#33 2024 im Rückblick
Herausforderungen, Learnings und was 2025 zählt
20.12.2024 63 min
Zusammenfassung & Show Notes
2024 war geprägt von Digitalisierung, hybrider Arbeit und neuen Compliance-Anforderungen. Wir reflektieren über NIS-2, E-Rechnung, steigende Microsoft-Kosten und die Suche nach Alternativen. Auch KI, IT-Sicherheit und Tools wie SharePoint standen im Fokus. Ein Rückblick mit Ausblick auf 2025.
2024 war für uns ein Jahr voller Bewegung, Herausforderungen und Weiterentwicklung – besonders in den Bereichen Digitalisierung, hybrides Arbeiten und Mitarbeitersensibilisierung. Wir haben erlebt, wie stark sich die Arbeitswelt verändert hat und wie wichtig es ist, Prozesse neu zu denken und unsere Mandanten im Bereich IT-Sicherheit fit zu machen.
Die Umsetzung von NIS-2, steigende Anforderungen an Compliance und Informationssicherheit sowie gesetzliche Neuerungen wie die E-Rechnung haben uns gefordert – ebenso wie die kontinuierlich steigenden Lizenzkosten im Microsoft-Umfeld.
Dabei stellt uns die starke Marktstellung von Microsoft immer wieder vor die Frage: Welche Alternativen gibt es, und wie realistisch ist deren Einsatz im Alltag? Auch unsere Erfahrungen mit SharePoint und Confluence zeigen, dass nicht jede Lösung automatisch zu mehr Effizienz führt.
Gleichzeitig blicken wir auf die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz – mit viel Potenzial, aber auch einem klaren Bedarf an Richtlinien und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit neuen Technologien.
Zum Jahreswechsel ziehen wir Bilanz: Was hat gut funktioniert, was können wir verbessern, und worauf sollten wir 2025 besonders achten – von der IT-Wartung bis zur strategischen Weiterentwicklung.
Takeaways
Takeaways
- Digitalisierung ist der Oberbegriff für 2024.
- Hybrides Arbeiten verändert die Arbeitszeiten.
- Der Trend geht zum Notebook mit Docking Station.
- Mitarbeitersensibilisierung ist entscheidend für IT-Sicherheit.
- Mitarbeiter sollten Teil des Security-Konzepts sein.
- NIS-2 bleibt ein wichtiges Thema.
- Prozessoptimierung ist notwendig für die Zukunft. NIS-2-Gesetz erfordert mehr Klarheit für Unternehmen.
- Compliance-Themen führen oft zu übermäßiger Regulierung.
- E-Rechnung hat Übergangsfristen für kleinere Unternehmen.
- Microsoft plant erhebliche Preissteigerungen für Lizenzen.
- Die Integration von Softwarelösungen ist entscheidend für Unternehmen.
- SharePoint kann komplex und aufwendig sein.
- KI wird 2025 ein großes Thema sein.
- Unternehmen müssen sich mit KI-Richtlinien auseinandersetzen.
- Compliance wird immer wichtiger.
- IT-Management erfordert regelmäßige Wartung.
- Hardware sollte regelmäßig überprüft und gewartet werden.
- Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt für IT-Checks.
- Die Nutzung von KI muss klar geregelt werden.
- Rückblick auf das Jahr ist wichtig für die Planung.
Transkript
Hallo und herzlich willkommen zur letzten users lounge des Jahres. Wie immer mit mir dabei, der Michael. Moin Michael.
Moin René, grüß dich.
Michael, wie fühlt es sich an? Komplett unvorbereitet? Nein, das ist eher selten.
Wir sind absolut gescriptet heute. Heute haben wir uns mal höchst professionell vorbereitet, weil wir ja wahrscheinlich, wie viele, die den Podcast hören hoffentlich, vor Weihnachten so die entspannteste Zeit des Jahres haben. Es passiert ja nichts mehr, weißt du? Es ist ja nicht so, als müsste vor Weihnachten noch Verträge geschlossen werden, Dinge erledigt werden, Hardware bestellt werden, Hardware in Betrieb genommen werden, datenschutzrechtlich noch irgendwelche Prozesse bewertet werden, Begehungen gemacht werden etc. pp. Es ist doch Weihnachten immer schön und entspannt, oder?
Ich sage die letzten zwei Jahre auch zu Hause schon. Ich mache alles soweit fertig, dass ich so drei Wochen vor Weihnachten dann so langsam in ruhiges Fahrwasser komme. Wir haben es jetzt wirklich kurz vor Weihnachten. Jetzt ist ja schon 16. Und ja, es ist immer noch stressig.
Ja, wir sind, wie ich es gerne so sagen würde, wir sind in der Höllenwoche. Das ist die Woche vor Weihnachten. Das ist irgendwie bei mir, ich nenne das einfach nur noch die Höllenwoche, weil so diese Woche einfach nochmal irgendwie gefühlt alles passiert. Und zwar kommt das aber auch noch, ich will mich jetzt nicht beschweren wegen Dienstleistungen und extern, das kommt noch von meiner Zeit, wo ich in Lohn und Brotstand und mit ehrlicher Arbeit mein Geld verdient habe. Und ich habe viel in Wartung und Instandhaltung gearbeitet und solche Dinge getan. Und
da waren halt vor Weihnachten immer so Shutdowns, also dass wir Wartungen noch machen mussten, Anlage runtergefahren haben, Serverwartung, Maschinenwartung etc. Sodass wir Weihnachten oder vor Weihnachten immer im Vollgas waren. Und so die letzte Woche, bevor es so mit Weihnachten losging, das war schon immer die Höllenwoche, weil du im Prinzip von einer Baustelle auf die nächste gehechtet bist. Und ja, das ist für mich, die Woche bevor Weihnachten ist, ist für mich immer so die Höllenwoche. Und da sind wir jetzt mit Montag gerade am Anfang. Mal gucken, was uns noch so blüht.
Ja, stimmt. Aber andersrum und so sage ich es immer, besser so, als wenn nichts los wäre.
Nein, ich meine, das mag jetzt echt böse rüberkommen, aber ich mag das. Ich finde das cool, ein bisschen Drehzahl noch dahinter ist. Ich finde es auch gut, wenn es jetzt in die aktuelle Situation, wenn Kunden dann doch noch merken, dass noch Dinge zu tun sind und das einfach jetzt noch ins Jahr reinpressen und versuchen es noch umzusetzen. Da unterstütze ich und helfe ich jedem so gut wie es geht und mache dann auch mal richtig Vollgas, dass einfach Dinge noch getan und umgesetzt werden. Und es ist alles in Ordnung. Wichtig ist,
dass Dinge getan werden. Und wenn es halt kurz vor Schluss getan wird, dann ist es halt so. Ja, genau. Vielmehr muss man sagen, es ist ja dann ein Grund, dies zu tun und nicht noch länger auf die Bank schieben. Also das ist ja anders. Stell dir mal vor, es gäbe kein Weihnachten oder keinen Jahresabschluss und keiner unserer Kunden oder keiner wäre angetriggert, Dinge noch vor dem Fest oder vor Weihnachten oder vor dem Jahreswechsel fertig haben zu wollen und das ginge immer so durch. Dann wäre die Hälfte nur gemacht, oder?
Das ist so, ja. Ja, ist auf jeden Fall immer wieder spannend jedes Jahr. Und wenn es dann so weit ist, dass alle schön in ihre Weihnachtsferien gehen können, dann ist doch super. Ja, genau so soll es ja sein. Ja, wir haben ja gesagt, dass es jetzt wirklich mal ein ganz lockeres Pläuschen ist. Also wir haben wirklich nichts vorbereitet. Es sind einfach so die Themen, die mir jetzt vielleicht die letzten Tage noch zugeflogen sind oder die halt über das Jahr einfach ein Thema waren, wo wir einfach jetzt ganz locker drüber sprechen. Ja, einfach wirklich mal zum Abschluss.
Ein Jahresabschluss, einmal übers Jahr drüber fliegen und mal ein paar Dinge besprechen, die uns beschäftigt haben dieses Jahr. Und ich glaube, wir könnten auch so ein paar Sachen Matisse in die nächstes Jahr auf jeden Fall aktuell werden und wo sich die Unternehmen auf jeden Fall mit auseinandersetzen wollen.
Genau. Ja, wenn wir mal zurückgucken auf das vergangene Jahr, 24. Was war so aus deiner Sicht, was sind da so die Themen gewesen, die am meisten gefordert haben, die am meisten akut waren auch einfach?
Ein Bundespotpourri, was für mich dieses Jahr so mal wieder mehr auf der Agenda drauf stand und was dieses Jahr richtig viel Arbeit war und wo ich gerne immer viel bei Kunden war, war ganz klar, merkst du, Thema Digitalisierung. Also Prozesse digitalisieren, digitale Management-Systeme, weg vom Papier. Also weg vom Papier ist, glaube ich, der Oberbegriff für das Jahr 2024, was wir gemacht haben oder was ich in meiner Beratung gemacht habe, dass ich einfach viele analoge Dinge mit sehr tollen Systemen und tollen Kunden in digitale Sachen transformiert habe. Wir haben tolle Software-Systeme gefunden. Das war, glaube ich, 2024 so das, was mich am meisten beschäftigt hat.
