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Der Podcast für mehr IT-Sicherheit

#37 IT Must-Haves für KMU

Sichere und effiziente Netzwerke planen

28.02.2025 98 min

Zusammenfassung & Show Notes

Diesmal packen wir mal die Planungstafeln aus und besprechen die einzelnen Bereiche eines Netzwerks. Vom Internetanschluss, über den logischen Aufbau, bis hin zum Endpoint-Schutz - Wir geben Infos was im Optimalfall beachtet werden sollte, um ein stabiles und sicheres Netzwerk für KMU aufzubauen.

In dieser Episode besprechen wir die Herausforderungen der IT-Sicherheit für kleine Unternehmen. Wir beleuchten die Bedeutung einer soliden Netzwerkinfrastruktur und die Auswahl geeigneter Hardware. Wir diskutieren die Wahl des richtigen Routers und die Bedeutung der Internetgeschwindigkeit für Unternehmen. Auch Alternativen zu herkömmlichen Internetanbietern wie Starlink werden berücksichtigt, sowie die Rolle von Routern und Firewalls in der Netzwerksicherheit. Zudem wird die Relevanz von Managed Services und die Kosten für Netzwerksicherheit thematisiert. Abschließend wird der Unterschied zwischen Windows Firewalls und Hardware Firewalls erklärt und die Wichtigkeit von WLAN-Sicherheit hervorgehoben. In diesem Gespräch wird die Bedeutung von Firewalls, DMZs und Netzwerksegmentierung für die IT-Sicherheit in Unternehmen erörtert. Wir erklären, wie Switches und Access Points in der Netzwerkarchitektur eingesetzt werden und warum Managed Switches eine bessere Wahl sind. Zudem betonen wir die Notwendigkeit, in eine stabile IT-Infrastruktur zu investieren, um langfristige Kosten und Ausfallzeiten zu vermeiden. In dieser Episode diskutieren wir die Vor- und Nachteile von Cloud-Lösungen im Vergleich zu traditionellen Servern, insbesondere in Bezug auf Kosten und Flexibilität. Zudem thematisieren wir die E-Mail-Kommunikation im Unternehmenskontext, wobei IMAP und Exchange verglichen werden. Abschließend heben wir die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen in der heutigen Geschäftswelt hervor. Die Herausforderungen und Lösungen im Bereich IT-Sicherheit und Management für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sind groß, weshalb wir die Wahl des richtigen Virenschutzes, die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Betreuung durch IT Service Provider und die Bedeutung von Vertrauen und Partnerschaft betonen.

Takeaways
  • Die Netzwerkinfrastruktur ist entscheidend für die IT-Sicherheit in kleinen Unternehmen.
  • Eine klare Dokumentation der Netzwerktopologie ist unerlässlich.
  • Die Wahl der richtigen Hardware ist für die Netzwerksicherheit wichtig.
  • Kleine Unternehmen sollten sich mit IT-Sicherheit ernsthaft auseinandersetzen.
  • Die Stern-Topologie ist die gängigste Netzwerktopologie.
  • Ein Businessrouter ist empfehlenswert.
  • Unternehmen sollten in eine angemessene Internetgeschwindigkeit investieren.
  • Starlink bietet eine etwas teurere, aber zuverlässige Internetverbindung.
  • Fritzbox ist eine beliebte Wahl für Router.
  • Firewalls sind unerlässlich für die Netzwerksicherheit.
  • Managed Services bieten Flexibilität und Skalierbarkeit.
  • Investitionen in Netzwerksicherheit sind notwendig.
  • Windows Firewalls sind wichtig, aber nicht ausreichend.
  • WLAN sollte nicht direkt an der Fritzbox angeschlossen werden.
  • Die Firewall schützt vor externen Bedrohungen. Die Firewall bietet Schutz durch DMZs.
  • Netzwerksegmentierung ist entscheidend für die Datensicherheit.
  • Managed Switches ermöglichen bessere Protokollierung und Performance-Überwachung.
  • Investitionen in IT-Infrastruktur zahlen sich langfristig aus.
  • Unmanaged Switches können zu erheblichen Problemen führen.
  • Die Wahl des richtigen Herstellers ist wichtig für die Kompatibilität.
  • Stabiles WLAN verbessert die Produktivität der Mitarbeiter.
  • Die Kosten für IT-Sicherheit sind eine Investition in die Zukunft.
  • Cloud-Lösungen können lokale Server ersetzen.
  • Die richtige Hardware reduziert Ausfallzeiten und Frustration. Cloud-Lösungen bieten oft kostengünstigere und flexiblere Alternativen zu physischen Servern.
  • Die Entscheidung für einen Server sollte auf den tatsächlichen Bedürfnissen des Unternehmens basieren.
  • IMAP ist für Unternehmen mit freigegebenen Postfächern nicht praktikabel.
  • Exchange bietet eine bessere Synchronisation und Funktionalität für Unternehmen.
  • Sicherheitslösungen sind entscheidend für den Schutz von Unternehmensdaten. Ersetze Windows-eigene Tools durch Drittanbieter.
  • Die Geräte müssen sich im Netzwerk austauschen können.
  • Kontinuierliche Betreuung ist entscheidend für die Sicherheit.
  • Wähle einen Dienstleister, dem du auch wirklich vertraust.
  • Datensicherung ist ein wiederkehrendes Thema.
  • Renommierte Produkte erleichtern die Zusammenarbeit mit Dienstleistern.
  • Die Expertise des Dienstleisters ist entscheidend für den Erfolg.
  • Ein gutes Bauchgefühl ist wichtig bei der Wahl des Partners.
  • Die IT ist das Herzstück deines Unternehmens.

Wie angekündigt hier auch der Verweis auf Episode 18, in der wir das Thema Datensicherung genauer besprechen.
Wir haben auch die E-Mail-Archivierung völlig vergessen, die jedoch laut DSGVO Pflicht ist.

Transkript

René
00:00:17
Herzlich willkommen zu users lounge, dem Podcast, bei dem IT und Datenschutz im Fokus stehen. Egal ob Security, digitale Infrastruktur oder die neuesten Datenschutz-Herausforderungen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen. Mein Name ist René Geppert.
Michael
00:00:32
Und ich bin Michael Kornmann. Gemeinsam analysieren wir reale Fälle, diskutieren aktuelle Entwicklungen und zeigen, welche Auswirkungen IT und Datenschutz im Alltag und in Unternehmen haben. Praxisnah, verständlich und mit einer Prise Expertenwissen.
René
00:00:58
So, heute leite ich mal ein. Denn ich glaube, dass es ein sehr lastiges Thema von meiner Seite ist. Aber es ist dein Thema, was du gewählt hast. Deswegen darfst du das gleich auch vorstellen. Wir befinden uns in Episode 37.
Michael
00:01:14
37, korrekt. Moin René, grüß dich. Ja, heute mein Thema, dein Redeanteil. Und zwar hatten wir es in der letzten Folge angeteasert oder mir kam so die spontane Idee in der letzten Folge, dass ich dich gerne heute mal hätte für IT-Sicherheit, Informationssicherheit, KMU, also wirklich mal kleinere Unternehmen, nicht groß 250, sondern eher wirklich ganz klein, ich sage mal so zwischen 23 Mitarbeitern. Dass wir einfach mal drüber reden, was ist Zustand der Technik? Was sollten Unternehmen berücksichtigen? Was sollte man haben? Wie viel Firewall steckt in einer Fritzbox? Das war, glaube ich, der Teaser, den wir das letzte Mal haben. Und ist ein USB-Stick ein geeignetes Backup? Ich glaube, das waren so diese zwei Dinge, die wir da reingeschnitten haben oder gesagt haben, pass auf, das sind die Themen. Und ich freue mich, weil ich genau da reinfalle und mich es auch betrifft. Und da du bei mir die IT machst, finde ich es spannend zu hören, ob du bei mir alles richtig machst. Ich schätze nicht. Nein, Spaß. Ja, aber nur weil ich ein Admin-Passwort habe wahrscheinlich.
René
00:02:18
Nee, aber es ist definitiv ein interessantes Thema. Ich glaube, dass es auch viele betrifft. Ich meine, die Netzwerk-Infrastruktur, alles, was halt dazu gehört, ist definitiv immer ein Thema. Und sollte auch im Voraus, wenn man jetzt anfängt, sollte das natürlich auch berücksichtigt werden oder eben, dass man halt den Weg dahin für sich so langsam nach und nach aufbaut.
Michael
00:02:41
Ja.
René
00:02:43
Ich würde das auch an verschiedene Punkte unterteilen. Das heißt, dass wir jetzt nicht einfach rein starten, sondern dass wir erst mal ganz vorne anfangen. Das bedeutet, dass wir eigentlich erst mal in die Topologie reingehen. Wie wird das Netzwerk aufgebaut? Also, wobei Topologie ist vielleicht schon ein bisschen zu hoch gegriffen, weil ich glaube, heutzutage braucht man darüber nicht mehr groß sprechen. Alles, was es gab, Stern hat sich durchgesetzt, so vom grundsätzlichen Aufbau. Das heißt, also bei der Sterntopologie ist es so, dass wir einen zentralen Punkt haben. Von da aus verteilt es sich auf die anderen Geräte. Also das Netzwerk wird halt so sternförmig aufgebaut. Und da gibt es natürlich immer wieder weitere Unterbereiche, die eben, also ist es halt nachher wie sternförmig. Die sind miteinander verbunden, aber es gibt immer irgendwie einen zentralen Punkt und da führt alles zusammen. Alles andere macht man in der Regel ja nicht mehr. Also das ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen heutzutage noch eine andere Topologie nutzt.
