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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#52 IT-Fachkräftemangel

Das unterschätzte Sicherheitsrisiko

26.09.2025 60 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir sprechen über den zunehmenden Fachkräftemangel und die Rolle externer Partner in der IT. Dabei zeigen wir, warum regelmäßige Updates, gezielte Ausbildung und smarte Automatisierung unverzichtbar sind, um Risiken zu minimieren und Unternehmen langfristig sicher aufzustellen. IT-Sicherheit braucht klare Strategien – und die richtigen Menschen.

Wir sprechen kurz über unsere Meinung zur Apple Keynote zu den neuen Produkten und OS 26 (iOS, iPadOS, macOS, tvOS, usw.). Danach stürzen wir uns auf unser Hauptthema. Wir besprechen, welche Risiken entstehen, wenn es an qualifizierten Fachkräften fehlt und die zugehörigen Maßnahmen wie Ausbildung, Automatisierung und die Zuhilfenahme externer Partner.

Takeaways
  • IT und Datenschutz sind zentrale Themen in der heutigen Zeit.
  • Sicherheitslücken müssen regelmäßig geschlossen werden.
  • Der Fachkräftemangel in der IT ist ein ernstes Problem.
  • Externe Partner können Unternehmen entlasten.
  • Automatisierung kann viele Prozesse unterstützen, ersetzt aber keine Fachkräfte.
  • Ausbildung und Weiterbildung sind entscheidend für die Zukunft der IT.
  • Compliance ist ein wichtiges Thema, das IT-Experten betrifft.
  • Die IT-Admin hat eine Schlüsselrolle in der Unternehmenssicherheit.
  • Unternehmen sollten sich nicht auf Auto-Updates verlassen.
  • Ein gutes IT-Team ist entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Transkript

René
00:00:56
Michael, du hast gerade den letzten Schluck aus der Tasse genommen. Dann können wir auch in die Episode starten. Herzlich willkommen in der users lounge Episode 52. Moin Michael.
Michael
00:01:08
Moin René, grüß dich, hi.
René
00:01:11
Na, alles fit bei dir?
Michael
00:01:13
Ich wollte gerade sagen, es war noch Kaffee und noch kein Kräutertee. Wir nähern uns dem Herbst. Ich habe mir den ersten Schnupfen gefangen. Vielleicht hört man es. Ich werde zwischendurch mal kurz stumm schalten, damit du nicht zu viel Arbeit beim Ausklinken hast. Aber ansonsten geht es mir perfekt, prima, gut gelaunt. Es ist Freitag, wie soll es einem besser gehen? Lass uns ein wenig podcasten.
René
00:01:34
Zumal morgen soll das Wetter ja auch noch mal gut werden.
Michael
00:01:38
Bevor es dann nächste Woche schlecht werden soll, weil ich habe nächste Woche Urlaub.
René
00:01:42
Ach so, er macht keinen Urlaub. Ich nehme nächste Woche auch noch gutes Wetter mit.
Michael
00:01:46
Du siehst exakt auf der Wetter-App, dass heute und morgen, Sonntag soll es dann langsam schlechter werden. Nächste Woche ist dann 70% Regenwahrscheinlichkeit und 13°C. Perfektes Urlaubswetter.
René
00:01:58
Stark. Ja, du. Man kann nicht alles haben.
Michael
00:02:04
Nein, nein, nein.
René
00:02:05
Aber ein bisschen Ausruhen ist ja dann auch schon mal etwas.
Michael
00:02:10
Ja, ich bin letztes Jahr herumgezogen. Wohnung ist schon alles cool, aber so ein Keller und Garage wäre so ein Thema, wenn jetzt wirklich schlechtes Wetter ist, würde ich mal nicht so ein Keller und Garage machen.
René
00:02:25
Aber es ist auch mal was anderes. Also auch selbst dann ist es ja immer noch ein bisschen Erholung, weil man ja einfach mal rauskommt und was anderes macht als normalerweise.
Michael
00:02:35
Und man sieht ein Ergebnis.
René
00:02:37
Das ist es auch. Man sieht recht schnell auch ein Ergebnis.
Michael
00:02:41
In unserem Job muss man ja mit wenig Ergebnissen, die man sieht, zufrieden sein. Also es sind ja eher virtuelle Ergebnisse, die wir haben. Und wenn du dann mal so einen richtigen Raum aufräumst oder mal eine Garage mal streichst oder mal richtig Regale auf- und abbaust, bringst Ordnung ins System, siehst du es halt direkt und kannst es auch greifen. Das haben wir ja im Job eher selten. Das stimmt, ja.
René
00:03:03
Gut, bevor wir uns jetzt in private Themen verlieren, würde ich sagen, starten wir mal, weil es hat sich ja diese Woche ein bisschen besser ergeben. Ich glaube, es war diese Woche. Ja, genau. Diese Woche war es. Wir nehmen nämlich gerade in der KW 38 auf. Nur Vollständigkeit halber. Und diese Woche war Keynote. Michael, was sagst du? Ja.
Michael
00:03:34
Ja, bist du auch im Kreis gerannt, weil es so aufregend war? Es ist jetzt alles Liquid und es ist jetzt alles Klossi. Ja, also 26 ist bei mir angekommen auf allen Endgeräten. Ja, ist angekommen. Es sind bei mir Produktivgeräte. Ich arbeite damit, ob das Ding jetzt rund ist oder eckig ist oder ob es dahinter ein bisschen Lilly oder Lala und ob es jetzt Liquid Glass scheint oder nicht, bin ich sehr schmerzfrei, da ich auch ein Freund des dunklen Designs bin. Also ich habe grundsätzlich immer Dark Mode an bei allen Endgeräten. Merke ich es wahrscheinlich nicht so, wie es Leute merken, die noch mit einem hellen Modus arbeiten. Die haben wahrscheinlich eher ein Thema mit Sichtbarkeit. Wobei kannst du, glaube ich, mit den Hilfen den ganzen Kram mal wieder ausschalten. Ist angekommen, funktioniert. Ist schön, mal was Neues zu haben. Fühlt sich jetzt mal, gerade beim Notebook, fühlt sich an, als wäre es ja sowieso noch ziemlich frisch und als war ein neues System drauf. Ich habe das gerne. Zwischendurch mal was Neues, mal frischen Wind in die ganze Kiste rein. Er spart mir den Neukauf von einem neuen Gerät, weil die Hardware echt noch cool ist, wenn die Software jetzt einfach neu aufgezogen hat und es wirkt frischer. Bin happy, läuft. Aber ich bin da sehr emotionslos.
René
00:04:47
Also ich muss auch sagen, gerade optisch sagt es gar nicht so zu, bin ich ehrlich. Wobei CarPlay, muss ich sagen, ist schon cool geworden, weil die Darstellung übersichtlicher geworden ist. Aber ansonsten ist es nicht so meins. Irgendwie kenne ich das Design auch irgendwo schon her, aber von vor fünf Jahren irgendwo aus einem anderen System heraus. Gut, sei es drum. Irgendwas muss sich ja immer ein bisschen ändern. Ist auch völlig in Ordnung. Aber es ist auf jeden Fall nicht so, dass ich nach der Keynote irgendwie gesagt habe, boah krass, jetzt haben sie mal wieder einen rausgehauen. Nee, so ist es nicht. Aber muss es ja auch nicht, muss man auch fairerweise sagen. Jedem bleibt es ja selbst überlassen, was Neues zu kaufen oder eben auch nicht. Und ja, solange Sicherheitslücken und so weiter geschlossen werden, weil genau darum habe ich das Thema auch mit angesprochen. Es ist so, dass damit sehr viele Sicherheitslücken auch geschlossen wurden mit dem iOS 26. Nur kurz, du hattest es ja gesagt, schon vor ein paar Episoden, iOS 26, großer Sprung vom letzten Version, ist aber einfach, weil es sich jetzt an den Jahren oder vom Jahr orientiert. Und es wurden auf jeden Fall über 50 Sicherheitslücken geschlossen mit dieser Version, was ganz viele unterschiedliche Dinge betrifft, also Speicherbeschädigungen, Informationsleaks, Probleme beim Kernel, Sandboxing und so weiter und so fort. Also da gab es einige Dinge, die hat Apple halt in diesem Update dann mit gleich geschlossen.
Michael
00:06:23
Und für alle, die jetzt noch nicht auf 26 gestiegen sind, euer aktuelles System hat auch ein .release, also ein Punktupdate bekommen, wo ebenfalls die Sicherheitslücken geschlossen waren. Also selbst die, die sagen, boah, neues Design, warum? Will nicht, will beim Alt bewerten bleiben. Selbst da bitte updaten, selbst dafür stehen für die neuen Systemupdates zur Verfügung.