Ja, da war auf jeden Fall eine ganze Menge los. Das kann ich auch von unserer Seite aus sagen, wo man einfach gemerkt hat, okay, da ist jetzt gerade so der Bedarf. So langsam steigt auch einfach das Interesse, ist jetzt falsch gesagt, aber wo jetzt einfach so langsam dieses, okay, ich habe gehört, man kann das und das machen. Können wir das bei uns auch? Also so langsam ist da der Weg immer weiter hin. Ich meine, klar, sowas wie Corona, die Zeit war natürlich schon
ein Opener dafür. Aber jetzt geht es halt über diesen Standard hinaus. Also vorher hat man schon gesagt, okay, Cloud ist immer cool oder digitalisieren. Aber jetzt ist halt so, jetzt macht man sich wirklich gefühlt mehr Gedanken darum, wo liegen eigentlich meine Möglichkeiten auch einfach? Also so, dass ich nicht irgendwo einfach ein Standardprogramm aus der Ecke ziehe, sondern sage, hey, wir haben unsere Prozesse. Was machen wir denn mit denen? So, da glaube ich, das hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Auf jeden Fall.
Ich glaube, ohne auf Corona eingehen zu wollen, großartig. Gott sei Dank sind wir die Sache vorbei. Aber das war ein Opener, ganz klar. Und viele Unternehmen haben getan, haben einfach Dinge getan und haben gehandelt, um Mitarbeiter mobil arbeiten lassen zu können. Also Homeoffice, dezentrales Arbeiten, Teams, Zoom, irgendwelche Clouden. Und dieses Jahr hast du richtig gemerkt, dass es so ein konsolidierendes Jahr war, dass man sich
jetzt wirklich mal Gedanken gemacht hat, boah, Schritt zurück. Was bleibt denn davon jetzt noch hängen? Was haben wir denn aktuell im Einsatz? Ist das, was wir im Einsatz haben, cool? Gibt es vielleicht Besseres? Was machen wir uns für Gedanken? Und wie können wir vielleicht Dinge optimieren? Also viele haben in den Corona-Jahren den Einstieg geschafft in Cloud und Teams und ganzen Kram und Webcam schnell gekauft.
Aber überstürzt, genau.
Genau, alles, um zu reagieren. Und jetzt ist man, oder dieses Jahr habe ich das bei meinen Kunden verstärkt gemerkt, dass man sich zurückgelehnt hat und hat gesagt, cool, wir haben gehandelt. Wir haben gemerkt, dass Dinge auch digital funktionieren. Oh Wunder, es funktioniert. Man muss kein Papier durch die Firma tragen. Es geht auch elektronisch und es geht auch per Cloud. Und sich jetzt einfach Gedanken gemacht hat, was ist denn das System, mit dem wir auch in der Zukunft stabil miteinander arbeiten wollen und wo wir halt keinen nennenswerten Schnellschuss haben. Das war dieses Jahr auf jeden Fall auch das Thema.
Ja, ich finde gerade auch dieses hybride Arbeiten ist jetzt einfach ein Thema. Wo vorher entweder habe ich einen Arbeitsplatz fest in meinem Unternehmen gehabt oder ich habe den Arbeitsplatz quasi im Homeoffice gehabt. Und jetzt halt wirklich, dass man sich immer mehr darauf einstellt, dass man halt wirklich so hybrid unterwegs ist, dass man beides machen kann, ohne Sicherheit
dabei zu vernachlässigen. Und das, ja, das jetzt nur hardwaretechnisch und Software sowieso. Also Prozesse, wie lassen die sich noch besser gestalten? Ich glaube auch, dass dieses Thema generell, dass das Privatleben, so möchte ich es mal sagen, auch eine größere Rolle dabei spielt. Weil die Möglichkeiten, die dabei geschaffen werden, einfach dahin führen. Das ist auch ein Schritt.
Aber auch Privatleben, ich merke auch, wenn wir im Rückblick sind, ich merke, dass es schwimmt. Also ich sage mal 18, 19, 20, 21, also in den ganzen vorangegangenen Jahren habe ich nie mal an einem Samstag oder an einem Sonntag eine dienstliche E-Mail gekriegt. Da hast du irgendwie die Uhr nachstellen können. Freitags 13 Uhr, 14 Uhr war Ruhe. Und jetzt in 24 merkst du, dass sich die Arbeitszeiten bei jedem irgendwie geändert hat. Durch hybrides Arbeiten. Bei mir ist es inzwischen in der Regel, dass irgendeiner mir samstags noch mal eine E-Mail schreibt oder dass ich auch sonntags noch mal irgendwelche E-Mails kriege. Das heißt, da arbeiten Leute wirklich hybrid, zeitversetzt
und so, wie der eigene Lebensumstand eben die Zeit ermöglicht, sich konzentriert an etwas dranzusetzen. Und das war früher so ein harter Cut. Ich will jetzt nicht sagen, dass das Wochenende sich aufweicht, aber durch die Möglichkeiten jetzt, dass du hybrid und mobil arbeitest, also ortsunabhängig, verschieben sich oder verschwimmen auch die Arbeitszeiten weg von so einem harten 9-to-5 hin zu ich arbeite auch mal abends um 7 Uhr noch mal, ich kriege um 8 Uhr noch mal eine E-Mail, die ersten ganz verrückten morgens um 5 Uhr dann auch schon mal. Und dass das schwimmt, das ist mir dieses Jahr auch schon passiert oder das beobachte ich halt dieses Jahr auch.
Ja, das nehme ich auf jeden Fall auch wahr, dass das immer mehr ist. Also sonntags abends da irgendwo um halb 11 Uhr noch mal eine Mail kriegen, das ist keine Seltenheit. Ja, aber es ist ja auch gut so, ich meine am Ende des Tages, so kann jeder auch so ein bisschen, also jetzt nicht gut, dass jemand wirklich um halb 11 Uhr da noch sitzt, aber andersrum, wenn die Person dann die Möglichkeit hatte, an anderer Stelle die Zeit erstmal für etwas anderes zu nutzen, ist das wunderbar.
Wenn er bis um 10 Uhr gechillt hat, kann er auch bis um halb 11 Uhr mal eine E-Mail schreiben. Aber was mich interessieren würde bei dir von der IT-Seite her, also 2024, um das Thema ganz kurz mit dem Dezentralarbeiten noch mal aufzugreifen, wenn ihr Hardware verkauft, merkst du da auch irgendeinen Trend? Verschiebt sich das irgendwie? Also um es konkret zu machen, geht der Trend immer mehr zu Notebook mit Dockingstation oder gibt es noch den Desktop-Rechner in der Firma mit einem zusätzlichen Notebook draußen und VPN-Zugang? Wie ist denn da die Tendenz? Wie wird es denn gehandelt in der Regel?
Notebook ist schon der Weg eigentlich. Vorher war es halt, wie du gerade gesagt hast, den Arbeitsplatz da auch noch stehen haben, dann sich da drauf wählen oder wie auch immer. Am Ende des Tages ist es halt so, ich führe zwei unterschiedliche Geräte. Wenn ich so mache, das ist immer ein bisschen ärgerlich. Das heißt, die Oberfläche ist nicht genau identisch. Kann man natürlich auch technisch lösen, aber dann braucht man wieder viele andere Dinge dafür. Also technisch auch einfach Voraussetzungen, damit man das so hat. Servergespeicherte Profile zum Beispiel und so. Aber das verzögert
den Ladevorgang beim Starten und so weiter. Also das heißt, das sind so Dinge, die sprechen dann in der Regel dagegen, zumal ich ein zweites Gerät dann habe. Terminal Server braucht viele Lizenzen, also hat hohe Lizenzkosten. Ist natürlich an der einen oder anderen Stelle auch das bessere Mittel, aber im Normalbetrieb in Unternehmen ist es eigentlich fast immer das Notebook mit Dockingstation. Da kommt eine zweite Dockingstation nach Hause mit eben da auch Monitoren und so. Man nimmt ja alles mit, die Oberfläche, die Software, die Dateien. Die sollen am besten in der Cloud liegen.
Das ist jetzt das, was mich nochmal wirklich interessiert hätte, das Thema Terminal Server. Ich kann mich daran erinnern, dass 19, 20, ein paar Unternehmen auch Richtung Terminal Server gegangen sind und Terminal Server im Einsatz haben. Ist das noch der heiße Scheiß? Ist das noch aktuell und was, was in der Beratung drin ist und was, was ihr viel anbietet und viel umsetzt? Oder ist es wirklich durch, ich nenne es jetzt mal pauschal Cloud, ich möchte jetzt nicht Office 365 sagen oder irgend so was, ich nenne es mal pauschal Cloud oder ist durch sehr viel Cloud-Nutzung dieses Thema mit dem Terminal Server inzwischen halt auch ein Stück weit nach hinten gegangen?