Michael
00:03:50
Wir reden von Netzwerk und wir reden von Netzwerkinfrastruktur. Wenn du von Topologie sprichst, ich versuche mal ein bisschen...
René
00:03:56
Das ist physikalische Verkabelung.
Michael
00:03:59
Deutsch-IT so ein wenig zu übersetzen. Also wir reden im Moment über klassische LAN-Kabel und wir reden darüber, dass man LAN-Kabel in der Sternverteilung hat. Ich glaube, Sternverteilung ist klar. Du hast einen zentralen Punkt und gehst zu jedem Endgerät mit einem entsprechenden Kabel bzw. zu jeder Netzwerkdose. Ja, ich glaube, das ist auch... Wir haben früher angefangen mit BNC-Netzwerken, BNC-Netzwerkkarten und steck rein, steck rein. Ich glaube, die Zeiten sind echt durch, wo man auch sowas durchspeist. Das hast du gar nicht mehr.
René
00:04:28
BNC, okay.
Michael
00:04:29
Nee, um Gottes Willen.
René
00:04:30
Videobereich mag das vielleicht noch ganz selten sein, aber nein. Das ist klar. Aber vorher hatte man halt so Bus-Topologie, was weiß ich. Da gab es halt ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Heutzutage Stern ist ganz normal. Das hat einfach damit zu tun, auch wenn wir... Nehmen wir mal an, man fängt jetzt an, in einem Gebäude zu sitzen und hat da erst mal drei Räume verkabelt. Dann nimmt man ein neues Stockwerk dazu. Dann hat man schon seine Etagenverteiler. Da sind wir schon automatisch eigentlich in dieser Stern-Topologie, weil dann ist es halt... Ich baue ja quasi einen neuen Bereich an, das bestehende dran. Und da gehe ich schon in die Richtung. Es ist auch für den Elektriker, für den Administrator nachher relativ einfach, dann nachzuvollziehen, wo der zentrale Punkt ist.
Michael
00:05:22
Ja, also das hat sich auf jeden Fall durchgesetzt und es funktioniert. Ich glaube, da ist so der erste heiße Tipp, den ich jetzt spontan hätte, wenn ich eine Netzwerktopologie aufbaue. Egal, ob ich es jetzt in einem großen KMU mache oder in einem kleinen KMU. Ich sollte einen Plan haben. Also ich sollte irgendwann mal wissen, welches Kabel in welchen Raum geht oder an welche Netzwerkdose. Und wie das Kabel heißt, wenn es im, nenn es mal Serverraum, Serverrec, an dem Ort, wo der Zentralrouter steht, kommen wir gleich noch zu. Fritz, Box und Co. kommen wir gleich noch zu. Also wenn ich anfange mit was, ist es das Beste, genau da an dieser Stelle mir schon darüber Gedanken zu machen. Das so zu strukturieren, dass ich es nachvollziehen kann. Und nicht nur an dem Tag, wo ich es gebaut habe, nachvollziehen kann, sondern auch meinetwegen noch in einem halben Jahr. Dass ich weiß, welches Kabel ich jetzt ziehe, auf welchem Port im Patchfeld ich welchen Raum aufgelegt habe. Also wo ich hier drum spreche, ist parallel eine Netzwerkdokumentation aufzubauen, auch wenn sie klein ist und erstmal nicht komplex wirkt. Trotzdem dogo, dogo, dogo.
René
00:06:31
Mach es ganz einfach. Der Elektriker hat auch Pläne oder braucht Pläne, egal wie klein das Gebäude ist oder so. Dafür gibt es diese Pläne ja auch, warum nicht im Netzwerkbereich. Also die Arbeit sollte man sich machen. So viel ist es eigentlich auch gar nicht. Von daher, ja, das sollte man auf jeden Fall investieren. Ein nächster Punkt, und da hast du es gerade eigentlich schon angesprochen, ist wirklich die Hardware, die wir dann nachher brauchen. Das bedeutet, wenn wir jetzt mal, wir kommen mal aus der Internetsicht, also vom Internet ins Netzwerk. Da auf jeden Fall einen Router wählen, auch nicht so eine super kleine Möhre, sondern schon einen Business-Router, der entsprechende Funktionen hat. Da gibt es ja, also meinetwegen auch eine Fritzbox, das ist alles in Ordnung. Nur halt vielleicht nicht die billigste, die man da kriegen kann, irgendwie für 50 Euro, weil die dann nachher nicht alle Funktionen bietet. Auch nicht leistungsstark meist genug ist für Glasfaser oder sonst irgendwas. Das heißt, entsprechend sollte man da schon die größeren Modelle nehmen. Ansonsten alternativ Cisco, Fortinet, sofort, keine Ahnung. Da gibt es ja genug Router mittlerweile. Man sollte immer so ein bisschen darauf achten, dass man halt nicht so Nischenprodukte wählt. Das ist das größte Problem. Die gehen nämlich irgendwann auch mal pleite und dann steht man da.
Michael
00:07:56
Also ich hätte zwei Dinge, du sagst und gehe ich glaube ich konform. Ich glaube so als Endpoint, wenn ich von der Straße komme, sollte ich erstmal gucken, welche Qualität liegt in der Gasse. Also was liegt in der Straße? Liegt Quarks, sprich Kabel Deutschland, liegt Glasfaser oder liegt Kupfer? Sollte mir dann ein Anbieter auswählen, wo ich der Meinung bin, der ist zuverlässig und hat eine angemessene Geschwindigkeit. Ich glaube, was ich mal mindestens anpeilen sollte, wäre irgendwie so ein 100er, 150er, dass ich in einem kleinen Unternehmen mit zehn Mann einigermaßen vernünftig arbeiten kann, gerne mehr. Also da nicht sparen, das ist auf jeden Fall der Tipp. Aber 100 sind unrealistisch, muss man schon sagen.
René
00:08:39
Also wenn man jetzt wirklich, es wird mehr, es wird auch besser, ja. Aber es gibt durchaus auch genug Unternehmen, die noch bei 16 liegen, weil keine andere Möglichkeit da ist. Ja, definitiv. Also da gibt es dann noch kein Glasfaser, da gibt es auch kein Kabel Deutschland. Da sind wir halt wirklich noch bei einer ganz normalen Kupferleitung, die da liegt. Das haben wir schon noch häufig. Ja, mag in Hessen nicht so sein, in Niedersachsen ist es so.
Michael
00:09:02
Ja, ich habe bekanntlich zwei Ecken, ich habe es privat und ich habe eine Firma. Und ich habe privat den besseren Anschluss, weil da liegt Glasfaser. Ich schiebe daheim mit 400 oder was, ich glaube aber ganz im Ernst, ich glaube, ich bräuchte es nicht. Es war halt einfach der Tarif, der angeboten wurde und es läuft halt echt geschmeidig. Erst recht zu den Zeiten, wo die Kitties noch daheim waren und entsprechend die Spiele geladen haben, da war es ganz angenehm. Büro presse ich aus der Kupferleitung mit einem klassischen 1&1-Anschluss. Ich glaube aktuell 140, 145 gemessen aus der Kupferleitung presse ich raus. Da halte ich aber schon die Luft an und freue mich schon, wenn irgendwann die Bagger kommen mit Glasfaser. Das ist angekündigt. Mir wäre jetzt nicht bewusst, dass es irgendwo noch was unter 100, sorry. Also erst recht, wenn du ein Unternehmen bist, weil du schaufelst ja schon viel. Also ich schaufel wenig, aber in großen Unternehmen, ich habe gestern mit einem Unternehmen gesprochen, die haben gesagt, wir fahren mal Backups in die Cloud oder wir schieben mal eine Datenbank in die Cloud. Die hat mal eben schnell 80, 85 Giga und da denke ich mir halt einfach, da geht nur mit Vollgas was. Das könnte ich mir nicht vorstellen im Unternehmen mit einer 16er Leitung oder so.
René
00:10:16
Das ist so, aber Glasfaserausbau ist dann nun mal leider noch nicht überall fertig und Industriegebiete und so sind bei uns noch nicht mal alle ausgebaut. Da gibt es immer hier und da dann wirklich noch die Lücken und dann kommst du halt mit langsameren Leitungen noch um die Ecke. Aber auch da, das wird sich ja entwickeln. Aber natürlich, man sollte den Anbieter daher auch wählen, was man bekommen kann. Im allergrößten Zweifel Starlink.
Michael
00:10:45
Ich wollte dich genau auf das Thema, gerade wollte ich dich unterbrechen. Wollte dich brechen und wollte dich fragen, ob du Erfahrung mit Starlink hast.