René
00:06:44
Ja, betrifft nicht nur die Geräte, die iOS 26 aktuell noch nicht installieren möchten. Es betrifft ja auch genauso die Geräte, die es auch nicht mehr haben können.
Michael
00:06:54
Genau. Das Gleiche.
René
00:06:55
Nicht mehr kompatibel ist. Dafür sind halt diese Releases oder das Zwischenrelease dann eben auch noch mal relevant. Ja. So wichtig ist, so wie immer, iOS 26 ist neu. Da sollten auch die Einstellungen wieder geprüft werden. Da gibt es immer so ein paar Sachen. Apps sollten jetzt natürlich wieder aktualisiert werden, damit sie kompatibel bleiben. Und was einem klar sein muss, dadurch, dass man jetzt eben Geräte vielleicht hat, die nicht mehr kompatibel sind. Ja, jetzt hat man noch ein Update bekommen. Das wird aber recht schnell eingestellt. Also das heißt, wir werden jetzt nicht noch zwei Jahre dann Updates vor dem iOS 26 bekommen, sondern jetzt muss man sich dann trotzdem auch überlegen, dass man dann gegebenenfalls auf ein aktuelleres Gerät umsteigt.
Michael
00:07:41
Man muss mal gucken. Das ist ja das Coole an Geräten von dem Hersteller, dass zumindest bei mir ist das so, und ich merke das auch bei ganz, ganz vielen Anderen, der Bedarf nach dem, ich will neu haben und ich brauche jedes Jahr ein neues Endgerät und hast du nicht gesehen, ist wesentlich geringer. So empfinde ich das. Man muss halt jetzt einfach auch gucken, wie lange hat das Gerät, was ich jetzt noch habe, Support, wie lange ist es im Einsatz? Einfach mal einen Blick riskieren. Ja, das ist einfach so Sachen, dass man sich anguckt und sagt, ich habe zum Beispiel ein 15 Pro oder irgend sowas, da kann ich noch ganz gechillt sein. Und wenn ich jetzt irgendwie mit iPhone 11 oder iPhone 12 um die Ecke komme, die sind dann ja auch schon sechs, sieben Jahre alt. Dann wird es mal so langsam Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, das gute Stück in Rente zu schicken. Das sind halt einfach so Sachen, die man sich angucken müsste.
René
00:08:29
Wobei ich glaube, das 12 wird sogar noch unterstützt.
Michael
00:08:32
Das 12 wird noch unterstützt. Apple macht das ziemlich cool von den Update Zyklen. Also da kriegt man schon ziemlich beständig auch sein Gerät fürs Geld.
René
00:08:41
Fünf, sechs Jahre dürfte man Support momentan haben. Ja, das stimmt. Ja, genau. So, aber dann, wie gesagt, da mal einmal drauf gucken, dass man auf dem aktuellen Stand bleibt oder auf dem relativ aktuellen Stand. So möchte ich es mal sagen. Und dass man da, wie gesagt, halt die gewissen Einstellungen, was wie der Datenschutz angeht und so, dass man die eben trifft. Ansonsten weiß man auch, wie bei jedem anderen Hersteller, erstmal werden Daten geteilt an den Hersteller. Natürlich, Apple macht es anonymisiert, machen andere aber auch. Wenn man das nicht möchte, bitte darauf achten, dass es deaktiviert wird. Ja, einmal durchgehen. Mach mal einmal, dann ist es in der Regel erledigt.
Michael
00:09:25
Da sprichst du gerade ein Trigger-Thema an. Da möchte ich ganz kurz einen Sprung rüber machen. Jeder, der bei LinkedIn aktiv ist, prüft mal bitte in eurem Account die Datenschutzeinstellungen. Und wer nicht möchte, dass seine Accountdaten für KI-Trainingszwecke bei LinkedIn genutzt werden, möge bitte den Schieber von On auf Off setzen. LinkedIn hat ein Upgrade gefahren, hat irgendwo was aktualisiert, kam die Daten, die Tage kam auch ein Einblender oben rein, Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie. Geht mal in den Account, geht mal in die Einstellungen, geht mal in den Datenschutz und guckt da mal da. Ich glaube, es nennt sich KI-Trainingsdaten oder KI-Daten oder whatever. Jedenfalls wird euer Schiebeschalter auch auf Ein sein. Und wenn ihr das nicht möchtet, schaltet ihn bitte mal aus. Das nur als kleiner Thema, wer verarbeitet wie Daten und wo wird was analysiert.
René
00:10:14
Genau, jetzt haben wir ja gerade schon wieder über Sicherheitslücken oder nein, Sicherheitslücken nicht, aber über Sicherheitsthemen gesprochen. Und genau daran schließt sich heute. Wir werden jetzt nicht weiter auf einzelne Vorfälle eingehen. Mir wäre jetzt auch kein großer Vorfall in den letzten zwei Wochen bekannt. Dementsprechend gehen wir da jetzt mal nicht drauf ein. Die normalen Vorfälle, klar, die hat man immer. Also nichts, was jetzt so herausstechen würde. Deswegen würde ich jetzt gerne zum Hauptthema übergehen und schließe sich halt an das ganze Security-Thema an. Wirkt auf den ersten Blick nicht so, ist aber doch so. Und zwar ist es der IT-Fachkräftemangel. Hat man immer gehört, das wird ja immer wieder besprochen. Also nicht nur in der IT, sondern generell. Aber in der IT ist das auch ein wichtiger Punkt, weil wir, also nehmen wir mal ganz einfache Beispiele. ESDN wird abgestellt. Die DSL-Anschlüsse werden umgestellt auf Glasfaser. Solche Sachen, das lässt sich auch ein Stück weit darauf zurückführen, dass man eben die Fachkräfte dafür nicht mehr hat. Weil die Generation irgendwann rauswächst auf der einen Seite und auf der anderen Seite dann eben nicht passend viele nachkommen. Und dementsprechend werden halt ältere Dinge dann irgendwann durch neue ersetzt oder dann forciert, dass sie ersetzt werden. Die Techniken gibt es ja meist dann schon. Und so kommt eins zum anderen. So lässt sich es aber am einfachsten kurz beschreiben, wie sich so etwas dann auswirken kann.
Michael
00:12:00
Ich wollte gerade sagen, die Technik geht halt weiter. Es gibt das eine zum anderen. Firmen halten meistens, was auch richtig ist, erstmal am bewährten Stand der Technik fest und setzen nicht auf den neuesten Hype, der durch die Gegend geht. Aber irgendwann wird der neue Hype halt auch zum Standard. Und irgendwann laufen dann halt, das Wissen von älteren Systemen läuft halt einfach langsam aus. Das ist vollkommen normal. Wer kann heute noch? Ich bin gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Ich habe noch gelernt, Röhrenfernseher zu reparieren und auf Bordlayer Transistoren zu wechseln, ICs zu tauschen, Endstufen, Transistoren und so ein Kram für Röhrenfernseher zum Beispiel oder Hifi-Anlagen, richtig analoge. Wer braucht es heute noch? Wahrscheinlich könnte ich in der Nische wieder richtig Kohle verdienen, weil irgendwelche Sammler und irgendwelche Leute kommen, die genau so etwas wie das suchen. Aber erstmal ist das primär Auslaufmodell, weil es halt einfach nicht mehr Stand der Technik ist.
René
00:12:57
Wenn wir jetzt mal so einfach ein Beispiel nehmen für das ganze Thema. Stellen wir uns mal vor, wir haben ein mittelständisches Unternehmen, 250 Mitarbeiter und der einzige Administrator geht jetzt in Elternzeit. Projekte werden natürlich nicht weiter fortgesetzt, das ist logisch. Updates werden verschoben und es würde ja auch niemand merken, wenn man nicht vorgesorgt hat an anderer Stelle, würde niemand merken, dass vielleicht ein Server nach außen hin verfügbar ist, der ungepatcht ist. Also der nicht auf dem aktuellen Stand ist, aber über das Internet verfügbar ist. Da merkt man es dann eigentlich ganz schnell, beziehungsweise man merkt es nicht, aber das beschreibt es dann ja, welche Problematiken dahinter stecken. Normalerweise geht man immer davon aus, dass es ja so ein HR-Thema ist, also ein Personalthema. Ist es aber eigentlich nicht. Natürlich auch, auf der einen Seite ist es ein Personalthema, auf der anderen Seite ist es aber auf jeden Fall ein IT-Security-Thema, weil wenn genau diese Leute fehlen, hast du halt ein Riesenproblem.
Michael
00:14:10
Ja, aber das betrifft ja nicht nur Groß. Das hat ja jeder.
René
00:14:14
Ja, ja, genau.