Terminal Server generell ist ja viel weniger geworden. Das ist so. Das hat einfach damit zu tun, dass es einfach auch andere Möglichkeiten gibt. Also wenn wir jetzt in der Microsoft-Welt bleiben, jetzt nicht bei Microsoft 365, sondern generell bei Microsoft. Du hast ja vorher den Terminal Server gehabt, das heißt, du hast einen Server da stehen, brauchst ihn natürlich hardware-technisch auch entsprechend ausgestattet und bestückst den dann entsprechend mit Sessions quasi, wo die Benutzer sich dann anmelden können und brauchst entsprechend die Lizenzen. Jetzt ist es aber so, dass du theoretisch, wenn du unbedingt einen Terminal
Server brauchst, die ganze Plattform unten drunter nicht mehr brauchst, sondern dir den ganzen Kram auch Cloud-mäßig besorgen kannst. Das heißt, du kannst bei Microsoft einen Server buchen, installierst deine ganze Software drauf und dann brauchst du nur noch diese virtuellen Windows 11 Sessions. Die connecten sich dann auf den Server. Dann hast du etwas Ähnliches wie einen Terminal Server, aber du brauchst es nicht. Und in den allermeisten Fällen lässt sich heutzutage auch schon vieles ohne Terminal Server lösen. Es gibt immer das ein oder andere Argument mal dafür, mal dagegen. Manchmal ist die VPN-Verbindung nicht
stark genug, dann brauchst du halt irgendwas, worauf du dich verbindest und dann ist der Terminal Server nachher vielleicht auch wartungstechnisch und so weiter kosteneffizienter. Wenn ich dann nachher 20 Systeme habe und ich muss für die die Wartung irgendwie bereitstellen und so, dann kann ich auch besser einen Terminal Server nehmen und einmal mehr Geld in die Hand nehmen. Habe es dann aber erledigt. Aber davon geht der Trend tatsächlich weg. Auch Microsoft sieht den Terminal Server nicht mehr als Kernprodukt. Ich gehe davon aus, dass er in den nächsten Jahren auch wirklich aussterben wird.
Ich habe es bei zwei Kunden konkret gesehen, die Terminal Server im Einsatz haben. Das ist, dass wenn du auf eine Terminal Server Lösung gehst, du es konsequent durchziehen musst. In dem Moment, wo du irgendwann einen Kompromiss machst und sagst, ich habe jetzt wieder eine Software lokal oder auch nur dem Mitarbeiter die Option gibst mit lokal und Terminal Server Sitzung, ist es für den Mitarbeiter sehr schwer, es umzusetzen, sehr schwer. Wo liegen denn jetzt die Daten? Die Software liegt lokal. Für die Software muss ich auf den Terminal Server. Outlook, einmal lokal, einmal auf
dem Terminal Server. Wo speichert die Anhänge? Was ich mitgekriegt habe, ist, wenn du auf Terminal Server Lösungen gehst, solltest du den Client so haben, er fährt hoch und macht den Terminal Server an. Ende, Peng. Und du brauchst nur die Software, die auf dem Terminal Server drauf ist. Ja, ja, ich weiß. Und du kriegst nur die Software, die auf dem Terminal Server ist. Und du bist da komplett entweder in der einen oder in der anderen Welt. Also sobald du auf zwei Systeme baust oder sobald du ein duales System zulässt, hast du Datenthema.
Es geht. Also da kann ich auch aus der Praxis erzählen. Es gibt ja die Möglichkeit, auch sich nicht komplett in die Terminal Server Umgebung einzuloggen, sondern Remote Apps zu nutzen. Das heißt, ich habe eigentlich ganz normal eine Software auf dem Terminal Server installiert und kann die als einzelnes freigeben. Das heißt, unter Windows sieht das so aus, als würde ich jetzt nur die Software starten. Aber eigentlich läuft da gerade Terminal Server komplett. So, das funktioniert auch und hat auch Vorteile. Also wenn ich jetzt zum Beispiel, wir betreuen
ja viele Pferdekliniken, offenes Geheimnis. Und da ist es halt so, dass es Software gibt, die auf dem Terminal Server eben genau eine Lizenz brauchen. Wenn ich aber für alle die Lizenzen kaufen müsste, dann kostet es natürlich. Also ist die Möglichkeit dann eben zu sagen, okay, ich installiere die Software auf dem Terminal Server, lizenziere die RDS-Kreise durch, also die Remote Desktop Sessions. Und das liegt kostentechnisch unter dieser Software. Dafür ist es dann wieder interessant. Aber wie gesagt, in den allermeisten Fällen mittlerweile geht man dann eben vom Terminal
Server weg. Ich meine, alleine schon die Hardware, die du anschaffen musst. Dann, wie du gerade schon gesagt hast, es gibt durchaus auch Dinge, du lässt eine Software auf dem Terminal Server laufen. Dann nehmen wir mal eine ERP-Lösung oder eine Bruchhaltungslösung. Dann würde das bedeuten, jetzt mittlerweile musst du ja beim DMS zum Beispiel deine Daten scannen. Der Scanner steht jetzt bei mir im Büro und der Server ist ein Terminal Server. Die Software liegt da drauf. Ich arbeite aber lokal mit meinem System. Dann fängt es nämlich an. Wo
liegen denn die Daten? Wie kriege ich die Daten in das System? Dann muss ich also eine Zwischenlösung vom Scanner in einen Ordner, der im Netzwerk liegt, meinetwegen. Und auf dem Terminal Server muss ich dann wieder sagen, hey, das ist der Ordner, hol dir mal die Daten von da. Das kann für Benutzer sehr verwirrend sein. Also man muss immer genau abwägen, ja, was will ich? Wie ist genau gerade der Stand? Warum? Was spricht dafür, was dagegen? Und in den allermeisten Fällen entscheidet man sich mittlerweile schon dagegen.
Ja, schön. Was haben wir dieses Jahr noch für tolle Themen gehabt? Lassen Sie uns einmal kurz über die Themenwelt fliegen. Wir haben uns mit Personal beschäftigt. Du bist der Herr der Zahlen und der Koordination. Haben wir schon einjähriges mit dem Podcast? Ich glaube schon, oder?
Ah, schon gehabt, schon lange. September.
Ja, wunderbar.
Wir sind heute in Folge 33.
Okay, ja, super. Ja, dann muss es schon mehr sein. Also wie gesagt, ich glaube, wir haben dieses Jahr viel mit Personal gemacht. Onboarding, Offboarding, Bring your own device, die Folgen, die sind alle da. Wir haben uns ein superspannendes Thema. Und ich glaube auch ein Thema, was, ganz kurz, und Schatten-IT. Also über IT ist ja auch wieder, Schatten-IT, Bring your own device, ist ja wieder so ein Thema, dass wir uns darüber unterhalten haben, ob der IT-Admin wirklich weiß, was für Endgeräte im System drin sind, ob welche Handys von Mitarbeitern, welcher alter Rechner in der Entwicklung oder an irgendwelchen Maschinen noch im Netz drin
ist. Aber gerade das Mitarbeiter-Thema ist, glaube ich, ein Thema, was uns die nächsten Jahre noch verfolgen wird und an Brisanz nicht aufhört, weil es immer sensibler wird. Wie kriege ich Mitarbeiter ins Unternehmen rein? Welche Hardware gebe ich denen an die Hand? Wie dokumentiere ich, was sie genommen haben? Wann gebe ich es wieder zurück? Wie ist ein geordneter Exit aus dem Unternehmen? Wie ist ein ungeordneter Exit aus dem Unternehmen zu organisieren? Running-Gag ist private E-Mails in Postfächern drin. Darf ich, darf ich nicht. Firmentelefonien mit dem Privathandy, Privatelefonien mit dem Firmenhandy, alles das sind Themen, die natürlich dieses Jahr auch wieder liefen bei mir.
Und Awareness, ganz, ganz viel. Und Awareness, ganz, ganz, ganz viel. Das ist so, also gerade was so die Zielscheiben in den Unternehmen angeht, und das sprechen ja auch die aktuellsten Statistiken aus, wo man vorher immer gesagt hat, das sind die großen Unternehmen, die angegriffen werden. Nee, eben nicht mehr. Also das gleicht sich völlig aus, weil auch ein kleineres Unternehmen ist auf seine Daten angewiesen. Und wenn man da nicht vorbereitet ist, ja, dann wird es teuer.
Das ist halt auch, die Sensibilisierung und die Awareness von den Mitarbeitern ist ein mega wichtiges Thema gewesen und wird es auch bleiben. Und das geht inzwischen halt auch bei mir über, mach mal eben schnell eine Datenschutzschulung, dass die nach dem Motto ein DSGVO-Stempel haben und in die Geschäftsleitung den Rechenschaftspflichten nachkommen. Sondern es geht wirklich da drum, die Mitarbeiter für alle Themen zu sensibilisieren, mitzunehmen und ihnen einfach Dinge zu zeigen und Dinge zu erklären, dass man sie einfach mitnimmt.
Ja, das ist auf jeden Fall ein Riesenthema. Also gerade, ob das vom Spam oder was weiß ich was losgeht, das sind so viele Themen. Und ja, da haben wir, glaube ich, wirklich sehr, sehr ausführlich drüber gesprochen im Zuge der IT-Compliance, dass man eben Mitarbeiter mitnehmen sollte in diese Themen. Weil am Ende des Tages, entweder sehe ich meine Mitarbeiter als Schwachstelle oder ich sehe sie als Teil meines Security-Konzepts. Und im Optimalfall wählt man den zweiten Weg.