René
00:10:55
Ja, haben wir. Also im Zweifel ist das wirklich auch eine Alternative, ist aber hochpreisig. Das muss man dann auch fairerweise dazu sagen. Also es ist schon einiges teurer als ein herkömmlicher Internetanschluss. Also 100 Euro sollte man mindestens rechnen. Es sind eher mehr. Kann sein, dass sich jetzt die letzten Wochen was geändert hat. Aber so ich meine, dass wir irgendwo bei 120 lagen. Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, das auch mobil zu nutzen und so weiter. Die haben schon einige Produkte und die funktionieren auch gut. Das muss man schon sagen. Aber es ist auch nicht wie ein Router, im schlechtesten Fall, dass man sich den eben ins Haus stellt und fertig. Nee, es ist ja eben eine Satellitenverbindung. Das heißt, ich brauche draußen noch eine Antenne, die eben da die Verbindung aufbaut. Und das ist dann natürlich auch montagetechnisch immer noch mal ein Thema. Muss man sich halt genau überlegen.
Michael
00:11:53
Also ich habe gerade mal parallel kurz, weil mich es angetriggert hat, Starlink Standortbunden. Das ist das ja, hast ein Unternehmen. Unternehmen stehen in der Regel relativ fest. Hast du, geht los bei 60 Euro im Monat und hast 40 Gigabyte Priority mit dabei, was auch immer das heißen mag. Das heißt, es ist schon schon ein Ticken teurer, würde ich jetzt behaupten.
René
00:12:15
Aber das kannst du vergleichen ganz kurz. Das kannst du vergleichen mit Handytarifen, wo du halt in deinem gewissen Daten, dein Datenvolumen hast und danach wirst du gedrosselt. Ja, deswegen auch da 40 Gigabyte. Da wäre ich auch vorsichtig mit, wenn man wirklich viel damit vorhat. Weil 40 Gigabyte sind echt nicht viel. Nein, nein.
Michael
00:12:35
Aber was ich wieder sagen kann, ist oder was mein Mindset wäre, ich würde lieber mehr Dollars in eine gescheite Internetverbindung reinlegen, wie dass ich jeden Tag den Frust hätte, dass es im Unternehmen nicht brummt. Also bevor ich mir für 30 Euro eine 16er Leitung hole, hole ich mir lieber für 100 Euro eine Starlink oder ein Glasfaser oder irgendwas, das es schiebt. Weil ganz klar, der Anbieter und den Tarif, den ich wähle, ist mein Bottleneck zum Unternehmen. Da geht alles durch. Das ist mein Gateway fürs Internet nach draußen. Und das muss passen.
René
00:13:10
Ja, man muss immer gucken, was man macht. Es gibt ja auch Unternehmen, die einfach sagen, okay, ich brauche erstmal kein Cloud, kein was weiß ich. Weil wir machen jetzt, schreiben unsere Rechnungen, wie auch immer. Das gibt es ja alles. Und dann kann es ja durchaus auch sein, dass ein Unternehmen dann für sich sagt, okay, wir sparen an der Stelle, weil wir nichts nach außen hinschieben. Wenn ich mir mal eine Internetseite aufrufen muss, oder fünf, sechs Stück am Tag, dann ist es schon viel. Dann brauchen die ja jetzt nicht keine Ahnung, wie viel Kohle in die Hand nehmen. Das sehe ich ein. Grundsätzlich hast du aber natürlich recht. Klar, wenn man das braucht, dann soll man das Geld auch gerne dafür investieren. Weil da wird man nachher auch einen extremen Mehrwert daraus haben. Das garantiert.
Michael
00:13:59
Okay, genau. Dann habe ich den Tarif, ich habe den Anbieter und dann brauche ich etwas, was die Straße oder die Kupferleitung. Lassen wir mal bei Kupfer bleiben, ist egal. Was die Kupferleitung in einen Laden umwandelt, nenne ich mal. Und einfach, wo ich meinen Anbieter eingeben kann, die Zugangsdaten, also was mir aus meinem Kupfer mein Internet macht. Klassisch eine Fritzbox, hätte ich fast gesagt. Wenn du einen 1&1 Account hast, oder nur mal um Hashtag Werbung, um irgendeinen Anbieter zu nennen, wenn ich klassisch einen Business-Tarif oder einen Vertrag bei 1&1 abschließe, die haben den Tarif, ist happy und dann kommt irgendwann die Post oder der DLL kommt und bringt mir ein kleines Päckchen. Da ist der Router drin, den ich dann habe.
René
00:14:42
Auch da, ich zum Beispiel, wir nennen heute viele Namen, wir machen keine Werbung für Jürgen.
Michael
00:14:48
Wir machen heute keine Werbung und wir favorisieren diese Namen auch nicht. Und wir sind auch nicht die, die wir so nutzen, sondern wir schmeißen einfach ein paar Namen in den Raum rein, weil sie allgemein gängig sind und weil man sich darüber sehr gut vorstellen kann, worüber wir reden. Das ist, wenn wir über Seldas Wasser reden oder über Tempotaschentücher oder über sonst irgendwas.
René
00:15:11
Wollte ich nur gesagt haben, weil ich nenne jetzt auch einen Namen, wenn man zum Beispiel bei Telekom ist, die haben hier ihre eigenen Boxen, Digitalisierungsbox oder was auch immer, die dann da eben haben, die Speedports. Da zum Beispiel wäre ich dann jemand, der sagt, okay, ich nehme die 5 Euro mehr in die Hand und wechsel dann eben auf die Fritzbox hoch und lass den Speedport da, wo er ist. Das ist aber auch alles Geschmackssache. Der Speedport gibt auch einiges her. Das will ich gar nicht sagen. Ich will das Produkt nicht schlecht reden. Ich persönlich würde aber immer favorisieren, dann eher hoch auf die Fritzbox zu gehen. Da kommen wir gleich nochmal genauer drauf, aber nachher die Einstellungsmöglichkeiten oder auch die Usability von dem ganzen Gerät ist einfach etwas angenehmer.
Michael
00:15:59
Ich glaube, da brauchen wir auch wenig drüber. Fritz ist, glaube ich, die Box oder das System, die sind relativ aggressiv auf den Markt gegangen vor x Jahren mit eben Supporten und dass die Anbieter mit dabei liegen und subventionieren. Die laufen halt auch und du kriegst die Updates, die Sicherheitsupdates, die Kisten rennen halt. Du kaufst die, im Idealfall konfigurierst du die einmal richtig und dann kannst du die mit einem geringen Wartungsaufwand. Ich wollte fast sagen, kannst du es im Keller vergessen, weil es funktioniert, aber so ein bisschen Wartungsaufwand hast du schon hin und wieder mal. Aber die Kisten rollen halt einfach, die sind stabil. Das ist jetzt nicht so, wo wir sagen, um Gottes Willen, auch in dem KMU oder einem kleineren Umfeld, wo wir uns gerade bewegen, Finger weg von dem Zeug. Details kommen wir gleich zu, aber erstmal, um grundsätzlich die Anbieterdaten reinzuschießen und die Verbindung zum Internet damit aufzubauen, wäre ich jetzt, mein Bauchgefühl, fein mit den Kisten.
René
00:16:58
Ja, da kann man auf jeden Fall nichts Negatives drüber sagen. Was nur ganz wichtig ist und weil wir jetzt oft genug drüber gesprochen haben und so, bitte nicht denken, okay, die Fritzbox hat eine Firewall, deswegen brauche ich da nicht aktiv werden. Nein, das ist nicht das Gleiche. Das erkläre ich aber gleich nochmal, wenn wir zur Firewall kommen.
Michael
00:17:19
Ja, ich glaube, das ist wichtig. Also von unserem Mindset her und was wir hier sagen, ist, dass du mit einem solchen Gerät, was sowohl Konsumer- als auch Businessbereich abdeckt, auch in einem kleineren Unternehmen sicherlich eine stabile Internetverbindung herstellen kannst. Aber da kommen wir jetzt gleich zu, das werden wir gleich erklären. Wir sind nicht der Meinung, dass du in diese Box direkt die Switches und die LAN-Verbindungen zu deinen Endgeräten aufbauen solltest und direkt an dieser Stelle weitermachen solltest.
René
00:17:47
Ja, auf jeden Fall nicht. Also zu Hause ist das alles in Ordnung, aber im Businessumfeld sollte man das nicht tun. Das hat einfach damit zu tun, wir kommen nämlich jetzt als nächstes dann auch zur Firewall. Das hat damit zu tun, dass die Firewall-Möglichkeiten einer Fritzbox sehr, sehr beschränkt sind. Das hat einfach damit zu tun, dass die Fritzbox so gestaltet ist, dass ich entweder Ports aufmachen kann oder schließen. Also Ports kann man sich vorstellen wie eine Mauer, wo ganz viele Türen drin sind. Und jede Tür, die offen steht, da habe ich natürlich das Potenzial geschaffen, dass jemand von außen eben durch diese Tür durchgeht und sich dann aus meinem Unternehmen holt, was er braucht. Und ich sollte natürlich dann entsprechend schauen, dass ich möglichst die Türen alle geschlossen halte und nur dafür offen lasse, was ich brauche.
Michael
00:18:39
Also sind Ports Türen in der Firewall. Wenn ich mir die Firewall als Wall vorstelle, habe ich viele Türen und die Türen sind die Ports. Und immer wenn ich einen Port öffne, hat die Wall keine Funktion mehr, sondern schießt durch die Tür die Information durch. Richtig.
