetzt die E3 oder die E5 an der Stelle, damit wir die Sicherheitsfeatures mit dem Copilot erfüllen können. Denkt daran, ihr braucht dann überall die E5-Lizenz. Alles andere bringt nichts. Es funktioniert rein technisch. Microsoft unterbindet es nicht. Aber in dem Augenblick, wo das auch nicht stattfindet, wird es teuer. Also bitte darauf achten. Ansonsten würde ich sagen, würde ich gesagt haben wollen, mindestens. Von meiner Seite aus, ich wäre durch. Ich glaube, jetzt haben wir auch die Stunde wieder einigermaßen gut gefüllt. Mit zu viel Informationen, aber mit Informationen, die vielleicht dem einen oder anderen helfen können. Sollten Fragen sein, immer gerne melden. Vielen Dank, Michael, vielen Dank in die Runde. Wir hören uns in 14 Tagen wieder. Bis dahin.
Michael
01:06:52
Auch von mir Grüße aus Wetzlar. Vielen lieben Dank an alle, die zugehört haben. Danke, René. Wir hören uns. Bis dahin.
René
01:06:57
Ciao.

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