Den man aber nur wählt, wenn sie vernünftig, ausgebildet, kompetent und mitgenommen sind.
Natürlich, ja, das absolut.
Erst dann werden sie vom Risiko zum Bestandteil des Systems. Weil auch das wieder ohne zu meinen, wir sind in einer gewissen Bubble unterwegs und wir sprechen immer von einer gewissen Bubble. Aber wenn Lieschen Müller in der Personalabteilung oder am Empfang oder wo auch immer sitzt, die muss man angemessen holen und muss ihnen erklären, was sie tun darf, was sie tun soll. Und vor allen Dingen, warum, dass die Sinnhaftigkeit verstanden ist und auch im Kopf diese Querfürmerke kommen. Aber wenn das so ist, dann muss ich vielleicht bei so einer anderen Sache auch mal aufpassen und hellhörig werden.
Ja, und dann hatten wir nochmal zwischendurch das Thema NIS-2.
Hat sich jetzt ja noch nichts weiter daran geändert. Da werden wir mal schauen, wie lange das so dauert. Also jetzt sind die Wahlen ja schon erst nur für Ende Februar vorgesehen. Heute wurde, glaube ich, die Frage gestellt. Ich weiß nicht mal, was rausgekommen ist.
Ja.
Ja, ich habe es nicht verfolgt. Ich komme direkt vom Kunden. Aber heute war Abstimmung bzw. heute war Vertrauensfrage und Abstimmung.
Aber dann wird es ja frühestens Ende Februar sein.
Ja.
Und bis dann die nächste Regierung so weit ist, dass sie solche Entscheidungen trifft und was abhält.
Wobei die Ersten aus der Bubble jetzt schon in die Richtung gehen, die sagen, wenn man es bis jetzt eh nicht geschafft hat, sollte man sich über diesen Gesetzesentwurf, der jetzt vorliegt, also NIS-2 Umsetzungsgesetz, nochmal Gedanken machen und sollte den nicht so übernehmen, sondern sollte den nochmal ausarbeiten. Da geht es zum Beispiel darum, ganz klassisch, um welche Firma ist denn jetzt betroffen. Also das einfach nochmal klarer auszuspielen. Weil ich weiß nicht, wie es bei dir in der Beratung war. Bei mir ist in der Beratung, sind wir es jetzt oder sind wir es nicht? Beziehungsweise alle haben gesagt, wir
sind es. Weil halt auch da viele Berater, viele Unternehmen diese Sau durchs Dorf getrieben haben mit NIS-2 und Panik gemacht hat und haben gesagt, ihr müsst jetzt sofort und ihr seid auf jeden Fall betroffen und macht mal und Gas geben und Vollgas, einfach um in die Beratung zu kommen, um es mal hart auszudrücken aus meiner Sicht. Und wenn es da ein bisschen mehr Klarheit gibt und das vielleicht auch mal so gemacht wird, dass ein paar Unternehmen klar rausgenommen werden, dann gibt es da eine größere Transparenz drin und auch eine größere Akzeptanz drin in der ganzen Nummer.
Ich finde es generell etwas schwierig. Was mich an deiner NIS-2 Auslegung im Moment ein bisschen stört, ist zum Beispiel, dass man eben sagt, als Unternehmen ab 50 Mitarbeitern zum Beispiel bist du betroffen. Und dann müssen deine Zulieferer aber auch entsprechende Maßnahmen treffen. Ich als Zulieferer, bin ich jetzt betroffen oder nicht? Ich theoretisch bin es nicht.
Ich bin theoretisch nicht betroffen, aber ich greife es durch die Lieferkette.
Aber dann sind es ja dann doch wieder fast alle. Also das ist echt schwierig.
Und genau das sind solche Themen, die man macht. Und das sind halt aber auch so Compliance-Themen, wo man inzwischen der Meinung ist, man müsste alles überregulieren und noch ein Compliance-Thema obendrauf, noch eine Richtlinie obendrauf und noch einen Code of Contact unterschreiben mit seinen Lieferanten und nochmal einen Dienstleistungsvertrag obendrauf und nochmal und nochmal und nochmal um die letzte Sache gefühlt noch ein Stückchen mehr Sicherheit reinzukriegen, was aber in keinster Weise die Sicherheit erhöht, sondern maximal die Gefühlte und sich gegenseitig mit irgendwelchen Verträgen, deren Qualität man stellenweise in Frage stellen kann, einfach wegmacht. Das ist eine schwierige Phase, es ist eine schwierige Sache. Ich finde es auch schwer, ich finde es losgelöst von der ganzen Diskussion, finde ich super wichtig, dass sich Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzen und dass sie sich
kümmern und dass sie sich tummeln und dass sie einfach Informationssicherheit einem höheren Stellenwert haben und einem höheren Stellenwert leben. Nur ich bin immer ein Freund davon, das über eine Beratung beziehungsweise über ein Transparentmann, über Awareness, so an die Entscheider dran zu bringen, dass sie das freiwillig machen, anstatt die mit irgendeinem Gesetz zu geißeln, auf deutsch gesagt. Und wenn ich es mit einem Gesetz rausbringe, dann sage ich den Unternehmen auch, pass auf, du bist theoretisch davon nicht betroffen, weil du fällst unter die 50, du hast meinetwegen in der Lieferkette keinen Lieferant oder Dienstleister, kommt dir auf die Ohren, du musst es formal nicht tun, aber Informationssicherheit und Datenschutz wäre ein wichtiges Thema, du solltest dich freiwillig um die und die und die Sachen kümmern. Das ist aber ein ganz anderer
Ansatzpunkt, als wenn ich jetzt als Berater sage, großer Kamm einmal drüber und es zwei kommt, schießt du durch die Lieferkette am Ende noch durch und hast du mehr als 50 Mitarbeiter, ja sofort auf jeden Fall. Produzierendes Gewerbe, mehr als 50 Mitarbeiter, ab dafür ist sofort eins, zwei. Und dem ist eben nicht so. Und wenn ich dann immer sage, dem ist nicht so, dann kriege ich immer gesagt, ja das mag sein, aber Informationssicherheit ist wichtig. Sage ich, ja das ist cool, aber es gibt einen Unterschied, ob ich ein Unternehmen rechtlich dazu geißle, sage ich es jetzt einfach mal, oder ob ich ein Unternehmen so sensibilisiere und erwähne schaffe, dass ich es freiwillig mache, noch wenn sie es nicht müssen. Und das ist ein ganz anderer Beratungsansatz und das ist meiner
Meinung nach auch ein ganz anderes Mindset vom Unternehmen. Ja genau, das ist es. Die Beratungsweise ist ganz anders. Das Unternehmen, machen wir direkt einen Übergang zu einem anderen Thema, was wir da auf den Schirm haben. Du hast es, wenn du als Berater in solche Unternehmen reinkommst und sagst, hier pass mal auf, es gibt jetzt Hinweisgeber-Schutzgesetz. Oh, schon wieder was kommt. Oh, aus der EU kommt nichts Gutes. Passt auf, es wird NIS-2 kommen. Ach, schon wieder sowas. Ach, alles auf die KMUs drauf, alles auf die kleinen drauf. Wir haben so viel schon zu tun und jetzt noch was drauf und noch was drauf. Und du hast so viel Arbeit und ich mache mit dir, dass ich sage, pass auf, ganz so schlimm ist es nicht. Oh, jetzt ist ein AI-Hack
da, jetzt dürfen wir keine KI mehr benutzen. Nein, das ist nicht so. Pass auf, ich erkläre dir das. Frag mich, ich erkläre dir das vernünftig, mach dir das. Ja, von denen da oben kommt dir nur noch Kram. Wir kriegen als kleine Unternehmen nur noch Knüppel zwischen den Beinen. Wir können nicht mehr arbeiten. Nein, das ist nicht so. Es gibt so ein paar Spielregeln, die gibt es jetzt, aber wenn du vorher schon vernünftig mitgespielt hast, darfst du auch weiterspielen. Und das Nächste, was jetzt ist, lass es uns gleich mitmachen, dann haben wir das Thema auch. Das Nächste, was ich habe, ich habe letzte Woche oder vorletzte Woche mit einem Geschäftsführer gesprochen und habe nur so ganz, ganz nur so nebenbei gesagt, hier nur, dass du dran denkst, Erste, Erste, denk
an E-Rechnung. Boah, das ist ja schon wieder sowas, da wird nur Bürokratie aufgebaut und macht nur wieder alles komplizierter und das ist ja, was ist denn das jetzt schon wieder? Und gleich negativ und draufgeballert. Und wo ich sage, nein, das ist nicht so, tu mir einen Gefallen, setze dich fünf Minuten mit dem Thema auseinander. Das tut vielleicht mal ganz kurz weh, aber dann ist es leichter. Und wenn du ein vernünftiges Rechnungssystem hast, eine vernünftige Software hast, das Ding kann das nativ. Überleg dir noch ein, zwei Schritte im Unternehmen, es wird leichter dadurch. Also was ich sagen will ist, immer wenn du sagst, das ist eine gesetzliche Regelung und du wirst dazu verdonnert, dann hast du schon einen negativen Touch und eine Blockadehaltung in dem ganzen System drin.