René
00:18:57
Das ist genau das, wie der Router funktioniert. Der Router kann auch genau andersrum bestimmte Dienste zulassen. Hinter einem Dienst stehen auch unterschiedliche Ports. Das heißt, nehmen wir mal an, wir haben unsere Internetverbindung. Also ganz normal, wir sind im Browser unterwegs, haben HTTP. Dann sind wir bei Port 80. Da stehen auf jeden Fall feste Ports dahinter. Und wenn du jetzt diese Ports aufmachst von außen. Von innen ist immer noch mal was anderes, sage ich gleich. Aber von außen, wenn ich diese aufmache, dann sind die ja zu meiner Nutzung offen. Aber wer sagt denn, dass ich derjenige bin, der das gerade nutzt. Also ich mache sie freiwillig auf, aber sie können dann natürlich auch schädlich genutzt werden. Und deswegen muss man da halt vorsichtig sein. Und wenn man halt diese Dienste aktiviert, dann mache ich die Ports im gleichen Zuge auch auf. So und bei einer Firewall, die funktioniert eben anders. Deswegen sollte man sie als on top bezeichnen und nicht als Ersatz oder keine Ahnung was. Es gibt ja, ich weiß nicht, also damals hat man immer noch Modemrouter geschrieben. Heutzutage heißt es ja schon nur noch sprachlich gebräuchlich Router. Trotzdem steckt ein Modem drin. Das Modem ist dafür da, dass es die Einwahl ins Internet übernimmt. So was hat die Firewall von Haus aus, also eine richtige Firewall nicht an Bord. Weil sonst hätte man jetzt auch sagen können, ja warum brauche ich denn den Router, dann nehme ich nur noch die Firewall. Ja, das würde gehen in dem Augenblick, wo ich eben nur ein Modem verwende. Modems werden aber heutzutage so gut wie gar nicht mehr einzeln verkauft. Gibt es als Nischenprodukte noch, aber es ist sehr, sehr wenig geworden. Und deswegen nimmt man die Router. So, dann hat man da die Modemfunktion, macht dann alles was man braucht eben auf Richtung meiner Firewall. Und die steuert alles im Detail. Die hat nämlich den Vorteil, dass wir eben nicht alleine nur den Portfilter oder den Dienstfilter haben, sondern ich kann beide miteinander kombinieren. Das heißt, ich kann vielleicht meine Tür aufmachen, aber hätte dahinter noch weitere Türsteher, so möchte ich es mal sagen, die dann nochmal kontrollieren, hey bist du eigentlich für das Richtige hier? Wenn nicht, dann musst du wieder raus. Das heißt, ich habe dahinter viel mehr Filtermöglichkeiten. Deswegen ist die Firewall halt auch das viel, viel sicherere Mittel an der Stelle. Da sollte man nicht sparen. Also da auch bitte nicht die billigste Firewall nehmen. Da gibt es billige Anbieter. Da wirklich dann auch zu vernünftigen Anbietern gehen. Fortinet, Cisco, Sophos, keine Ahnung. Da gibt es genug Anbieter am Markt. Da kann man sich sicher sein. Da kann man sich auch vielleicht mal Vergleiche einmal angucken. Da gibt es sehr gute Schaubilder dazu, welcher Hersteller den größten Wert auflegt.
Michael
00:21:59
Kaufe ich sowas einmalig, klöppel es an und vergesse es? Nein. Oder ist das eher so ein Update? Ja, ja, deswegen frage ich. Oder sage ich jetzt einfach mal, ich kaufe mir ein Gerät, klöppel das dazwischen. Es ist aber mehr oder weniger so ein Abo, was ich abschließe, wo ich einfach das Gerät zur Verfügung gestellt bekomme. Ich in einem Monat nicht die Updates versorgt bekomme, irgendeine Konfiguration.
René
00:22:25
Es gibt so und so. Also es gibt so und so. Wir haben ja auch schon mal eine Episode über Managed Services gemacht. Wenn man sowas abschließt, ja, da ist die Hardware, die Lizenzen, alles und so weiter. Also egal was das betrifft, das ist dabei. Dann gibt es da einen monatlichen Betrag X und dann ist auch die ganze Wartung und so damit schon abgedeckt. Allerdings als Unternehmen hat man auch die Möglichkeit zu sagen, okay, ich kaufe mir jetzt einmalig eine Firewall. Kaufe mir dann die Lizenzen, weil die brauche ich auf jeden Fall auch nochmal. Maintenance-Lizenzen, damit ich überhaupt updateberechtigt bin. Die Hersteller wollen auch alle Geld verdienen. Wenn sie gute Hardware haben, dann läuft die nachher ewig. Die nehmen kein Geld ein. Das ist natürlich für die dann auch schlecht. Also dementsprechend gibt es da die Lizenzen dazu. Dann gibt es noch unterschiedliche Herangehensweisen. Ich weiß nicht, ob jemand noch GateProtect kennt. Bei GateProtect damals, also es war so der Vorgänger von, heute ist das Laden kommend, zwischendurch war es rote und schwarz. Also es wurde immer weiter irgendwie zum einen verkauft und dann in andere Gruppen mit übernommen. So und dann war es halt so, man musste selbst die VPN-Verbindung einzeln lizenzieren. Bei kleinen Unternehmen mag das alles gehen. Sobald das Unternehmen größer wird, ist das natürlich auch eine ärgerliche Sache, weil da immer wieder Kosten on top kommen. Sowas wäre aber zum Beispiel auch in der Managed-Variante schon komplett mit abgedeckt. Deswegen muss man sich auch Gedanken machen, welchen Hersteller man wählt.
Michael
00:23:54
Nenn mal grob eine Richtung. Wir haben eben über Internet-Tarife gesprochen. Haben so gesagt, je nachdem was da ist, haben wir 40 Euro im Monat oder was. Fritzbox gibt es on top dazu. Manchmal kostet es einen Fünfer, Miete oder irgend sowas. Also die ist definitiv kein Kostenfaktor da drin. Was würde denn so ein Firewall-Einstieg? Ich weiß, nagelmäßig, ich will dich nicht auf Euro und Cent festen, aber nur, dass man so ein Bauchgefühl kriegt. Kaufe ich die für einen Taui? Kaufe ich die für 2000? Kriege ich die für 99 bei Conrad Elektronik? Gibt es Conrad Elektronik? Gibt es noch?
René
00:24:30
Aber die haben kein ein Jahr mehr.
Michael
00:24:33
Bei Conrad Elektronik und bin dann safe? Oder gibt es ein Bausatz bei ELV, um das Spiel weiterzuspielen? Oder wo bewegen wir uns denn da, wenn man sagt, ich will eine grundsolide Basis haben für 25 Mann oder für 80 Mann Unternehmen?
René
00:24:50
Ja, genau das ist es. Also es ist abhängig davon, wie viele User man dann letztlich auch hat. Sowas startet in der Regel, würde ich sagen, bei 5. Also bis zu 5 Benutzer. So ist das immer zu sehen. Ich meine, das ist wie bei Jellycom, bis zu 16 Mbit, dann kriegst du 2. Nein, also das hat einfach damit zu tun, dahinter steckt ja auch eine Hardware. Und die Hardware ist auch natürlich für die Performance für eine bestimmte Menge ausgelegt. Sobald ich mehr habe, sollte ich eine größere Hardware nehmen. So, also Einsteigervarianten. Wir selber machen Sophos und man sollte ungefähr rechnen, wenn ich mir jetzt die Sophos Hardware an sich hole, liegt man sicherlich bei 600, 700 Euro. Einmalig Hardware. Lizenzen kämen on top. So, wenn ich das Ganze in der Managed Variante, und Wartung und sowas kämen auch on top. Also da muss man halt schauen, wie man das macht. Jeden Monat, zweimal im Monat, wie auch immer, dass man das halt kontrolliert. So, und bei einer Managed Variante startet sowas schon bei 50 Euro monatlich. Da ist aber der ganze Service und alle Lizenzen, alles sind mit drin.
Michael
00:26:06
Für Unternehmen eigentlich ein No-Brainer an der Stelle, sage ich jetzt mal. Weil es scheint mir jetzt, ich greife mal ganz kurz vor, es scheint mir jetzt ein relativ geringer Aufwand zu sein für eine sehr große erhöhte Technik.
René
00:26:22
Der Vorteil bei den Managed Services, das muss man ja auch sagen. Wenn ich, und das ist halt etwas, KMU sollte, hätte ich vielleicht später erst gesagt, hätte ich aber auch eingangs schon sagen können, wichtig ist bei KMU, glaube ich, immer die Skalierbarkeit. Ist ja einfach so. Ich eröffne heute ein Unternehmen, habe meine fünf Mitarbeiter da sitzen, dann habe ich ein Produkt, was einfach genial ist. Das hat bestimmt jeder von uns. Und das geht jetzt durch die Decke, keine Ahnung. Wir werden immer größer und dann sagt man, okay, wir werden jetzt von diesen fünf Mitarbeitern auf 20 wachsen. Innerhalb von zwei Jahren meinetwegen. Oder in einem Jahr, keine Ahnung. So, dann habe ich mir meinetwegen einmalig die Hardware geholt. Die ist aber dann in einem Jahr schon nicht mehr ausreichend für mein Unternehmen. Der Vorteil bei einem Managed Service ist natürlich, dass die skalierbar ist. Das heißt, in dem Augenblick, wo ich merke, hey, wir überschreiten jetzt gerade diese Grenze, wo die Performance noch ausreichend ist, dann kriege ich eine neue Hardware. So, natürlich wird der Tarif dann teurer, also der Vertrag. Aber an sich brauche ich mir weiterhin keine Sorgen um die Hardware machen, weil die kriege ich halt gestellt. Das ist halt der Vorteil, glaube ich, vor allem von diesen Managed Services, weil sie sich immer meinem Unternehmen, meinem jetzigen, anpassen. Das habe ich halt nicht, wenn ich es wirklich einmalig kaufe. Dann habe ich es nachher da liegen, kaufe mir noch eine, dann habe ich ein Buchbeschwer.
