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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#39 Green IT

Nachhaltigkeit in der digitalen Welt

28.03.2025 59 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wir sprechen über die Bedeutung von Green IT und Nachhaltigkeit in der IT-Branche. Energieeffizienz, ressourcenschonende Hardware und Software, sowie die richtige Entsorgung sind einige der Punkte. Zudem thematisieren wir gesetzliche Vorgaben, Greenwashing und zukunftsweisende Technologien.

In dieser Episode sprechen wir über Green IT und die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der IT-Branche. Wir beleuchten, welche Herausforderungen und Chancen sich aus einer ressourcenschonenden Nutzung von Technologie ergeben. Dabei geht es um effiziente Hardware, ressourcenschonende Software und die richtige Entsorgung von Geräten und Daten.
Außerdem betrachten wir die gesetzlichen Vorgaben zur Nachhaltigkeit und die Vorteile von grünen Rechenzentren. Auch der Einfluss von refurbished Produkten und die Notwendigkeit eines Mindset-Wandels hin zu nachhaltigem Handeln stehen im Fokus.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Zukunft der Technologie – von biologisch abbaubaren Chips bis hin zu energieeffizienten Geräten. Zum Abschluss rufen wir zur Sensibilisierung für Green IT und zu mehr Verantwortung in der IT-Branche auf.

Takeaways
  • Green IT ist ein wachsendes Thema in der IT-Branche.
  • Die IT ist eine der ressourcenintensivsten Branchen weltweit.
  • Technologische Entwicklungen haben die Ressourcenschonung verbessert.
  • Geräte halten länger und sind energieeffizienter geworden.
  • Der Wechselintervall von Geräten ist gestiegen.
  • Nachhaltigkeit sollte ein zentrales Thema für Unternehmen sein.
  • Die Nutzung von Endgeräten hat zugenommen.
  • Energieeffizienz ist entscheidend für die Zukunft der IT.
  • Die Hardware ist ressourcenschonender als früher.
  • Wir müssen unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Integrierte Hardware erhöht die Effizienz und senkt den Ressourcenverbrauch.
  • Ressourcenschonende Software kann durch sauberes Coding erreicht werden.
  • Die richtige Entsorgung von Hardware ist entscheidend für den Datenschutz.
  • Unternehmen sollten auf energieeffiziente Geräte achten, um Kosten zu sparen.
  • Nachhaltigkeit wird durch gesetzliche Vorgaben immer wichtiger.
  • Grüne Rechenzentren nutzen erneuerbare Energien und sind umweltfreundlicher.
  • Refurbished Geräte können eine nachhaltige Alternative sein.
  • Die Abwärme von Serverräumen kann zur Gebäudeheizung genutzt werden.
  • Unternehmen sollten ihre CO2-Bilanz aktiv verbessern.
  • Energieeffizienz ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft. Refurbished Produkte sind ressourcenschonend und nachhaltig.
  • Ein Mindset-Wechsel ist notwendig, um Nachhaltigkeit zu fördern.
  • Langlebigkeit von Geräten spart Ressourcen und Geld.
  • Energieeffizienz ist entscheidend für die Zukunft der IT.
  • Greenwashing ist ein ernstes Problem in der Branche.
  • Biologisch abbaubare Chips könnten die Zukunft der Technologie sein.
  • Jeder kann einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
  • Die Sensibilisierung für Green IT ist wichtig.
  • Innovationen in Rechenzentren können Ressourcen sparen.
  • Nachhaltigkeit ist kein vorübergehender Trend.

Transkript

René
00:00:57
Moin Michael, Folge 39.
Michael
00:01:01
Gude, René, Folge 39. Servus.
René
00:01:06
Ja, jetzt so langsam. Ich habe es drin, dass ich es ansagen kann. Ich achte ein bisschen drauf, wo wir sind. Ja, jetzt die letzten Episoden, habe ich immer daran gedacht. Ja, Michael, heute mal ein Thema, wo wir logischerweise in der IT immer mal irgendwie uns Gedanken darüber sprechen sollten, da es ja doch ein wachsendes Thema ist und es wird uns auch nicht loslassen, von daher gehört es auf jeden Fall hier auch mal bei uns mit rein. Und zwar Green IT.
Michael
00:01:42
Grüne Computer, wunderbar, schön. Ich glaube, es geht nicht um die Farbe. Lass uns mal ein entspannendes Thema angehen, nachdem die anderen Wochen ja doch relativ deftig waren mit Beiträgen und Sachen. Lass aus der harten Kost mal weiche Kost machen. Das ist ganz cool, da freue ich mich drauf. Übrigens ganz kurz, Disclaimer, ich bin verschnupft, wenn man es vielleicht hört. Also wenn zwischendurch mal kurz mein Mikro weggeht, dann versuche ich mal kurz den Husten und den Schnupfer wegzudrücken, nur dass du schon mal Bescheid weißt. Hört sich aber okay an.
Intro
00:02:14
Gut, hört sich genauso schlecht an wie immer, ja.
René
00:02:18
Das wollte ich so nicht sagen, aber okay. Warum Green IT? Ich glaube, grundsätzlich ist es ja einfach ein allgemeines Thema, Umweltschutz, Klima mit allem drum und dran. Wir wollen heute gar nicht groß über das große Ganze diskutieren, sondern einfach nur, wie wir unseren Beitrag im IT-Bereich dazu leisten können und sollten. Und ja, ich glaube, genau darum sollte man einfach mal darüber sprechen. Man liest zwar immer mal wieder hier und da Green IT und Nachhaltigkeit, kann man sich aber immer ein bisschen schwierig vorstellen, gerade weil Geräte schnell entsorgt werden und so weiter. Und ja, genau da sollte man sich vielleicht mal Gedanken drum machen, wie man damit umgeht.
Michael
00:03:11
Ja, ich meine, deswegen haben wir das Thema ja mitgenommen. Man muss sich logischerweise als Unternehmen, und wir kriegen es als Beratungsunternehmen, ihr als Dienstleistungsunternehmen ja auch immer wieder mit, man muss sich schon mit – nennen wir es mal – Ressourcen auseinandersetzen. Man muss sich schon mal Gedanken machen. A, kaufe ich Zeug, dann bin ich auch froh, wenn es natürlich so lang wie möglich hält und ich es verwenden kann. Und auf der anderen Seite will ich aber auch energieeffizient oder energieschonend sein. Also keiner will Ressourcen in irgendeiner Art und Weise aufs Fenster werfen, sondern diese Ressourcenschonung und das Umweltthema ist halt etwas, was logischerweise auch bei der IT nicht stoppt und auch die IT betrifft.
René
00:03:49
Ja, IT ist ja auch einfach eine der am schnellsten wachsenden Branchen weltweit. Und ja, kann man sich auch vorstellen, gerade durch Rechenzentren, durch so viele unterschiedlichste Endgeräte, die dann auch letzten Endes eingesetzt werden. Ja, es ist auch eine der ressourcenintensivsten Branchen. Natürlich durch die Menge als Einzelnes gesehen. Das könnte man jetzt immer argumentieren. Ja, meinen Rechner an sich nicht. Ja, gut, man muss ja das große Ganze sehen an der Stelle. Ist natürlich nicht in jedem Unternehmen wie so eine Chemiefabrik. Aber auf der anderen Seite, Rechner stehen überall. Endgeräte sind einfach überall. Und wie viele Endgeräte hat mittlerweile nur eine einzelne Person? Das muss man ja einfach auch schon sehen.
Michael
00:04:40
Für alle die, die das interessiert. Ich glaube, was ein super Test ist, wo man das mal für sich privat klar machen kann, geht mal auf den WLAN-Router, guckt mal, wie viele WLAN-Geräte eingeloggt sind oder wie viele Endgeräte im klassischen privaten Bereich sind, auch so eine Fritzbox sind. Geht mal aufs eigene Netzwerk und rattert mal die Liste darunter, dass man mal guckt, was alles inzwischen IT ist, erst recht was Vernetztes und was man so alles im eigenen Kosmos hat.
René
00:05:03
Ja, absolut. Also da lässt sich schon sehr gut erkennen. Ich glaube, ganz viele unterschätzen das auch. Ich meine, am Ende des Tages Handy, Tablet. Dann hat man am besten noch mehrere Personen, die eben auch alle noch ein Handy und Tablet haben. Dann hat man noch ein Notebook. Dann hat man noch, was weiß ich, ein Apple TV, ein HomePod. Dann hat man noch, keine Ahnung, Alexa irgendwo stehen und so weiter. Also es ist schon einiges.