Ja, E-Rechnung, sehr gutes Thema. Das ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich noch auf dem Schirm habe.
Deswegen habe ich ihn gerade angeschnitten. Passt ganz gut rein.
Das ist bei uns auf jeden Fall ein Riesenthema jetzt. Logischerweise aufgrund dessen, dass man ja erst in den ersten starten sollte. Muss man nicht, sollte. Erkläre ich aber gleich. Aber da merkt man aber auch, Mist, wir haben ja den 13.12. Vielleicht sollten wir uns nochmal kümmern. Vielleicht ist es ein bisschen spät, aber okay. Da merkt man halt auch, wenn ich das das ganze Jahr und E-Rechnung ist ja jetzt nicht ein Thema von gestern oder von vorgestern, sondern das kommt ja wirklich schon, ich glaube Anfang des Jahres war es schon ein Thema.
Man hätte halt früher damit starten können, hätte man es dann gemacht, dann wäre es easy going gewesen, kein Problem. Jetzt haben wir die Situation, der Erste kommt und dann kommen die Ersten so, schaffen wir das dann bis dahin? Ja, das müssen wir gar nicht. Du hast Zeit. Du bist noch unter der Grenze. Du hast ein Jahr Übergangszeit. Bei E-Rechnung sprechen wir von zwei verschiedenen Rechnungsformaten. Einmal von Zugpferd X-Rechnung. Also die beiden gibt es da. Und Zugpferd ist ja quasi das Rechnungsformat, was wir jetzt in Zukunft nutzen müssen, wenn wir vom B2B
Bereich sprechen. Und da haben wir, wenn wir unter einer Grenze von, ich glaube 800.000 im Jahr, wenn wir da drunter liegen, haben wir ein Jahr Zeit, um das umzusetzen. Ist ja dann erstmal noch ganz entspannt. Wäre bei mir jetzt noch entspannt, ja. Ja, aber es gibt ja schon viele Unternehmen, die da noch drunter liegen. Das heißt, da hat man ja auch erstmal noch Luft. Das Einzige, wo man natürlich ein Problem hat, ist, sobald es in den öffentlichen Bereich geht. Weil da müssen wir X-Rechnung haben und die ist zwingend verpflichtet.
Aber ich genau, ganz kurz, dass wir das mal ganz kurz klarstellen. 20, 1.1.2025 müssen Unternehmen in der Lage sein, E-Rechnungen zu verarbeiten, zu empfangen. Ja oder nein? Nein, nicht alle.
Also wirklich nicht alle. Wie gesagt, wenn man unter diesen Grenzen liegt, dann hat man eben ein Jahr noch Zeit. Es sei denn, man möchte mit öffentlichen Einrichtungen handeln. Dann braucht man eben X-Rechnungen. Das hat mit B2B schon gar nichts mehr zu tun. Aber sobald man da im öffentlichen Sektor ist, ja, dann muss man das auch stellen können. Und das ab dem 1.1. Das ist auf jeden Fall so. Und da gibt es natürlich auch immer spannende Fragen dazu. Ja, ich mache das ja alles nicht. Das macht mein Steuerberater. Wie kann
ich denn die Rechnung noch lesen? Ja, Zugpferd ist ja eine Mischung aus PDF und XML. Das heißt, du kriegst trotzdem noch dein PDF und kannst es lesen. Es ändert sich erstmal nichts. Dein Steuerberater kümmert sich ab da. Also ganz entspannt. Dann muss man halt nur noch dafür sorgen, dass man sie auch versenden kann. Der Empfang funktioniert ja sowieso. Es ist halb so wild. Was da einhergehend ist, ist jetzt z.B. aber die Geschichte DMS. Das wird dann jetzt im Zuge dessen nochmal ein Riesenthema. Weil das ist dann auch verpflichtend.
Wenn es das Rechnungsprogramm, also nennen wir es mal Lexwehr, HS, etc., wenn die es nicht abbilden können, musst du die Rechnung irgendwo revisionssicher ablegen. Entweder in deinem Rechnungssystem oder in einem DMS-System.
Genau. Und das ist aber Pflicht. Ja. Wie es mit der Mailarchivierung war, ist es jetzt mit Rechnungen oder anderen Belegarten natürlich auch.
Das war meine Aussage vorher schon gewesen. Eine Rechnung, die du per PDF reingekriegt hast, war auch schon immer in den E-Mail-Archiv reinzulegen, weil es unter die GUBD fällt. Das war vorher so und das ist auch jetzt mit Zugpferd so. Übrigens zum Thema Unterschied zwischen Backup und Archivierung hatten wir dieses Jahr auch einen Podcast und haben uns mal darüber unterhalten, was denn jetzt der Unterschied zwischen Backup und Archivierung ist und wann ich so archiviere oder so die Verfügbarkeit sicherstelle, dass auch die GUBD happy ist und wie ich was am besten gestalte. Ich meine, das hätten wir dieses Jahr auch besprochen, oder?
Ja. Ich würde auch nicht weiter darauf eingehen wollen. Wir haben ja jetzt zwei Wochen lang quasi Ferien. Gerne alle Folgen nochmal hören. Rein technisch gesehen wäre das jetzt so, aber das Thema, was ich auf jeden Fall noch spannend finde für nächstes Jahr, wer Lizenzen braucht, sollte sich Microsoft-Lizenzen bis spätestens März buchen und möglichst gleich auf jährlich, um sich die Preisbindung zu sichern für ein Jahr,
weil im April gehen die Preise ordentlich hoch. In Deutschland gibt es noch keine offiziellen Aussagen dazu. Aber im amerikanischen Raum sprechen wir von bis zu 40 %, je nachdem, welche Lizenz es ist. Ach ja. Schon ordentlich. Also das passiert bei Power BI. Power BI Pro wird um 40 % hochgehen. Höchstwahrscheinlich. Wir haben halt noch keine europäischen Preise. Ja, und da kommen halt so Sachen dazu.
Vorher hatte man zum Beispiel diesen jährlichen Preis, also jährlich-jährlich und jährlich-monatlich. Also das heißt immer jährliche Preisbindung, jährliche Zahlung oder monatliche Zahlung. Da war Microsoft bisher so, dass sie gesagt haben, okay, kostet beides gleich. Das Problem liegt dann eben bei den Händlern. Und jetzt ist es aber so, dass Microsoft sagt, aber wenn du monatliche Zahlung haben willst, dann zahlst du nochmal 5 % drauf.
Ich meine, ich hätte jährlich-jährlich, was auch absolut sinnvoll ist, weil ich habe schon auch den Anspruch, das Unternehmen noch über das Jahr 2025 hinaus zu betreiben, sodass ich durchaus auch die Lizenzkosten im Vorfeld bezahlen kann.
Ja, ja, aber für manche macht es ja Sinn, dann monatlich-jährlich zu nehmen, also monatliche Zahlung, jährliche Preisbindung, dann ist man ja auch an die Lizenz gebunden, aber man zahlt halt monatlich. Das ist auch alles gut. Viele nutzen auch die Mischung aus jährlich-jährlich und monatlich-monatlich, um so ein bisschen flexibel zu sein.
Ich glaube, das ist auch eine ganz pragmatische Sache, wie groß ist mein Unternehmen, das heißt, wie viele Lizenzen hängen an der Kiste dran und welche Lizenz habe ich? Also wenn ich jetzt ein Zehn-Mann-Unternehmen bin, was 5 einfache Microsoft-Online-Teams-Lizenzen hat für 4,80 Euro im Monat, macht es wahrscheinlich keinen Sinn, die Richtungsstellung monatlich zu machen, weil der Aufwand für den Richtungslauf höher ist, wie die Kosten auf der Richtung draufstehen. Da würde man es sicherlich jährlich machen. Und wenn ich ein Unternehmen habe, was 5 Lizenzen hat für 250 Mitarbeiter, werde ich das wahrscheinlich über eine monatliche Abrechnung machen lassen und nicht dann auf einmal jährlich.
Das liegt wahrscheinlich an der Anzahl der gebuchten Lizenzen Ja, aber Microsoft hat sich da halt überlegt, da kann man noch ein bisschen was rausholen, das machen sie jetzt.
Ja, aber das ist aber doch ein Thema, das haben wir im letzten Jahr gehabt, das haben wir in diesem Jahr gehabt, das werden wir im nächsten Jahr auch wieder haben. Dadurch, dass du Dinge in die Cloud legst und dich auf Dienstleister verlässt, hast du dich einem Teufel verschrieben und bist dem am Ende, ich nenne es mal vorsichtig gesagt, ausgeliefert, wohingegen du aber auch fairerweise sagen musst, dass eine normale Preissteigerung überall da ist. Also auch wenn du jetzt einen Server lokal hast, dann hast du ein lokales Ding drauf liegen, die Strompreise werden teurer, die Wartungsintervalle vom IT-Dienstleister, das wird ja auch alles teurer und steht nicht über Jahre stabil, sodass eine gewisse Preissteigerung bei den Lizenzkosten auch da ist.