Michael
00:14:15
Das betrifft ja eben alle Unternehmen und alle Unternehmen und immer. Und du musst halt permanent Leute haben, die darauf aufpassen und die gerade bei IT die Sache unter Kontrolle halten. Du kannst dich halt auch da, vielleicht das Passwort zu wählen, du kannst dich halt auch nicht auf Auto-Updates verlassen. Irgendwann läuft das End-of-Life-Cycle und irgendwann kriegst du halt für die FRITZ!Box, wir haben eben über iPhones gesprochen, aber das ist ja bei anderen Sachen. Irgendwann kriegt der Router keine Updates mehr. Irgendwann macht die FRITZ!Box das nächste Update in mir. Es funktioniert auch mal, dass Auto-Updates nicht funktionieren. Geh auf eine Webseite, WordPress, Security-Patches von Webseiten. Also du hast ganz, ganz viele Dinge in deinem Kosmos, in deinem Unternehmen, wo du sicherstellen musst, dass du immer auf dem aktuellen Stand bist und dass du immer einen Fachmann hast oder immer einen hast, der da drauf guckt. Und das ist halt super wichtig. Und wenn du halt sowohl in großen als auch in kleinen Unternehmen die eine Stelle, die da eigentlich mal für verantwortlich war, A. keine Zeit kriegt, B. in den Mutterschutz geht, vielleicht C. das Unternehmen verlässt, was immer mal passieren kann, dann hast du halt in deinem Unternehmen sehr schnell an der Stelle ein Gap, ein Thema.
René
00:15:22
Ja, und dann gibt es auf jeden Fall auch bestimmte Bereiche in der IT, wo es besonders spürbar ist. Also in gewisser Position, da wird es noch schwieriger als in der herkömmlichen IT, so möchte ich es mal sagen. Also ich sage mal gerade Security-Experten natürlich, Netzwerk-Administratoren und Cloud-Spezialisten. Also wenn es wirklich immer in diese spezielleren Bereiche reingeht, ist aber normal, weil da gibt es sowieso schon weniger Leute. Aber wenn da weniger Leute zur Verfügung stehen, ja, dann hast du da natürlich einen Engpass. Und das macht sich in diesen Bereichen halt wirklich sehr, sehr bemerkbar.
Michael
00:16:07
Ja, und man muss halt auch immer gucken, Engpass ja, und muss halt gucken, wo habe ich die Kapazitäten? Wo kriege ich das Personal her? Und auch gleich bei externen Firmen gucken, haben die die Kapazitäten, wenn ich es wegbuche? Ich meine, ich will mal nur als Beispiel bringen Microsoft 365. Wir drehen uns immer wieder über die Microsoft-Welt, die ist bekannt in allen Unternehmen. Viele stellen inzwischen um auf Forced Exchange, die haben 365 Tenant, da laufen die Mails drüber. Geh da mal rein als einer, der nicht sehr gut visiert ist und richte mal einen Tenant ein. E-Mails, Aliase, Weiterleitung, Sharepoint, Teams obendrauf. Ja, sonstige Videokonferenzsysteme. Kannst in Teams noch irgendwelche Untereinstellungen machen? Darf ich KI mitschreiben lassen? Darf ich alles machen? Das heißt, diese Konfiguration von diesen Systemen ist sehr komplex. Und du musst wissen, was du tust. Speicherregion, Deutschland, USA, welcher Tarif was? Brand aktuell, welcher Co-Pilot habe ich überhaupt im Einsatz? Ist Co-Pilot gleich Co-Pilot? Nein. Microsoft hat mehrere Co-Piloten. Co-Pilot ist inzwischen nur noch ein Oberbegriff für unterschiedliche LLMs, die Microsoft einsetzt. Das heißt, habe ich Co-Pilot, habe ich nicht Co-Pilot. Also auch da gibt es Unterschiede. Deswegen sind die einen umsonst, die anderen kosten Geld. Aber das sind alles Dinge, das wissen nur Leute, die sich intensiv mit dem Thema zusammensetzen, intensiv damit auskennen und eben an dieser Stelle, nennen wir es mal, Experten sind und Fachkräfte sind. Und da muss man sowohl im Unternehmen, manchmal auch die Segelstrecken, muss sagen, okay, lass es einen machen, der es für mich extern begleitet oder wo ich eine Beratung hole. Weil A, hebt es bei mir die Security hoch. B, habe ich weniger, habe ich keinen Stundengrab an dieser Stelle für meine internen Ressourcen. Und C, muss man auch bei den externen mal gucken. Nicht jeder, der sagt, er ist Microsoft-Experte, ist auch Microsoft-Experte für ein 365-Talent. Also das sind so Sachen. Und das, wie du schon gesagt hast, wird immer spezieller, immer spezifischer. Und du brauchst da immer spezifischere Fachkräfte, fokussiert auf ein Thema. So diese eierlegende Wollmilchsau an Fachkraft, die alles kann, von allen Software-Systemen, aller Einrichtungen, alles auf einen Schlag, wirst du kaum noch finden. Und wenn, dann halt nichts perfekt. Und du brauchst es als Unternehmer an vielen Stellen halt perfekt, damit du sicher bist.
René
00:18:35
Ja, du hast es ja eigentlich gerade auch genau auf den Punkt gebracht. Dieses Microsoft-Tenant an sich mal eben zusammenklicken und hier seine User rein und was weiß ich. Das kann man schon, dafür sind die Assistenten ganz gut. Aber wenn es wirklich in die Tiefe geht, dann ist es echt nicht mehr ganz so einfach. Und da muss man halt wissen, wo man drauf zu achten hat und so. Klar, man kann sich durch Foren lesen. Ich kann aber auch ein Auto reparieren, wenn ich mich durch Foren lese. Ob das dann nachher wirklich gut wird oder ob ich es einfach nur am Laufen habe, ist einfach mal dahingestellt.
Michael
00:19:07
Und dann hast du halt bei Microsoft, nennen wir es mal, Microsoft ist ein sehr dynamisches Unternehmen. Ich will jetzt nicht sagen, dass jedes Mal, wenn du das Ding aufmachst, es anders da aussieht. Nennen wir mal, Microsoft ist ein dynamischer Softwarehersteller. Und gerade im Tenant, jedes Mal, also wenn du nicht jeden Tag in diesem Tenant unterwegs bist, es ist immer was Neues. Hier, wir haben neue Funktionen eingeführt, aus Reiter wird jetzt Twix, es heißt jetzt EntraID, es ist jetzt das gemacht, es ist jetzt das gemacht. Wenn du da nicht die Fachkraft hast, bist du sehr schnell in einem Stundengrab drin.
René
00:19:46
Ja, genau. Ja, sehe ich ganz genauso. Also das ist definitiv ein Thema. Und da muss man halt wirklich sehen, dass dadurch, dass es so oberflächlich ist, also dass du halt nicht in der Tiefe dann auch das Wissen hast, ist es halt ganz oft so, dass sich Dinge auch verzögern. Also du sagst gerade Stundengrab, weil der Mitarbeiter da dran sitzt. Es ist aber ja nicht nur die Zeit, sondern du bist ja als Unternehmen, du musst ja entsprechend auch weiterkommen. Wenn du aber keinen hast, der das möglicherweise auch vorantreiben kann, sondern am besten noch in Eigenrecherche da irgendwie unterwegs ist, dann verlierst du ja nicht nur die Zeit, die der Mitarbeiter wirklich in meinem Unternehmen hat, sondern das Unternehmen verliert Zeit, um wirklich nach vorne gehen zu können.
Michael
00:20:37
Ja, und nicht nur Zeit, weiter nach vorne gehen zu können, sondern am Ende vom Tag, weil es verständlicherweise an verschiedenen Stellen auch eine wirtschaftliche Entscheidung ist, irgendwann wird gesagt, und jetzt ist Schluss, jetzt machst du das Ding zu und arbeitest in deinem Produktivjob weiter. Und dann hast du eben nicht das Level an Informationssicherheit, an Datensicherheit, dann ist eben nicht der zweite Faktor eingerichtet, dann hast du eben keine Passkeys drauf, dann ist die Datenregion eben nicht in Deutschland etc. Dann hast du es eben nicht so, wie du es vielleicht gerne hättest, aber es läuft. Und das Risiko, was du bei vielen Unternehmen hast mit es läuft ja, es läuft ja, haben wir schon immer so gemacht, was soll denn passieren?
René
00:21:23
So, da war der Moment, da fünf Euro ins Phrasenschwein, haben wir immer schon gemacht, das machen wir nicht.
Michael
00:21:30
Das lasse ich nicht durchgehen. Was auch gut ist, was auch schon ein schöner Satz ist, wäre was falsch eingestellt, hätten wir es ja schon lange gemerkt.
René
00:21:38
Ja, genau.