Michael
00:05:27
Wobei, lass mich mal kurz in die Technik einsteigen, ein bisschen in Erinnerungen schwelgen und in der guten alten Zeit. Du von der IT-Seite her. Also ich bilde mir ein, dass zumindestens Hardware in den letzten Jahren doch wesentlich ressourcenschonender ist, weil ich Hardware wesentlich länger benutzen kann, wie es noch vor zehn Jahren war oder was. Also ich kann mich daran erinnern, früher haben sich Handys, bist du froh gewesen, wenn du alle zwei Jahre mal da neu ist, wenn du es mal drehen konntest, weil sich die Evolution und die Entwicklungsstufen so waren, dass sich das immer so gelohnt hat. Das erste Handy mit einer VGA-Kamera mit 640x480. Das nächste wurde dann immer besser und das bei den Computern ja auch. Die Taktraten, 386, 486, die Pentium-Prozessoren, das wurde ja alles so viel, so schnell, schneller und besser. Und die Software hat die Anforderung gehabt, dass du, wenn du da hinterherrennen wolltest und wolltest am Ball bleiben, hast du spätestens alle zwei Jahre drehen müssen, oder?
René
00:06:31
Ja, das hat sich natürlich ein bisschen gewandelt, ja. Ich glaube, weil wir auch so einen gewissen Punkt erreicht haben, wo es, es kommt natürlich immer auf die Branche oder auf den Einsatzzweck an, aber man hat so einen gewissen Punkt erreicht, wo sich das Allermeiste mit Geräten auch langfristig umsetzen lässt.
Michael
00:06:51
Ja, das meine ich.
René
00:06:52
Über mein Smartphone, wenn ich da, was weiß ich, meine Kamera drin habe, die irgendwie in Full-HD, Full-HD vielleicht nicht, sagen wir mal, 4K Aufnahme.
Michael
00:07:02
Ja, super, super modern. Hast du am Handy eine Kamera mit Full-HD? Kann die doch 1080p, Weltklasse?
René
00:07:08
Ja, verstehe mich nicht falsch. Mir ging es jetzt nicht darum, die einzelne Aufzeichnung, aber damals haben ganz, ganz viele Leute gesagt, ja, ich brauche dann eine gute Kamera, damit ich mir die Bilder auf dem Fernseher angucken kann. So, jetzt gehen wir mal in die Realität über. Was guckst du dir denn am Fernseher noch groß an? Also die Bilder, die du auf dem Handy gemacht hast. Das ist eher unwahrscheinlich. Das heißt, wenn du jetzt 4K Aufnahmen hast, was brauchst du denn mehr? Du hast da also eine gewisse Schwelle erreicht, wo die Bilder auf dem Handy wirklich sehr, sehr gut aussehen oder auf den Endgeräten und musst nicht weiter.
Michael
00:07:44
Das ist der Punkt. Du bist technisch gesättigt, will ich es mal so sagen. Die Geräte jetzt ab einer gewissen Preisklasse oder seit ein paar Jahren erfüllen im Prinzip alles das, was du so als basic, autonomalt einfach so benutzen kannst und was nativ funktioniert, ohne dass du Angst haben musst, dass du was Schlechtes hast. Also du rennst dieser Sache nicht hinterher. Wir kommen gleich auf. Wir werden KI nicht übergehen können. Das ist, glaube ich, jetzt hier, also stehen wir wieder vor so einem Sprungkram und da, und dass mit Sicherheit jetzt auch wieder einige Geräte rausfallen werden. Aber davor die letzten Jahre.
René
00:08:21
Aber auch da.
Michael
00:08:22
Ganz im Ernst.
René
00:08:23
Nehmen wir mal KI. Wenn wir speziell dieses Thema angehen.
Michael
00:08:27
Lass es uns gerade nehmen, ja.
René
00:08:30
Apple hat ja jetzt dann das Intelligence. Das wird ja jetzt kommen. So, da wird ein Sprung kommen. Keine Frage. Da gibt es auch genug Geräte, die es dann eben nicht können und dann vielleicht nochmal getauscht werden. Ja. Aber nehmen wir uns mal die Jahre davor. Genau. Die Jahre davor gab es natürlich etwas an Sprüngen, aber die Sprunghöhe war nie so hoch, dass man sich gezwungen fühlte, jetzt zu tauschen.
Michael
00:08:56
Genau das meine ich, ja.
René
00:08:57
Da mögen es Spiele gewesen sein, für die, die auf dem Handy meinetwegen spielen. Der Markt da ist ja auch nicht gerade klein. Da ist es halt so gewesen, dass man sagt, okay, die neuesten Spiele konnte ich nicht spielen, brauche ich was Neues. Aber ich glaube, gerade so im Business-Bereich hatte man den dran nicht. Und auch KI, muss man einfach gucken, wie viele Leute brauchen wirklich die KI. Das heißt, auch da wird jetzt nicht die ganze Nutzerschaft erst tauschen, sondern es wird halt jetzt so peu a peu passieren. Aber die wenigsten dann, oder nur ein gewisser Teil wegen KI.
Michael
00:09:37
Ich prophezeie jetzt mal, das werde ich gleich fragen, es werden viele tauschen wegen KI, weil es im Moment tot gehypt wird und am Ende vom Tag feststellen, hätte ich mir vielleicht auch sparen können den Tausch, weil im Daily-Business ist es eben doch nicht so. Lass mich kurz anknüpfen an das Ding. Wir wollen nicht so tief in das KI-Thema reingehen, aber lass mich ganz kurz bei sowas anknüpfen. Microsoft verschärft oder zieht den Co-Pilot immer tiefer ins System rein und ich meine, dass die inzwischen auch tastet. Ich bin bei Microsoft echt raus, sorry, da bist du da. Aber haben die nicht inzwischen vor einem halben Jahr oder ein Jahr sogar Notebooks rausgebracht, die eine Co-Pilot-Taste haben, um da wirklich nochmal eine Unterscheidung reinzubringen und so ein technisches Merkmal? Setzt sich das irgendwie durch kommende Anfragen? Ist das in irgendeiner Art und Weise im Business-Thema und erst recht ein Grund, sein Vorhandenes in die Tonne zu klöppeln und sich was Neues zu kaufen?
René
00:10:37
Nein, also es ist sicherlich kein Grund. Ich würde mal behaupten, das ist immer so eine Marketing-Masche. Hey, wir haben was Neues, da sind jetzt die Geräte. Das sichert sich dann ein Hersteller exklusiv quasi oder für eine Serie exklusiv, wo er dann einfach diesen einen Button damit auf das Gerät knallt. Das hatten wir schon über die Jahre einige Male. Diese Buttons verschwinden auch ganz schnell wieder und kein Mensch braucht die speziell, weil du die Software oder die Anwendung auch so aufrufen kannst. Also nein, man braucht es definitiv nicht.
Michael
00:11:10
Ähnlich wie eine Touchbar.
René
00:11:11
Ja, ist auch verschwunden, wobei ich sagen muss, war eine schöne Sache.
Michael
00:11:16
Die Idee war cool, ja. Ihrer Zeit voraus.
René
00:11:20
Genau, ja, aber das sind halt so Sachen, das ist glaube ich wirklich eher so ein Marketing-Ding. Das hat keine wirkliche Auswirkung. Und Anfragen dazu gibt es erst recht nicht. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass dann wirklich jemand mal davorsteht und sagt, oh cool, da ist so ein Knopf. Das möchte ich gerne haben. Aber es geht keiner mit dem Denken da rein, okay, das mit Knopf, sonst keins.
Michael
00:11:41
Oh cool, ein neuer Knopf, lass ich ihn drücken. Genau. Dann muss er beim Drücken nur noch blaues Licht machen und dann ist alles perfekt.
René
00:11:52
Also ich glaube auch bei Notebooks und so, wo wir ja gerade dabei waren, dass man nicht mehr dazu gezwungen ist, dann zu wechseln. Da ist es ja auch so. Solange sich meine Anforderungen nicht groß verändern, liegt es ja eigentlich nur an dem Betriebssystem und an der Software, die ich einsetze. Wenn da die Anforderungen steigen, muss ich natürlich wechseln. Aber ich glaube, dass sehr viele ihre Geräte auch wirklich lange nutzen können. Der Wechsel ist da auch wirklich seltener geworden.
Michael
00:12:23
Der Wechselintervall ist höher, die Technik ist soweit fortgeschritten, also so gut inzwischen.
René
00:12:28
Der Wechselintervall ist höher, aber wie oft man wechselt, ist weniger geworden.