Michael
00:27:45
Ich wollte gerade sagen, bei Kleinanzeigen ist es doch ein relativ schwerer Markt, das Ding loszuwerden. Ganz dumme Frage, die mich gerade rumtreibt. Vielleicht grinst du mich gleich an und lachst mich aus, aber eine ganz dumme Frage. Wenn ich bei Windows unterwegs bin, habe ich in den Einstellungen, so kann ich mich noch an meine Windows-Zeiten erinnern, irgendwo auch so eine Windows-Firewall auf dem Rechter, die ich da einstellen kann. Wenn ich mir jetzt für 50 Euro im Monat ein Stück Hardware gönne, was mein Unternehmen zum Gateway, also zum Modem nach draußen absichert, wie relevant ist denn diese Funktion noch in Windows drin? Kann ich die ignorieren? Wäre das theoretisch sogar eine Alternative? Du grinst schon, schieß mal los.
René
00:28:37
Also, relevant ist es immer noch. Das ist auf jeden Fall wichtig, weil wir müssen es ja so sehen. Im schlechtesten Fall habe ich jemanden, der wirklich zu mir kommt, zum Unternehmen, steckt sein Kabel bei mir in die Dose, sondern greift meine Firewall nicht mehr. Die Hardware-Firewall-Router ins Netzwerk rein, die Firewall ist ja wirklich für meinen Schutz von außen. Und jetzt sprechen wir bei einer Windows-Firewall oder bei MacOS ist ja auch eine Firewall quasi dahinter. Da sprechen wir wirklich von der Sicherheit innerhalb meines Netzwerks. Das heißt, das darf man nicht vernachlässigen. Nehmen wir mal an, du hast jetzt ein Notebook und hast deine drei, vier Leute, die bei dir arbeiten, die gehen jetzt auch mit ihren Notebooks überall nach Hause. Dann gibt es ja auch nicht alle eine Hardware-Firewall mit nach Hause. Dann musst du halt anderweitig dafür sorgen, dass sie trotzdem eine gewisse Sicherheit haben. Ja, klar.
Michael
00:29:40
Home Office Klassiker.
René
00:29:42
Genau. Deswegen sind diese Firewalls auf den Endgeräten immer noch wichtig. Auch da kenne ich oft genug, dass die Leute dann sagen, okay, ich habe hier meine Hardware-Firewall, so jetzt möchten wir von dem einen Rechner auf den anderen zugreifen per RDP. So, was passiert dann? Dann gehen die an den Rechner, auf den du zugreifen möchtest und deaktivieren einfach die gesamte Firewall auf dem Rechner. Das ist schon echt schlecht. Das darf man auf gar keinen Fall machen, weil dann mache ich die Türen alle auf. Wie gesagt, innerhalb des Netzwerks. Deswegen, da müssen wir das so ein bisschen auseinanderziehen.
Michael
00:30:22
Also halten wir fest, die Firewall in Windows hat ihre Daseinsberechtigung und sollte aktiv sein. Die Hardware-Firewall, die nach dem Modem kommt, ist eine sinnvolle Ergänzung, um das Unternehmen abzuschützen und die Windows-Firewalls, sage ich mal, zu unterstützen und ein bisschen die Arbeit abzunehmen.
René
00:30:39
Genau. Sie würde auch nicht vollständig die Arbeit von einer Hardware-Firewall übernehmen. Das muss man auch sagen, weil das kann sie nicht. Die Windows-Firewall funktioniert wieder so ähnlich wie die Fritzbox. Das heißt, sie bietet auch nicht den gleichen Schutz, den eine Hardware-Firewall bietet. Aber auch da kann man software-seitig, also es gibt auch wieder Software-Firewalls, die dann wieder funktionieren wie die Hardware-Firewall. Also zum Beispiel auch Sophos bietet sowas. Dann habe ich das quasi als Ergänzung wieder. Möglichkeiten gibt es.
Michael
00:31:11
Für mich war wichtig, kurz den Unterschied auszuarbeiten, dass Firewall eben nicht Firewall ist und eine Windows-Firewall trotzdem noch ihre Daseinsberechtigung hat, aber nicht nur, weil ich die Firewall einsetze, kann ich auf eine Hardware-Firewall verzichten. Das war so die Sache, die ich herausarbeiten wollte und ich glaube, die haben wir ziemlich gut. Also wir sind an der Straße, wir haben das Modem und haben nach dem Modem die Firewall eingeklickt. Jetzt haben wir natürlich ein Problem, weil 90 Prozent der Unternehmen, 80 Prozent der Unternehmen in irgendeiner Art und Weise mit WLAN arbeiten wollen und wenn ich sage, ich habe nach der Firewall meinen Switch drin, dann kann ich ja das WLAN, was ich in der Fritzbox oder in dem Router habe, auch nicht mehr nehmen, weil es ja theoretisch vor der Firewall wäre. Da muss ich doch jetzt aufpassen, oder?
René
00:31:54
Also die Geräte dürfen auf jeden Fall nicht mehr mit der Firewall direkt verbunden werden. Alles, was ich mache...
Michael
00:31:59
Mit der Fritzbox meinst du? Stopp. Die Geräte dürfen nicht...
René
00:32:03
Vor der Firewall. Ja, genau. Mit der Fritzbox dürfen sie nicht verbunden sein.
Michael
00:32:07
Also aller Datenstrom geht... Wir stellen uns jetzt mal die Firewall aus einem schwarzen Kasten, die einen Eingang und einen Ausgang hat. In Wirklichkeit ist er weiß, es leuchten ein paar LEDs dran, aber ist vollkommen egal. Aber aus der Fritzbox geht was raus und das, was aus der Firewall geht, was raus und das, was da raus geht, das ist erst das, was ins Unternehmen eingespeist wird und an dieser Stelle kommen größtens Endgeräte im internen Netz dran. Und deswegen darf nichts mehr oder sollte, darf das WLAN an der Fritzbox nicht aktiv sein und ich darf meine WLAN-Connections eben nicht durch die Fritzbox aufbauen, wenn ich diese Konstellation wähle, die wir gerade beschreiben, oder? Genau.
René
00:32:45
Also da sollte man auf jeden Fall drauf achten, oder was heißt sollte man? Darauf muss man achten, weil das Problem ist halt, ich verliere meinen ganzen Schutzmechanismus. Wenn ich sage, okay, jetzt habe ich hier meine Firewall aufgebaut, ich verbinde mich aber mit der Fritzbox, mit dem WLAN von der Fritzbox, dann umgehe ich diesen ganzen Schutzfaktor. Das heißt, das sollte man auf keinen Fall machen. Was ich gerade vergessen habe, aber das passt ganz gut zu diesem Thema, ist, die Firewall hat noch einen weiteren Vorteil. Wir haben ja, nehmen wir an, du hättest jetzt einen Server, den würdest du nach außen hin freigeben. Webshop-Anbindung, irgendwas. So, dann sollte man darauf achten, dass diese Server aber ja nicht in meinem internen Netzwerk stehen. Verstehst du, was ich meine?
Michael
00:33:31
Ja.
René
00:33:32
Weil sonst, die haben ja einen Zugriff von außen auf diesen Server und wenn ich jetzt den Zugriff auch direkt auf diesen Server habe aus dem internen Netzwerk, dann habe ich da auch ein gewisses Risiko. Und ich habe die Möglichkeit, bei einer Firewall eine DMZ, demilitarisierte, demilitarisierte Zone einzurichten. Also das heißt, das ist nochmal etwas zwischen meinem internen und dem externen Netzwerk. Nochmal ein kleiner Bereich, da kommen diese Server genau rein und dann kann man da eben den Zugriff von außen gewähren, kann aber auch von innen drauf zugreifen, aber nicht so, dass ein Direktzugriff da ist, sondern es ist immer noch eine Schutzfunktion an beiden Seiten da. Das ist halt etwas...
Michael
00:34:19
Bitte? Das ist aber Konfigurationsseite. Du bohrst nicht noch irgendwo ein Ladenkabel rein, sondern das kannst du ganz einfach... War jetzt ein Spaß. Das kannst du einfach konfigurieren und kannst sagen, der Port ist jetzt meine Zone X und an der Stelle habe ich diese Netzwerktopografie.