Ja, aber 40% ist schon da.
40% ist sportlich. Ich glaube, Confluence hat irgendwie mal so 20, 30 Cent draufgeschlagen oder 40 Cent draufgeschlagen. Das ist okay, nehme ich, ist akzeptiert, aber 40% ist optimistisch.
Genau. Teams, Teams-Telefonie, das wird alles steigen. Deswegen sage ich nur, sollte man sich dann jetzt so Anfang des Jahres auf jeden Fall mal einmal mit beschäftigen, wenn man darüber nachdenkt, dass man vielleicht dann wirklich bis zum März Lizenzen bucht und dann einfach sagen kann, okay, jetzt haben wir ein Jahr Ruhe, aber dann wird die Preissteigerung auf jeden Fall kommen. Und wenn wir dann kurz vor April sind, steht die nächste quasi schon wieder an.
Aber das Nächste ist, René, siehst du am Horizont 2025 auch nur eine Software und ein Unternehmen, was ernsthaft in der Lage wäre, ein Microsoft 365 abzulösen und zu ersetzen? Mit irgendwelchen Open-Source-Systemen, mit irgendwelchen Office-Books, also wirklich nachhaltig, mit dem Komfort und mit den Funktionalitäten. Ich
rede jetzt nicht davon, dass ich mir irgendeine Open-Office-Lizenz auf meinen Privatrechner draufspiele und mir vielleicht irgendwo eine Next-Cloud organisiere oder eine Own-Cloud, sondern es geht um einen Produktiveinsatz in einem Unternehmen. Siehst du da irgendwas am Horizont, was Microsoft gefährlich werden könnte an dieser Stelle?
Kurze Antwort, nein. Ja, es ist einfach so. Also die sind so breit aufgestellt, da sind mittlerweile so viele Produkte drin und man muss ja einfach sehen, wie viel dahinter steckt. Wir sprechen ja jetzt hier wirklich nicht mehr, so wie wir es damals getan haben, von Word, Excel, PowerPoint, was weiß ich was. Wir sprechen davon, dass alle meine Unternehmensdaten dort sind und die müsste ich mir wiederholen und auf ein passendes System
spiegeln oder rüber schieben und dann erstmal wieder die Tools am Start bringen, die das alles darstellen, was ich da habe. Das soll ja keine Werbeveranstaltung sein, aber das bringt halt so viel mit, dass ich denke, auch wenn der Preisanstieg viel oder hoch ist, dass die meisten diesen Schritt scheuen oder eben sagen, zum einen scheuen, weil der Aufwand halt sehr groß ist und weil man halt keine adäquate, passende andere Lösung findet.
Ich wollte gerade sagen, ich glaube, wenn du was hast, ich glaube, wie das Nextcloud ein ziemliches Potpourri an Cloud-Dienstleistungen, Kalenderfunktionen, Integration von irgendwelchen Kannwarnsystemen, also Planner, irgendwelche Sachen, die du auch mit Videokonferenzen machst. Also es gibt ein Potpourri an Open-Source-Systemen, die jeder für sich sicherlich irgendwas können und auch als in so einer Nextcloud-Instanz in irgendeiner Art und Weise was abbilden können. Aber ich glaube, dass die Stabilität und der Funktionsumfang dann trotzdem nicht an das ranreicht, was du einfach über Microsoft hast.
Das ist das. Also zum einen Funktionsumfang sprechen wir alleine nur mal von Co-Pilot, von OpenAI, wie auch immer, wenn man jetzt so ein bisschen damit macht. Wir sind trotzdem in der Microsoft-Welt. Wenn ich mir eine Alternative suche, ist meist der Funktionsumfang etwas kleiner. Wir müssen einfach sagen, es ist ja die fortschrittlichste an der Stelle. Also das, was sie macht, macht sie schon am besten. Da kann ich dir etwas spoilern. Das war jetzt nur eines der Dinge, aber Bilder und so mag woanders liegen. Es gibt
natürlich für alles irgendwas, aber ich muss halt sehen, dass die Software insgesamt so integriert ist, untereinander vernetzt ist, dass ich Daten in der einen Software dort ablege und aus der anderen Software schon wieder in Output kriege, ohne dass ich nur was dafür tun muss. Das sind einfach Dinge, die sprechen für dieses Universum dort. Und ob ich dann wirklich verschiedene Systeme nutzen will, also Insellösungen, das ist genau das, wovor wir Anfang des Jahres auch schon mal nicht gewarnt haben, aber wovon wir ganz klar abgeraten haben.
Wobei ich ganz persönlich, wenn ich jetzt wieder von meinem Unternehmen und meine Beratung und so meine Bubble sehe, dadurch, dass wir inzwischen ziemlich viel auf digitalen Plattformen unterwegs sind, gerät dieses klassische Word, Excel immer mehr in den Hintergrund. Viele Unternehmen haben es noch. Schreibt mal einen Geschäftsbrief ohne Word. Aber ich habe halt echt viel, dadurch, dass ich digitale Management-Systeme ansetze. Ich arbeite ganz, ganz viel mit Markdown. Das hat sich 2024 absolut bestätigt. Ohne Ulysses am Rechner wäre ich in den Hintern gezwackt. Da liegt alles, da liegt das ganze Wissen drin, weil es halt einfach formatfrei in andere Systeme übernommen werden kann, sowohl in
den Word, wenn ein Kunde mit Word arbeitet, als auch in irgendwelche digitalen Plattformen rein, dass du halt einfach keinen richtigen Medienbruch hast, sondern kannst sauber Copy-Paste drüber machen, ohne dass sich irgendwelche Formatierungen mitschleifen. Also ich für mich kann sagen, dass Word, Excel ein Stück weit nach hinten gerutscht ist in der Priorisierung und andere Systeme inzwischen vorne sind. Aber ganz, ganz viele Kunden brauchen es halt einfach. Und da ist halt Word und Excel die Welt. Auch Teams, Teams ist Standard. Lass uns einen Schritt zurückgehen. Wir hatten ja eben auch darüber gesprochen, dass man zu den Corona-Zeiten einfach getan hat. Wenn ich überlege, was an
einem Videokonferenzsystem und wie viele Software-Systeme ich zwischendurch auf meinem Rechner hatte, weil jeder Kunde irgendwas anderes hatte und jeder irgendeine andere Plattform mit irgendeiner anderen Lizenz hatte, inzwischen ist es Teams. Du merkst das. Die meisten, die sind alle in den 365 unterwegs, die haben alle mindestens Teams-Lizenzen. Wenn du mal einen Zoom-Kunden hast, hast du schon einen Exoten. So kenne ich es, so ist es zumindest in meiner Bubble. Da ist Zoom schon ein Exot. Ich selbst habe auch keinen Zoom-Account mehr. Ich habe das früher auch gehabt und Schulungen mit abgehalten, um Kunden Alternativen zu bieten, alles Mögliche. Teams hat sich so durchstandardisiert.
Es war auf einmal groß, als Corona da war. Es hat auch seine Daseinsberechtigung, keine Frage. Aber es ebbt halt auch wieder ab. Microsoft ist da schon schnell. Die gucken natürlich auch nach links und rechts. Was machen die anderen, was machen die gut, was machen die schlecht? Und bauen dann ihre eigenen Tools entsprechend.
Das ist nun mal so. Was Microsoft noch nicht geschafft hat in 2024, was ich grottig finde, ist, wenn ich im SharePoint Wikisysteme aufbauen will. SharePoint für eine Datei-Synchronisation, das ist alles cool, das kann ich tun. Aber sobald ich anfangen will, mit Dokumentenlenkung und Add-ons dahinter oder am Ende noch Wikiseiten aufzubauen, ich schmeiße jetzt einfach mal Confluence in den Raum rein, dass ich bei Microsoft irgendwann Systeme hochziehe, die ähnlich komfortabel funktionieren wie ein Confluence von Atlassian oder etwas Vergleichbares. Das hat Microsoft einfach noch nicht unter Kontrolle und noch nicht im Griff.
Michael, haben wir zusammen daran gearbeitet. Es sind beide gescheitert. Nicht bei Confluence. Ich meine natürlich bei SharePoint.
Auch das ist eine Erfahrung, die wir dieses Jahr gemacht haben. Wir haben letztes Jahr schon viel mit SharePoint gemacht. Und weil auch viele Kunden immer die SharePoint-Anfrage hatten, haben wir uns ganz intensiv mit dem Thema beschäftigt. Und wir sind einfach dazu gekommen, nein, wenn es über die normale Datennutzung, Datensynchronisation von Dateien hinweggehen soll, Freigaben, Lenkungen,
den ganzen Kram, oder Wikiseiten rein, das wird so komplex und so hoch vom Administrationsaufwand und so eingeschränkt vom Funktionsaufwand weglassen. Auch wenn es kostenlos ist vermeintlich, oder es ist halt mit dabei, weil man es eh schon hat. Nein, Geld ausgeben für eine andere Lösung, die es halt einfach wirklich besser machen könnte. Digitale Management-Systeme, Confluence.