Michael
00:12:34
Ist niedriger, genau so. Und von daher finde ich es auch, wenn wir wieder den Bogen zu Green IT machen, ich meine, viele Unternehmen stehen ja auch in Kritik oder in einem Thema drin, weil die Geräte immer kleiner, schöner, smarter werden. Also Notebooks sind inzwischen... Da ist nichts mehr mit Kläppchen auf und neue Festplatte rein oder Kläppchen auf und Arbeitsspeicher rein oder die CPU gestockelt, dass wenn jemand abbraucht, dass du das tauschen kannst. Aber persönlich finde ich, dadurch, dass das halt inzwischen so ist, dass diese Basic-Ausstattung bei den Kisten so ist, dass sie eben funktionieren und du Peripherie-Geräte hast mit externen Festplatten, die inzwischen Geschwindigkeiten haben, die richtig gut funktionieren, ist das, glaube ich, bis auf es stirbt und du musst das komplette Mainboard entsorgen, eben nicht mehr so ein Bigpoint, wie er noch vor Jahren war, oder? Auf jeden Fall.
René
00:13:29
Also es ist ja auch so, du musst, wenn du... Also du hast es ja gerade gesagt, die Geräte werden immer kleiner und es lässt sich schlechter austauschen. Das ist in einigen Fällen korrekt, ja. Das ist aber nicht überall so. Also wenn wir jetzt mal zum Beispiel zum Nook übergehen. Ja. Denn Nook oder... Ja, jetzt haben wir einen Namen genannt, jetzt ist der Kind eh schon im Brunnen gefallen.
Intro
00:13:53
Jetzt ist der Hunger.
René
00:13:55
Ja, aber nehmen wir mal jetzt diese kleinen Mikro-PCs oder wie auch immer die sich bei allen Herstellern dann nennen. Da ist es halt so, dass... Natürlich ist alles kleiner geworden, ja. Das ist aber auch... Beim Arbeiten ist es schöner. Man hat halt nicht so einen Riesenklotz unterm Tisch stehen. Man muss dann, aber wenn wir jetzt mal wirklich auf die Ressourcenschonung gehen, also wirklich auf den Energieverbrauch und so, muss man einfach sehen, okay, ich habe zum Beispiel kein Laufwerk mehr. Wer braucht ein Laufwerk? Keiner. Aber Strom hat es verbraucht. Bevor sich jetzt jemand hier angegriffen fühlt, natürlich gibt es noch Einsatzzwecke, aber es wird immer weniger. Das heißt, ich kann mir an der Stelle schon mal die Energieversorgung sparen. Dann ist es so, dass diese kleinen Geräte, dadurch, dass sie ja eben deutlich kleiner gestaltet sind, auch anders gekühlt werden können. Das heißt, ich brauche keine aktive Kühlung mehr, sondern eine passive. Eine passive verbraucht wiederum keine Energie. Das sind halt so Sachen, wenn die Hersteller da wirklich gute Lösungen gefunden haben, dann sind diese Sachen energieeffizient, deutlich besser. Ja, natürlich, es gibt Geräte, wo du nichts austauschen kannst. Ja, dann wäre das ein Defekt, der zum Entsorgen führt, aber man muss halt im Umkehrschluss sehen, da kannst du auch tauschen. Da ist es auch nicht so, dass du sie zwingend wegschmeißen musst. Es gibt schon gute Produkte, wo das gut funktioniert.
Michael
00:15:32
Man muss dann mehrere Sachen tauschen. Was man aber auch wieder hat, ist genau, was du gesagt hast. Dadurch, dass viele Komponenten jetzt auf dem Board verlötet sind und auch kombiniert sind, fest auf irgendwelchen Sachen, habe ich natürlich eine wesentlich höhere Effizienz an diesen Kisten, als wenn ich das über getrennte, gesockelte Funktionen habe. Das heißt, in dem Moment, wo ich so ein System-on-a-Chip-Architektur habe und vereine in diesem Chip mehrere Funktionen, die den, ich will es mal ganz linehaft ausdrücken, die die Aufgaben den Chip nicht verlassen, weil halt einfach der Arbeitsspeicher mit in dem gleichen Chip ist, wo auch der Prozessor drin ist, und so weiter und so fort. Als blödes Beispiel. Wenn ich die enger zusammensetze und verlöte, habe ich ganz andere Möglichkeiten von Energieeffizienz und Geschwindigkeit dadurch, als wenn ich mit getrennt gesetzten und gesockelten Komponenten.
René
00:16:24
Also AMD hat es ja vor einigen Jahren da vorgemacht, als sie dann angefangen haben, die Grafikeinheiten mit in den Prozessor zu verbauen. Die APUs zu dem Zeitpunkt. Das sind halt alles so Dinge, die dann auf dem Weg wirklich dazu geführt haben, dass wir jetzt an der Stelle stehen. Dass sich das eben so gut kombinieren lässt und ich glaube, das macht schon viel aus. Und natürlich auch dadurch, dass die Entwicklung hat sich ja dahin entwickelt. Ja, also in der Entwicklung ging es ja immer weiter und dadurch, dass halt immer diese Schritte gegangen wurden, sind wir auch jetzt an der Stelle, dass diese Technik halt bezahlbar ist. Das war ja damals dann eher so eine Hürde. Als das noch neu war, kostete das natürlich richtig Geld. Jetzt sind wir halt an der Stelle, dass alles bezahlbar ist und eigentlich auf dem Level ist wie vorher die anderen Geräte. Und das führt halt dazu, dass in der breiten Masse dann natürlich auch mehr davon gekauft wird, angeschafft wird und wir dann die Ressourcennutzung senken.
Michael
00:17:23
Und früher konnte es halt auch, wie du mit Grafikkarten wieder anfingst, die ersten Pentiumboards oder 4.6. Ich glaube, es waren Pentiumboards. Man möge mir verzeihen, wenn ich das durchnehme, aber die ersten Grafikkarten auf dem Mainboard waren halt einfach auch kürzer. Da warst du froh, wenn du nochmal eine stecken konntest, damit überhaupt irgendwas funktioniert hat. Und das ist ja inzwischen echt durch. Das funktioniert ja. Es ist ja jetzt allgemein akzeptiert und auch in Ordnung und vernünftig für den Bürobedarf.
René
00:17:55
Wer es anders haben will, kann nachstehen.
Michael
00:17:57
Es ist auf dem Mainboard eine Grafikeinheit mit drauf. Und ganz zurück, die Früheren mögen sich erinnern, es ist auch eine Soundkarte mit drauf auf dem Board. Also es ist auch hinten ein Audioausgang drauf. Mein erster 3.86er war mit einer 1024 KB Grafikkarte und dem Soundblaster Mono. Da musstest du, wenn du Sound haben wolltest, einen Soundblaster einschicken. Und das ist halt echt durch. Die Entwicklung ist so weit und das ist das, was wir gemeint haben. Inzwischen sind die Kisten so gut, die nudeln sich so gut durch, die funktionieren, die laufen. Das rast halt auch, wenn es auf dem Board für einen funktioniert. Zumindest für alle Büroanwendungen, die die zocken und die die große Grafikanwendungen machen. Ja, danke, ich weiß, da braucht ihr andere Einheiten, aber für Businessanwendungen ist das alles, was der Traum ist, vollkommen ausreichend. Und schon seit Jahren. Ja, genau.
René
00:18:57
Ja, und dann muss man halt, jetzt waren wir gerade sehr Hardware-lastig. Es gibt darüber hinaus natürlich auch noch mal den Punkt, dass bestimmte Software auch ressourcenschonend sein kann.
Michael
00:19:09
Das einfachste Beispiel... Lass mich ganz, bitte, sorry, lass uns ganz kurz zurückgehen und lass uns die Hardware fertig machen. Weil für mich ist noch, jetzt kommen der Datenschützer und der Regulator schon wieder in mir durch, für mich ist noch wichtig, wenn die Daten, wenn die Hardware denn wirklich mal defekt sein sollte, dann bitte zum Recycling abgeben. Also wenn das End-of-Lifetime erleichtert ist und die Sachen wirklich kaputt sind, bitte entsorgen. Und bitte, bitte, bitte, fast jedes Gerät, auch Drucker, haben in irgendeiner Art und Weise inzwischen eingebaute Speicher. Und man sollte bei der Entsorgung die Kisten zusehen, dass man sie irgendwie so crasht, wenn es on a chip ist, der Speicher on a chip ist, irgendwie kaputt schlagen oder sonst irgendwas. Gerade im Business-Context. Keine Geräte in die Entsorgung geben und erst recht nicht in den Hausmüll schmeißen, wenn man nicht sichergestellt hat, dass die Daten, die da drauf sind, entweder forensisch sicher gelöscht oder so mit einem Hammer kaputt geschlagen sind, dass kein anderer damit was anfangen kann. Das ist mir wichtig. Deswegen habe ich dich gecrasht, das einfach noch mal zu sprechen. Früher hat man auch klassisch Festplatten ausbauen können und hat die Festplatten getrennt entsorgt, aber da bitte weg. Und ausgediente Hardware, wo man meint, man dürfte sie, könnte sie noch an Schulen oder Dritte vergehen oder in der Verwandtschaft verteilen, gute Idee, aber auch da bitte, bitte, bitte sicherstellen, dass die Speicher entsprechend mit forensisch sicherem Programm überschrieben sind, wenn sie nicht kaputzen, sondern sind einfach nur so, dass sie noch weiterverwendet werden, passen da bitte auf, dass die Daten an der Stelle sauber weg sind. Sorry, jetzt können wir zur Software gehen.