Michael
00:21:40
Außer ein Klassiker, wir haben Datenschutzvorfälle unserer Software sicher eingestellt, wenn die nicht richtig gewesen wäre, hätten wir schon lange Datenschutzvorfälle gehabt, wir haben die letzten fünf Jahre kein Problem gehabt, also muss ja alles richtig sein. Alles gut. Und da merkst du dann halt auch die Folgen, wenn du halt keine Fachkräfte hast oder wenn du einen Mangel an Fachkräften hast und wenn du eben nicht die Ressource zur Verfügung hast, dann hast du eben Sicherheitslücken, die vielleicht länger offen bleiben. Dann hast du solche Themen, die passieren. Ich meine, da kannst du wahrscheinlich aus dem Nähkasten plaudern, wie oft du das siehst, dass du sagst, ah, da hätten wir schon mal vor einem halben Jahr patchen müssen.
René
00:22:20
Ich sage mal gerade, wenn wir von Unternehmen dazugeholt werden zur Unterstützung und du guckst mal wirklich auf die Systeme, auch wenn die ein internes Team haben, wenn die nicht speziell jemanden haben, der sich auf dieses Thema konzentriert, merkt man das, weil die sind logischerweise irgendwo im Projektgeschäft, aber dieses Brot- und Buttergeschäft, so möchte ich es mal für die IT jetzt gerade nennen, das heißt, meine Server müssen aktuell sein, meine Router, wie du gerade eingangs schon alles genannt hast, genau das, ich kann sicherlich in jedem Unternehmen, oder nein, nicht in jedem, bevor sich jetzt alle hier angegriffen fühlen, aber in vielen Unternehmen kann ich sicher sagen, wenn ich da hingehe und ich mache so ein Audit, Audit möchte ich es mal nennen, wir sammeln dann ja auch die ganzen Informationen von den Systemen und so, ich finde immer was. Das ist einfach so. Und ich kann es nachvollziehen, von der einen Seite, auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, das ist echt mit offenem Visier, das muss laufen, bevor alles andere kommt.
Michael
00:23:26
Ja, aber ich glaube, das ist auch ein Stück weit, wir rollen die große Keule aus, ich muss aufpassen, dass ich nicht wieder sehr viel Geld verliere, jetzt ins Phrasenschwein. Es muss auch ein Verständnis da sein, dass der IT-Admin, der ITler, eben nicht dafür verantwortlich ist, den Computer von A nach B umzuziehen, oder Papier im Drucker nachzulegen, oder den Toner zu wechseln, oder dem Mitarbeiter jetzt ein neues Mäuschen zu geben, oder das Headset in den Line-In-Port zu stecken, damit er mit einfach Videotelefonie machen kann, sondern die IT-Admin ist im allerersten Sinn dafür verantwortlich, im Hintergrund dafür zu sorgen, dass das Große und Ganze rennt und funktioniert. Das Beste ist, der schönste Indikator ist, wenn der IT-Admin mit seiner Kaffeetasse durchs Unternehmen schlürft und läuft und hat eine gechillte Sache, dann weißt du, die ganze Sache funktioniert und das Ganze rennt. Wenn der IT-Admin sich schnell bewegt in einem Unternehmen, ist es meistens kein gutes Zeichen. Ja, das ist so.
René
00:24:28
Aber das kann auch unterschiedliche Gründe haben. Entweder brennt wirklich was, oder derjenige ist überlastet, weil er mit Aufgaben beschäftigt ist, die eigentlich nichts für ihn sind.
Michael
00:24:41
Genau.
René
00:24:42
Aber das ist eine sehr hohe Auslastung in dem Fall, wenn wirklich die falschen Aufgaben zum Admin gelegt werden. Dann hast du natürlich ein Problem. Dann hat er für andere Dinge schlichtweg keine Zeit. Im Unternehmen hast du mittlerweile so viele Aufgaben, die sich auf IT basieren, da ist es eigentlich nicht mehr möglich zu sagen, ich habe jetzt einen 50-Mann-Betrieb und da ist einer und der macht das für alles. Und das in allen Bereichen. Das geht einfach nicht.
Michael
00:25:13
Ja. Ja, du musst halt gucken. Je nachdem, was du für Teams hast, musst du es halt sauber klustern, wer wie wo was macht und musst halt einfach mal Tätigkeitsbeschreibung und wirklich mal Sachen festlegen. Wenn du IT-Teams hast, das sind das, was ich gerade meinte. Wenn du IT-Teams hast. Hast du nur ein, das ist schwierig. Hast du echt, dann ist es echt schwer. Und für mich ist halt so ein ITler, wie du das auch schon gesagt hast, der ist inzwischen für mich, also in meiner Wahrnehmung, auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich eben A, in meinem Unternehmen mit der Digitalisierung weiter fortkomme, dass ich einen interessierten ITler habe, der sagt, pass mal auf, dann gibt es was Neues, lass uns da, lass uns da, der Zeit hat, auch mal unterschiedliche Systeme auszuprobieren und eben in die Digitalisierung reinzugehen. Das ist gar nicht so trivial zu sagen. Und den Benutzern ausgiebig zuhört. Auszuhört. Es ist gar nicht so einfach zu sagen, na gut, wir nutzen jetzt einfach nur noch irgendwelche digitalen E-Mail-Signaturverfahren oder wir haben jetzt, wir setzen jetzt auf einmal DocuWare oder sonst irgendwelche Programme ein. Das musst du schon auswählen. Das muss auf das Unternehmen angepasst sein. Das muss entsprechend konfiguriert sein. Und daraus entsteht ja dann auch, dass der ITler in meinen Augen, also die Fachkraft dafür in meinen Augen, sehr stark inzwischen mit dem Datenschützer und mit dem ISB zusammenarbeiten, weil es geht um Compliance. Es geht halt einfach um die Einhaltung von Richtlinien und es geht um die Gefahr von Bußgeldern, wenn es in die Binsen geht. Sei es die DSGVO, sei es NIST 2, sei es sonstige Gesetze. Es maßgeblich ist ein ITler mitbeteiligt, wenn es um ISO 27 geht, TSACS, VDS 10.000. Also alles das, so Compliance-Themen drin, ist der ITler inzwischen mit dabei und als Fachkraft gefragt. Ohne den geht es an so vielen Stellen nicht. In dem Compliance. Es würde aber wahrscheinlich ohne ihn gehen, neues Papier in Drucker einzulegen.
René
00:27:12
Ja, nein. Bitte nicht. Ja, ja. Ja, das ist auf jeden Fall so. Deswegen, also wenn man Experten hat, dann sollte man sie auch für das entsprechende nutzen oder einsetzen. Ich meine ganz ehrlich, man muss auch dann sehen, mach das mal mit einem ITler, setz den mal wirklich zwei Jahre ein für sowas, wie du gerade sagst, Mäuse, Papier, keine Ahnung. Hat er dann nachher, also entweder, wenn er sich nicht verabschiedet aus dem Unternehmen, dann ist ja nachher sowieso die Frage, ob er dann überhaupt noch die Motivation hat irgendwann. Also das muss man ja auch sagen.
Michael
00:27:46
Ja, das ist...
René
00:27:48
Das tröpfelt so alles vor sich hin.
Michael
00:27:49
Das ist halt das Thema von Unternehmen, ist halt die Strategie, wie setze ich die Fach... Also wenn ich mein... Erst mal brauche ich eine vernünftige Strategie. Wie kriege ich dann so einen Fachmann? Wie komme ich an so einen ran, der Ahnung hat und der mir das Ganze administrieren kann? Und dann ist natürlich die Strategie, wie behalte ich ihn und wie halte ich sein Wissen und sein Interesse an genau diesen Themen weiter aufrecht? Welche Freiheiten gebe ich dem ITler? Also gerade ITler, echt nicht böse, ich ticke da genauso, ITler funktionieren in manchen Stellen anders wie ein normaler Shopfloorworker, wie ein normaler Mitarbeiter am Fließband. ITler haben manchmal andere Arbeitszeiten, mit Absicht und bewusst, weil die müssen meistens dann arbeiten, wenn die Mitarbeiter nicht da sind, weil die Shutdown-Zeiten nutzen wollen, gerade für Serverwartung, das geht nicht dann, wenn 100 Leute darauf zugreifen, das musst du dann machen, wenn du es in Ruhe machst. Das heißt, die sind auch gerne mal abends länger da, die sind gerne mal am Samstag da, die machen auch nochmal am Sonntag irgendein Wartungskram. Das heißt, ITler ticken an dieser Stelle ein Stückchen weit anders. Du kannst von einem ITler in meinen Augen nicht einen klassischen 9-to-5 erwarten, sondern ITler haben das anders da. Das ist auch vollkommen egal, solange die Marie rennt und sie ihre Tätigkeiten verrichten, ist das das Gute, aber das muss in das Mindset von der Geschäftsleitung rein. Und das sind halt eben so Dinge und da hast du halt einfach die Sache, wenn du einen guten Mitarbeiter hast und hast einen guten ITler und hast was Richtiges drauf und du knebelst den, überlastest den oder drückst den mit falschen Tätigkeiten, nochmal Mäuschen einrichten, Drucker Papier tauschen, also mit so Lulukram, dass er einfach unterfordert ist und zwingst den noch durch interne Unternehmensrichtlinien in eine Richtung rein, wo er sich nicht wohlfühlt und wo er sich nicht richtig entfalten kann, dann wirst du sehr wahrscheinlich von diesem Mitarbeiter nicht lange Freude haben. Das ist ein Riesenthema.