Wenn man es denn braucht. Also jetzt nicht falsch verstehen.
Wenn man es nicht braucht, dann gerne weiter nutzen. Wenn man es nicht braucht, dann um Gottes Willen. SharePoint ganz normal weiter benutzen. Ich synch meine Daten auch über SharePoint ganz krampig. Aber ich habe parallel dieses Jahr auch ein Wissensmanagement hochgezogen über eine Confluence-Plattform, wo Informationen eben direkt verfügbar sind und eben anders verfügbar sind wie auf einer Datei-Synchronisation. Michael, nächstes Jahr. Ja, KI. Sorry, wenn ich die Sau so durchs Dorf treibe. Aber nächstes Jahr KI. Und zwar glaube ich, da wird... Wir haben dieses Jahr, ich kann
es nicht mehr hören, KI, KI, KI. Hauptsache es ist eine KI. Irgendwo steht auf irgendeiner Software, auf irgendeinem Label, auf irgendwas, auf dem Einkaufswagen, auf der Milchtüte steht KI. Dann wird es gekauft, dann ist es gehypt, dann ist es hip. Überall wo kein KI draufsteht, ist es eine KI. Ich hoffe und ich bin fest davon überzeugt, dass wir in 2025 auch so ein Konsolidierungsjahr sehen, dass die Unternehmen mal einen Schritt zurücktreten und sagen, was will ich denn mit KI überhaupt? Was meine ich denn mit KI?
Was soll denn KI? Und was ist denn KI? Nämlich 99%, wenn Sie von KI sprechen, waren entweder Bildgenerativ-KI oder mal Enlarged Language Models, weil sie einfach ein Chatbot haben mit Eingabe, Ausgabe und ganz spöttisch gesagt eine erweiterte Google-Suche haben. Das ist alles ein Teil von einer künstlichen Intelligenz, aber nicht die KI. Und ich glaube, dass wir da in 2025 hoffentlich in ruhigere Farbwasser kommen, dass dieses Überschlagen von neuen Systemen und anderen Dingen ein bisschen eindämpft und immer mehr gesunder Menschenverstand am Laufen ist. Das wäre schön.
Ich tippe auf ein Jahr später. Okay. Wir werden sehen. Also tippe ich tatsächlich, weil im Moment, ja, es tut sich halt wirklich noch viel. Und da schießen ja wirklich alle Nase lang neue Anbieter auf den Markt mit anderen Funktionsumfang, ob es Musik ist, mit Audio und so weiter und so fort. Von daher wird sich zeigen.
Was bei mir die Beratungsanfragen sind, sind halt immer zwei Themenbereiche. Der erste Themenbereich ist Pseudonymisierung, Datenschutz, wie benutze ich einen LLM, DSGVO-konformen AV-Vertrag, den ganzen Kram, das war das eine. Und das andere, das sind die Dinge, die jetzt auch immer mehr Kunden an mich angetragen haben und sagen, boah, kriege ich denn kein QM-System in KI rein? Also kriege ich nicht ein Chatbot in irgendeiner Art und Weise, dass mein ganzes Management-System mit allen Prozessen, mit allem Kram, den ich habe, kann ich das nicht irgendwo in eine KI reinwerfen, sodass meine Mitarbeiter eine Frage stellen können und kriegen eine Antwort, die funktioniert,
die, nennen wir es einfach mal, die normkonform ist, bzw. die halt so ist, dass es funktioniert. Und ich glaube, das wird nächstes Jahr Thema werden. Ja. Die ersten Systeme, die ersten Ideen habe ich jetzt hier. Ich habe was laufen bei mir, was schon ziemlich cool aussieht und was ziemlich cool zu sein scheint. Und das wird nächstes Jahr auf jeden Fall kommen. Und ich glaube auch, dass die Kundenanforderungen mehr in diese Richtung gehen. Also man wird in 2025 ein Stück weit mehr auf, wie du immer so schön sagst, auf Compliance achten und gucken, dass das, was man macht, richtig macht.
Du, wenn du die Anforderungen an Systeme hast, sollten wir uns nächstes Jahr auch nochmal zusammensetzen. Ja. Da hätte ich vielleicht auch noch das eine oder andere. Eins wird besser sein. Ich muss damit ja nicht prahlen, bei mir spricht die Funktion für sich.
Ja genau, bei mir halt auch. Sag dir all den Betreiber, dann sagst du, das ist eh der Blattsurgeon, das wird funktionieren und ab dafür. Was man aber den Unternehmen mal auch als heißen Tipp an die Hand geben sollte, wenn es bis jetzt noch nicht passiert ist, muss es vor Weihnachten auch nicht mehr passieren. Aber macht euch nächstes Jahr mal eine KI-Richtlinie im Unternehmen. Regelt mal im Unternehmen, was denn überhaupt, so als ersten Step überhaupt, was darf verwendet werden, was darf nicht verwendet werden und wenn nichts verwendet werden darf, verbietet halt
eben alles. Also regelt in irgendeiner Art und Weise den Einsatz vom KI im Unternehmen. Das wird sowieso kommen über den AI-Act, man muss sich darüber eh mal Gedanken machen. Aber eine Regelung im Unternehmen zu schaffen, um diesen Wildwuchs, den es so viel noch überall gibt, mit LLMs und mit JGPTs und allen möglichen Modellen, dass man das mal so ein bisschen Einhalt gebietet und zieht das jetzt auch mal gerade, konsolidiert sich im Unternehmen und sagt, was wollen wir denn? Arbeiten wir mit Co-Pilot? Vielleicht die schlaueste Idee, wenn es dann die Pro-Version
ist, wollen wir wirklich 25 Euro für die Pro-Version für jeden Mitarbeiter ausgeben? Haben wir vielleicht einen JGPT-Account? Womit wollen wir arbeiten? Google Gemini, was erlauben wir den Mitarbeitern? Was erlauben wir denen nicht? Auch was ist die Nutzung auf dem Handy? Darf ich auf einem Dienst-Handy Gemini benutzen oder auf einem Dienst-Handy ab April Apple Intelligence in irgendeiner Art und Weise nutzen? Was darf ich, was darf ich nicht? Und was fütter ich für Informationen in so ein LLM rein und was fütter ich nicht rein? Auch da wieder Running Gag, schmeiße ich Entwicklungsinformationen
rein, schmeiße ich personenbezogene Daten rein. Nämlich zum Erstellen vom Arbeitszeugnis den Clannamen. Lieschen Müller hat bei uns gearbeitet in der Buchhaltung und war nicht wirklich cool. Schreibt mir mal ein Arbeitszeugnis oder überlege ich mir was, wie ich pseudonymisiere, um irgendwelche Sachen zu machen. Ich glaube, das ist ein wichtiges Ding, wo man als Unternehmen und als Personen, die im Unternehmen für solche Sachen verantwortlich sind, als Compliance Manager, QMP, DSB, ISB etc., da sollte man sich in 25 Mal über eine Richtlinie Gedanken machen, sollte die Spielregeln mal klarlegen. Ganz wichtig, finde ich.
Also ich sehe für nächstes Jahr Compliance auf jeden Fall noch mal ein Riesenthema. Einfach aus dem Grund, es fällt halt immer mehr auf und auch bei uns in der Community tatsächlich, dass halt Unternehmen nicht so zwingend drauf achten, dass die Hardware auch wirklich up to date ist. Selbst wenn das Betriebssystem up to date ist, heißt das nicht, dass die Hardware noch so lange funktioniert, einfach weil sie auch mit Sicherheitsupdates, Patches versehen werden muss. Und von daher, wenn die halt nicht unterstützt wird, schlecht. Das sind halt so
Themen, die sehe ich dann wirklich im nächsten Jahr auch noch mal. BI ist sicherlich auch ein Thema. Ich glaube, das wird auch mehr, weil eben, wie du sagst, jetzt so langsam das Verständnis immer weiter wächst für das, was an Möglichkeiten da ist. Natürlich ist es ganz viel auch Beratungsarbeit, aber auch von sich aus selbst aus den Unternehmen kommen halt jetzt Anfragen in diese Richtung immer mehr, wo es einfach spannender ist, dann wirklich mit den Daten auch wirklich was Effektives zu schaffen. Und das bevor der Steuerberater anruft.
Ja. Gib uns doch mal als IT noch mal so einen heißen Tipp, wenn man mit IT, Hardware oder Software zu tun hat. Du hast gerade gesagt, dass die Hardware ein bisschen älter wird. Gib uns doch mal so ein paar Tipps an die Hand, wo man das Jahresende, den Jahreswechsel so nutzen muss, um mal über Systeme drüber zu gucken. Gibt es irgendwas, wo du sagst, mach mal hier, mach mal da, achte mal da drauf, hast du was? Sonst würde ich dich mit was triggern und dann kannst du mich in der Luft zerweisen.
Wir zum Beispiel nutzen ganz viele, wir haben halt Skripte dafür, rollst die einmal im Netzwerk aus, dann kannst du halt gucken, dass die Daten quasi ausgelesen werden aus dem System und dann kannst du dir da halt eine Fehlermeldung ausgeben lassen. Wir machen das zum Beispiel immer, ist das Betriebssystem zu alt, ist die Hardware zu alt usw. Sodass man dann früh genug weiß, wir müssen aktiv werden. Ich finde, das ist der einfachste Weg, weil dann brauchst du ja dann gar nicht groß selber was machen. Du rollst das einmal aus und kriegst deine Rückmeldung. Das war es schon.