René
00:20:54
Ja, ja, alles gut. Als du gerade gesagt hast, über den Hausmüll entsorgen, ich hatte sofort so ein Bild von einem A-Null-Plotter im Kopf.
Michael
00:21:04
Schön an die Tonne gestellt. Aber wenn du so ein A-Null- Plotter noch hast, so was hast du in der Regel, Speicherriegel genauso. Ja, ja.
René
00:21:12
Aber an die Straße stellen kannst du trotzdem nicht.
Michael
00:21:16
Ich habe jetzt gerade an die Anfrage gedacht, wir ziehen um und haben im Keller noch 200 alte Festplatten gefunden, was machen wir denn damit?
René
00:21:30
Die kann man spenden, so wie sie sind.
Michael
00:21:33
So wie sie sind, ab zum Spenden. Also, nicht nur Hardware, Hardware bitte sicher entsorgen, Gedanken darüber machen. Danke. Rüber zur Software.
René
00:21:45
Ja, softwareseitig gibt es da auf jeden Fall auch einige Punkte, die wirklich dazu führen können, dass eine Software halt ressourcenschonend funktioniert. Um mal zu verstehen, warum oder wie man das überhaupt erkennen kann, ich finde ein Smartphone dabei am passendsten, also wie man es am leichtesten erkennen kann, wenn man eine App öffnet und das Gerät wird warm, ist das eine schlechte Ressourcennutzung. Also das ist auf jeden Fall, daran lässt es sich ganz klar erkennen.
Michael
00:22:18
Wenn dein Nook auf dem Schreibtisch auf einmal in den höchsten Tönen pfeift, weil der Lüfter hinten Vollgas gibt, dann hast du eine schlechte Ressourcennutzung oder du hast gerade irgendein Rendering oder sonst irgendwas laufend, was Leistung frisst ohnehin.
René
00:22:34
Ja, genau. Und beim Smartphone lässt es sich halt wirklich an der Hitzeentwicklung merken oder beim Tablet auch. Daran kann man das halt erkennen. So, wie kann eine Software ressourcenschonend gestaltet werden? Das ist eigentlich schon beim Coding. Das heißt, der Quelltext wird geschrieben und dann ist es so, dass, ich sag mal, wenn der Quelltext nicht sauber geschrieben wird und die Anwendung fünf Schleifen dreht, die sie nicht braucht und das immer wieder, dann führt das einfach dazu, dass entsprechend viele Verarbeitungen stattfinden und dann entsprechend auch die Energienutzung entsprechend höher ist. Und das macht es halt eigentlich schon aus. Das heißt, wenn man da wirklich gute Software einsetzt, kann man entsprechend auch da Energie sparen.
Michael
00:23:21
Ja. Ja, aber das kannst du halt als End-User schlecht beeinflussen. Das eine, was du als End-User halt merkst, ist, macht die App auf, plötzlich klöt mein Telefon oder ich starte halt irgendein Programm auf dem Rechner und der Lüfter fängt an, in den höchsten Tönen zu pfeifen. Also du merkst, um es anders auszudrücken, energieeffiziente Software merkst du dadurch, dass du nichts merkst an deinem Endgerät. Zum Thema Wärmeentwicklung und Thema Lüftergeräusche, wobei Lüftergeräusche ja auch nur ein anderes Ding ist für Wärmeentwicklung.
René
00:23:56
Auch dieses Ruckeln, also wenn du jetzt irgendwie Apps ausführst oder auf dem Rechner halt logischerweise Anwendungen ausführst und du merkst halt, dass dann plötzlich das System anfängt zu ruckeln, dann siehst du halt auch, dass da extrem viel im Hintergrund passiert und dann ist das halt auch keine optimale Sache. wir müssen das ja auch ein bisschen, nehmen wir mal wirklich das Smartphone-Thema. Wir würden jetzt eine App haben, wir finden die geil, die nutzen wir auch immer wieder, aber führt halt dazu, dass das Handy heiß wird, Akkuverbrauch extrem hoch ist. Wenn wir mal jemanden nehmen, der wirklich einmal am Tag sein Gerät lädt, weil er morgens aus dem Haus geht, abends erst wiederkommt, lädt dann über die Nacht, meinetwegen. So, dann wird diese Person irgendwann von alleine von dieser App wegwechseln, weil das Handy halt permanent leer ist. Also jetzt nur mal so, das sind halt so Dinge, die beeinflussen das halt ganz klar. Und da muss man halt immer gucken, entweder natürlich, also wie ich gerade gesagt habe, dieses Ruckeln am Rechner, okay, da könnte man halt gucken, ob man dann nachrüstet, wenn man es denn unbedingt braucht, oder ob man sich halt Alternativen sucht. Man kann sich so ziemlich sicher sein bei großen Herstellern, dass das dann, oder bei großen Entwicklern, dass das schon ressourcenschonend ist, oder die ressourcenschonendsten Anwendungen sind, die man so findet.
Michael
00:25:19
Du merkst es ganz gut am Akkuverbrauch. Wenn du eine App aufmachst und du siehst das ja, Akkunutzung oder sowas kann, dann siehst du es ja an der Stelle und dann merkst du, was da richtig saugt. Und dann kannst du solche Sachen identifizieren. Wobei man dir auch sagen muss, richtig Leistung saugen kann halt auch recht intensive Sachen sein. Also wenn du ein lokales LLM laufen hast, oder machst irgendwelches 8K-Video-Rendering auf fünf Spuren oder sowas, dann darf das auch mal warm werden, dann darf da auch mal ein Lüfter angehen, und dann darf da auch mal Vollgas dahinter sein, dann weißt du aber, dass du eben was tust. Oder weißt, was du tust und warum.
René
00:25:55
Aber man kann halt auch an allen Stellen, also ob es jetzt auf dem Smartphone, auf dem Tablet oder am Rechner ist, ließe sich ja auch nachvollziehen, wie ist meine Auslastung im Arbeitsspeicherbereich, im CPU-Bereich. Also da lässt sich das natürlich auch nachvollziehen.
Michael
00:26:10
Und das alles ist halt für den privaten oder für kleine Unternehmen oder für einen kleinen Stell, für einen Rechner oder ein Handy vielleicht ein Ärgernis, weil ich abends um acht schon merke, der Akku ist leer, ich will aber nochmal irgendwie weg und es hat mich schon wieder leergesaugt. Oder für einen Rechner, wenn ich am Arbeitsplatz sitze und ich sage, boah, der Lüfter geht schon wieder an. Aber man muss das ja mal global sehen. Man muss ja einmal kurz zurückgreifen, schon allein, wie viele PCs laufen in einem Unternehmen? Also einmal, wie viel hab ich schon an dieser Stelle mit dabei, was läuft? Und erst recht dann obendrauf, was bedeutet das denn für die Unternehmen, wenn man nur mal Deutschland betrachtet? Also das lässt sich ja unendlich hochskalieren. Wenn man allein nur guckt, weil für mein Unternehmen, weil mir ist neben aller Green IT und neben aller Nachhaltigkeit logischerweise, woran merke ich es, am Zählerstand vom Stromverbrauch, da sollte ich mir schon Gedanken machen, dass ich eben Energieressourcen, also ressourcensparende oder energieeffiziente Geräte anschaffe. Und dass ich da schon darauf achte, dass ich eben nicht nur sage, ah, günstiger Anschaffungspreis wird schon gehen, sondern dass ich da auch schon mal gucke, was sind denn für Leistungsangaben drauf? Welche Geräte setzen wir denn jetzt ein? Aktiv, passiv, welche Leistungsangaben, wie effizient? Dass ich mir da schon Gedanken mache, ganz klar über meinen Stromverbrauch mit dem Hintergedanken Kostenreduzierung und Green IT Nachhaltigkeitsgedanken mache, dass ich schon gucke, dass es in so ein Unternehmen passt. Und unsere Klassiker dann auch einfach einstelle, dass ein unbenutzter Drucker in einen Sleep-Mode oder irgendwas reingeht, dass ich halt alles da drauf habe.