René
00:29:43
Es ist ja auch so, das Recruiting an sich ist ja nicht so einfach, du sagst natürlich aus den Gründen, dass es halt nicht so ein herkömmlicher Job ist, der halt gleich anzusiedeln ist. Es ist aber auch so, generell, weil der Bedarf ja so groß am Markt ist, es ist halt auch super schwer, überhaupt noch Talente dann wirklich dazu zu gewinnen.
Michael
00:30:07
Der Markt ist leer, René. Fachkräfte ist der Markt leer. Das ist halt einfach so. Und wenn einer, gerade ITler, wenn ein ITler im Unternehmen unzufrieden ist, der schreibt zwei Bewerbungen und kann sich drei neue Arbeitgeber aussuchen. Der Markt ist weg und wenn ITler was auf dem Kasten haben und haben gerade Spezialisierungen drin, Microsoft, Digitalisierung etc., PP, was sie ja alle irgendwo haben sollten, dann ist dann hängt der nicht, also ist der nicht zwingend erforderlich auf den Arbeitgeber angewiesen und die Geschäftsleitung und die Chefs, der Satz, wenn du gehst, stehen fünf andere vor der Tür, die machen deinen Job, den du früher mal reißen konntest. Die Zeiten sind vorbei. Das ist gelaufen.
René
00:30:55
Absolut. Ja, also Alternative, was viele größere Unternehmen machen, ist halt sich wirklich Werkstudenten oder Quereinsteiger zu holen. Problem dabei ist aber auch, also gerade so spezielle Themen brauchen einfach Erfahrung. Das wird man nicht mal eben so, ja, mal eben so gelöst kriegen. Zumal, du musst die Leute ja auch schulen und schulen dauert immer Zeit. Das ist einfach so. Und das heißt, so eine schnelle Lösung wird man dann nicht kriegen, wenn man sich eben Leute holt, die die Expertise gerade noch nicht haben. Und die, die die Expertise haben, kosten aber auch richtig Geld. Es ist halt, es dreht sich alles irgendwie im Kreis.
Michael
00:31:42
Was ich immer cool finde, ist, Thema Werkstudenten oder Quereinsteiger, wenn du wirklich Interessierte im Unternehmen hast, die es auf dem Kasten haben, und du holst dir die mit ins Team rein und ziehst die dir mit hoch. Nimmst die an die Hand, fügst die bei, schaffst im Prinzip Vertreterregelungen den zweiten Mal, den dritten Mal etc. Dann ist das eine coole Kiste. Dann kann das funktionieren. Aber auf gar keinen Fall kann es funktionieren nach dem Motto, wir holen uns jetzt mal einen für die IT. Wir hatten bis jetzt gar keinen. Wir holen uns jetzt mal einen. Wir gucken mal, ob wir einen Werkstudenten finden. Das wird wahrscheinlich crashen. Ja, versuchen aber einige so.
René
00:32:17
Das macht sich bemerkbar. Man merkt halt schon, also das kann ich auch sagen, solche Unternehmen, da kommen wir dann doch schon öfter mal zum Zug.
Michael
00:32:25
Ja, aber René, was braucht es denn? Jetzt mal im Ernst. Was braucht es denn als ITler? Wie denn Laptops kaufst du bei Aldernate, beziehungsweise bei Media Markt oder Saturn oder wo auch immer? Was braucht es denn? Microsoft-Kondo schnell eben online eingerichtet, passt beim Anmelden mit drauf, das WLAN-Passwort aus der Fritz-Box und dann bist du doch fertig. Was ist denn? Das ist richtig. Daheim geht es doch auch so. Zu Hause habe ich doch auch keinen ITler und kann arbeiten. Das sind so diese Dinge. Ja, ich glaube, wir haben es in verschiedenen Podcast-Folgen immer schon mal wieder gesagt. Es ist ein Unterschied zwischen dienstlicher und privater IT. Und dienstliche IT hat halt einfach, das ist eine andere Liga.
René
00:33:09
Und selbst privat halten sehr viele die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen null ein. Also das muss man ja auch sagen. Von daher, ich will gar nicht tiefer drauf ein, ist ja heute nicht Thema. Aber das bezeichnet es dann ja so ziemlich. Wie du gerade sagst, es wird halt immer so Larifari dahingesagt, aber eigentlich Äpfel mit Bieren. Das kannst du nicht vergleichen.
Michael
00:33:35
Wir haben jetzt bei uns im Mietshaus einen neuen Mieter gekriegt vor sechs oder acht Wochen. Fritzbox im Keller, Klassiker, also Fritzbox im Sammelraum. Die finde ich heute noch unter dem Fritzbox-Namen, der hinten auf der SSID draufsteht. Also noch nicht mehr. Sorry, ganz kurz, aber da unten drunter ist auch das Standard-Passwort, um auf den Ruder zu kommen. Dreimal darfst du raten. Das sind halt einfach so... Genau. Ja?
René
00:34:02
Finde ich gut.
Michael
00:34:03
Es ist halt einfach auch privat sollte man sich darüber Gedanken machen und man sollte inzwischen auch wissen, was man tut. Im kleineren Kreis, aber auch da so ein paar Basics müsste man draufhaben. Und wer nett lässt, muss halt machen.
René
00:34:17
Sonst, wenn da jetzt jemand Fragezeichen über den Kopf haben sollte, wir hatten eine Episode, da haben wir über das Homeoffice gesprochen. Da könnt ihr gerne mal reinhören. Das sind nämlich eigentlich so die Maßnahmen, die man da einführen sollte. Und ansonsten, wie Michael gerade gesagt hat, gerne melden. Kriegen wir schon. Ja. Irgendwie klappt das schon.
Michael
00:34:36
Melden und wir kriegen das Problem gelöst. Kein Thema.
René
00:34:39
Genau. Ja, was ist die Alternative zu Fachkräften? Es liegt eigentlich auf der Hand, du hast es eingangs auch schon mal angesprochen, es sind externe Partner. Das muss man sagen, du hast einfach... Man sagt immer, es ist teuer oder es ist kostenintensiv. Das sehe ich zum Beispiel anders. Denn du hast ja, wenn du dir jetzt eine Fachkraft holst, keine Ahnung, was sie kosten mag, ich will jetzt keine Zahlen in den Raum werfen, weil das auch deutschlandweit unterschiedlich ist, aber die kostet ja ihr Geld. So. Und das ist eine Person. Ich kann aber ja auch einen externen Partner beauftragen mit irgendwas. Also meinetwegen den auch Managed Services zum Beispiel geben, dass er sich um meine IT schon standardmäßig kümmert. Da habe ich dann einen Fixbetrag, damit ist es abgedeckt. Und ich habe aber ein ganzes Team dahinter und nicht eine Person bei mir sitzen. Das heißt, das ganze Team kann mir im Notfall auch als ganzes Team helfen. Also ich habe ja eine ganz andere Breite und du hast ja gerade auch gesagt, Vertretungsregeln und so, das brauchst du dann alles nicht schaffen.
Michael
00:35:49
Darum kümmert sich dein Partner. Ja, ich vergleiche so einen Partner immer, ich kriege das ja auch immer mal erzählt mit dir, du machst ja Datenschutz und naja, kümmerst dich dann selber. Abgesehen von der Verpflichtung und dem ganzen regulatorischen Kram, aber ich sage dann immer, und ich glaube das matcht dir auch ganz gut, sage ich, ihr habt doch auch einen Steuerberater, oder? Da sagt er natürlich, Steuerberater haben wir mit dem Mist, wollen wir uns gar nicht auseinandersetzen. Da haben wir einen Fachmann, der weiß, was er tut und den haben wir beauftragt, der macht das für uns. Und da sage ich, natürlich, ihr habt einen Job, ihr wollt Geld verdienen, ihr wollt eure Dienstleistung, eure Arbeitsleistung erbringen, damit dass ihr Rechnungen schreiben könnt und wollt euch nicht mit dem ganzen Steuerkram belasten. Sagt er, ja genau, das ist so aufwendig und wenn würde ich mich reinfuchsen, würde ich es vielleicht noch, will ich gar nicht, lasst mir mal ruhig, ich will arbeiten. Was unterscheidet das jetzt von einem anderen Dienstleister, der dich vielleicht im Datenschutz an die Hand nimmt, oder der dich vielleicht in der IT so ein Stück weit mit an die Hand nimmt und dich entlastet. Und dann gucken die mich an wie ein Auto und dann sage ich, ja, eigentlich hast du recht. Ich glaube, im Kern trifft es das. Es gibt ganz, ganz viele Ausprägungen, wie intensiv und wie Kram man machen kann, aber im Kern trifft glaube ich so die Aussage, Schuster, bleib bei deinen Leisten, mach das, was du kannst und das, wo du keinen Bock zu hast und da, wo du das Gefühl hast, bist du kein Profi drin, hol dir Hilfe. Oder kauf dir Hilfe mit einem Mitarbeiter ein entsprechend.