René
00:34:37
Genau, also du kannst dafür eine eigene Schnittstelle nutzen an der Firewall oder sonst was. Du kannst es auch per VLAN oder wie auch immer machen, aber die Datenpakete werden entsprechend gesteuert. So, das macht die Firewall auch. Sowas zum Beispiel kann man überhaupt nicht mit einer Fritzbox oder so darstellen. Das ist nicht möglich. Auch da liegen halt die Stärken einer Firewall, also Hardware-Firewall. Dann kommen wir auch genau dahin. Segmentierung im Netzwerk ist sicherlich auch ein Thema. Auch dafür ist die Firewall extrem wichtig. Das heißt, viele Unternehmen nehmen wir mal an, sie nutzen keine Ahnung, ich habe einen kleinen Laden oder ich habe einen Laden, egal wie groß der ist und da kann ich mit Kreditkarte zahlen oder da kann ich mit EC-Cash irgendwas machen. So, dann bin ich dazu verpflichtet laut Datenschutz und da gibt es ja extra diese Vorgaben von den Banken aus. Ich bin also verpflichtet diesen Teil, also das, was die Zahlungsdaten und sowas angeht, da wo sie erhoben werden, wo sie genutzt werden, diesen Teil zu segmentieren. Er darf nicht mit dem normalen Netzwerk in Verbindung sein, um zu verhindern, dass wenn jetzt keine Ahnung, ein Rechner wird infiziert, dann darf das nicht auf diesen Bezahlbereich mit zureihen oder übergehen. So, das versucht man damit zu verhindern, deswegen ist die Segmentierung so wichtig. Auch das übernimmt mit eine Firewall, klar, im Zusammenspiel mit allen anderen Komponenten, die da aktiv stehen, Switches, Access Points, kommen wir gleich zu. Aber die Firewall ist dann nachher das, was das zum allergrößten Teil steuert und nachher auch die Regeln verwaltet dafür. Genau, aber dann kommen wir auch zu den Switches.
Michael
00:36:25
Das würde ich jetzt als nächsten Punkt sehen. Häkchen an der Firewall, gehen wir mal rüber in Switches, beziehungsweise gehen wir mal auf das, was wahrscheinlich viele auch nutzen wollen. Wie mache ich jetzt mein WLAN?
René
00:36:38
Genau, gehen wir aber erst zu den Switches. Wenn wir von der Fritzbox, wollte ich gerade sagen, wenn wir von der Firewall jetzt kommen, dann kommt ja als nächstes, dass wir unsere Rechner nicht direkt an die Fritzbox anschließen, sondern es muss eine Verteilung geben, die das vernünftig macht und das ist eben, habe ich schon wieder Fritzbox gesagt, top, nicht Fritzbox, Firewall, also da schließe ich die nicht alle genau an, direkt an, sondern ich gehe dann eben auf einen Switch. Das heißt, ich habe eigentlich einen Port an der Firewall, da schließe ich den Switch an und an dem Switch von da aus erfolgen meine Verteilungen, meinetwegen entweder in die Büros direkt oder ich habe da weitere Switches noch dran, weil ich Gebäudeverteiler habe oder wie auch immer. Die stecken alle da drauf. Wichtig ist, wenn wir vom Businessumfeld sprechen, würde ich davon abraten, mittlerweile unmanaged Switches noch zu verwenden. Sie sind günstiger, aber der Preisunterschied ist nicht mehr so groß. Unmanaged bedeutet, ich kann mir keine Protokolle ziehen, ich kann nicht sehen, wie die Performance da drauf läuft. Es ist alles nur so gefühlsmäßig. Ich kann natürlich meine Geräte messen, wie ist die Verbindung vom Server zu meinem Rechner oder ins Internet, aber ich habe keine wirkliche Protokollierung. Das heißt, wenn ich feststellen sollte, dass ich eine geringe Bandbreite habe, es läuft alles langsam oder so, ist das alles ein bisschen wie die Nadel im Heuhaufen, weil du nicht nachvollziehen kannst, woher es kommt. Bei einem Managed Switch ist es so, dass wir auf jeden Fall die Möglichkeiten haben, alle Protokolle auszulesen, zu sehen, okay, der Service ist es, der Probleme macht oder der Port ist es oder die Geräte miteinander haben Probleme, können viele Sachen sein, das kann man über diese Protokolle halt auslesen.
Michael
00:38:33
Also ist, kurz übersetzt für mich, so ein Unmanaged Switch nichts anderes wie eine Fünffach-Verteiler-Steckdose, wo Strom reingeht, also hast du eine Mehrfach-Steckdose?
René
00:38:45
Ich verstärke dein Signal nochmal, weil damals gab es ja ein Hub, damals waren es Hubs, das heißt du kommst ja mit einem Kabel, das hat Gigabit, so, dann kommt der Hub und der Hub sagt, okay, ich habe hier 5 Schnittstellen, wir verteilen jetzt den Gigabit auf die 5 Schnittstellen, hast du 200 Mbit auf jeder Schnittstelle, das war's, mehr gab es nicht. Heute ist das anders, das heißt, jede Schnittstelle hat dann trotzdem wieder 1 Gigabit.
Michael
00:39:12
Ja, bleib nur bei der Mehrfach-Steckdose, da kommst du auch mit X Watt, mit 10 oder mit 16 Ampere rein und mehr geht halt über die Steckdose auch nicht, das müssen sich die Dinger auch teilen, aber genau, bin ich bei dir. Hast du aber Managed, hast du sowas wie nennst du mal eine Smart- Mehrfach-Steckdose, dass du an jeder Steckdose die Leistung messen kannst, kannst gucken, wie viel Leistung gezogen wird, kannst gucken, wie die Geräte reagieren, kannst vielleicht sogar gucken, ob es eingesteckt ist oder nicht und hast eine zentrale Überwachung, die kannst du über eine IP-Adresse ansprechen auf einer Benutzeroberfläche und kannst das dann da sehen? Ja, genau.
René
00:39:45
Es ist immer auch je nachdem, welchen Hersteller man gerade verwendet, auch da, wir sind ja heute, wir werfen ja mit Namen um uns, wir nutzen zum Beispiel viel Ubiquiti mittlerweile, weil die Produkte halt nachher, wenn man das im Ganzen sieht, alles was es an Produkten gibt, sehr, sehr gut miteinander funktionieren und über eine Oberfläche. Haben andere auch, keine Frage, aber wir sind über die WLAN-Schiene eben dann in allen anderen Bereichen dann so nach und nach auch da gelandet.
Michael
00:40:13
Gutes Stichwort, muss oder sollte ich sauber bleiben mit Herstellern, um eine gute Kompatibilität zu wahren, auch schon wenn ich auf die Firewall und auf die Switches gehe, also macht das Sinn, alles von meinem Anbieter oder kann ich an irgendeiner Stelle bedenkenlos einen Herstellerbruch vornehmen oder wo sollte ich bitte Sorten reinbleiben?
René
00:40:42
Ja, also das lässt sich halt nicht so pauschal beantworten, also ist es so, es gibt durchaus sehr viele Möglichkeiten auch unterschiedliche Hersteller in einem Netzwerk zu verwenden. Ich würde immer nur darauf achten, wenn du du hast die Firewall, die kommt meine Wegen von Sophos, weil wir es ja vorhin schon ein paar Mal gesagt haben und ich habe jetzt meine Rechner und will da auch Firewall auf den Endgeräten nochmal installieren oder ich habe ein Antivirus oder keine Ahnung. Dann würde ich da Sorten reinbleiben oder Hersteller rein. Hat einfach damit zu tun, dass sich diese beiden Systeme untereinander austauschen können. Bei einem Switch ist das nicht so. Der Switch hat mit der Firewall natürlich hat er damit zu tun, aber jetzt nicht so viel, wie man meint. Der hat aber wieder, wenn ich jetzt zum Beispiel, also wie gesagt, wir sind halt über die WLAN-Schiene zu Ubiquiti überhaupt erst gekommen, haben dann die Switches mit adaptiert, haben dann gesagt, okay, Videoüberwachung könnte man auch machen. Das hat nachher damit zu tun, dass da der Vorteil liegt, dass es diesen Controller, der Controller ist halt wirklich, alle Geräte werden damit gekoppelt. Ich kann darüber meine Updates ausrollen, ich kann darüber die Protokolle auslesen. Den Controller gibt es mittlerweile, wo eben eine SSD-Festplatte drin ist. Ich kann meine Videoaufzeichnungen darauf laufen lassen. Das ist schon so vorgesehen, einfach von Haus aus. Das sind halt so Dinge, die dann dazu geführt haben, dass es auf jeden Fall Sinn macht, bei einem Hersteller zu bleiben. Und man muss ja auch sehen, ich kann natürlich die Brüche haben. Ich kann fünf Hersteller einsetzen. Die können auch alle was, keine Frage. Ich muss mich aber mit jedem System auch entsprechend auskennen, meine Expertise haben. Und auf der anderen Seite nehmen wir mal an, ich würde jetzt alleine nur Wartung nehmen und die mache ich manuell. Dann müsste ich mich ja in fünf Systeme einwählen, Protokolle lesen und meine Wartung machen und so weiter und so fort. Das heißt, das frisst auch entsprechend Zeit. Besser ist es also, wenn die Produkte gut sind, bei einem Hersteller zu bleiben und entsprechend dann alles überein zu machen. Wie gesagt, geht aber nicht im ganzen Netzwerk.