René
00:27:52
Ja, gehört auf jeden Fall dazu, hast du recht. Da lässt sich das auch am ehesten erkennen. Das ist auf jeden Fall so. Man muss auch mal sehen, warum ist IT eigentlich überhaupt so? Also ich hatte ja vorhin gesagt, okay, das ist jetzt die mit am schnellsten wachsende Branche. Ja, Rechenzentren hatte ich vorhin schon angemerkt. Rechenzentren haben ungefähr also etwas mehr als ein Prozent des gesamten Stromverbrauchs weltweit. Die Tendenz ist steigend, logischerweise, weil wir ja weiter in Cloud, weiter in KI und so weiter gehen. Also das steigt. Darum muss man sich halt genau an der Stelle auch weiterhin Gedanken machen. Auch Rechenzentren sind etwas, was man mit berücksichtigen muss. Denn es gibt da ja auch die Möglichkeit, eben diesen Ausgleich zu haben. Also alles, was ich verbrauche, kann ich natürlich an der anderen Seite auch wieder, ja, wie soll ich sagen? Also ich kann dafür sorgen, dass diese Ressourcen an anderer Stelle wieder frei werden. Dann hätte ich dann nach einer Nullbilanz im besten Fall vielleicht sogar noch, ich sorge für mehr Möglichkeiten, als ich selber verbrauche. Damit man es halt weltweit auf andere Branchen vielleicht auch ein bisschen wieder ausschütten kann, so nicht. Aber das ist halt auf jeden Fall ein Thema. Also gerade die Rechenzentren, das wird halt mehr. Wir wollen alle KI, wir wollen alle Cloud. Dann kommt das auf jeden Fall auf uns zu.
Michael
00:29:20
Da ganz kurzer Tipp auch für so Unternehmen. Du hast eben gesagt, bis ich eine Nullbilanz kriege, also redest du, wirst sehr wahrscheinlich über einen CO2 Abdruck sprechen. Und wir machen das auch. Das ist gar nicht so schwer. Also du kannst dein Gewissen beruhigen an dieser Stelle beziehungsweise kannst du aktiv was für tun, indem du einfach, wir haben das mal gemacht, das kann man einfach mal googeln mit CO2 und Ausgleich und wir haben mal Bäume gepflanzt. Also du kannst einfach sagen, Unternehmen, Stromverbrauch, Fahrzeug, Kilometer, Laufleistung, also du kannst so ein paar Faktoren da eingeben. Dann kriegst du so eine Klimabilanz dahin und dann weißt du, wie viel Tonnen CO2 theoretisch, rechnerisch entstehen bei dir im Unternehmen oder die du dir anrechnen lassen müsstest oder musst. Und dann kannst du sagen, kannst nach da irgendwo lokal wir hatten glaube ich ein Baumpflanzprojekt in Hessen oder was, unterstützt. Und dann kannst du halt x Bäume kaufen und kannst damit quasi deine Bilanz auf eine positive Energie Bilanz draufdrücken. Und wir machen das regelmäßig. Also das ist auch jetzt nichts, was finanziell riesengroß furchtbar wehtut, sondern das ist so ein Ding, das macht man halt für mich selbstverständlich, dass ich an der Stelle halt einfach gucke, dass wir eine positive CO2-Bilanz haben im Unternehmen.
René
00:30:45
Also wir haben zum Beispiel PV-Anlage, da lassen sich halt viele Dinge machen, also PV-Anlage, E-Autos, das sind ja alles so Dinge, die auch ich meine klar, die sind auch stromverbrauchend, so nicht, aber es ist halt im Gegensatz zu einem herkömmlichen Verbrenner schon noch ein Unterschied. Also da lässt sich an vielen Stellen was tun, lassen sich auch Projekte unterstützen, wo man eben genau dann seine Bilanz wieder ins Positive drehen kann. Und dann ist es ja auch so zusätzlich, jetzt mal abgesehen von meinem eigenen Verbrauch und allem drum und dran, also was ich jetzt für mich selber auch an Vorzügen dann vielleicht habe, weil ich ins Positive komme, es ist auch so, dass wir mittlerweile gesetzliche Vorgaben immer weiter haben. Es wird auch sicherlich noch mehr werden, dass wir da noch mehr Vorschriften bekommen, damit wir eben dann nach und nach alle Unternehmen in die gleiche Position bekommen und das soll halt so ein bisschen auch den Druck natürlich erhöhen, dass da auch jeder den Weg mitgeht, weil das ist ja nun mal ein Thema, das betrifft ja es ist ja schlichtweg so. Und dann sollen alle auch hier einen Beitrag leisten.
Michael
00:32:08
Und ich merke es in der Beratung, ich wollte gerade mal aus armer QM da so ein paar Sachen reinknallen.
René
00:32:13
Ja bitte.
Michael
00:32:14
Ich merke das halt auch wirklich in der Beratung. Für alles, was so 9001, 27001, was halt die so ein bisschen normativ unterwegs sind in der High-Level-Structure, da gab es halt letztes Jahr das erste Amendment von der 9001, was ich inzwischen durch andere gezogen habe, wo halt einfach auch schon mal das Thema Klimaveränderung mitgenommen worden ist. Wo halt einfach man gucken muss, ist Klimaveränderung ist ja am Ende nichts anderes von der Sache, ist das ein Thema für mich und bogen rüber, haben vielleicht Kunden von mir, Dritte, interessierte Parteien irgendwelche Themen zum Klimawandel und ist das für die ein Thema und kommen die vielleicht mit Anforderungen auf mich rüber. So und das heißt, in der Richtung gibt es diese Forderungen. Wir haben eine ISO 14001, die sich um Umweltmanagement kümmert. Also da auch einfach schon mal gucken, tue ich was für die Umwelt, wie läuft das, kümmere ich mich drum. Und wir haben die ISO 50001, da geht es halt wirklich konkret um Energiemanagement und genau um Ressourcen und solche Sachen. Und das zieht sich in der Lieferkette und in den ganzen Sachen wieder durch. Nehmen wir wieder, ich glaube man merkt es in den letzten Podcasts schon ganz gut, nehmen wir wieder Apple. Apple sagt ja auch, sie wollen positiv CO2 werden und fordern das nach und nach auch von allen Zulieferern. Und genau so läuft das halt auch bei anderen großen Unternehmen und immer mehr mittelständischen Unternehmen halt auch. Die sagen, wir wollen von unserer Bilanz positiv sein oder mindestens neutral sein. Wir erwarten das aber auch von allen Lieferanten und von allen, die bei uns im Kosmos mit dranhängen. Und spätestens dann komme ich natürlich in die Situation, wo ich mich aktiv mit der Sache auch als Kleiner beschäftigen muss oder auch als IT-Dienstleister oder Beratungsunternehmen, wo ich gefragt werde, hey, was macht ihr denn fürs Klima oder was macht ihr für Green IT und wie stellt ihr sicher das? Und dann ist es in jedem Unternehmen oder dann spätestens kommt es dem Unternehmen an.
René
00:34:26
Das ist so. Wir haben ja gerade schon so ein paar Punkte angesprochen, wie man auch seine Bilanz verbessern kann. Es gibt auch mehr Dinge darüber hinaus. Haben wir gerade noch nicht so ganz drüber gesprochen, die, wenn wir jetzt mal eine du hast jetzt Geräte, die müssen gekühlt werden. Gerade nehmen wir mal ein Rechenzentrum oder ein Serverraum, wie auch immer, dass man da eben nicht mit Kühlern arbeitet, sondern vielleicht mit einer Wasserkühlung, also mit einer Flüssigkeitskühlung, weil diese halt entsprechend effizienter ist. Und wenn man es dann nochmal ganz geschickt macht, dann nutzt man die Abwärme, die aus dem Ganzen resultiert, wieder für die Gebäudeerwärmung.
Michael
00:35:11
Hätte ich jetzt gerade gesagt, es macht keinen Wind. Das ist ja klassisch. Und die Büroleute, die bippern sich im Winter einen ab, weil es auf 18 Grad runtergehalten, runterreduziert ist. Und dann machst du eine Besichtigung, gehst ins Serverraum und dann kommt dir der Schweiß raus, weil der auf 24 Grad Vollgas läuft. Und oben hängt am Ende noch die Klimaanlage, die richtig gegenschießt. Also genau das perfekte Einwand, genau das sind so Punkte, wo sich jeder mal drüber Gedanken machen soll.
René
00:35:39
Ja genau, und das ist halt wirklich etwas, wo du in beide Richtungen einen Vorteil rausziehen kannst. Das Schlechte, was an beiden Seiten entsteht, kann man halt wirklich vorzüglich lösen. Und das, ohne da wirklich, was weiß ich, für einen Aufwand zu betreiben. Also klar, muss man erst mal umrüsten, keine Frage. Aber dann ist es halt wirklich, dass sich an beiden Seiten man sieht ja meist erst mal nur den Invest, den man hat. Ja, aber was spart man auch im Nachhinein im Hinblick auf die Umwelt und auf meine eigenen Kosten natürlich.