René
00:37:08
Genau, und zumal wenn du jemanden hast, der keine Ahnung, wir hatten einen Kunden, der hatte eine Produktion und jemand aus der Produktion hat bei denen so ein bisschen die IT nebenbei gemacht. Jetzt liegt doch auf der Hand, dass er in dem Augenblick, wo er die IT macht, die Produktion nicht machen kann. Das heißt, das Unternehmen verdient ja in dem Augenblick auch kein Geld. Ist es also wirklich günstiger, dass er das macht?
Michael
00:37:33
Ja klar, weil der ist ja eh da. Ja, mag ja sein, aber... Einen extern muss ich bezahlen, mein Mitarbeiter ist eh da.
René
00:37:40
Richtig, aber die Produkte sind ja dann nicht mehr da, die ich produziere. Also das ist ja, da beißt sich die Katze ins Schwanz. Das ist halt eine zu kurz gedachte Lösung und das ist das, was du gerade gesagt hast. Man muss sich das halt immer wirklich sehr, sehr gut überlegen. Ich meine, okay, wenn ich ein Unternehmen habe und ich sage, okay, ich selber habe da total Bock drauf, das zu machen, ich selber, dann okay, kann dich keiner dran hindern. Aber dann einen Mitarbeiter zu verhaften, der eigentlich in diesem Bereich gar nicht tätig ist und nicht sein sollte, das wäre ja grob fahrlässig.
Michael
00:38:21
wobei, ganz im Ernst, Partner extern, hin und her, Datenschützer, ITler, ich glaube aber, dass so ein gewisses Grund-Know-How, so eine gewisse Basis an Tätigkeiten im Unternehmen schon selbst gemacht werden können. Also bleib bei dem Steuerberater-Ding, ein Unternehmen sollte in der Lage sein, eine Rechnung zu schreiben, die korrekt ist und entsprechend das so vorsortieren kann und so zuarbeiten kann, damit einer, der unterstützt, optimal kosteneffizient tätig sein kann. Aber so ein paar Basics sollten im Unternehmen schon, glaube ich zumindest, oder? Also findest du, so ein paar Basics müsste doch jeder, also meine Erwartungshaltung wäre jetzt mal, dass jedes Unternehmen mal in der Lage sein sollte, ein neues Endgerät ins WLAN reinzuschieben oder mal eine E-Mail-Weiterleitung einzurichten oder mal ein USV zu tauschen. Ja, ich weiß.
René
00:39:24
Sag mal, das ist bei dir wahrscheinlich auch noch einfacher, weil du bist selber affin dafür. Wir beraten aber oder betreuen auch teils Unternehmen, da haben die kein Interesse dran. Das Ding muss laufen und wenn das nur einmal A sagt anstatt B, dann ist das nervig. Und das kann ich auch nachvollziehen. Das ist auch völlig in Ordnung. Natürlich, also grundsätzlich sollte aber das Verständnis da sein, das, glaube ich, ist das Wichtigste. Das Verständnis da sein, dass das wirklich auch eine Leistung ist. Also nicht, dass es eben, ja, da kommt immer, er macht da eben felle Kleinigkeit. Nee, wenn es eine Kleinigkeit wäre, dann mache ich es selber. Ansonsten macht es der andere und der hat dafür was gelernt und kann das, was er da macht.
Michael
00:40:06
Und vielleicht ist es für den, der kommt und das dann da macht, eine Kleinigkeit, aber nur, weil der die letzten zehn Jahre Erfahrungen gesammelt hat und er genau weiß, an welcher Stelle er die Kleinigkeit zu greifen hat. Auch das muss man sagen, so die Idee, wenn jemand kommt und er macht, ich sag mal salopp, drei Mausklicks und die Marie läuft wieder, dass dann gesagt wird, ja gut, die drei Klicks hätte ich selber machen können. Ja, hättest du gewusst, welche drei, hättest du so logisch machen können, aber um zu wissen, welche drei Klicks ich mache oder gewusst, an welcher Stelle, in welchem Eintrag im Android oder welchen MX Eintrag ich jetzt an irgendwas anpasse, damit das wieder läuft, wie es ist. Das ist doch, das ist doch das Know-how, was Fachkräfte auszeichnet, ganz global.
René
00:40:50
Das ist genau das und da kann ich auch bezeichnen, kurz was zu sagen. Wir haben öfter mal eine Diskussion über Preise gehabt. Im ist ja meist so, nee, aber da geht es auch tatsächlich um die Dienstleistungspreise, also unsere Techniker, Technikerinnen und Techniker kosten unterschiedlich. Das hat damit zu tun, wer in der Ausbildung ist, wird bei uns mit weniger berechnet. Und dann kamen die Argumentationen des Kunden, ja, aber dann hätte ich gern immer nur noch den Auszubildenden. Ja, aber der braucht länger. Also der eine macht es halt ganz schnell, kostet dann mehr, der andere macht es dann etwas langsamer, aber kostet weniger.
Michael
00:41:32
Der kostet ja nicht mehr oder weniger, sondern der kostet im Verhältnis seiner Stundenleistung mehr oder weniger. Die Rechnungssumme ist, das ist ja das Problem, ist die Rechnungssumme interessant und nicht der Lohn pro Arbeitseinheit.
René
00:41:50
Richtig, aber im Angebot liest sich das nun mal anders, da steht ja dann ein Preis und dann, oder meinetwegen hast du einmal einen Kunden, der, was weiß ich, der nimmt jetzt in einem Monat zweimal eine Dienstleistung in Anspruch und sieht dann einfach nur, okay, die Arbeitsanheiten kosten bei diesen zwei Personen unterschiedlich. Was dann das in Zeit und dann den Endwert, so wie du gerade gesagt hast, die Rechnungssumme, was das dann gewesen wäre, wenn die Gegenposition Personen das gemacht hätte, das weiß er ja nicht. Aber er sieht erstmal nur, deswegen, also diese Diskussion haben wir schon häufig gehabt.
Michael
00:42:25
Ja, aber hier kann ich gleich eine andere Story zum Guten geben, aber das ist ja doch super fair, wenn man als Unternehmen sagt, also erstmal ist es super cool, wenn Unternehmen ausbilden, ganz wichtig, jeder draußen, wenn ihr die Möglichkeit habt, auszubilden, bildet aus. Und es ist ja dann noch super fairer, wenn das Unternehmen offensichtlich sagt, pass auf, es ist einer in der Ausbildung, der wird von uns an die Hand genommen, der ist aber wahrscheinlich ein Stückchen langsamer, wahrscheinlich, weil ihm die zehn Jahre Erfahrung halt fehlen mit 19 oder 18, wenn er in die Ausbildung geht, dafür reduzieren wir ihm die Stundensätze ein bisschen, um das zu kompensieren. Das ist das fairste und transparenteste, was du deinen Kunden gegenüber machen kannst. Nicht jedes Unternehmen macht das. Die laufen eben über die gleiche Uhr und mit dem gleichen Sack drüber und dann wird der Reibach, nein, Entschuldigung, laufen über die gleiche Uhr und über das gleiche Sack drüber und ich finde es gerade cool und transparent, das genauso zu tun, wie ihr es tut.
René
00:43:16
Ja, wie du gerade gesagt hast, für uns war es einfach, oder ist es ein Fairness? Sonst würde ja auch logischerweise im Umkehrschluss jeder sagen, dann gib mir den, der fertig ist, der macht es in fünf Minuten meinetwegen. Wir wollen ja, dass die Leute auch was lernen, die müssen ihre Erfahrungen ja sammeln. Und das ist dann quasi, ja, die Grundlage für alles ist gleich, sage ich mal, die Ausgangslage.
Michael
00:43:44
Ist die Fachkraft für morgen. Wir reden ja über Fachkräftemangel irgendwann mal. Wir reden ja von Fachkräftemangel und irgendwo muss ich ja die Fachkräfte herkriegen. Das heißt, ich muss die Fachkräfte qualifizieren. Und dann gehört das eben mit dazu.
René
00:43:56
Deswegen, und wir handhaben das halt jetzt seit etwas über 25 Jahren genauso, dass wir eben diese unterschiedlichen Sätze haben.