Aber ich bin wahrscheinlich ganz woanders, denn du wirst mich echt gar nicht in der Luft zerreißen. Das, was ich inzwischen regelmäßig mache, was ich immer als Trigger nehme, ich fahr die Server mal runter. Ich blas die mal aus. Also ich mach die mal auf, ich guck mal, wie das aussieht. Ich guck mal, ob tote Mäuse drin liegen
und mach mal mit Gluckluft raus. Ich hab mir angewöhnt, ich tausche meine Raid-Festplatten einmal im Jahr wirklich aus. Einmal im Jahr gehen die letzten Platten weg und es gibt zwei neue, die nach vorne kommen. Sodass ich Festplatten drin habe, die nie älter als zwei Jahre sind. So was, gibt es da irgendwas? Oder mach ich komplett einen Völlefanz?
Also zwischen den Jahren würde ich Glühwein trinken und die Beine rausstrecken?
Du brauchst doch den Trigger. Eingangs habe ich doch selbst gesagt, wenn es nicht den Trigger mit Jahreswechsel gäbe oder mit Weihnachten geht, würde man Dinge einfach nie machen, weil man sich nie den Trigger setzt, man hätte es noch gerne fertig.
Ganz so ist es nicht. Gerade was Aussaugen von Hardware angeht, dafür gibt es zwei andere Zeitpunkte im Jahr. Das ist einmal das Frühjahr und einmal der Herbst. Weil Heizung geht an, Heizung geht aus. Da sollte man dann in dieses Saugen, also wirklich einmal sauber machen und übergehen. Festplatten tauschen, weiß ich nicht. Es ist immer
die Frage, wie sehr man eine Überwachung hat. Klar, wenn du jetzt ein Nasta stehen hast, ist das eine Sache, wenn du einen Server hast, dann kannst du ja die fehlerhaften Sektoren lesend lassen und kannst ja dann auch sagen, jetzt sind wir bei 6-7% angekommen, jetzt schmeiße ich es raus. Ich würde bei einem Panik kriegen.
Okay, da sind einige Sektoren über.
Das würde mich triggern.
Wir haben ja eben über Softwarelizenzen monatlich und jährlich gesprochen. Wahrscheinlich liegt es aber auch hier daran, wir reden bei mir über vier Festplatten und nicht über eine Serverlandschaft mit 3T oder 4T und nicht über eine Serverlandschaft mit unendlich T drin, was einen Eimer voll Geld kostet.
Ich sage ja, es ist immer die Frage, welche Überwachung dahintersteht, wenn man für sich selber sagt, okay, ich will es zur Sicherheit machen, klar, dann bietet sich das sicherlich auch an, weil dazwischen ist halt ruhig. Ich kenne aber auch Unternehmen, die genauso zwischen den Jahren produzieren und zwar auch unter Hochbetrieb, weil sie dann eben keine Aufträge annehmen, dann
da wegarbeiten können, weil sie Anfang des Jahres erst mal wieder auf einem vernünftigen Weg sind. Normalerweise für diese Reinigungsgeschichten nimmt man immer so Frühjahr und Herbst, weil eben die Heizungsluft dann weg ist beziehungsweise dann startet. Alles andere würde ich wirklich nur auf Bedarf machen, aber ruht euch ruhig mal aus. IT-Lehrer haben es das Jahr über schon schwer genug.
Oh Mann, ich habe geahnt, dass sowas kommt, nach der Arbeit der IT-Lehrer.
Ja, okay, die Überwachungsdinger, die gebe ich dir, den schenke ich dir den Punkt, aber es gibt ja genug Punkte und das haben wir ja auch festgestellt. Ich meine, am Ende des Tages, so lange es läuft, ist klar, wozu ist er da und wenn es nicht läuft, warum hat er sich nicht gekümmert?
Ich habe ja eben auch einleitend gesagt, ich habe früher auch im technischen Service und in der Wartung mein Geld verdient. Wir haben große Fertigungsanlagen gewartet beziehungsweise betreut und den Betrieb sichergestellt. Wir sind dann halt auch mal, dass du irgendwo im Büro gesessen hast und hast einen Kaffee getrunken in der Arbeitszeit. Dann kam auch irgendwann mal der Chef vorbei und hat gesagt, hier sitzt ihr. Sei froh über jede Minute, die ich hier entspannt sitze. Wenn ein IT-Leiter oder einer aus der Wartung oder einer aus dem Service, wenn die laufen und rennen und schnelle hektische Bewegungen machen, dann läuft irgendwas unrund.
Dann müsste ich mir als Geschäftsleitung Gedanken machen. Solange die ihren Laden so unter Kontrolle haben, dass sie gechillt am Kaffee liegen, haben die ihr Geld verdient. Das ist alles gut. Der IT-Administrator, um auch da mal die Lanse zu brechen, der hat ja nicht die Funktion, jeden Tag 10 Stunden zu schwitzen, sondern er hat die Aufgabe, eine Funktion und ein System, nämlich die IT-Landschaft vom Unternehmen am Laufen zu halten und so am Laufen zu halten, dass die Mitarbeiter effektiv arbeiten können. Wenn das funktioniert und das alles Kram ist, ist das mehr als alles wert. Der muss nicht hektisch rennen.
Man muss ja auch einfach sehen, dafür hat er auch gewisse Wartungsarbeiten nachts. Der Server steigt aus, dann ist er auch ordentlich am Schwitzen. [Michael] (59:56 - 1:00:43) Er macht genug Nachtschichten, wenn der Server steht. Wenn abends der Server steht oder raucht und am anderen Tag soll die Produktion oder die Mitarbeiter mit 100 Mann kommen und wollen wieder Gas geben, zieht der durch. Da bleibt dem gar nichts anderes übrig. Deswegen kann man zwar spöttisch sagen, der ITler sitzt doch mal einen Tag in der Ecke mit einer Tasse Kaffee und muss aufpassen, dass er sich die Finger nicht an der Maus bricht, aber dem ist am Ende vom Tag nicht so. Wichtig ist, dass der weiß, was los ist. Was ich auch merke, ist, dass die ganz viele Themen haben mit Fortbildungen, Weiterbildungen, Newsletter lesen, heiße Security, RSS-Feeds lesen, gucken, was passiert, Sicherheitslücken, Updates planen, neue Systeme überwachen, Innovationen einführen usw. [René] (1:00:44 - 1:01:34) Da steckt ja schon ein bisschen was dahinter. Aber, und Michael, wenn du nichts Großes mehr hast, würde ich damit auch den Bogen schlagen. Ja, jetzt, wo wir die ITleiter gehundigt haben, beenden wir die Vorschriften. So war es nicht gemeint, aber am Ende des Tages sollen alle dann auch wirklich das Jahresende genießen können, einmal noch mal zurückgucken, sich noch mal auf die Schulter klopfen, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist, wenn es nicht gerade gebrannt hat. Und dann ist auch mal gut. Ja, man muss auch mal gut sein lassen. Genauso sieht es aus. Genau, das Jahr startet in 2-3 Wochen schon wieder. Wir sprechen ja jetzt nicht davon, dass alle noch schön, was weiß ich, wohin fliegen, sondern nur, dass sie eine Woche zu Hause sind. [Michael] (1:01:35 - 1:02:06) Wir wollten gerade sagen, wir sprechen jetzt nicht von einem Riesen-Gap dazwischen, sondern ich glaube, die Regel sind diese 2 Wochen, die sich alle, die sich viele gönnen, vom 20. bis zum 6. oder wie das ist. Und das sei uns allen gegönnt. Und in dem Sinne, genießt die Zeit. Entspannt euch. Verwandtschaft wohldosiert. Ich hatte das Thema jetzt in einem anderen Podcast, wo wir das Thema Weihnachten und Verwandtschaft gesehen haben und haben die Frage diskutiert, ob Rotwein das Risiko oder die Chance ist. [René] (1:02:08 - 1:02:19) Okay, berechtigt. Wobei, Rotwein ist Risiko. Bei mir zumindest. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst. Gut, alles klar. [Michael] (1:02:21 - 1:02:31) In diesem Sinne genießt die Zeit. Von mir schon mal meine letzten Worte. Die allerletzten gebühren dir, René. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank für ein geiles Jahr. Wir hören uns. Lasst es euch gut gehen. [René] (1:02:31 - 1:03:26) Für mich auch. Vielen Dank. Wir hören uns im nächsten Jahr. Wir werden wahrscheinlich am 17. wieder zu hören sein. D.h. wir setzen einmal aus. Aber dann geht es wie gewohnt sofort wieder weiter. In der Zwischenzeit, Social Media bei uns auf der Internetseite. Gerne befragen, uns kontaktieren per LinkedIn oder sonst wo. Genießt die Zeit. Erholt euch. So schaut es aus. Macht's gut. Bis dahin. Ciao. Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021
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