Michael
00:36:12
Und genau das macht es ja green und nachhaltig. Sind wir wieder beim Titel von unserer heutigen Folge. Genau das ist es ja, im Unternehmen mal so durchzugehen und solange man den Serverraum aktiv runterkühlen als Klimaanlage Vollgas, gibt es bessere Ideen, andere Lösungssätze. Wie kann ich die Abwärme nutzen? Wie kann ich es fürs Unternehmen brauchbar machen? Wie kriege ich das hin?
René
00:36:33
Genau, und das lässt sich halt durch solche Lösungen eigentlich ganz gut umsetzen. Man kann auch genauso dann eben grüne Rechenzentren nutzen, nicht irgendwelche sparten Rechenzentren. Es gibt ja immer genug, so nicht. Also man hat ja genug Auswahl. Aber wenn man dann eben zum Beispiel auf Amazon, auf Microsoft, auf Google, das sind ja schon welche, die sehr mit erneuerbaren Energien arbeiten. Wenn ich es nicht ganz falsch im Hinterkopf habe, glaube ich, war das bei Google, wo sogar ein Krokodil da mit in der Kühlung gelebt hat. Irgendwie so. Also entweder Google oder Amazon. Bei einem von beiden war es, im Rechenzentrum hat halt so ein Alligator gelebt, weil er halt die Umgebung so toll fand, die halt zur Kühlung da war. Also fand ich ganz witzig die Geschichte. Aber das sind halt so Dinge, so wie du gerade gesagt hast, Zulieferer, am Ende des Tages ist das Rechenzentrum ja ein Zulieferer, dann sollte man halt ganz klar auch darauf achten, da gibt es auch genug Siegel, die darauf hinweisen, also genug Zertifizierung und so weiter, die dann auch klar aussagen, ja, wir sind energieeffizient und haben einen neutralen, beziehungsweise positiven Fußabdruck und dann sollte man da quasi rangehen
Michael
00:37:50
und sich dafür entscheiden. Eine bewusste Auswahl seines Dienstleisters. Nicht nur nach dem letzten Cent im Angebot, sondern halt auch unter Berücksichtigung von solchen Fachen.
René
00:38:05
Stopp, eine Sache muss ich aber sagen, nicht nach dem letzten Cent, aber nach Sicherheit.
Michael
00:38:11
Also den Einwand, den muss ich bringen. Ja, gut, also da wird jetzt auch, gut, also da geht nochmal Sicherheit for Green, gut, dass du es reinbringst, also das Rechenzentrum, was ohne Schutz auf der grünen Wiese steht und nur eingezäunt ist, damit die Krokodile drin rumlaufen können, weil es einfach schöner aussieht und schöner ist für die Nachhaltigkeit, das bitte nicht, also ja. Aber in der Regel ist das ja eine Kombination, also Spaß beiseite, ist natürlich bei dir, aber in der Regel ist es natürlich so, wenn du Unternehmen und Rechenzentrum hast, die sich gut sind, also die sich bewusst sind und die nach solchen Sachen handeln, die haben natürlich beides im Fokus.
René
00:38:49
Ja, keine Frage, das war ja jetzt auch gerade mal so eingeworfen, ne?
Michael
00:38:52
Alles ist, alles cool, passt auch vollkommen, aber so diese Bigplayer haben schon, also das ist schon so, also die Googles, die Googles, Amazons und Microsofts dieser Welt haben keine Kohlekraftwerke daneben sitzen, die Vollgas geben, sondern die gucken da auch schon drauf auf ihre internen Compliance und haben auch schon einen Blick drauf.
René
00:39:13
Ja, was es noch gibt, wenn wir jetzt bei Hardware wieder sind, wenn ich jetzt mal nur auf mich selber runterschauen würde, gibt es die Möglichkeit, Refurbished Geräte zu nutzen oder auch diesen Lifecycle an sich zu nutzen, also das ganze Programm. Ich weiß gar nicht, bei welchen, also am allerbewusstesten ist es mir jetzt bei Apple tatsächlich, weil du die Möglichkeit hast, ein Gerät zu erwerben, gleichzeitig dein eigenes in den Kreislauf von Apple wieder zurückzugeben. Das Gerät wird von Apple aufgewertet, also wieder aufgearbeitet und wieder verkauft.
Michael
00:39:50
Meistens vom Geld, was sie dir anbieten in den Abfallkreislauf.
René
00:39:54
Ja, okay.
Michael
00:39:56
Aber selbst dann wäre es besser wie in die Tonne klöppeln, aber es gibt ja 1001 Refurbished Plattformen, wo man auch tolle aufgearbeitete IT kaufen kann.
René
00:40:10
Natürlich, aber selbst wenn wir jetzt sagen sollten, okay, Apple nimmt die Geräte zurück, entsorgt sie. Okay, das ist schon mal besser als sie irgendwo zu entsorgen. Dann auf der anderen Seite ist es ja so, da sind ja Bauteile drin, die können dem ja wieder entnommen werden und vielleicht für ein anderes Modell wiederverwendet werden. Es muss ja nicht das gleiche bleiben. Kriegst du den Rohstoff wieder raus. Genau, also da hat man ja auch auf jeden Fall schon mal wieder eine gewisse Ressourceneffizienz drin und das, denke ich, ist immer eine ganz gute Sache, dass man halt wirklich auch so ein bisschen refurbished beachtet. Warum soll alles immer von neu, neu, neu hergestellt werden? Am Ende des Tages sieht das Gerät immer noch neu aus. Es funktioniert wie ein neues. Es sind halt nur die Sachen drin, die vorher schon mal irgendwo verbaut waren.
Michael
00:40:59
Sehe ich keinen Nachteil drin. Ich glaube, das ist auch so eine – lass kurz drauf rumreiten – ich glaube, das ist so eine Mindset-Frage. Keiner stellt in die Diskussion rein oder ich glaube, keiner diskutiert, kauft dir ein gebrauchtes Auto. Wer braucht schon ein neues? Verstehst du, was ich meine? Wir haben ja einen ziemlich hohen Gebrauchtwagenmarkt. Alles genau aus dem Grund. Und warum muss ich derjenige sein, der die Schutzfolie und das Siegel von dem Gerät abzieht? Also gerade auch bei IT.
René
00:41:32
Das kriegst du auch beim refurbished wieder.
Michael
00:41:33
Das kriegst du auch beim refurbished. Also das sind diese Dinge, wo ich sage, ja klar, wenn dir das langt, kannst du Geld sparen und tust was für das Klima beziehungsweise für die Bilanz und für die Nachhaltigkeit, weil das Gerät halt, wie man so schön sagt, nicht extra für dich produziert werden musste, weil du es neu kriegst, sondern das gibt es schon. Das ist schon auf dem Markt. Irgendeiner wollte es nicht mehr haben. Nimm's. Genau. Dann hast du schon refurbished gekauft?
René
00:42:09
Tatsächlich. Tatsächlich. Nicht alles Mögliche, aber zum Beispiel, also ich privat jetzt, waren es jetzt so Spiele für Konsolen tatsächlich. Die Sache ist ja die, man sagt dann ja immer, die Spiele sind alt. Stimmt auch nicht. Da braucht nur der Erste sagen, hier nach zwei Tagen, das ist nicht meins, verkauf das dann dahin, ich kauf's von da, dann hab ich's nach zwei Tagen genauso. Es ist quasi noch neu, ich hab's halt nur gebraucht gekauft. Also das sind so Sachen, es gibt aber genug Dinge. Also ich hab auch, mein Handy hatte ich selber schon zur Reparatur, das heißt, die werden ja nicht wirklich repariert da. Ich schick meins ein, im Gegenzug kommt schon ein neues. Es ist gar nicht mehr neu, es kommt ja aus dem refurbished Kreislauf. Also hab ich mein Neugerät quasi zurückgeschickt und hab ein gebrauchtes zurückbekommen. Es funktioniert tadellos, es sieht genauso aus wie das neue Gerät. Also hab ich ehrlich gesagt überhaupt kein Problem mit. Von daher spricht für mich nichts gegen.