Michael
00:44:08
Ja, und dann kann sich auch ein Erfahrener immer mal verrennen, also es wird immer mal technische Probleme geben, da sitzt du halt einfach fünf Stunden, bis du den richtigen Schalter gefunden hast oder hast den richtigen Eintrag. Es sind halt Technik und Software ist halt einfach, leider Gottes, in Funktion nicht immer digital. Das ist oft die Nadel im Heuerhaufen.
René
00:44:31
So kann man es halt vergleichen.
Michael
00:44:32
So viele Faktoren, wir haben eben über Updates und sonstige Dinge gesprochen, die reinstreuen, die dir halt einfach nach dem Motto, kann halt viel sein, gestern ging es noch, es ist ein Update gekommen, es ist irgendeine Firewall ausgefallen, es ist hier was, es ist da was. Es ist nicht immer so einfach, dass du es halt in zwei Minuten komplett analysiert kriegst. Dafür musst du halt ein Fachmann sein.
René
00:44:53
Genau. Aber zum eigentlichen Thema zurück. Ja. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Sinn macht, gerade jetzt, wo wir diesen Fachkräftemangel haben, einige Dinge auszulagern, um eben auch einen Partner dahinter zu haben, der unterstützen kann, der ein Team dahinter sitzen hat, wo eben nicht eine einzelne Person oder zwei das Ganze tragen müssen, wo selbst die ITler, die internen ITler, wirklich nochmal Rücksprache halten können, sich zu Themen austauschen können. Denn ein Dienstleister, das hört sich immer so an, als würde ich mir jetzt selber auf die Schulter klopfen, dass wir so toll sind.
Michael
00:45:32
Da kümmer ich mich gar nicht, da pass ich schon auf, dass das nicht passiert, keine Angst.
René
00:45:37
Nein, darauf will ich auch nicht hinaus. Mir geht es ja einfach nur darum, du hast halt als Dienstleister, du bist ja nicht fokussiert auf ein Unternehmen. Du hast eine so breite Palette, wo du einfach Erfahrungen von jedem Kunden mit zum nächsten Kunden wieder nehmen kannst. Das sind halt Dinge, die zeichnen dann halt auch so einen externen Partner aus. Nicht nur im IT-Bereich, ist in vielen anderen Dingen genau.
Michael
00:45:59
Und wie tief man helfen kann, bestimmt ja immer noch, oder kann ja jeder für sich individuell gestalten. Also, wie du das eben schon gesagt hast, im Idealfall habe ich halt einen, der die IT mal mitmacht, sage ich mal im Unternehmen, der sagt, ich bin da erstmal der erste Ansprechpartner. Wenn es um Mäuse und Papier geht, komme ich mal vorbei. Und wenn es ein bisschen tiefer geht, dann rufe ich mir halt einen an, wo ich weiß, da ist mein Telefontruger. Das hilft ja auch schon.
René
00:46:29
Und du musst ja halt gucken, es macht ja meistens Sinn, wie ich finde, wenn du jetzt mal einfach nur ein Unternehmen betrachtest, ein Unternehmen hat ja standardisierte Sachen. Also das heißt zum Teil, die sind einfach bei allen gleich. Router, Server, keine Ahnung. Die Sachen sind ja vom Grundaufbau immer gleich. Und dann gibt es individuelle Sachen auf dieses Unternehmen gesehen, die nur dafür da sind. So trenn's doch da. Nimm die standardisierten Aufgaben, gib die rüber zum Partner zum Beispiel und lass das interne Team deine internen Sachen regeln. Da wäre es doch perfekt getrennt. Also so könnte man es machen. Das ist so mein Ansatz meist, weil dann hat man nämlich jemanden wirklich, der rein für Projekte, für interne Projekte da ist und alles, wie ich vorhin schon gesagt habe, das Brot und Butter Geschäft, das lässt dir jemanden machen, der das einfach tagtäglich macht und der erkennt auf dem Server von Kunden XY ein Problem in der und der Konstellation und kann das gleiche auf dich ummünzen und sagt okay, da stoppen wir das Update jetzt, damit dann nichts passiert. Das sind Erfahrungen, die kannst du nicht aus einem internen Team holen, das eben dieses eine Unternehmen betreut. So viel aber dazu. Also wie gesagt, ich will das gar nicht alles in den Himmel loben. Es gibt immer ein Für und Wider. Man kann natürlich auch argumentieren, ich möchte ein internes Team haben, ist alles okay. Wie gesagt, ich finde aber gerade in der heutigen Zeit macht es Sinn, sich an Partner zu wenden und sich da unterstützen zu lassen. Das halt in vielen Bereichen.
Michael
00:48:12
Genau und je kleiner das Unternehmen, umso eher macht genau das Sinn. Also nach dem Motto, wir sind ja so klein, was brauchen wir einen IT-Dienstleister? Nein, nein, nein, du bist zu klein, deswegen auch nicht falsch verstehen, aber du bist zu klein, deswegen brauchst du einen IT-Dienstleister. Genau, weil das nämlich so ist, dass du in deinem Team eben nicht oder sehr wahrscheinlich ein Thema mit Ressourcen hast und Ausbildung, Kapazitäten etc. Gerade dann macht es Sinn, sich externen Support reinzuholen, um eben sich genau diese Themen von der Backe zu halten. Ich mache es ja auch bei ganz, ganz vielen Themen. Ich meine, ich habe das glaube ich im anderen Podcast oder wir haben schon mal drüber gesprochen, ich fange auch in der Regel nicht an als kleines Unternehmen und ziehe mir eine Webseite von 0 auf 100 hoch, sondern ich hole mir jemanden, der Webseiten programmieren kann, damit ich eben diese Stunden gerade nicht an der Backe habe. Ich hole mir einen Steuerberater an der Hand, der sich eben um meinen Steuerberatungskram kümmert. Ich hole mir eine Wartungsfirma für die Ameisen oder einen Gabelstapler an die Hand, weil ich da eben nicht will, dass da noch einer mit dran geht. Also ich habe ja sowieso in meinem Kosmos, hole ich mir sehr viele oder einige, die mich unterstützen, damit ich effektiv arbeiten kann. Ich bin als Unternehmen die, die spezialisiert drauf sind, das was mein Geschäft ausmacht zu machen. Teile herstellen, Beratungsdienstleistung etc. pp. Diese ganzen nennen wir es mal normativ Support Prozesse und alles was das in meinem Kosmos rundherum benötigt wird, damit ich optimal arbeiten kann, das hole ich mir dann, wenn ich es nicht zu Hause habe oder nicht perfekt habe, wie ich es haben will, das hole ich mir einfach von außen rein. Es ist halt einfach so, weil ich mit meinem Unternehmen, ich bin das Zentrum, ich bin das Star, ich weiß was ich will, ich weiß was ich kann und ich weiß was ich brauche, damit ich perfekte Qualität an den Kunden ausliefern kann, damit ich tolle viele Rechnungen schreiben kann. Und alles was da rundherum gehört, damit ich mich aufs Rechnungsschreiben konzentrieren kann, sprich auf meine Arbeitsleistung, das gucke ich halt, dass ich mir Partner an die Hand hole, die mich an dieser Stelle supporten, an die Hand nehmen und die mir einen Mehrwert bieten, damit ich besser werde und effektiver arbeiten kann.
René
00:50:18
Genau so. Und solltest du mal, gehen wir mal quasi zum nächsten Punkt, und solltest du mal die Situation haben, dass du oder was heißt die Situation haben, solltest du doch ein internes Team haben und du möchtest nicht auslagern, dann ist es jetzt mittlerweile, geht der Weg in Automatisierung, KI, dass viele Dinge, also ich sage mal gerade so ein Patch Management und so, du kannst viele Dinge mittlerweile auch mit automatisieren, dafür brauchst du natürlich auch eine gewisse Expertise, um das umsetzen zu können. Genau. Aber wenn du das hast, oder wenn du sagst, okay, dafür schaffe ich jetzt eine Position, damit sie sich darum kümmert, okay, das ist auf jeden Fall möglich, man muss aber, es muss einem klar sein, es ist immer nur eine Entlastung, also eine Automatisierung und eine KI ist mit Sicherheit kein Ersatz für Personen, und das ist, ich muss wirklich sagen, ich bin ITler und mir ist das extrem wichtig, egal wie viel wir über KI sprechen, ich möchte nicht, dass Leute Arbeitsplätze verlieren, das kann ich von meiner Warte aus sagen und es ist mir wirklich wichtig, weil diese Diskussion oftmals aufkommt und ich will auf gar keinen Fall, dass wir damit Personen ersetzen, sondern dass wir sie unterstützen. Wirklich standardisierte Aufgaben oder Dinge, die wirklich ein Computer auch selber interpretieren kann, dass diese Aufgaben dann eben von der KI zum Beispiel übernommen werden, aber alles weitere, wenn es dann wirklich wichtig wird oder so, dann muss da auch immer noch eine Person sitzen.