Michael
00:42:56
Das funktioniert nicht komplett. Leute, wenn ich zurückkomme zu dem Anfangsding, wie mache ich jetzt mein WLAN und mein Internet nach der Firewall? Nicht mit der Fritzbox, sondern mit Endgeräten, mit Switches, mit Hot WLAN-Spots, die ich entsprechend an die Firewall anklöpple. In der Regel oder die Empfehlung wäre... Hotspots bitte nicht. Hotspots ist ein eigenes Internet. Accesspoint. Accesspoint, danke. Deswegen bist du hier und deswegen erzählst du nicht ich. Accesspoint und Switches, wenn ich es geschweigig haben will, wäre die Empfehlung von dir und es wäre auch mein Bauchgefühl, bleib Sorten rein mit einem hochwertigen und einem etablierten Anbieter. Da gilt wieder das, was wir am Anfang auch gesagt haben, nicht bei Temu bestellen, sondern darauf achten, dass man sich was anschafft, was eine gute Reputation hat, wo man was auf dem Markt bekannt ist, was vielleicht von anderen Erfahrungen kommt, was vielleicht der IT-Admin empfiehlt oder wo man sich austauscht, was man macht. Und ich glaube da ist, wenn wir Ubiquiti in den Raum werfen, werfen wir keinen schlechten Hersteller in den Raum an dieser Stelle. Definitiv.
René
00:44:05
Also die haben sich über die letzten Jahre etabliert, haben sich immer stark weiterentwickelt. Gut, das Abkündigen von Produkten, das müssen sie noch üben, aber naja. Aber da, wie gesagt, da liegt ein Riesenvorteil drin, das dann eben darüber zu machen und warum Managed Switches und warum zum Beispiel Access Points von Ubiquiti. Ich habe, wir haben ja gerade schon über die Netzwerksegmentierung gesprochen, dafür ist es auch extrem wichtig, also ein Unmanaged Switch kann zum Beispiel keine VLANs verwalten. Das bedeutet, beim VLAN grundsätzlich funktioniert das ja so, ich habe, nehmen wir mal an, ich habe ein WLAN, das WLAN, keine Ahnung, ich habe mehrere SSIDs bei mir im Netzwerk. Einmal ein Gast-WLAN und einmal ein offenes, also ein internes WLAN. So, und dieses interne WLAN soll logischerweise nicht über das Gast-WLAN erreicht werden können. Ja. Siehste? So, dann kommen wir nämlich wieder in dieses Segmentieren per VLAN. So, und das ist wichtig, dass man dann sagt, okay, bei VLANs funktioniert das so, je nachdem welcher SSID ich quasi, also woran ich mich angemeldet habe, wird jedes Datenpaket mit einem Tag versehen. Den Tag kann ich definieren, der kann 10, 20, 30 sein, wie auch immer. Das kann man machen, wie man will. Das heißt, wenn ich jetzt mit dem Gast-WLAN verbunden bin, steht an jedem Datenpaket, was ich auslöse, empfange, wie sende, steht eine 10 dran. Somit wissen alle Geräte im Netzwerk, die entsprechend auch gemanagt sind, dass das, was mit 10 kommt, nicht ins interne Netzwerk geht, sondern immer sofort rausgeroutet wird. Mein Endgerät an den Access Point, der Access Point an den Switch, der Switch an die Firewall, die Firewall an den Router weg. Das ist das, was wichtig ist. Beim internen kann ich dann halt durchaus andere Regeln haben. Die Datenpakete sehen anders aus. Der Switch weiß, okay, ich muss damit jetzt das und das machen, so wie der Access Point und die Firewall auch. Das heißt, das wird darüber gehandelt und deswegen ist eben dieses Managed so wichtig. Ich schmeiße immer so viel mit Managed um mich, aber an der Stelle ist es wirklich ein sehr, sehr wichtiger Punkt, dass man da, wie gesagt, also zwei Dinge. Einmal, dass ich überhaupt diese Segmentiermöglichkeiten habe, mein Internes vom externen Netz zu trennen oder vom Gast Netz und ohne auch eine zweite, das ist ja immer auch ein Punkt. Ich brauche nicht zwei Access Points, die jeweils ein WLAN ausstrahlen, sondern ich habe genau ein und mache es dann virtuell.
Michael
00:46:54
Was ich aus der Praxis noch rausbringen kann oder End-User-Ansicht, die Produkte sind ein bisschen hochpreisig. Also ich muss mir nicht vorher Fritzbox WLAN mit irgendwelchen WLAN Access Points von Fritz von AVM gearbeitet haben. Das tut schon weh, die bei eBay Kleinanzeigen wegzuschieben, sage ich jetzt mal, oder die nicht mehr zu nutzen, aber dass die Access Points, gerade die WLAN Access Points, worüber wir gerade gesprochen haben, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Netzwerkqualität und die Stabilität im WLAN wesentlich stabiler ist, wie über Fritzbox WLAN Verteilern und ich mit wesentlich weniger Verteilern oder mit wesentlich weniger Hotspots auskomme, wie ich früher Verteiler in Steckdosen verteilt habe, um stabiles WLAN über die Fritzbox zu kriegen.
René
00:47:47
Machen wir es ganz einfach. Warum Ubiquiti? Ubiquiti kommt aus dem Basketballbereich. Das heißt, die haben Basketballhallen mit diesen Access Points ausgestattet. Jetzt stellen wir uns mal vor, wie das aussehen würde, wenn wir das mal in einer Fritzbox und Fritz Repeater oder was weiß ich was machen. Die haben sich ja einfach bewährt am Markt.
Michael
00:48:06
Genau, was ich einfach aus der Praxis sagen würde und ich glaube, das ist auch ohne, dass wir spoilern. Ich mache das so. Also ich habe so eine sort of managed Firewall und habe hinter der Firewall eben so einen Ubiquiti Hotspot sitzen an der Stelle und es läuft. Access Point? Ja. Es läuft einfach stabil, geschmeidig und es ist bezahlbar. Erst recht, wenn man es im Unternehmen Kontext sieht und sieht es in der Summe der Mitarbeiter, die einem nicht mehr auf den Geist gehen, weil WLAN nicht funktioniert. Also das funktioniert halt einfach. Das ist kein hochtrabender Industrie Voodoo, wo man jetzt als kleines Unternehmen vielleicht sagt, um Gottes Willen, ich bin nur etwas kleiner oder ich brauche das nicht oder was ist was Großes für Industrie und für Riesenunternehmen. Nein, wir sind mit 5, 6 Mann im Unternehmen. Das läuft absolut stabil, das ist absolut bezahlbar und es ist echt ein Gewinn, den Mist, auf Deutsch gesagt, in der Ecke liegen zu haben, so dass er funktioniert und du hast ja einfach es ist ein No-Brainer, da machst dir keine Gedanken drüber. Genau.
René
00:49:06
Und auch da kann man auch Managed bekommen, als Managed Service, da ist die Hardware dann auch mit drin. Gibt es immer so und so. Also das muss man für sich beantworten. Wie du gerade gesagt hast, die Geräte sind etwas hochpreisiger, aber man hat im Nachhinein viel, viel weniger Arbeit damit. Braucht da nicht auf tausend Sicherheitslücken achten.
Michael
00:49:30
Die funktionieren schon echt gut. Aber auch René, das ist ja das alte Thema, das ist ja das Thema, was sich durch alles durchzieht, egal ob es bei euch ist, durch die Beratung, was sich überall durchzieht, sind immer die Diskussionen mit, das kostet ja Geld und was ich immer mit dagegen spreche ist, wenn du ein Unternehmen hast und du hast Probleme mit WLAN-Ausfällen oder ein instabiles Internet, deswegen habe ich eben gesagt, ich würde auf jeden Fall viel Geld ins Internet, das ist stabil. Den Frust der Mitarbeiter und die Ausfallzeiten der Mitarbeiter, die nicht arbeiten können, die Ausfallzeiten, die der IT-Admin durch die Gegend rennt, um irgendwelche Sachen zu flicken. Diese berühmten, das siehst du am Anfang nicht, weil das sind ja eh da Kosten, weil du hast ja an sich den Mitarbeiter sowieso, nur der sitzt dann halt einfach zwei Stunden in der Ecke und kann nichts machen, weil wieder irgendwo ein Router ausfällt oder er kann sich nur, wenn er sich komisch bewegt, mit einem stabilen Internet arbeiten und Downloadzeiten sind so hoch und er kommt einfach nicht, kann sich nicht an. Das ist viel teurer und viel ärgerlicher wie einmal Geld in einem Business-Kontext in die Hand zu nehmen, dass es läuft. Ich meine, zu Hause ist es auch ärgerlich, wenn es WLAN nicht funktioniert, wenn abends am Apple-TV das nicht anspringt und du kannst nicht, ich bin ein Star, holt mich hier raus, gucken, dann gibt es wahrscheinlich auch Ärger von der Regierung oder irgendwie. Das ist aber harmlos und das ist was anderes, als wenn ich es im Firmenumfeld betrachte. Feste Überzeugung ist, im Business-Umfeld eine 0% Toleranzgrenze für instabile IT. Die Kisten müssen laufen. Wie der Dachdecker und der Zimmermann seinen hochpreisigen Akkuschrauber hat, damit er gescheit arbeiten kann, ist das für viele Unternehmen IT-Infrastruktur, das gehört zum Handwerkszeug dabei und das kostet einfach auch ein gewisses Maß an Geld, was man spart über die Laufzeit. Amen. Weil wir gerade an dem Punkt wieder waren. Es ist immer wieder das Gleiche in der Beratung. Ja, aber das kostet ja jetzt alles Geld. Habe ich es einfach über eine Fritzbox abgewickelt, kostet es mich ja nichts, die gibt es ja sowieso. Und jetzt erzählt ihr hier eine Stunde lang über ich brauche mindestens ein Firewall für ein Fuffi und redet über Hotspots und Managed Switches, die irgendwo, je nachdem was ich habe, ein Stück auf, 150, 160 Euro kosten. Das Switch kostet noch mehr. Größere kosten noch mehr. Warum sollte ich das tun? Einfach, weil es stabiler läuft und ich meine Unternehmenssicherheit, Expotential mit solchen kleinen Schrauben in Anführungsstrichen im Unternehmen nach oben drehe und einfach besser und stabiler werde. Bessere Informationssicherheit, bessere, stabilere Systeme, Mitarbeiter können einfach wegarbeiten, es funktioniert und weniger Supportfälle. Ja und echt IT.