Michael
00:43:14
Wir haben auch schon refurbished Geräte gekauft. Das ist überhaupt gar kein Problem, das tut nicht weh. Nach dem dritten Tag merkst du es auch gar nicht mehr. Und das ist echt easy going. Und wo wir halt auch hingegangen sind, logischerweise ist, das ist ja das, was wir am Anfang eben diskutiert haben, dass du halt Produkte auf einen längeren Zeitraum nutzt. Du nutzt sie halt einfach länger. Früher hab ich, wie gesagt, ich hab es eben schon gesagt, früher hast du halt ein Handy frisch gekriegt. Im ersten Jahr war es cool, dann hast du so im ersten Jahr gemerkt schon, dass es geht. Dann kamen so die neuen Geräte raus, die nächsten Generationen kamen raus. Im zweiten Jahr hast du dich schon gequält. Dann hast du es zwar noch gehabt, aber eigentlich hätte ich es schon gerne. Und warst eigentlich heilfroh, dass der Vertrag ausgelaufen ist, beziehungsweise die Verlängerung ansteht. Du kannst upgraden. Inzwischen, wenn ich Handy vier, fünf Jahre nutze, nutze ich das, weil es halt einfach funktioniert. Zumindest für das, wie ich es brauche und wie ich ein Endgerät nutze. Das ist bei Computern genau das Gleiche. Das merke ich auch bei Kunden. Wobei ich da auch mal ganz kurz, auch da, wo Licht ist, ist Schatten. Wer noch einen 4 zu 3 Monitor hat, der lacht schon. Oder wer noch mit alten VGA-Kabeln auf HDMI-Adaptern rumarbeitet und solchen Dingen. Es kommt irgendwann die Zeit, wo man auch sowas mal ohne ein wirklich schlechtes Gewissen drehen darf.
René
00:44:47
Nein, die muss man tatsächlich auch, weil die wieder einen höheren...
Michael
00:44:50
Da holst du es über den Energieverbrauch wieder rein. Ganz klar. Auch da, danke, dass du mir den Bogen noch gibst, auch da heutzutage, state of the art, gescheite Monitore, gescheite Arbeitsplätze, nicht weil es nur so ewig lang gehalten hat, noch benutzen. Das würde ich über den Energieverbrauch und die Energieeffizienz sauber weg argumentieren und einfach machen.
René
00:45:18
Also, es gibt natürlich auch, also Rechenzentren haben wir gerade darüber gesprochen, da gibt es auch für Rechenzentren gibt es tatsächlich Lösungsansätze, wenn diese noch nicht ressourcenschonend eingerichtet sind. Damit man es auch gehört hat, weil man denkt immer, okay, Rechenzentrum muss halt immer rennen und da hast du halt nicht so die Möglichkeit, irgendwas dran zu tun. Doch, abgesehen von der Kühlung und von der Erwärmung, gerade eben, was wir besprochen hatten, haben wir auch die Möglichkeiten, dort den Speicher anders zu verwalten. Das heißt, normalerweise hat man es ja so, alle Daten sind in vollem Zugriff. Das bleibt auch so. Man hat aber auch die Möglichkeit, dort eben an der Stelle das etwas anders aufzustellen. Das heißt, Daten, die selten verwendet werden, können in einen sogenannten Cold Storage versetzt werden. Und dieser Cold Storage, der ist halt wirklich so, der setzt sich quasi in einen Ruhezustand und in dem Augenblick, wo ich die Daten brauche, habe ich dann die Möglichkeit, darauf zuzugreifen, aber dann habe ich eine gewisse Anlaufzeit. Das lässt sich aber durchaus gut machen. Ich weiß zum Beispiel, wir arbeiten ja mit der TerraCloud zusammen, also mit der Wortmann AG auch viel und da ist es halt so, dass die zum Beispiel zwei unterschiedliche Speichersysteme anbieten, wo man eben genau diese Möglichkeit hat, zu unterscheiden. Also ich habe meine Daten, die permanent verfügbar sind und auch schnell verfügbar sind und ich habe auch die Möglichkeit, eben auf einen ressourcenschonenden Bereich eben auszuweichen mit bestimmten Daten, damit ich eben genau da die Energie einsparen kann. Was ist das Problem in der IT? Greenwashing? Wie könntest du dir das vorstellen?
Michael
00:47:03
Ich glaube, es ist wie überall, ohne dass ich da jetzt tiefer drüber nachdenke. Es ist wahrscheinlich überall ein Unterschied zwischen dem Stromzähler und dem, was das Marketing erzählt, um es mal mit Greenwashing ganz neutral sozusagen zu sagen.
René
00:47:16
Ja gut, das wäre natürlich das Offensichtlichste, klar. Was umgekehrt sein kann, ist natürlich, wenn jetzt ein Unternehmen sagen sollte, okay, wir beziehen nur noch grünen Strom, muss man fairerweise sagen, ja okay, es ist schon mal grüner Strom, aber am Ende des Tages habe ich keine Ressourcen eingespart, sondern ich nutze einfach andere. Und das ist halt die Frage, ob das wirklich der richtige Weg ist. Ich glaube, dass Greenwashing wirklich das größte Thema ist, weil, wie du gerade gesagt hast, Marketing ist halt so ein Riesenthema nach außen, dann wollen sich alle gerne so platzieren, dass sie was machen und dann kann sowas eben dazu führen. Es ist immer ein bisschen schwierig, also da die Zertifikate, was wir ja gerade schon gesagt hatten, oder auch ähnliche Maßnahmen, die man dann auch mal erfragen kann in der Lieferkette und so, das ist halt wirklich etwas, wenn man da Nachweise drüber bekommen kann, dann ist das das klarste Indiz, dass das auch wirklich so gelebt wird.
Michael
00:48:16
Wobei die Unternehmen sich ja selber ein Stück weit ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie dieses Greenwashing betreiben, sprich einfach nur auf grünen Strom umsteigen, anstatt Mittel zu finden, wie sie den Strom effizienter beziehungsweise weniger Strom benutzen können, weil es geht ja am Ende vom Tag wirklich um den eigenen Geldbeutel, weil jedes, was du sparst, jedes Gerät, was du im Refurbished kaufst, jedes Gerät, was du ein Jahr länger benutzen kannst, weil es Konsolide gekauft worden ist, jeder Rechner, der einen geringeren Stromverbrauch hat, im Tagesbetrieb, wir hatten es gerade mit alten Monitoren, neuen Monitoren, alles das ist ja am Ende vom Tag Geld, was dir im Unternehmen bleibt, weil du es eben nicht ausgeben musst, weil du ressourcenschonend arbeitest. Von daher sollte es ein ureigenes Instinkt sein, vom Unternehmen, an solche Dinge eben zu gucken und nicht irgendwo die größten Schleudern rauszuwerfen. Und ich glaube, unbewusst machen sollen auch viele, es ist halt nur offensichtlich, ich glaube, kein Unternehmen hat irgendwelche Heizlüfter da stehen, um die Heizung warm zu kriegen oder die Bude warm zu kriegen, aber es ist halt, deswegen haben wir das Thema hier auch drauf, bei der IT denken halt die wenigsten dran.
René
00:49:32
Wir haben doch diese Gasöfen.
Michael
00:49:34
Ja, genau. Ja.
René
00:49:37
Schön mit Gasflasche hinten drin und dann einer am Jazz.
Michael
00:49:40
Bei IT, dass IT halt auch so ein Faktor ist, das ist halt so das, was wir jetzt mal besprechen, dass wir da auch so eine Sensibilisierung führen.
René
00:49:48
Ja, also da gibt es wirklich viele Möglichkeiten, deswegen, also das ist auf jeden Fall wichtig, wenn wir mal von der Zukunft sprechen, wenn wir jetzt mal davon weggehen, was können wir heute machen, sondern worin wäre der Optimalweg, dann glaube ich, wenn wir jetzt allein von der Hardware sprechen, ich meine, klar, alle Themen, die wir gerade besprochen haben, sind natürlich ein sehr guter Punkt für die Zukunft, dass das noch mehr genutzt wird, mehr umgesetzt wird, was auf jeden Fall ein Schritt dann auch noch sein wird, ist, wenn die Chips später biologisch abbaubar gebaut werden. Also aus entsprechenden Materialien. Ein sehr guter Ansatz und der auch tatsächlich schon zum Teil gelebt wird, sind Mainboards, die Hauptplatine, denn dort gibt es den Vorteil, dass diese teilweise schon aus Algen gefertigt werden, also die werden einfach so fest gepresst, dass man halt dann eben diese grüne Platte, die man halt, wo alles andere draufkommt, oder blaue Platte, wie auch immer, das ist halt dann nachher das, was mittlerweile aus Algen gefertigt werden kann, noch nicht vollumfänglich gemacht wird, aber es geht schon. Und das ließe sich dann später auf andere Chips hoffentlich dann auch nochmal umsetzen, daran wird geforscht, aber das wäre wirklich so ein Blick in die Zukunft, der da nochmal stark voranbringen kann.