Michael
00:51:56
Du brauchst die Kontrollinstanz und du musst wissen, wie du was konfigurierst und musst die Ergebnisse der Konfiguration überwachen, kontrollieren und das wird immer ein Mensch sein, noch auf absehbarer Zeit, weil eine KI, die sich selbst prüft, kicket. Also es wird immer denjenigen brauchen, der drüber guckt und bewertet. Es wird auch immer denjenigen brauchen, der der KI erstmal sagt, was ich will und wie du eben so gesagt hast, Patch Management und Monitoring, es wird ja auch in den Systemen immer komplexer. Du hast so viele Hersteller inzwischen oder hast so viele Systeme, die du brauchst, um das für dein Unternehmen ideale Verhältnisse herzustellen. Du hast da eine Firewall, ich glaube Sophos liefert schon ein ziemlich gutes Package mit ganz, ganz vielen Dingen, die es gibt, aber du hast dann immer noch mal weitere Unternehmen dabei oder weitere Softwaredienste dabei, die du sauber konfigurieren und unter Kontrolle halten musst, wo du einfach monitoren musst. Es ist nicht nur das eine System, wo du dich reinfuchsen musst oder es ist nicht nur die eine KI, die du brauchst und dann ist die Welt, ist das Gras wunderschön grün und alles funktioniert, sondern du musst dich reinfuchsen und du musst die Kontrolle über das ganze System behalten.
René
00:53:12
Und genau das ist es ja einfach dieses, du hast gerade gesagt, du musst dich reinfuchsen. Du musst die Person auch erstmal dazu ausbilden, dass sie das kann. Entweder kommt sie schon fertig, dann hast du natürlich auch schon gutes Geld investiert oder du investierst halt wirklich darin, diese Person auszubilden und das ist halt auch nicht, also du hast das vorhin schon gesagt, das ist ja auch eine wirtschaftliche Abwägung, die man da treffen muss. Auch das ist ja ein Thema. Nur weil es KI ist, die Personen dahinter, die Experten, die kriegt man halt auch nicht geschenkt. Nein, KI-Experten werden gehandelt wie Fußballstars.
Michael
00:53:51
Ja, das vielleicht auch nicht, aber auch nicht wie Panini-Bilder. Naja gut, ich glaube bei Apple und Meta sind noch jetzt ein paar Deals über die Grüne gegangen.
René
00:54:01
Das sind noch mal ganz andere Nummern.
Michael
00:54:03
Sollte jemand von Apple und Meta bei uns zuhören, wir sind auch KI-Experten, kauft uns einen.
René
00:54:09
Podcast machen wir weiter, keine Sorge, wir erzählen alles.
Michael
00:54:12
Den würden wir dann weitermachen.
René
00:54:16
Aber genau dafür, also für diese ganzen Situationen und so, gibt es ja mittlerweile auch neue Ausbildungen, also sprich digitale Vernetzung, also ein Fachinformatiker in der digitalen Vernetzung, was ja vorher eher so Systemintegration war, jetzt geht es halt eben um digitale Vernetzung, das heißt, dass man zwischen unterschiedlichen Systemen Schnittstellen schafft und so weiter. Das geht ja dann in diese Richtung von Automatisierung, dass die Geräte miteinander oder diese Systeme miteinander kommunizieren und so weiter. Security ist, denke ich, klar. Quereinstieg wäre auch eine Möglichkeit. Da tut sich auch einiges, weil doch manche merken, okay, der IT-Sektor ist für mich dann doch spannend. Muss man halt schauen. Michael hat es eigentlich gesagt, jedes Unternehmen, was ausbilden kann, bildet bitte aus. Das wird das Ganze nur unterstützen, dass wir da nicht auf Dauer oder auf ganz, ganz lange Sicht da hinterherhinken und zusehen müssen, wo wir bleiben quasi. Ansonsten, also ich nehme jeden Anruf gerne an. Meldet euch gerne bei uns, so nicht. Aber das ist für mich einfach nur ein generelles Thema. Also ich finde, jeder muss Möglichkeiten bekommen. Jeder sollte dann auch die Möglichkeit bekommen, zum Beispiel deine Ausbildung zu machen. Und als Betrieb hast du dann natürlich auch den Vorteil, dass du da jemanden hast, der individuell auch dein Unternehmen kennt, für dich auch tätig sein kann. Und selbst da in der Ausbildung, könntest du dir für den Ausbildungspart sogar auch noch einen Partner zur Seite erhelfen oder holen.
Michael
00:55:52
Das Coole ist bei der Ausbildung, wenn du ausbildest, mindestens meiner Erfahrung, hast du zweieinhalb bzw. dreieinhalb Jahre die Möglichkeit zu gucken, wie matcht ihr denn miteinander, wie gut funktioniert es, wie toll findet der Mitarbeiter das Unternehmen, was gibst du dem Mitarbeiter, was gibt dir der Mitarbeiter zurück. Und dann steht halt am Ende der Ausbildung die Entscheidung, cooler Typ, benutzen wir weiter, bauen wir weiter auf, kann bei uns weiter arbeiten. Oder, was auch vollkommen normal ist, ja, man hat immer gesagt, da wo man lernt, bleibt man nicht. Das war in den 90ern noch so ein Spruch, der wurde mir noch zu Tage, dass man einfach gesagt hat, alles klar, du hast jetzt in dem Unternehmen gelernt, jetzt pack dein Köfferchen und jetzt guck mal in der großen weiten Welt und such dir mal eine Herausforderung und gib mal Gas. Auch das ist ein vollkommen normaler Prozess. Hat man das gesagt? Oh ja.
René
00:56:41
Das ist voll an mir vorbei geblieben.
Michael
00:56:43
Ich bin immer noch hier. Du bist fast eine Generation jünger als ich. Also bei mir war das, glaube ich, 98 oder 96 Alter, ich glaube, 96 oder 99 Die Ausbildung fertig gemacht und da war ganz klar damals die Aussage, da wo man lernt, bleibt man nicht, dann ist man ewig der Stift. Ich bin dann auch ein halbes Jahr geblieben, hab aber dann, bei mir rief dann noch die Bundeswehr. Früher gab es das noch. Bei mir rief dann die Bundeswehr und das war der natürliche Cut und dann bin ich danach nicht mehr dahin. Aber wie gesagt, den Spruch kenne ich halt noch. Okay.
René
00:57:23
Aber du hast recht. Also diese Zeit kann man auf jeden Fall gucken, ob man da wirklich zusammenpasst. Gut. Also, um das nochmal zusammenzufassen, Fachkräftemangel kann ein ganz klar direktes Sicherheitsrisiko darstellen. Ist auch ein Personalthema, aber es hat halt Auswirkungen auf die Security. Dann Überlastung und fehlendes Know-how, logischerweise. Und wenn das so ist, dann hat man natürlich auch wieder ein Sicherheitsthema. wir haben es ja gerade quasi gesagt, also die Lösung dafür ist ja eigentlich so eine Mischung aus Weiterbildung, Automatisierung und ganz klar auch externen Partnern.
Michael
00:58:12
Genau. Und wichtig hier, Einwand von mir, Scheuklappen weg. Habt ihr im Unternehmen damit ein Thema? Nicht auf die lange Bank schieben, sich mit dem Thema beschäftigen, Lösungen finden, in welchem Weg auch immer, weil je länger das gärt und je länger ihr da unsupported seid und je länger ihr da mit mangelhaften Personalressourcen bei der IT-Kiste unterwegs seid, je eher und je wahrscheinlicher ist das Risiko, dass es euch irgendwann richtig vor die Füße fällt und ihr dann ein großes Problem habt. Also Probleme sollte man lösen, solange sie klein sind und deswegen, wenn da was ist, wenn ihr Themen habt, meldet euch gerne, wenn ihr alleine für euch klarkommt, auch super, toll, alles perfekt, aber guckt auf die Ressource Personal bei dem Thema Information und IT Security und IT Compliance. Die Ressource Personal ist ein zentrales Ding und passt da auf. Schiebt es nicht auf die lange Bank.
René
00:59:10
Sehe ich ganz genauso. Ich glaube, das war auch schon das Wort zum Sonntag, Michael. Ja, also ganz zum Abschluss, IT ist halt einfach nicht nur Technik, es stecken immer noch Menschen dahinter, das gibt das ganze Thema ja wieder und von daher, das ist auch gut so.
Michael
00:59:31
Brauchst du irgendeinen, der am Ende vom Tag den ganzen Mist einfach aus dem Fenster wirft und geht angeln? Im Zweifel ja. Ja, Perfekt.
René
00:59:44
Ja, dementsprechend würde ich sagen, Michael, wir haben es für heute ausgiebig besprochen. Vielen Dank an dich, vielen Dank in die Runde und wir hören uns in 14 Tagen wieder.
Michael
00:59:56
Alles klar. Grüße aus Wetzlar, wünsche euch was. Tschüss. Ciao.

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