René
00:52:11
Ich habe es gerade zwischendurch kurz gesagt, billig kaufst du immer zweimal, das kommt ja noch dazu. Du kaufst es dir einmal, dann ist es Mist, kauf es halt nochmal. Vielleicht hast du dann den richtigen Griff gemacht, vielleicht aber auch nicht, hast du schon zweimal billig gekauft. Die Herangehensweise ist da dann nicht die richtige. Ich glaube, man sollte dann nicht darauf achten, dass ich wirklich günstig einkaufe oder über einen Preis einkaufe, sondern wirklich über die Lösung und dann kommt man auch an eine andere Stelle. Dann hat man da nicht das Riesengucken nach.
Michael
00:52:40
Und auch hier, ich habe selber schmerzlich gelernt, wir fangen ja alle mal an, ich habe es selber schmerzlich gelernt. Ich habe die WLAN-Spots von Fritz, die liegen irgendwo in der Ecke rum. Ich benutze sie nicht mehr, weil sie einfach nicht zufriedenstellend waren. Oder ich habe sie zu Hause angeklöppelt oder ich habe andere Boxen vorher benutzt. Es macht wirklich Sinn, gerade wenn man als kleines Unternehmen anfängt, wir reden jetzt wirklich mal von einem Fünf-Mann-Unternehmen, was mit IT anfängt und sagt, ich will eine gescheite Infrastruktur haben, baut es gleich so auf, dass es skalierbar ist und baut es gleich mit Sinn und Verstand so auf, dass ihr nicht am Limit seid und investiert Geld in die Stabilität des Netzes. Es holt euch irgendwann ein und ihr bezahlt es irgendwann teuer. Es ist halt einfach so. Das auf jeden Fall, das ist so. Und um Namen weiterzunennen und Spiele weiterzutreiben, selbst wenn ihr im Fritz-Netz seid und WLAN aufbauen wollt, spart es euch mit TP-Link-Routern, die noch günstiger sind, da irgendeine Günstiglösung hinzukriegen. Kickt es einfach an der Stelle.
René
00:53:40
Bitte auch im Switch-Bereich. Also da die unmanaged Switches oder so, das sind leider Dinge, die kann ich auch aus Erfahrung sagen. Wir haben damals Desktop-Switches, TP-Link aufgestellt, im Business-Bereich, weil sie halt günstig waren. Ja, die fallen aus. Das ist richtig schlecht. Und ich meine, am Ende des Tages, nehmen wir mal an, du hast ein Unternehmen, das ist jetzt von uns aus 20 Minuten weg. Nehmen wir mal an, das wäre so. So, und dann ist es halt so, du hast dir meinetwegen den TP-Link für 30 Euro gekauft. Keine Ahnung. Jetzt um mal eine Zahl in den Raum zu werfen. So, und dann würdest du jetzt eine Auswahl haben, der Mitarbeiter kann nicht arbeiten oder am besten noch drei Mitarbeiter, die an fünf Ports switch hängen. So, die können jetzt alle nicht arbeiten. Dann muss jetzt einer von uns da hinfahren. Das heißt, die Zeit ist weg. Dann muss ja auch erstmal kontrolliert werden, was ist jetzt die Ursache. Dann würdest du ja einen Ersatz dafür besorgen. Dann hast du die Dienstleistung, die du zahlen musst. Hättest ja auch gleich einen Managed Switch holen können, der vernünftig läuft, dann ist das Thema durch. Hättest den ganzen Ärger nicht gehabt. Also, ein Ausfall führt ja schon dazu, dass es eigentlich günstiger gewesen wäre. Das muss man ja einfach dann auch sagen.
Michael
00:54:53
Ich habe Unmanaged Switches noch im Keller liegen. Tja, fünf Ports an mir. Gab's glaube ich mal. Wir machen ja alle. Also, gerade bei mir.
René
00:55:02
Aber Michael, das ist super. Ich höre gerade, wenn jemand Interesse hat, gerne melden.
Michael
00:55:06
Wir machen ein Gewinnspiel daraus. Ich habe die mal im Amazon Prime Day, nein, also ganz im Ernst, es hat Sinn und Verstand, an der Stelle einfach zu investieren. Das macht halt einfach Sinn. Wobei ich auch ganz ehrlich sagen muss, dass ich, auch das nochmal, reine Erfahrung, dass man es macht, seitdem ich das stabile WLAN habe, reduziere ich LAN an keinem Endgerät mehr. Wir arbeiten ja sowieso mobil. Also, wir haben ja eh nur Notebooks im Unternehmen. An dem Notebook kein Adapter und keine Docking mehr dran mit irgendwelchen LAN-Kabeln. Das läuft im WLAN alles so stabil. Also, selbst das sind Optionen. Kleinere Unternehmen, hast ja immer mehr. Bist du in einem kleinen Unternehmen drin, hast ein Notebook, dass die Mitarbeiter mobil arbeiten können. Hast, was weiß ich, hier am Arbeitsplatz einen externen Monitor oder was, einen USB-C, dass die sich anklöppeln können, wenn sie im Büro sind. Je nachdem. Also, wenn ich ein gescheites WLAN habe, vielleicht auch nochmal, habe ich ein gescheites WLAN, habe ich mir vielleicht die Arbeit gespart, Kabel zu ziehen und mit Managed Switches irgendwas zu machen. So ein stabiles WLAN kann auch produktiv so genutzt werden, dass es eben funktioniert.
René
00:56:19
Ja, definitiv. Also, die Bandbreiten sind ja auch da. Von daher, das klappt sehr, sehr gut. So, ich sehe gerade, wir sind schon fortgeschrittener Zeit.
Michael
00:56:29
Lass uns mal weitermachen.
René
00:56:31
Ich war eben schon am Überlegen, ob wir Teil 2 einlegen müssen. Wir schauen mal. Vielleicht schneiden wir es in der Mitte. Vielleicht, wenn wir uns jetzt ein bisschen ranhalten, vielleicht kommen wir ja noch weiter. Wir gucken mal. So, also, dann soweit waren wir ja jetzt, dass wir quasi die reine Infrastruktur mit ihrer, mit allem, was so die Sicherheitsfunktionen angeht, erst mal das wir es dargestellt haben. Als nächstes kommen wir mal zum Server. Server, Storage, solche Dinge. Auch da. Beim Server muss man sich wirklich Gedanken machen, brauche ich wirklich einen lokalen Server oder reicht es auch in der Cloud? Da gibt es viele Entscheidungsdinge, die man da berücksichtigen muss. Wo lege ich meine Daten ab? Reicht es, die ins M365 zum Beispiel zu legen? Brauche ich ein Storage irgendwo in der Cloud? Auch da, Nextcloud, was weiß ich, wie sie nicht alle heißen. Brauche ich das wirklich oder kann ich sie halt wirklich auslagern, weil da kann ich mir die Hardwareanschaffungskosten sparen. Auch die Sicherheitsschutzmechanismen dahinter in der Public Cloud sind sicherlich sehr, sehr hoch. Von daher ist das auf jeden Fall eine Überlegung wert, vor allem auch dann, die Kosten sind ja dann auch monatlich zu sehen, also fix, wo man klar mit rechnen kann und dann hat man da kein Gucken nach, auch Wartung und so, reduziert sich automatisch.
Michael
00:57:59
Ja, würde einen Schritt weitergehen. Also wenn ich anfange oder wenn ich eine Skalierung habe oder wenn ich da bin, aber das sprengt den Rahmen, zumindest hier unsere wahrscheinlich Grenze, die wir uns gesetzt haben, ist, ich muss mal gucken, brauche ich überhaupt einen Server? Also habe ich überhaupt, also für was will ich den Server haben? Ist ein Server ein Datengrad? Dann ist es eine NAS, um es blöd auszudrücken, oder brauche ich den Server für Programme, die laufen? Und da muss ich mir einfach überlegen, in der heutigen Zeit, es gibt so viele, also es gibt keine Anwendungen, die auf dem Server läuft, die nicht inzwischen auch in irgendeiner Cloud-Anwendung als Software-Versus-Service verfügbar ist, weil du runzelst wahrscheinlich gerade die Stirn, aber wenn man... Du hast es genau gesehen. Ich höre, ich sehe dich, wie du hörst, oder ich höre dich, wie du siehst. Also das ist zumindest für so kleinere Unternehmen auch immer nochmal eine Überlegung, auch da, vernünftigen Anbieter, Datenschutz muss alles berücksichtigt werden, aber die Frage ist, für was will ich, oder das ist der Kern, glaube ich, den ich sagen will, ist, für was will ich den Server eigentlich nutzen? Nur für Daten, oder auch für Software, die ich dringend benötige im Unternehmen, und ich nicht bereit bin, dafür eine Alternative zu finden?

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