Michael
00:51:14
Für alle Podcasthörer, wenn wir die Lösung gefunden haben, Chips zu produzieren, ohne Gold und ohne Silizium, sind wir weg. Dann hören wir uns nicht mehr. Tut uns furchtbar leid, dann sind wir durch.
René
00:51:28
Aber da wir in dem Bereich nicht tätig sind, müsst ihr uns leider noch ein paar Jahre ertragen. Nein, also das ist auf jeden Fall ein Thema. Natürlich gibt es keine Möglichkeit, komplett Leiterbahnen zu ersetzen, da könnte man aber auch. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit, auch mit Holz schon Leiterbahnen herzustellen. Das sind halt alles so Dinge, wenn das nachher vernünftig miteinander funktioniert, das hat ja einfach auch mit der Stromleitung und so weiter zu tun. Das ist jetzt nichts, was man sich eben aus dem Nähkästchen ziehen kann, da steckt schon einiges an Ingenieurskunst drin und dementsprechend, also das wird ein bisschen dauern, aber da sind sie auf jeden Fall jetzt gerade dran und wenn das da ist, dann wird das nochmal einen riesen Aufschwung geben.
Michael
00:52:16
Ich glaube, was einen guten Push gegeben hat in den letzten Jahren, wo wir uns hinbewegt haben, wenn wir über Nachhaltigkeit und Energieeffizienz reden, ist, dass wir viele Geräte mit Akkus nutzen. Das klingt jetzt erstmal blöd, aber das hat die Unternehmen angetriggert, energieeffiziente Chips zu bauen und energieeffiziente Sachen hinzubauen. Der Desktop-Rechner, der unter der Ecke ist und am Schreibtisch stand, hat einen 230 Volt Anschluss und konnte durchblasen am Netzteil den ganzen Tag und da haben weniger Leute drauf geguckt, als wenn ich jetzt mein Handy habe, was mittags um drei leer ist oder ich gucke gerade auf mein Notebook, mein Notebook habe, wo ich sage, ich komme jetzt nicht mehr über den Tag oder es hält nur drei Stunden. Auch alles das. Ich glaube, in der Energieeffizienz und in der Leistungsaufnahme von Chips zeigt sich deutlich, dass wir einen Trend haben, das energieeffizienter zu gestalten. Und jede zweite Keynote oder jede Keynote, wenn du dir bei Apple oder Google anguckst, die Akkus halten länger, wir sind energieeffizienter, wir können Prozesse effizienter verarbeiten, da tackern die schon hin, wenn wir uns die nahe Zukunft angucken. Das sind genau die Bestrebungen, die laufen. Weniger Leistung. Also viel weniger. Merkst du, dass das früher gehypt worden ist? Ah, jetzt und super und Kram und Astronet gesehen. Und jetzt geht es echt mehr auf, es ist energiesparender, es ist effizienter. Es steht immer noch irgendwo, es ist 10% besser und 20% besser wie der Vorgänger, ohne irgendwelche Zahlen und hast irgendwelche Graphen, wo x, y nicht beschriftet ist und kriegst dann zwei Kurven oder steht da irgendwas mit up to 10%. Ja, okay.
René
00:53:53
Ja, aber wenn man da zum Beispiel sieht, was natürlich bei Smartphones dann genannt wird, vom einen auf ein anderes Smartphone-Modell, ist dir schon mal aufgefallen, dass du wirklich sehr, sehr viel längere Batterienlaufzeit hast? Mir nämlich nicht, weil die Anwendung dann wiederum auch ressourcenintensiver werden. Das heißt, es gleicht sich dann einfach wieder ein Stück weit aus.
Michael
00:54:19
Da hebelt es sich wieder aus. Ich wollte jetzt pauschal sagen, nee, aber es ist bei gleicher Leistung besser geworden. Als wenn, fahr das große Besteck. Früher hat ein 2er Golf, glaube ich, 9 oder 9,5 Liter verbraucht. Heute fressen manche Autos auch noch 9, 9,5 Liter, aber dann reden wir von irgendeinem SUV. Generell ist die Effizienz gesteigert. Wie du das schon gesagt hast, bist du beim Greenwashing. Am Ende hast du die gleichen Ressourcen, die du durchbläst, allerdings mit wesentlich mehr Komfort oder mit wesentlich größeren und anderen Dingen wie vorher. Also wesentlich mehr Möglichkeiten.
René
00:54:53
Ja, ja, genau. Ja, Michael, dann erzähl doch noch mal. Halbe Stunde gebe ich dir.
Michael
00:55:03
Zu welchem Thema? Ich würde sagen, kurzes, kerniges Thema. Wir verlieben uns schon. Wir können noch über tausend Themen sprechen, was green ist, was nicht green ist. Ich habe eben bewusst das Thema mit Elektroauto, Verbrennerauto nicht angesprochen, weil die Diskussionen da auch auseinander gehen. Welches Auto ist denn jetzt das bessere in der Nachhaltigkeit? Batterien? Ja, nein. All den ganzen Kram. Das ist aber auch nicht unser Thema. Und weiß Gott jetzt nicht hier die Kiste, sondern uns ging es in dem Podcast darum, mal über IT in genau diesem Kontext zu reden und einfach mal eine Sensibilisierung und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man auch bei einem Computer und bei einem Handy sich Gedanken machen soll dem Unternehmen, was habe ich denn alles laufen und wie kriege ich das im Unternehmen hin, das wirklich energieeffizient und ressourcensparend zu machen? Kaufe ich mal einen neuen Monitor? Ja, nochmal, dass das noch mal für alle, die hier doch mit 4 zu 3 arbeiten, den Chef mal sagen, dass die neuen Monitor wesentlich energieeffizienter sind. Wie kann ich nutzen, dass im Serverraum die Abwärmung von einem Serverraum, die er ganz klassisch hat und die er die nächsten Jahre auch noch haben wird, in einem Unternehmen irgendwie als sekundären Nutzung haben kann. All diese Sachen, das ist glaube ich das, was wir hier mal sagen wollten, wo wir mal unsere Meinung zu tun tun wollten.
René
00:56:27
Es ist auch einfach super wichtig zu erkennen, dass dieses Green IT oder das grundsätzlich Umwelt jetzt einfach momentan kein Hype ist oder so, was man jetzt 5 Jahre aussitzt und danach ist Thema vom Tisch. Nee, es bleibt. Es ist einfach ein Thema, das wird uns jetzt begleiten. Es ist da, es hat seine Daseinsberechtigung und dazu müssen wir alle unseren Anteil beitragen.
Michael
00:56:54
Und es ist halt auch kein populistisches Thema. Wir hätten jetzt vielleicht den Titel vom Podcast oder das populistische, wenn wir können, Green KI oder irgend so was, dann hätten sie wieder mit irgendeinem Passwort verstehen müssen, dass es wieder passt. Nein, also Nachhaltigkeit, Green IT, das ist jetzt nicht das, wo jeder schreit und juhu, mach mal. Aber es ist halt einfach richtig, spart Ressourcen, kannst schon den eigenen Geldbeutel. Oh, das ist sinnvoll. Gedanken drüber machen. Loslegen, anfangen. Gut.
René
00:57:28
Genau. Einen Aufruf hätte ich dann mal an die Zuhörer, falls da jemand sich berufen fühlt. Welche Nachhaltigkeitsansätze nutzt ihr denn so im Unternehmen? Also was macht ihr, um eure Bilanz entsprechend neutral oder positiv zu halten, beziehungsweise dann in diese Richtung zu bewegen? Würde mich auf jeden Fall mal interessieren, gerne mal melden. Egal welchen Wege, dann könnten wir das mal Anfang der nächsten Episode anschneiden, um mal kurz nochmal drüber zu sprechen.
Michael
00:58:03
Sehr schön. Das war auch schon das Schlusswort. Vielen Dank, René, hat Spaß gemacht. Sehr gerne, danke auch. Wir hören uns in zwei Wochen wieder. Fragt mich jetzt nicht zur Folge, ich glaube die nächste müsste, jetzt hab ich aufpasst, die nächste Folge müsste die Folge 40 sein.
René
00:58:20
So ist es. Genau so ist es.
Michael
00:58:23
Sehr gut.
René
00:58:26
Und erscheint am 11. 11.4. hören wir uns wieder.
Michael
00:58:31
11. Herbst um halb oder was? Wenn du jetzt schon von dem Tag spielst.
René
00:58:35
11.4. Da hören wir uns dann wieder.
Michael
00:58:40
Vielen lieben Dank, bis dahin, macht's gut.
René
00:58:44
Ja, von mir auch. Vielen Dank, bis zum nächsten Mal und ja, danke nochmal Michael, bis dann.
Michael
00:58:49
Tschüss.

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